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T-Create Classic 10L im Test

Mit dem T-Create Classic 10L DDR4 Kit richtet sich TeamGroup’s Submarke T-Create an Content-Ersteller und professionelle Anwender. Die Bedürfnisse an Hardware dieser Zielgruppe sind vor allem Zuverlässigkeit, Performance und Einfachheit. T-Create bewirbt das Speicher-Kit mit entsprechenden Attributen wie einem 10-Layer Design und hochtemperaturbeständigen Kondensatoren. Wie sich der Arbeitsspeicher in der Realität schlägt und welche weiteren Features an Bord sind, könnt ihr im folgenden Review nachlesen.

 

Verpackung, Inhalt, Daten

Verpackung

 

Ein Blick auf die Verpackung des T-Create Classic 10L bietet einen schlichten aber ansprechenden ersten Eindruck. Die wichtigsten Merkmale, wie die Kapazität und die Frequenz des Kits, sind direkt auf der Front sichtbar. In unserem Fall handelt es sich um ein 16 GB Kit mit 3200 MHz. Auf der Rückseite befinden sich weitere Spezifikationen zu den Speichermodulen.

 

Inhalt



Neben den RAM-Riegeln befindet sich im Lieferumfang eine kleine Kurzanleitung sowie ein Aufkleber.

 

Daten

Daten

T-Create Classic 10L  
Modul Typ DDR4 288 Pin Unbuffered DIMM Non ECC
Kapazität 8 GB x2 / 16 GB x2 / 32 GB x2
Frequenz 2666 / 3200 MHz
Datentransfer 21.328 MB/s (PC4 21300) / 25.600 MB/s (PC4 25600)
Latenz CL19-19-19-43 / CL22-22-22-52
Spannung 1,2 V
Abmessungen 32 x 140 x 7 mm (HxLxB)
Heatspreader Aluminium
Garantie Lebenslang

 

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Das Dual-Channel Kit besteht aus zwei Dual-Rank 4 GB Speichermodulen. Thaiphoon Burner identifiziert den Classic 10L mit einem achtlagigen PCB, statt der beworbenen zehn Layer. Wie sich diese Differenz ergibt, erschließt sich uns nicht. Die integrierten Chips stammen von Micron Technology – eine genauere Bestimmung ist leider nicht möglich. Ein XMP bzw. in unserem Fall durch AMD D.O.C.P Profil ist nicht an Bord. Der Classic 10L läuft standardmäßig mit einer Frequenz von 3200 MHz mit 1,2 V und den Timings von 22-22-22-52.

 

Details



Optisch als auch haptisch macht der T-Create Classic 10L einen sehr hochwertigen Eindruck. Der Aluminiumheatspreader ist in diesem Fall aber nicht nur für die Optik gut, sondern leistet auch bei der Wärmeabfuhr seinen Dienst. Die verbauten hochtemperaturbeständigen Kondensatoren bieten in diesem Zusammenhang einen stabilen Betrieb. Dieser ist vor allem für die Zielgruppe, die T-Create mit Foto/Video-Bearbeitung und sonstigen professionellen Anwendern angibt, wichtig.
Mit dem beworbenen 10-Layer Design soll die Rauschunterdrückung bei der Verarbeitung von Daten verbessert werden.




Die Gestaltung ist sowohl auf der Vorder- als auch Rückseite schön einfach gehalten. Auf der Front befindet sich lediglich mittig das T-Create Logo und auf der Rückseite ein Aufkleber mit den speicherbezogenen Informationen.

 

Praxis

Testsystem



Testsystem  
Mainboard ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero
CPU AMD Ryzen 9 5900X
RAM T-Create Classic 10L (16 GB – 3200 MHz)
GPU ASUS ROG GeForce RTX 2070 Super Strix OC
Speicher 512 GB XPG Spectrix S40G
2 TB Corsair MP400
Gehäuse Lian Li PC-O11 Dynamic XL
Netzteil Corsair RM750x

 

Benchmarks


 

Für die Geschwindigkeitstests haben wir den T-Create Classic im AIDA64 Cache & Memory Benchmark unter die Lupe genommen. Da der RAM kein XMP / D.O.C.P. Profil besitzt, haben wir die Einstellungen über das BIOS auf „Auto“ eingestellt, um zu schauen, welche Werte sich ergeben. Mit dieser Konfiguration (Bild 1) lief das Kit auch direkt mit 3200 MHz bei 1,2 V und den entsprechenden Timings von 22-22-22-52. Im zweiten Versuch haben wir diese Einstellungen manuell im BIOS vorgenommen, um evtl. Unterschiede festzustellen. Hierbei war lediglich eine minimale Verbesserung der Latenz ersichtlich.


 

In der zweiten Runde haben wir uns das Overclocking-Potenzial angeschaut. Im ersten Schritt mit einer Erhöhung auf 3600 MHz und sonst automatisch gewählten Einstellungen ist im Vergleich zu den Standardwerten ein ca. zehnprozentiger Anstieg der Lese- und Schreibwerte festzustellen. Allerdings steigen die Timings auch deutlich an und liegen bei schon sehr hohen 25-25-25-58. Eine weitere Verbesserung der Werte ergab sich nach der manuellen Festlegung der Timings auch wieder 22-22-22-52. Hierbei stiegen die Lese- und Schreibraten zwar nur geringfügig, allerdings verringerte sich die Latenz um ca. fünf Prozent.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der T-Create Classic etwas Overclocking möglich macht, allerdings entspricht dieses Feld nicht der eigentlichen Zielgruppe. Aus diesem Grund haben wir die entsprechenden Tests in der Richtung kompakt gehalten.


Benchmark – Geschwindigkeiten

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Beim Anstieg von 3200 MHz auf 3600 MHz können gut zehn Prozent Leistungszuwachs erwartet werden. Die Werte sind unabhängig von der Konfiguration sehr konsistent ausgefallen, was für das gewünschte Einsatzgebiet im Produktivbereich wünschenswert und erforderlich ist.


Benchmark – Latenz

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Mit einer Erhöhung der Frequenz von 3200 MHz auf 3600 MHz und den gleichen Timings (22-22-22-52) geht gleichzeitig eine Verringerung der Latenz von 73,8 ns auf 69,8 ns einher.

 

Fazit

Für einen aktuellen Preis von ca. 85 € erhält man mit dem T-Create Classic 10L ein Speicherkit, welches sich vor allem an Content-Creator, die ein DDR4-3200 MHz Kit einfach einbauen und vergessen wollen, richtet. Der RAM läuft zuverlässig bei einer geringen Spannung von 1,2 V und bietet etwas Luft für Overclocking, obwohl das nicht zur Zielgruppe gehört. Für jeden, der einen zuverlässigen Arbeitsspeicher für einen guten Preis möchte und dabei auf knackige Timings verzichten kann, ist der T-Create Classic 10L das Richtige. Aufgrund des Gesamtpakets erhält der T-Create Classic 10L von uns eine Empfehlung.

Pro:
+ Zuverlässigkeit
+ Plug-and-Play
+ Läuft mit geringen 1,2 V
+ Preis

Kontra:
– Timings etwas hoch
– Overclocking Spielraum gering

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