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Xtrfy XG-M2 – Gaming-Maus für Profis?

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Mit Xtrfy möchte sich eine junge Marke für Gaming-Peripherie aus Schweden auf dem deutschen Markt etablieren. Für das nötige Know-How hat man sich mit den Profi-Zockern von Ninjas in Pyjamas zusammengetan und eine erste Serie bestehend aus einer Maus, einer mechanischen Tastatur und mehreren Mauspads in verschiedenen Größen und Motiven entwickelt, die nun auch in Deutschland verfügbar sind.

Da lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, der neue Xtrfy XG-M2 Gaming Maus zusammen mit einem XGP1-L4 Mauspad auf den Zahn zu fühlen. Auf dem Datenblatt locken Omron-Switches, optischer Sensor, gummierte Oberfläche und simple Einrichtung ohne extra Software für 55€ Straßenpreis. Ob sich die Kooperation mit NiP gelohnt hat und ob dieses Erstlingswerk von Xtrfy zum Zocken taugt, erfahrt ihr auf den nachfolgenden Seiten. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.


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Autor: Kim​

 
Für die freundliche Bereitstellung des Testsamples und das uns entgegengebrachte Vertrauen geht unser besonderer Dank an CaseKing. Wir hoffen auch weiterhin auf eine gute und ergiebige Zusammenarbeit.

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[nextpage title=“Verpackung und technische Daten“ ]

Verpackung und technische Daten

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Die Verpackung ist in Schwarz-Gelb und mit Bildern der Maus bedruckt. Der magnetisch gehaltene Deckel lässt sich für einen ersten Blick auf die Maus zurückklappen. Bei der Gestaltung merkt man dem Unternehmen die Kinderschuhe noch an. Die Farben wirken leicht verwaschen und die Fotos sind ziemlich niedrig aufgelöst. Von außen bekommt man nicht wirklich das Gefühl, ein High-Tech-Produkt zu kaufen.

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Im Inneren ist die Maus in eine brüchige gelbe Plastikschale gefasst. Das schützt immerhin während des Transports, aber auch hier kein High-End-Feeling. Wir denken, dass Xtrfy bei seinen kommenden Produkten etwas mehr Mühe in die Gestaltung der Verpackung stecken wird. Die aufgedruckten technischen Daten sehen da schon vielversprechender aus.

Technische Daten:

  • Rechtshänder-Maus, fünf Knöpfe mit Omron-Schalter
  • Zwei DPI-Schalter für fünf DPI-Stufen (400, 800, 1600, 3200, 4000)
  • Gummierte Oberfläche
  • Optischer Pixart 3310 Sensor mit 1ms Reaktionszeit
  • Schieberegler an der Unterseite für die Polling-Rate (125, 500, 1000Hz)
  • 2m USB-Kabel mit Geflechtmantel
  • Beleuchtetes Xtrfy-Logo, Mausrad und Daumenmulde (giftgrün) und DPI-Schalter (mehrere Farben)
  • 112g Gewicht

 

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[nextpage title=“Erster Eindruck“ ]Erster Eindruck

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Die Xtrfy XG-M2 ist mittelgroß und hat eine klassisch abgerundete Formgebung. Mit ihren 112g ist sie kein absolutes Leichtgewicht mehr, behindert aber noch nicht durch zu hohe Trägheit. Die Soft-Touch-Oberfläche liegt angenehm in der Hand und besonders die sportlichen Gummi-Linien an den Seiten geben einen sicheren Grip. Die Optik der Beleuchtung in Giftgrün verbunden mit den andersfarbigen DPI-Schaltern ist zugegebenermaßen nicht die Hübscheste auf dem Markt, aber hier entscheidet der individuelle Geschmack.

Die beiden Haupttasten auf der Oberseite sind vom Klick her minimal dumpfer als gewohnt. Trotz der nicht übergroßen Maus sind sie schön langgezogen, sodass selbst meine langen Finger im Palmgrip außer der Fingerkuppen komplett aufliegen. Sie lassen sich in jeder Situation gut treffen und die Finger rutschen nicht ab. Das Mausrad mit mittigem Leuchtstreifen hat eine leichtgängige aber präzise Rasterung in beide Drehrichtungen und sein Klick ist wie beiden benachbarten Tasten dumpfer, als die Daumentasten. Es lässt sich angenehm mit dem Zeigefinger erreichen. Anders die beiden DPI-Schalter, die aus dem Palmgrip heraus eher umständlich zu treffen sind. Ihre Beleuchtung zeigt die momentan verwendete Auflösung an (rot = 400dpi, grün = 800dpi, blau = 1600dpi, lila = 3200dpi und hellblau = 4000dpi). Die Beleuchtung des Xtrfy-Logos ist auch kräftig genug für Tageslicht, verschwindet im Betrieb aber wie üblich unter der Handfläche.

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Die linke Seite ist leicht nach innen geschwungen. Ihre beiden Daumentasten klicken eher leicht als kräftig und sind schön präzise. Durch die Abflachungen und Punkte auf der Schalteroberfläche lassen sie sich gut unterscheiden und sicher treffen. Die stärker gummierte Seitenfläche der Maus ermöglicht dabei einen sicheren Griff. Zwischen Tasten und Gummierung zieht sich ein kleiner, beleuchteter Rahmen, der bei der Benutzung nicht weiter stört.

Die rechte Seite ist wie die linke nach innen geschwungen und bietet eine griffige Gummierung und sportliche Streifen. Da die XG-M2 eine reine Rechtshändermaus ist, finden sich hier keine Schalter. Der Ringfinger liegt gut an und es gibt keine störenden Ecken, wobei vorne etwas mehr Platz in der Höhe nicht verkehrt gewesen wäre.

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An der Unterseite finden wir den optischen Sensor von Pixart und einen Schieberegler zum Umschalten der Polling-Rate umgeben von einem hübschen Bienenwaben-Muster. Die Teflonpads sitzen an Vorder- und Hinterkante, fallen aber leider eher klein und vor allem dünn aus. Sie gucken kaum über ihren Plastikrand und so besteht die Gefahr bei zu weichen Mauspads, dass das Plastik auf der Unterlage schleift.

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Das Mauskabel hat mit 2m eine angenehme Länge und ist mit stabilem Kunststoffgeflecht in schwarz-gelb umgeben. Es entspringt aus einem einfachen Knickschutz und endet in einem USB-2.0-Stecker mit vergoldeten Kontakten. Dieser hat praktischerweise Mulden und Riffel zum leichteren Abziehen. [/nextpage]
[nextpage title=“Praxis“ ]
Praxis

Wie auch die erfolgreiche Marke Zowie verspricht Xtrfy eine Einrichtung ohne extra Software und deren sporadische Probleme. Dadurch kann die Maus bequem an anderen Computern genutzt werden, ohne jedes Mal die Software in den Autostart zu installieren und ärgerliche Abstürze und Bugs im Spiel bleiben aus. Tatsächlich steht ab dem Einstecken der Maus der volle Funktionsumfang zur Verfügung. Dafür beschränken sich die Konfigurationsmöglichkeiten auf Auswahl der DPI-Stufe und Polling-Rate, was Puristen aber reichen sollte.

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Im Alltag nutzt sich die Maus angenehm und dank der starken Gummierung sitzt sie selbst in verschwitzten Händen sicher. Haupttasten, Mausrad und Daumentasten lassen sich gut treffen und angenehm bedienen, wobei Erstere für meinen Geschmack einen Hauch schärfer klicken könnten. Die beiden Daumentasten sind wie gewohnt mit Vor und Zurück belegt. Das Kabel ist von durchschnittlicher Dicke und legt sich trotz des Kunststoffgeflechts recht schnell. Seine Reibung ist wie für Gaming-Mäuse üblich gering und behindert die Benutzung nicht spürbar.

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Auch in Spielen leistet die XG-M2, was von ihr erwartet wird und sorgt für ungetrübten Spielspaß. Der optische Sensor von Pixart tastet präzise ab und bietet das von vielen Gamern präferierte, „natürlichere“ Abtastgefühl im Vergleich zu Lasersensoren. Durch die DPI-Schalter an der oberen Seite lässt sich die DPI-Auflösung zwischen Partien leicht wechseln. Mitten im Kampf ist es schwieriger, da man die Hand dafür nach hinten verlagern muss. Die fünf DPI-Stufen sind gut verteilt und sollten die meisten Geschmäcker zufrieden stellen. Viele optische Mäuse bieten maximal 3200DPI, was wir normalerweise benutzen, aber hier gibt es darüber noch die schnellere 4000DPI-Stufe. Die Maus funktioniert auf Mauspads aus Textil, Hartplastik und Metall. Bei Letzterem hatten wir aber einen springenden Zeiger, wenn die Oberfläche wegen schwitziger Finger geglänzt hat, was bei unseren anderen Mäusen bisher kein Problem war. Die Lift-Off Distanz ist so gering, dass der Zeiger sich nicht mehr rührt, sobald die Maus 2mm angehoben ist, was besonders Low-Sense Spieler freut. Bei einigen Spielen vermisst man programmierbare Tasten, die diese Maus mangels Einrichtungssoftware nicht bietet. Das war aber nie wirklich kritisch und insgesamt haben wir die XG-M2 gerne zum Spielen genutzt.[/nextpage]

[nextpage title=“Xtrfy XGP1-L4 Mauspad“ ]
Xtrfy XGP1-L4 Mauspad

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Zusammen mit der Maus haben wir auch eines der Mauspads von Xtrfy getestet. Das XGP1-L4 ist 460x400mm groß, passend zur Maus mit einem Xtrfy-Schriftzug versehen und größtenteils Schwarz mit einer gelben Ecke. Geliefert wird es aufgerollt in einem schmalen Karton mit einer kleinen Aussparung, durch die das Material befühlt werden kann.

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Als Basismaterial wurde ein vergleichsweise steifes Gelpad verwendet und mit einer Gewebe-Oberfläche versehen. Das bietet den Vorteil, dass die Maus nicht zu stark einsinkt und das Handgelenk angenehm aufliegt, die Teflon-Füße aber weniger abnutzen, als auf Metall. Bei vielen Konkurrenten löst sich das Textilgewebe mit der Zeit an den Kanten des Pads, nicht so hier. Der Rand des Pads wurde ringsherum in die Oberfläche eingenäht, was das Ablösen verhindert. Die Unterseite ist rutschfest und gummiert, wodurch das Mauspad während der Benutzung an Ort und Stelle bleibt.

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In der Praxis schlägt sich das XGP1-L4 besser als die meisten anderen Kunststoffmauspads, die wir bisher testen durften. Einzig die etwas höhere Reibung der Gewebeoberfläche ist das ausschlaggebende Argument für uns, wieder auf unser teureres Aluminium-Mauspad zu wechseln. Das Xtrfy-Mauspad liegt angenehm unter der Hand und macht den Eindruck, als würde es das auch in zwei Jahren noch tun. Sollte es verschmutzen, lässt es sich bei 30°C waschen. Es verrutscht nicht, ist sehr groß und lässt sich zum Transport zusammenrollen. Ein in erster Linie optisches Manko muss allerdings noch Erwähnung finden. Durch die gerollte Verwahrung in der Packung zeichnen sich durch das steife Gel in den ersten Wochen starke Linien auf der Oberfläche ab. Die sehen nicht hübsch aus, stören beim Benutzen aber zu Glück nicht. Selbst einen Monat nach dem Auspacken hebt sich die innerste Kante der Rolle immer noch leicht ab, solange sich die Maus woanders befindet. Käufer, die dieses Manko nicht stört, erhalten mit dem Xtrfy XGP1-L4 eine wirklich große Unterlage mit guten Eigenschaften. Der Preis von 25€ befindet sich im Mittelfeld der vergleichbar hochwertigen und großen Konkurrenten. [/nextpage]
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Fazit

Mit der XG-M2 ist Xtrfy ein guter Einstieg in die Welt der Gaming-Mäuse gelungen. Dank Soft-Touch und gummierten Seiten liegt sie angenehm und sicher in der Hand. Die Omron-Switches arbeiten wie gewohnt gut und das Mausrad hat eine gute, leichtgängige Rasterung. Der optische Sensor arbeitet präzise und bietet 5 Geschwindigkeitsstufen bis 4000dpi. Im Alltag ist sie ein treuer Begleiter und das Spielen mit ihr macht Spaß.

Jedoch gab es auch ein paar Kritikpunkte. Enttäuscht waren wir von den sehr dünn ausfallenden Teflon-Pads an der Unterseite. Außerdem hatte der Sensor Probleme mit feuchten Metall-Mauspads. Die eher nebensächliche Optik der Verpackung aber auch die gelb-grüne Beleuchtung konnte uns nicht wirklich überzeugen und durch die fehlende Einrichtungssoftware gibt es keine programmierbaren Tasten.

Insgesamt ist die Xtrfy XG-M2 eine gute Maus, die den meisten Spielern gefallen wird. Allerdings gibt es wegen der erwähnten Mankos Konkurrenten, die bei gleichem Preis von 55€ mehr bieten. Dementsprechend erhält die Xtrfy XG-M2 von uns einen guten Silber-Award und wir sind gespannt, was Xtrfy in Zukunft auf den Markt bringen wird.

Das Xtrfy XGP1-L4 Mauspad schlägt sich für ein Gel-Mauspad sehr gut. Es ist nicht zu weich, schön groß und der eingenähte Rand verhindert frühe Verschleißerscheinungen. Es lässt sich aufrollen, waschen und hat eine rutschfeste Unterseite. Allerdings braucht es Wochen, bis die Faltlinien von der Verpackung nicht mehr sichtbar sind. Letzteres ist zum Glück nur ein optisches Problem und so erreicht das 25€ teure Mauspad noch unseren Gold-Award.

Xtrfy XG-M2: Score 7,3/10

Pro:
+ Soft-Touch-Oberfläche und griffige Gummierung
+ präziser optischer Sensor mit fünf Stufen bis 4000dpi
+ präzise Omron-Switches und angenehmes Mausrad

Contra:

– Teflon-Pads sehr dünn
– Probleme auf feuchtem Metall-Mauspad
– keine programmierbaren Tasten
– keine variablen DPI-Stufen

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Geizhals


Xtrfy XGP1-L4:
Score 8/10

Pro:
– gute Festigkeit
– eingenähter Rand
– rutschfest
– waschbar

Contra:

– mehr Reibung als auf Metall oder Hartkunststoff
– alte Faltlinien nach Wochen noch sichtbar

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