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Noblechairs HERO im Test

Noblechairs gilt schon länger als einer der Marktführer für hochwertige Gaming-Stühle und führt nun neben der sportlichen EPIC-Reihe und dem klassischen ICON-Modell die HERO Serie ein. Dieser soll auch größeren Menschen ausreichend Platz bietet. Mit an Board sind hochwertige Kunstlederpolster mit Kaltschaum-Kern, 4D-verstellbare Armstützen und ein edles Design. Darüber hinaus ist das Velours-Nackenkissen mit anpassungsfähigem Memory-Foam gefüllt und als besonderes Extra wird eine verstellbare Lendenwirbelstütze integriert. Besondere Vielfalt herrscht bei den Ausführungen. Neben Ziernähten in Schwarz, Weiß, Rot, Gelb und Blau gibt es auch eine 260€ teurere Echtleder-Variante mit schwarzen oder roten Nähten.

Für die freundliche Bereitstellung des Samples und die gute Zusammenarbeit möchten wir uns herzlich bei Caseking bedanken.

Verpackung, Inhalt, Daten

Verpackung

 

Unser Noblechairs HERO Platinumwhite wird in einem großen quadratischen Karton geliefert. Der ist außen mit der Produktbezeichnung gekennzeichnet und enthält die Hinweise, den Karton nur an der Oberseite zu öffnen und vor dem Zusammenbau die Anleitung zu lesen.

Inhalt

 

 

 

Im Inneren werden alle Teile durch einen Schaumstoffrahmen an Ort und Stelle gehalten. Die Polster sind in Folie geschlagen und alle mechanischen Teile zusätzlich mit Luftpolsterfolie umwickelt. Ganz oben liegt die Rückenlehne. Darunter folgt das Fußkreuz und ganz unten befindet sich die Sitzfläche mit einer vormontierten Armstütze. Seitlich finden sich die zweite Armstütze, der Hebelkasten und ein kleiner Karton. Dieser beinhaltet Kleinteile wie die Räder, Hebel, Abdeckungen, die Gasfeder mit Verkleidung und ein Blister mit den nötigen Schrauben und einem Inbusschlüssel- / Kreuzschraubendreher-Hybrid. Außerdem findet sich die Anleitung aus dicken Folienseiten im A4-Format.

Daten
Technische Daten – Noblechairs HERO  
Material: Stahl (Rahmen), Alu (Fußkreuz), Kaltschaum (Polster),
PU-Leder (Hülle), PE (Armstützen), Nylon & PE (Räder), Velours (Kissenbezüge)
Außenmaße: 137 x 57 x 55cm
Lehne – Kontaktfläche: 89cm hoch, 32,5cm breit
Sitz – Kontaktfläche: 35cm breit, 50cm tief
Sitzhöhe: 48 – 56cm
Kippfunktion: bis 11°
Lehnenschrägstellung: 90° – 135°
Maximalbelastung: 150kg
Gewicht: 30kg

Details

Montage

 

Die Montage verläuft erfreulich einfach und ist mit einer helfenden Hand in 20min erledigt. Auch allein geht es ohne große Umstände, nur die Rückenlehne rutscht beim Schrauben gerne in die Schräge. Der größte Störfaktor ist hier die steife Bedienungsanleitung, die sich selbst immer wieder zuklappt. Als Erstes werden der Hebelkasten und die zweite Armstütze mit den Innensechskant-Schrauben unter der Sitzfläche befestigt und die beiden Hebel aufgesteckt. Dann werden die fünf Räder und anschließend die Gasfeder mit Gehäuse auf das Fußkreuz gesteckt. Im Anschluss hebt man die Sitzfläche auf diesen Aufbau und löst die gespannte Lehnenhalterung mit dem seitlichen Hebel. Hier ist wie gekennzeichnet Vorsicht angebracht, denn die schießt ohne das Gegengewicht der Lehne förmlich nach vorn. Nun muss die Lehne mit den zuvor gelösten zwei Schrauben pro Seite in die Halterungen geschraubt werden, wobei eine helfende Hand praktisch ist. Anschließend wird auf beide Metallteile eine Plastikblende geschraubt. Nun müssen nur noch Nacken- und Beckenkissen platziert werden und wir sind fertig.

Polster & Kissen

 

Im Vergleich zu Stühlen mit Textilbezug fühlt sich das 1,5mm dicke PU-Kunstleder zunächst deutlich fester und unnachgiebiger an. Es ist tadellos vernäht und an den Auflageflächen für eine bessere Belüftung perforiert. Das Nackenkissen mit Memory-Foam ist schön weich und wird mit einem Gummi um die Lehne gehalten. Das festere Beckenkissen ist im Profil ein Halbkreis, weshalb es gerne nach vorne umkippt. Sein Bezug lässt sich abziehen und waschen, was beim Nackenkissen nicht geht.

Armlehnen

 

Die besonders breiten Armlehnen haben oben ein recht festes PE-Kissen und bieten viele Verstellmöglichkeiten. Über die Justierung unter der Sitzfläche lassen sie sich weiter nach außen verschieben. Das geht noch mal zusätzlich mit dem Schalter an der Innenseite. Über den zweiten Schalter vorne lässt sich die Stütze nach vorne oder hinten versetzen. Um die Stützenhöhe zu verstellen, gibt es einen Schalter an der Außenseite. Eine Rotation ist nicht möglich.

Ergonomie

 

Neben den vielseitigen Armstützen lässt sich natürlich auch der Stuhl selbst verstellen. Der Hebel rechts aktiviert die Höhenverstellung und der Hebel links sperrt die Wippfunktion. Die Empfindlichkeit der Wippfunktion lässt sich über das Rad in der Mitte des Hebelkastens regulieren. Der Hebel rechts an der Lehne verstellt deren Neigung und das Rad darüber verstellt die Lendenwirbelstütze. Das ist die Versteifung in der Mitte der Rückenlehne, die sich weiter nach vorne bringen lässt.

Räder

 

Die 60mm großen Räder des Noblechairs Hero bestehen aus einem weichen Nylonkern mit PE-Außenschale. Dadurch sollen sie sich für weiche und harte Böden gleichermaßen eignen und besonders leise sein. Sie stecken sicher im sauber beschichteten Fußkreuz aus Aluminium.

Praxis

Der Stuhl im Video

 

Komfort

 

Wie bereits vermutet, sitzt sich das Kunstleder mit Kaltschaum-Kern deutlich fester als viele andere Stühle und wird dennoch nie unbequem. Vielmehr gibt es an den richtigen Stellen nach und behält dennoch seine Spannung, sodass die Last gleichmäßig verteilt wird. Der Stuhl wirkt für jemanden wie mich mit 75kg Gewicht breit ausladend und auch nach vorne sind es gefühlt ein paar Zentimeter mehr. Dennoch finden meine Arme auf die Stützen und ich kann bequem sitzen. Man merkt aber schon, dass der Stuhl für kräftiger gebaute Nutzer ausgelegt ist. Sowohl Nacken- als auch Beckenkissen sitzen an der richtigen Stelle und sind sehr angenehm beim Zurücklehnen. Einzig das Umkippen des Beckenkissens auf dem leeren Stuhl nervt.

Komfort-Features

 

Die Höhenverstellung des Stuhls ist leichtgängig und gut über den Hebel rechts unter der Sitzfläche zu betätigen. Sie reicht, um die Ellenbogen deutlich unterhalb der 73cm hohen Schreibtischplatte oder etwas darüber zu positionieren. Die Wippfunktion ist von entscheidender Bedeutung für die Ergonomie, da sie zum Bewegen des Rückens anregen soll. Hier setzt der Noblechairs Hero wie leider fast alle bekannten Gaming-Chairs auf ein einfaches Kippen von Sitzfläche und Rückenlehne. Empfohlen ist hingegen eine Synchron- oder noch besser Asynchron-Mechanik, die Sitzfläche und Lehne separat voneinander bewegt. Die zum Kippen nötige Kraft lässt sich mit dem Rad unter dem Sitz einstellen und ermöglicht mir in der leichtesten Einstellung ein komfortables Kippen. Über den Hebel links unter dem Sitz lässt sich die Wippfunktion einfach abschalten.


 

Die Armlehnen des Noblechairs Hero stellen uns mit der Beweglichkeit in alle Richtungen vollauf zufrieden. Alle Schalter lassen sich gut bedienen und verfügen über eine deutliche Rasterung. Beim Schrägstellen der Rückenlehne sollte man den entsprechenden Hebel zunächst ganz nach oben ziehen, da die Lehne sonst etwas holprig über die erste Rasterstufe rutscht. Beachtet man das, ist das Verstellen sehr leichtgängig und komfortabel. Die verstellbare Lendenwirbelstütze hat mich von Beginn an begeistert, da man hier den Gegendruck im Rücken den eigenen Vorlieben anpassen kann.

Fazit

Noblechairs wird mit der neuen HERO-Produktreihe seinem guten Ruf gerecht. Die Premium-Qualität zieht sich von der Kopfstütze bis runter zu den flexiblen Rädern und die luxuriöse Optik macht sich vor jedem PC-Tisch gut. Besonders beim Verstellen werden mit den 4D-Armlehnen und der Lendenwirbelstütze praktische Features geboten und die beiden Kissen sorgen für ein angenehmes Zurücklehnen. Auch wenn das Sitzgefühl ungewohnt fest ist, beweist es sich auf Dauer als sehr bequem.

Kritikpunkte sind bei diesem Stuhl rar gesät. Der Größte ist sicherlich die rudimentäre Wippfunktion anstelle einer fortgeschrittenen, was aber bei den meisten Gaming-Stühlen der Fall ist. Ansonsten hat nur das Umkippen des Beckenkissens und das Holpern beim Verstellen der Lehne mit halb-gezogenem Hebel gestört.

Noblechairs ruft für den HERO einen stolzen Preis von 400€ auf, rechtfertigt dies aber mit einem edlen und ausgereiften Produkt. Jeder mittel- bis sehr große Gamer wird mit diesem Stuhl Spaß haben, weshalb er unsere HWI-Empfehlung erhält. Wer Rückenprobleme hat, ist in der Regel aber mit einem ergonomischen Office-Stuhl besser bedient, als mit einem Gaming-Chair.

Pro:
+ Sehr wertig und edel
+ Besonders für große Nutzer geeignet
+ Angenehmes Sitzgefühl
+ Praktische Einstellmöglichkeiten
+ Räder für weiche & harte Böden geeignet

Contra:
– Preis
– Keine Synchron- / Asynchronmechanik
– Beckenkissen kippt leicht nach vorn
– Hebel für Rückenlehne muss weit nach oben gezogen werden


Wertung: 9/10
Produktlink
Preisvergleich

  • Bitte gleich mal zu mir weiter schicken, ich kann ihn dann mal mit ein paar Kilo mehr auf Dauer belasten. :D
    Mein plattgesessener <span style="font-size: 16px"> 40€ Drehstuhl von Kaufland fleht auch nach einem Nachfolger. Aber 300-500€ ist grad nicht drin für einen Noblechair:shake:</span>
    Jap, ist schon sehr geil der Stuhl :)
    toller test
    Alter Schwede und ich sitze hier auf meinem 6 Jahre alten IKEA Markus ^:)

    Netter Stuhl, stolzer Preis. Da ich noch auf einen neuen Monitor aus fällt der mir aus dem Budget. Hoffe von Noblechairs kommt irgendwann mal eine Aktion für den ICON.
    K