Die kommende Steam Frame-VR-Brille von Valve könnte deutlich teurer auf den Markt kommen als ursprünglich erwartet. Während zunächst die Hoffnung bestand, dass das eigenständige VR-Headset weniger stark von steigenden Hardwarekosten betroffen sein würde als die frühere Steam Machine oder das Steam Deck, deuten aktuelle Informationen inzwischen auf das Gegenteil hin.
Laut dem bekannten Valve-Insider Tyler McVicker könnten die Produktionskosten während der Entwicklung erheblich gestiegen sein. In einem aktuellen Livestream schätzte er, dass der Einstiegspreis der Steam Frame inzwischen bei über 1.100 US-Dollar liegen dürfte – möglicherweise sogar mehrere Hundert Dollar darüber.
Steigende Chippreise treiben die Kosten
Zwar ist die Steam Frame nicht besonders speicherintensiv, sie setzt jedoch auf Qualcomm-Prozessoren sowie NAND-Flash-Speicher. Genau diese Komponenten haben sich in den vergangenen Monaten deutlich verteuert. Hinzu kommen steigende Fertigungskosten bei großen Chipproduzenten wie TSMC, Samsung, SK hynix und Micron, was sich inzwischen auf nahezu alle Hardwarebereiche – von GPUs und CPUs bis hin zu Arbeitsspeicher und Flash-Speicher – auswirkt.
Eigenständiges VR-System mit SteamOS
Valve selbst hat die Steam Frame bislang noch nicht offiziell vorgestellt. Brancheninsider rechnen jedoch weiterhin mit einer Markteinführung noch vor Ende des Jahres.
Die Steam Frame soll als vollständig kabelloses Standalone-VR-Headset erscheinen und auf einer speziell angepassten Version von SteamOS basieren. Nutzer sollen damit ihre komplette Steam-Bibliothek auf einer virtuellen Großbildleinwand erleben oder VR-Spiele direkt auf dem Gerät ausführen können. Möglich werden soll dies durch eine Arm-Kompatibilitätsschicht, die ähnlich funktioniert wie Proton, mit dem Valve bereits Linux-kompatible Windows-Spiele ermöglicht.
Sollten sich die aktuellen Preisprognosen bestätigen, könnte die Steam Frame allerdings zu den teuersten Consumer-VR-Headsets auf dem Markt gehören – und sogar den damaligen Einstiegspreis der Steam Machine übertreffen.
*Quelle: Kitguru




