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Wie schütze ich meinen Router vor Cyberangriffen? 7 Tipps

Der Router ist das wichtigste Gerät, wenn wir im Internet surfen: er gibt uns Zugriff auf das Internet und zugleich verbindet er verschiedene mobile Endgeräte miteinander. Kabelloses Surfen im Garten, im Homeoffice oder auf Arbeit wäre ohne Router nicht möglich. Umso wichtiger ist es, den Router zu schützen und so auch seine Daten und angeschlossenen Geräte zu sichern. Mit diesen Tipps kann jeder Router einfach und schnell gesichert werden.

 

  1. Ändern des Standard-Passworts

Jeder Router hat ein Passwort, das von Werk aus gesetzt ist. Dieses Passwort ist relativ öffentlich, sodass Hacker hier immer versuchen, dieses beim Router zuerst zu hacken. Die Änderung des Passworts für den Router kann jeder innerhalb von Minuten vornehmen. Über die IP-Adresse des Routers wird mithilfe des Browsers ein Zugang zum Router genutzt, sodass man hier sofort das Passwort ändern kann. Die genauen Schritte sind auch in der Bedienungsanleitung des Routers zu finden.

 

  1. Verbundene Geräte auf Werkseinstellung zurücksetzen

Ob Handy, Drucker oder Saugroboter – jedes Gerät, das einen Zugang zum Router hat, benötigt den WLAN-Schlüssel und speichert diesen ab. Wird das Gerät zur Reparatur gebracht oder als Second-Hand verkauft – sogar, wenn es im Müll landen sollte – können Unbefugte das Passwort herausbekommen. So muss bei jedem Gerät, das mit dem Router verbunden war, das Passwort gelöscht und somit auch der Zugang zum Router unterbunden werden. 

 

  1. Verwenden eines Virtual Private Networks (VPN)

Eine weitere Option, den Router und somit das heimische Netz zu schützen, ist es, ein VPN zu installieren. Dieses virtuelle Netzwerk ändert die IP-Adresse des Routers, sodass die echte nicht mehr so einfach ausgelesen werden kann. Dadurch wird es Hackern und Unbefugten erschwert, die Verbindung und die verbundenen Geräte zu hacken. Man surft dadurch nicht anonym durchs Web, da der eigene Serviceprovider natürlich noch immer die echte IP-Adresse kennt, schützt die Privatsphäre aber so gut es eben geht.

 

  1. Sicheren WLAN-Schlüssel nutzen

Der Schlüssel ist ein sehr langes Passwort, das aus Zahlen besteht und immer auf dem Rücken oder Boden des Routers abgedruckt ist. Dieses sollte zügig geändert werden in ein komplexes und sicheres Passwort. Zum sicheren Schutz gehören neben einem guten WLAN-Schlüssel auch die Sicherung mit WPA2 oder WPA3. 

 

  1. Gastzugang ermöglichen

Wer häufig Besuch bekommt und seinen Familienmitgliedern und Freunden ermöglichen will, das hauseigene WLAN zu nutzen, kann einen Gastzugang erstellen. Dadurch können Gäste zwar das WLAN benutzen, aber nicht auf wichtige Daten innerhalb des „heimischen“ Netzwerks zugreifen. Wichtig ist bei den Einstellungen, dass Angaben im Interface wie „Isolieren“ oder Ähnliches aktiviert sind bzw. „Zugriff auf Netzwerkressourcen“ oder „… Einstellungen“ deaktiviert sind, damit die Gäste keinen Zugriff auf sensible Einstellungen haben. Auch dieses zweite Netzwerk sollte mit einem guten Passwort und einer WPA2- oder WPA3-Verschlüsselung gesichert werden. 

 

  1. Router regelmäßig updaten

So wie eine Software müssen auch Geräte ein regelmäßiges Update erfahren. Hersteller von Router erstellen regelmäßige Upgrades für ihre Geräte, die man umgehend auf den Router spielen sollte. Ob ein neues Upgrade zur Verfügung steht, sieht man bei den meisten Routern im Web-Interface, das man durch die Eingabe der jeweiligen IP-Adresse im Browser aufrufen kann. Auch auf der Website der Hersteller kann man oft nachsehen, wenn man nach dem jeweiligen Router sucht. Upgrades auf Router müssen immer händisch aufgespielt werden und laufen nicht automatisch – im Kalender wenigstens 2 x im Jahr einen Upgrade-Tag notieren.

 

  1. Remote und WPS nicht zulassen

Der Fernzugriff auf den Router sowie WPS am Router sind an sich eine tolle Erfindung, womit sich Geräte schneller und einfacher verbinden lassen. Aber beide Optionen bieten eben auch ein gewisses Sicherheitsrisiko, wenn sie von Unbefugten und den falschen Personen genutzt werden. Hier sollte man gut aufpassen und sich überlegen, ob man beide Optionen wirklich aktiviert haben muss.

Fazit

Die Möglichkeiten, den eigenen Router vor unbefugten Zugriff zu schützen, sind sehr einfach. Mithilfe der gängigen Einstellungen, die in jedem Router vorhanden sind, kann schon ein sehr großer Schutz aufgebaut werden. Die jeweiligen Schritte sind abhängig vom Router-Modell, können aber in der Betriebsanleitung bzw. auf der Homepage des Herstellers nachgelesen werden.