Eine geleakte interne Roadmap von Microsoft gibt erstmals einen konkreten Ausblick auf die Einführung der neuen Disc-to-Digital-Funktion. Demnach befindet sich das Feature bereits seit Juli im Insider-Betatest und soll noch im Laufe des Monats August für Besitzer einer Xbox One sowie Xbox Series X allgemein verfügbar werden.
Mit Disc to Digital verfolgt Microsoft das Ziel, den Übergang zu einer vollständig digitalen Spielebibliothek weiter voranzutreiben. Nutzer können dabei ihre physischen Spiele-Discs in die Konsole einlegen und diese in eine digitale Lizenz umwandeln. Während des Scanvorgangs wird der eindeutige Schlüssel der Disc ausgelesen und dauerhaft mit dem Xbox-Konto des Spielers verknüpft. Anschließend lässt sich die Disc nicht mehr auf anderen Konsolen aktivieren oder weiterverkaufen, verleihen oder vermieten.
Microsoft setzt verstärkt auf digitale Spielebibliotheken
Die Einführung der Funktion unterstreicht den anhaltenden Wandel der Spielebranche. Sowohl Microsoft als auch Sony treiben den Abschied von physischen Datenträgern weiter voran und setzen zunehmend auf digitale Spielkäufe und Online-Bibliotheken.
Zum Start profitieren zunächst Besitzer einer Xbox One oder Xbox Series X, da diese Konsolen über ein optisches Laufwerk verfügen. Die digitale Spiellizenz wird künftig direkt dem jeweiligen Benutzerkonto zugeordnet. Microsoft übernimmt dabei die technische Umsetzung, Zertifizierung sowie den Support. Spielepublisher behalten jedoch weiterhin die volle Kontrolle über die Teilnahme am Programm sowie über Lizenzrechte, Preisgestaltung und Markenauftritt.
Xbox-Abwärtskompatibilität für den PC soll im Oktober folgen
Aus der geleakten Roadmap geht außerdem hervor, dass Microsoft die Xbox Backwards Compatibility noch im Oktober vollständig auf den PC ausweiten möchte. Spieler sollen dadurch klassische Xbox-Titel künftig über den Xbox Store oder Game Pass auch auf dem PC nutzen können.
Darüber hinaus plant Microsoft, den Katalog der Xbox-360-Spiele in den kommenden Jahren auf die nächste Xbox-Generation zu übertragen. Dies dürfte zeitlich mit dem Marktstart der kommenden Konsole zusammenfallen und eine umfassende Abwärtskompatibilität bis zurück zur Xbox-360-Ära ermöglichen.

Da es sich bei den Informationen um eine geleakte interne Roadmap handelt, hat Microsoft die genannten Funktionen und Zeitpläne bislang allerdings noch nicht offiziell bestätigt.
*Quelle und Bilder: Techpowerup via @eXtas1stv on X




