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Zwei FM2+ Mainboards im Vergleichstest – gibt es überhaupt ein besser?

Seit der Einführung der Accelerated Processing Units (APUs) der vierten Generation mit Namen „Kaveri“ ist nun schon etwas Zeit ins Land gegangen. Dennoch bringen einige Mainboardhersteller wie MSI oder auch Asus jetzt eine „Gaming“ – beziehungsweise bei ASUS die „ROG“ Mainboard-Reihe – auf den Markt. Sie bieten nicht nur eine Reihe an Extras wie z.B. den SupremeFX 2014 + Sonic Radar II Soundchip oder den Killer E2200 LAN-Chipsatz, sondern erstrahlen in einem ganz neuen Boardlayout. So wählt MSI für seine Gaming-Reihe dasselbe rot-schwarze Layout seiner Chipsatzkühler.

Beide Boards werben auf ihrer Seite mit einem hochqualifizierten Soundchip und besonderer Übertaktungsfreudigkeit. Das Asus Crossblade unterstützt hierbei sogar Arbeitsspeicher bis zu 2666 MHz (OC).

Der FM2+ Sockel ist erfreulicherweise abwärstkompatibel, was bedeutet, dass auch ältere APUs der „Richland“- und sogar der „Trinity“-Generation verbaut werden können. Also können auch die älteren Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit auf den neuen Boards genutzt werden.

Hiermit bedanken wir uns herzlich bei Asus und MSI für die zur Verfügung gestellten Testsamples und das damit entgegengebrachte Vertrauen.

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Autor: Haddawas

Asus Crossblade Ranger

Das ASUS Crossblade RANGER ist eines der Topmodelle von ASUS, das auf den hervorragenden A88X als Southbridge zurückgreifen kann. Asus bestückt die ATX-Platine großzügig: Vier DDR3-Speicherriegel (Gesamtkapazität bis zu 64 GB, auf 2666 MHz übertaktbar) finden darauf Platz, während bis zu drei AMD-Grafikkarten im (3-Way-)CrossFireX-Verbund über die PCIe-x16-Slots zusammenarbeiten dürfen. Als Soundchip ist der ROG SupremeFX 2014 – Chip an Bo(a)rd, der über 6 Audio-Buchsen und eine optische S/PDIF-Buchse 7.1-Sound ausgeben kann.

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Von links nach rechts befindet sich eine auffällige Beschriftung namens ROG_EXT (zum Anschluss eines externen Panel). Daneben sitzt der CMOS-Button, gefolgt von zwei USB-2.0-Steckplätzen. Einer der beiden ist der „Keybot“. Dabei handelt es sich um einen speziellen Co-Prozessor, mit dem sich jeder Tastatur Makro-Funktionen zuweisen lassen. Zu guter Letzt liegt natürlich noch das Q-Connector für die Verbindung mit dem Gehäuse bei.

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Auf der Rückseite des I/O befinden sich VGA, DVI und ein HDMI Anschluss. Auf Display Ports verzichtet Asus hier allerdings. Weiterhin befindet sich ein universeller PS2-Port, der sowohl für Tastatur als auch Maus-Anschluss verwendet werden kann. Weiterhin zwei USB USB-2.0- Anschlüsse, um auch ältere Geräte mit dem Mainboard betreiben zu können. Es gibt auch eine BIOS-Back-Flash-Taste, mit der ein BIOS – ohne, dass irgendwelche Systemkomponenten (Festplatte, CD-Rom) benötigt werden – geflasht werden kann. Besonders praktisch für diejenigen unter euch mit einer Kaveri-APU, welche mit einem alten BIOS (bei Auslieferung) nicht starten will.

Als nächstes kommen vier USB-3.0- Ports, die LAN Verbindung, welche mit LANGuard ausgerüstet ist. Dieser gehört zu Intels neueste I218-V Ethernet-Controller und ist mit der ROG Gamefirst III-Software kombiniert. Besonders gefallen uns die sechs vergoldeten Audiobuchsen am unteren Ende.

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Für die digitale Audio-Übertragung bietet das Crossblade Ranger eine sehr gut abgeschirmte optische Schnittstelle. Asus verwendet hierfür auch spezielle Kondensatoren. Des Weiteren sehr gut zu erkennen: der Supreme FX Audioprozessor, der für ein besonders gutes Klangerlebnis sorgen soll. Neben den Kondensatoren befindet sich ein Knopf namens Sonic SoundStage mit welchen sich sich die Audio-Profile umschalten lassen. Die Sonic SenseAmp lässt sich im übrigen nur über die Software steuern.

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Asus verpflanzt die SATA-Anschlüsse allesamt einheitlich im rechten Winkel nebeneinanderliegend. So ist später die Verkabelung übersichtlich und es muss vorab nicht immer jedes Kabel umständlich gedreht werden. Auf der rechten Seite gibt es einen weiteren 4-Pin PWM-Lüfter-Anschluss. Hinter den SATA-Ports befindlich ein riesiger Chipsatz-Kühler, verziert mit dem typischen Asus-ROG-Logo.

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Das Mainboard bietet auf dem oberen rechten Bereich wohl die meisten Schnittstellen: Beginnend bei dem Postcoder (QCode-Anzeige), zwei CPU-4-Pin-PWN-Lüfter-Anschlüssen, gefolgt vom Power- und Reset-Knopf. Links daneben der „probeIt“ Bereich – hier handelt es sich um Spannungsmesspunkte, die für Overclocker eine wichtige Funktion darstellen. Daneben ein Slow-Mode Schalter für LN2-Overclocker. Eine MemOK-Taste (Memorytest), ein 24-Pin-Stromanschluss und der USB-3.0. Frontanschluss runden das Bild eines Premium-Maiboards ab.

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Zusammenfassung:
Das Asus Crossblade Ranger kann über Schnittstellenmangel nicht klagen. Sechs USB-3.0-Ports sowie acht USB-2.0-Ports stehen zur Verfügung und Festplatten und SSDs werden über acht SATA-6G-Anschlüsse (inkl. RAID-Support) verwaltet. Erweiterungskarten kommen in drei PCIe-x1-Slots unter und für Grafikkarten stehen drei PCI-Express-Slots – teils im Standard 3.0 – bereit (3-Way-CrossFireX) bereit.

MSI A88XM Gaming

Auch das Spitzenmodell von MSI, das A88XM Gaming, greift auf den High-End-A88X als Southbridge zurück. Entsprechend solide ist die Platine im Micro-ATX-Format bestückt: vier DDR3-Speicherriegel unterstützen nativ eine Taktfrequenz von 2.133 MHz oder übertaktet sogar auf 2.400 MHz und können mit einer Gesamtkapazität von bis zu 32 GB belegt werden. Außerdem lassen sich gleich zwei PCIe-3.0-Grafikkarten anschließen, die einmal mit 16 Lanes und einmal mit 8 Lanes angesprochen werden können.

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Außerdem bietet das Gaming-Board zahlreiche interne Schnittstellen: 8x SATA-6G-Ports, einem Header (max. 2 Ports) für USB 3.0 sowie drei Headern für USB 2.0 (max. 6 Ports) und drei 4-Pin-Lüfter-Anschlüsse. Ein modernes UEFI bringt zahlreiche Komfort-Funktionen mit sich und wird durch die MSI-Gaming-Software passend ergänzt. Nicht zu vergessen ist der auf der Mainboard-Rückseite befindliche Gigabit-LAN-Anschluss mit Killer E2205 Chip.

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Der CPU-Sockel ist ringsherum mit Kondensatoren auf der Innenseite bestückt. Unter den beiden VPM-Kühlern befinden sich die Mosfets. Der Heatpipe-Kühler ist kunstvoll als Drache gestaltet. Dabei gibt der rote Teil des Kühlers sogar die meiste Wärme ab. Der höchste Punkt der Kühlung misst hier 33mm über der Leiterplattenenoberfläche.

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Auf dem I/O (Rückseite) ist für jedes Display was dabei: Angefangen beim HDMI- und Displayport (beide mit 4K Unterstützung) für ein gestochen scharfes Bild, über DVI und VGA. Überraschenderweise befinden sich nur zwei USB-2.0-Ports am Panel. Bei den anderen vier handelt es sich nämlich um USB-3.0. – welche nativ über den AMD-Controller angesteuert werden. Die restlichen USB-Anschlüsse werden über einen zusätzlichen VIA-Chip gesteuert. Weitere USB-2.0-Anschlüssen befinden sich intern auf dem PCB.

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Das Mainboard ist hauptsächlich in rot-schwarz gehalten. Neben den PCI-E-Steckplätzen befindet sich als besonderer Blickfang eine leuchtend rote Schlangenlinie. Die EMI-Abschirmung des Soundchips ist zusätzlich mit einem pinkfarbenen Schriftzug versehen worden.

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Auch dieses Mainboard bietet sämtliche Overclocking-Feature an. Es befinden sich neben den nützlichen Schaltern wie Power- und Reset-Knopf, die gerade für Overclocker sehr interessant sind, auch der etwas größere Knopf namens OC-Genie. Dieser steuert eine automatische Taktung des Systems. Der daneben liegende DIP-Schalter bietet als eine erweiterte Overclocking-Funktion den „Slow_1“ (langsamer Bootprozess) Modus an, welcher wohl überwiegend bei Overclockern mit flüssigem Stickstoff zur Geltung kommen soll.

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Die acht SATA-Anschlüsse sind allesamt wie schon bei Asus Crossblade zur Seite und rechtwinklig ausgerichtet. Außerdem befinden sie auf gleicher Höhe dem flachen FCH-Kühler, wodurch es auch mit längerer Grafikkarten keine Platzprobleme geben dürfte.

Asus Crossblade Ranger

Asus schickt uns das Crossblade Ranger Mainboard wie gewohnt in einer sicheren Doppelverpackung. So kam das Mainboard selbstverständlich heile bei uns an. Die eigentliche Verpackung des Mainboards ist optisch sehr ansprechend im typischen „ROG-Style“ gestaltet. Während auf der Front das „ASUS-ROG-Logo“, die Mainboardbezeichnung und einige Details wie beispielsweise Windows 8.1 Ready zu finden sind, befinden sich auf der Rück-und Innenseite nochmals einige Features und kleine Bilder dazu.

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Asus gestaltet den Lieferumfang für ein Mainboard typisch: Vier SATA-6Gb/s-Kabel, I/O Blende, ein Handbuch und Treiber-CD für das Mainboard, ein ROG Gaming-Mousepad und Tür-Schild sowie ein Q-Connector-Kit. Reichlich Zubehör also und der Einbau kann sofort losgehen.

Das Board überzeugt mit einer leistungsfähigen Kühlung, hervorragendem ROG-SupremeFX-8-Sound, Sonic Radar II, GameFirst III, Extreme Engine Digi+ III. Zudem finden sich fünf Lüfteranschlüsse, ein Gigabit-LAN-Controller von Intel (I211-AT), AMP-Unterstützung und diverse Übertaktungsfeatures.

MSI A88XM Gaming

Auch MSI schickt uns das A88XM-Gaming Mainboard in einer sicheren Doppelverpackung. Die innere Hülle des Mainboards ist optisch sehr ansprechend im neuen MSI „Gaming-Style“ gestaltet. Während auf der Front der riesige Drachen, Mainboardbezeichnung und einige Details, wie beispielsweise KillerE2200 Onboard zu finden sind, prangern auf der Rückseite nochmals einige Features und kleine Bilder dazu.

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MSI gestaltet den Lieferumfang ähnlich wie bei ASUS: Ein paar SATA-Kabel, I/O Blende, ein Handbuch und Treiber-CD für das Mainboard. Als Gimmick liegen ein „Gaming“ Tür-Schild und ein Drache zum Aufkleben bei. Alles in allem ist mehr als ausreichend Zubehör vorhanden.

An Extras bietet das Board: Einen universellem PS/2 oder sechs Audio-Buchsen für 7.1-Sound mit dem MSI A88XM Gaming verbinden. Außerdem stehen für die Bildwiedergabe per integrierter Kaveri-Grafikeinheit gleich vier weitverbreitete Monitorausgänge bereit: DisplayPort, HDMI, VGA und Dual-Link DVI. Es werden sowohl Dual- und Triple-Monitor-Setups (Eyefinity) als auch 2-Way-CrossFire und Auflösungen bis 4K Ultra-HD unterstützt.

Asus Crossblade Ranger

Das Asus-Mainboard erreichte uns mit eines der ersten BIOS-Versionen. Wir haben dieses dann gleich auf die derzeit aktuelle Version 0603 geflasht. Mit der Version 0603 werden mehrere Themenbereiche angesprochen, wie beispielsweise eine verbesserte Overclocking und Systemstabilität. Wir haben mal einige selbsterklärende BIOS-Screens für euch bereitgestellt.

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Ziemlich neu ist auch, dass aktuelle Mainboards wie dieses zwei gesockelte „ROMs“ vom Hersteller spendiert bekommen. Dank USB BIOS Backflash Option ist es aber auch in den meisten Fällen möglich neuzuflashen, falls ein Update mal fehlschlagen sollte.

Im Overclocking-Menü können sämtliche Übertaktungseinstellungen, wie das Einstellen verschiedener Spannung (CPU, GPU, RAM) u.v.m vorgenommen werden. Auch zahlreiche Speichereinstellungen sind hier zu finden.
Es gibt natürlich noch viel mehr interessante Overclocking-Einstellungen wie beispielweise der GPU-Boost Modus. Hier passt sich die GPU automatisch der übertakteten CPU an. Es kann aber auch auf „manuell“ gestellt werden, um die gewünschte Frequenz selbst zu wählen. Es stehen zwei unterschiedliche Modi zur Verfügung: zum einen der Turbo-Mode und für Hardcore-Overclocker der „extreme“ Mode, wobei der Turbo-Modus eher für Spiele geeignet ist – die GPU-Taktrate kann hier bis 900MHz hochgezogen werden (ohne Gewähr).

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Wenn ihr im BIOS die F11-Taste drückt oder mit der Maus am oberen Rand des Grundbildschirmes klickt, werden hier die EZ-Tuning-Wizzard-Funktion angezeigt. Gerade für für User mit weniger Erfahrung ist das ein hilfreiches Feature. Im UEFI-Modus ist es jetzt sogar möglich die Lüftersteuerung per grafische Kurven zu regeln.

MSI A88XM Gaming

Das MSI Mainboard erreichte uns ebenfalls mit eines der ersten BIOS-Versionen. Daher haben wir es umgehend auf die derzeit aktuelle Version 1.3 geflasht. Mit der Version 1.3 werden mehrere Bereiche angegangen, wie beispielsweise eine verbesserte Overclocking und Systemstabilität.

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MSI bietet wie gewohnt das Click BIOS 4 an. Es ist das neueste UEFI-BIOS mit Optimierungen für Windows 8.1. Außerdem wurden Reaktionsschnelligkeit, Darstellungsqualität und Mausunterstützung verbessert. Über die Lüftersteuerung im BIOS kann jeder Lüfter separat angesteuert werden. Im Overclocking-Menü gibt es für alle relevanten Einstellungen zahlreiche Optionen.

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Das BIOS kann auch ohne Betriebssystem aktualisiert werden. Hierzu wird lediglich ein USB-Stick benötigt, um auf eine aktuellere Version zu flashen. Des weiteren unterstüzt das Board DDR3 Speicher bis 2.400MHz. Mit der MSI „OC-Genie 4“-Übertaktungsfunktion lässt sich die Performance des PCs einfach per Knopfdruck steigern, so dass im Gaming-Einsatz stets die optimale Leistung abgerufen werden kann, ohne komplexe Einstellungen im BIOS vorzunehmen.

Energiekonsum:

Die heutigen Mainboards unterscheiden sich kaum voneinander, zumindest was die Performance angeht. Deutliche Unterschiede hingegen sind bei dem Energieverbrauch zu spüren. Hier spielt nicht nur ein ausgereiftes BIOS eine gewisse Rolle, sondern auch die auf dem Mainboard vorhandenen Features.

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Erstaunlich ist die geringe Leistungsaufnahme beider Mainboards – Das MSI Board verbraucht dabei weniger, als der ASUS-Konkurrent. Allerdings ist hier auch die Raumtemperatur während unseres Benchmark-Parcours zu berücksichtigen. Diese lag bei satten 25°C bei den Tests des ASUS-Mainboards und nur bei 21°C beim MSI-A88XM.
Wie auf der Tabelle gut zu erkennen ist, verbraucht das Asus Board durchschnittlich drei bis vier Watt mehr und liegt damit fast gleichauf mit den Werten des MSI-Boards.

Benchmarks

Um die allgemeine Leistung beider Boards beurteilen zu können, haben wir neben einigen Spielen und Benchmarks auch die Leistungsaufnahme in verschiedenen Szenarien gemessen.

Das Testsystem:

  • CPU: AMD 7850K
  • CPU-Kühler: Alphacool NexXxoS Cool Answer 480 DDC/XT – Set
  • Speicher: 2x 4 GByte AVEXIR DDR3-2400 MHz CL11-13-13-35 2T
  • Netzteil: Cooler Master Hybrid 1200W
  • Grafikkarte: IGP (OnBoard)
  • SSD: Samsung 840 250 GByte
  • Betriebssystem: Windows 8.1 – 64bit

Bootperformance

Wie starteten das System kalt und haben die Zeit bis zum Erscheinen des Widowslogos gemessen. Hier sind beide Boards nahezu gleich schnell.

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Cinebench R15

Das aktuelle Cinebench Tool R15 ist ein kostenloses Benchmark-Programm, das auf der bekannten 3D-Software Cinema 4D basiert. Das Tool eignet sich ideal, um die Leistung der CPU und GPU zu vergleichen. Nach Ablauf des Benchmark-Tests gibt das Tool einen Punktewert aus und kann mit einer integrierten Rangliste mit einigen Referenz-Rechnern verglichen werden. Hier macht ASUS das Rennen und liegt knapp vor dem Board von MSI.

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SiSoft Sandra

SiSoft Sandra ist ein hervorragendes Systemanalyse-Programm, das mit über 60 Werkzeugen eine prima Hard- und Software-Erkennung bietet. Wir haben hier mal die wichtigsten Benchmarks aufgeführt. In diesen 3 Testläufen zeichnet sich kein klarer Sieger ab.

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Unigine Heaven 4.0

Der Heaven-Benchmark testet die Grafikkarte auf ihr Leistungspotential. Unterstützt wird neben DirectX 9, DirectX 10 und DirectX 11 auch OpenGL. Bei DirectX 11 kommt zudem die Tessellation-Technik zum Einsatz. Wir testeten DX11mit diesem Tool und das Crossblade ging als klarer Gewinner vom Platz.

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x264 HD 4.0

x264 ist eine reproduzierbare Messung der Geschwindigkeit des Systems, wenn ein kurzer HD-Videoclip in eine hochwertige x264-Video-Datei umgewandelt wird. Der Video-Encoder (x264.exe) berichtet ziemlich genaue Benchmarkwerte(in Frames pro Sekunde) für jeden Durchlauf des Videos. Dieses Kopf-an-Kopf-Rennen ging an MSI mit einer Haaresbreite Vorsprung.

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Gaming

Tomb Raider beinhaltet ein integriertes Benchmark-Tool, welches komfortabel über das Hauptmenü gestartete werden kann. In einer ca. 70-sekündigen Sequenz dreht sich eine Kamera 360° um Lara und gewährt weitläufige und eindrucksvolle Sequenzen. Für ein flüssiges Gesamterlebnis sollten es mindestens 30 FPS sein. Hier heißt es: Gleichstand.

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Benchmarks (OC)

Um die allgemeine Übertaktungsleistung beider Kontrahenten beurteilen zu können, haben wir in unserem Testsystem neben einigen aktuellen Spielen und Benchmarks auch die Leistungsaufnahme in verschiedenen OC-Szenarien gemessen.

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Hier mal ein Ergebnis in CPU-Z, das ohne weiteres mit unserer im Test befindlichen Wasserkühlung möglich war. Wir haben lediglich die CPU-Spannung ein wenig angepasst und alles Unnötige deaktiviert.

Speicherperformance

Mit ein bisschen Feintuning (Spannung anheben) im BIOS sind sehr gute Werte zu erzielen. Das Asus Crossblade hatte allerdings Kompatibilitätsprobleme mit unserem VULCAN-Speicher von Team-Group – dieser wurde immer nur als Single-, statt Dual-Channel erkannt. Mit den Avexir AVD3U24001004G-2CM hingegen lief das Board ohne Probleme und lieferte sogar sehr schöne Ergebnisse (siehe Bild).

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Everest

Everest ist ein kostenloses Programm zum Überwachen und Tunen des eigenen Systems. Das Tool bietet eine überschauliche Oberfläche an und ist leicht in der Handhabung. Neben Hardware- und Software-Informationen liefert das Tool auch nützliche Tipps um den PC zu optimieren.

Nach einigen Versuchen und Anhebung des CPU-Ref-Clock konnten wir knapp 23000 MB/s erzielen (Siehe Bild). Das MSI-Board hingegen hatte nicht ganz so viele Leistungsreserven und lies uns schon bei knapp 22500 MB/s im Stich und beendet den Bootvorgang mit einem Bluescreen.

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Wprime

Das Benchmark-Tool wPrime ist ein Multicore-fähiges Programm, mit welchem die Geschwindigkeit der CPU (APU) für eine standardisierte komplexe Berechnung protokolliert werden kann. Hyper-Threading wird natürlich auch von dem kostenlosen Tool unterstützt.
Hier liegen allerdings beide Boards gleich auf.

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Overclocking

Beide Mainboards liefen stabil mit knapp 4200 Mhz, die Temperatur war dank unserer 420er (Radiator) Wasserkühlung auch immer sehr niedrig. Doch wollten wir die Spannung „um Schäden an der CPU zu vermeiden“ nicht unnötig in die Höhe schrauben.

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In den Benchmarks kann sich das Asus Crossblade Ranger meist an die Spitze setzen. Insgesamt sind wir mit der Performance und Leistung beider Mainboards sehr zufrieden.

Kommen wir jetzt zur Endbewertung:

Sehr gut haben uns an beiden Boards Features wie HDMI-In, PS/2-Combo-Port, Display-Port (MSI) und der USB-Bios-Flashback-button (ASUS) gefallen. Beim Onboard-Sound gab es bei beiden nichts zu beanstanden. Wir hatten bei allen im Test befindlichen Games immer einen kristallklaren Klang.

Beide Boards bestehen die angeworbene Leistung seitens der Hersteller mit Bravour. Die Performance stimmt bei beiden absolut und die Boards sind dank ausgereiftem BIOS auch absolut stabil.

Was das Overclocking angeht, hat Asus hier einen kleinen Vorsprung dem MSI Board gegenüber. Allerdings hat das A88XM-Gaming mit ein wenig Fingerspitzengefühl im BIOS auch noch Leistungsreserven in der Pipeline.

Bei der Ausstattung können beide Boards gleichauf punkten. Schilder für die Tür (um die Abwesenheit anzukündigen) bieten beide Boards. Beim Asus-Board hingegen befindet sich im Lieferumfang ein zusätzliches Mousepad.

Energiesparwunder sind beide Boards und die im Test befindliche CPU dank der BIOS-Optionen mit Sicherheit. Hier kann man dank der zahlreichen Einstellungen einiges herauszuholen.

Insgesamt sind beide Mainboards empfehlenswert, das Asus Board lässt sich besser übertakten und hat bei einigen Benchmark-Ergebnissen die Nase vorn. Dafür ist das MSI Board nicht ganz so empfindlich und allgemein ein wenig nutzerfreundlicher, gerade für Anfänger, für die das BIOS böhmische Wälder sind.

Derzeit ist das Asus Crossblade Ranger für knapp 130,00€ und das MSI A88XM-Gaming für knapp 85,00€ über unseren Partner Geizhals.de verfügbar.

Bewertung Asus Crossblade Ranger

Positiv

    • + Sehr stabil
    • + Overclocking-Potenzial
    • + Sehr gute Performance
    • + Intel NIC + ROG Gamefirst III
    • + Mousepad im Lieferumfang
    • + Umfangreiches und leicht zu bedienendes UEFI-BIOS
    • + Gut klingender Onboard-Sound
    + Kühlkonzept

Negativ

    – Arbeitsspeicherprobleme

Zusammenfassend können wir dem Asus Crossblade Ranger verdient eine Gold und OC Award verleihen.

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Bewertung MSI A88XM GAMING

Positiv

    • + Sehr stabil
    • + Übersichtliches BIOS
    • + LAN-Performance
    • + Preis-Leistung
    • + Gut klingender Onboard-Sound
    + Kühlkonzept

Negativ

    – n.a.

Zusammenfassend können wir auch dem MSI-A88XM-GAMING verdient einen Gold Award verleihen.

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