Ein aufgeräumtes Setup ist die halbe Miete für maximale Produktivität und Immersion. Doch wohin mit den Kabeln von zwei Monitoren, Maus, Tastatur und Streaming-Equipment? Und wirkt ein ergonomischer Tisch nicht immer wie ein steriles Großraumbüro? Endorfy schickt mit dem Atlas L Electric einen Tisch ins Rennen, der genau hier ansetzt. Mit cleverem Kabelmanagement, einem edlen Design in verschiedenen Ausführungen und einer Tragkraft von 80 kg bläst er zum Angriff auf die Konkurrenz im Gaming-Bereich. Wir haben den elektrischen Verwandlungskünstler aufgebaut und im harten Arbeits- und Gaming-Alltag auf Herz und Nieren geprüft.
Verpackung, Inhalt, Daten
Verpackung


Mit dem Karton gelingt dem Endorfy-Tisch schon die erste Überraschung: Obwohl die Tischplatte des Tisches am Ende die Größe 150 x 78 cm hat, ist der Karton nur 94 x 79,5 x 20 cm groß. Dank der geringen Abmaße lässt sich der Karton leichter handhaben, wobei man das Gewicht von etwa 35 kg nicht unterschätzen sollte. In dem kompakten Karton kann man ihn aber ohne größere Probleme zu zweit auch in höher gelegene Stockwerke tragen. Im Inneren sind alle Einzelteile in Schaumstoffpolstern gut gesichert.
Inhalt

Der Lieferumfang umfasst die vielen einzelnen Teile des Tisches sowie einige optionale Teile, darunter eine Kabelablage, einen Halter für Headsets und Kabelbinder mit Klebeflächen. Die verschiedenen Schrauben und Steckschlüssel sind in einem beschrifteten Kunststoffbeutel verpackt, sodass die für jeden Schritt der Montage notwendigen Teile schnell gefunden werden können.
Daten
| Technische Daten – Atlas L Electric Dark Wood | |
|---|---|
| Model | Atlas L Electric Dark Wood (EY8E006) |
| Farbe | Gestell: Schwarz Tischplatte: Braun / dunkle Holzoptik |
| Material | Gestell: Stahl Tischplatte: Laminierte Holzfaserplatte |
| Tischplatte Abmessungen | 1500 x 780 mm |
| Höhenverstellung | 730 – 1200 mm |
| Belastbarkeit | 80 kg |
| Gewicht | 35 kg |
| Garantie | 2 Jahre |
| Besonderheiten | Kabelmanagement Kopfhörerhalterung Mehrere Optionen für die Position von Bedienfeld & Kopfhörerhalterung |
Montage
Bevor wir einen Blick auf den Tisch werfen können, muss dieser erst montiert werden. Diese ist tatsächlich etwas aufwändiger als erwartet. Insgesamt 12 Einzelteile und 67 Schrauben in 4 verschiedenen Ausführungen müssen in 10 Schritten verbaut werden. Dabei wird jeder Schritt mit mehreren Abbildungen visualisiert und es wird sehr gut vermittelt, welche Teile und Hilfsmittel für welchen Schritt benötigt werden. Zusätzliches Werkzeug wird nicht benötigt, im Lieferumfang sind Werkzeuge vorhanden, allerdings empfiehlt die Anleitung bei einigen Schrauben einen eigenen Schraubendreher zu verwenden.
In den ersten Schritten werden die T-förmigen Tischbeine zusammengebaut und miteinander verbunden, um einen mittig gelegenen Haltebalken herzustellen. Anschließend drehen wir die Konstruktion um und installieren die Stange, welche die Motordrehung auf beide Hebevorrichtungen in den Tischbeinen überträgt. Die Tischplatte selbst besteht aus drei Teilen, die zuerst mit Metalldübeln und Metallplatten verbunden werden. Anschließend wird die zusammengefügte Tischplatte mit 20 Schrauben an dem Untergestell befestigt. Zuletzt werden noch die Kabelhalterung, das Bedienfeld und die Kopfhörerhalterung angebracht.
Insgesamt haben wir für die Montage gut eine Stunde gebraucht. Je nach technischem Geschick kann das etwas kürzer oder länger dauern. Wir empfehlen, für die Drehung des Gestells und des fertigen Tisches eine zweite Person hinzuzuziehen, da der große Tisch in Verbindung mit dem hohen Gewicht sonst nicht leicht zu handhaben ist. Davon abgesehen war die Montage aber leicht verständlich und gut nachvollziehbar.
Details

Die L-Variante des Endorfy-Atlas-Schreibtisches ist ein elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch mit einer Tischplatte in der Größe 150 x 78 cm. Er ist in den Farbvarianten „Carbon” mit schwarzer Oberfläche, „Light Wood” mit heller Holzoberfläche und „Dark Wood” mit dunkler Holzoberfläche erhältlich. Wem diese Variante zu groß ist, der Hersteller bietet ebenfalls eine S-Variante mit kleinerer Tischplatte an.
Der Tisch lässt sich elektrisch in der Höhe zwischen 73 und 120 cm frei einstellen. Zudem stehen drei Speicher für Einstellungen zur Verfügung. Seine Beine sind aus schwarz lackiertem Stahl gefertigt, T-förmig gestaltet und dadurch ergonomisch vorteilhaft. Dennoch kann er zusätzlich zur Tischplatte bis zu 80 kg stemmen. Angetrieben wird das Ganze durch einen einzigen Motor, dessen Leistung durch eine drehende Stange in die Beine übertragen wird.
Tischplatte
Die Tischplatte ist nach vorne und hinten hin angewinkelt. Im hinteren Teil befinden sich mehrere Aussparungen, die als Kabeldurchlässe genutzt werden können. In der Tischplatte selbst sind zudem zwei Löcher mit einer Abdeckung aus Gummi ausgeschnitten, um dort Kabel für die Monitore durchzuführen. Als Material für die Tischplatte kommt eine Holzfaserplatte zum Einsatz, die eine makellose Oberfläche bietet.

Aufgrund der Bauart besteht die Tischplatte aus drei Teilen. Dies zeigt sich in zwei schräg zulaufenden Übergängen, an denen das Holzmuster unterbrochen ist. In der Praxis fällt dieser Aspekt nur zu Beginn auf, wobei wir ihn nicht unbedingt als störend empfinden. Da die Übergänge allerdings genau in den Bereich fallen, in dem man normalerweise die Maus benutzt, kann ein Mauspad erforderlich sein, um Irritationen der Maus zu vermeiden.
Steuerung

In der Montageanleitung sind zwei Optionen zur Steuerung beschrieben. Wir haben die Steuerung auf der rechten Seite installiert, wodurch sie ohne Verlängerung direkt mit dem Motor verbunden wird. Alternativ kann es auf der linken Seite installiert werden, wofür dann eine im Lieferumfang enthaltene Verlängerung zum Einsatz kommt.
Das Interface bietet sechs Taster, die allesamt einen sehr prägnanten Druckpunkt aufweisen. Die beiden Taster auf der linken Seite lassen den Tisch hoch- bzw. herunterfahren. Mit den Tastern 1–3 lässt sich der Tisch direkt in eine gewünschte Höhe bringen. Der Taster ganz rechts mit einem „S” dient zur Programmierung der auf 1–3 hinterlegten Höheneinstellungen.
Headset-Halterung

Zu guter Letzt wollen wir euch den Headset-Halter zeigen. Wir haben ihn auf der linken Seite angebracht. Er lässt sich aber genauso gut auf der rechten Seite anbringen. Außerdem kann er auch an den Plätzen befestigt werden, an denen das Bedienfeld installiert wird.
Praxis
Nachdem wir das Netzteil mit Strom versorgt haben, gibt das Bedienfeld des Endorfy Atlas L die aktuelle Höhe in weißen LED-Lettern aus. Mit den Bedienelementen lassen wir den Tisch in die Höhe fahren. Der Motor surrt dabei leise und der Tisch bewegt sich in einem angenehmen Tempo nach oben. Die Bewegung ist ruhig, sodass wir uns keine Sorgen machen müssen, dass der Kaffee aus der Tasse schwappt. Da der Hersteller keine offiziellen Angaben dazu gemacht hat, ob der Tisch über eine Kollisionserkennung verfügt, haben wir dies kurzerhand in einem Praxistest überprüft und im laufenden Betrieb eine Kollision simuliert. Der Tisch reagiert prompt und deutlich: Die Laufrichtung wechselt und der Tisch bewegt sich einige Zentimeter zurück, kurz darauf kommt er zum stillstand. Daher können wir festhalten, dass eine Kollisionserkennung vorhanden ist.
Auch im abgeschalteten Zustand hält der Tisch die eingestellte Höhe, selbst unter Last. Die elektrische Leistung wird also nur für die Bewegung selbst benötigt. Es gibt Tische, gerade im unteren Preissegment, die eine aktive Stromversorgung benötigen, um die Tischhöhe halten zu können.
Fazit
Der Endorfy Atlas L Electric ist ein durchdachter Allrounder für Arbeit und Gaming. Insbesondere das durchdachte Kabelmanagement, die flexible Höhenverstellung und die stabile, T-förmige Konstruktion setzen Maßstäbe in seiner Klasse. Zwar erfordert die Montage etwas Zeit und Geschick, dank der klaren Anleitung ist sie aber gut machbar – eine zweite Person für den Zusammenbau ist empfehlenswert. Die Tischplatte punktet mit sauberer Verarbeitung und funktionalen Kabeldurchlässen. Die Übergänge zwischen den Platten fallen im Alltag kaum ins Gewicht. Die Steuerung ist intuitiv, präzise und speicherbar. Optional erhältliche Extras wie die Headset-Halterung ergänzen den Arbeitsplatz auf elegante Weise.
Im Preisvergleich ist der Tisch aktuell für knapp 330 € gelistet. Damit befindet er sich im unteren Preissegment und bietet insgesamt ein wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Atlas L Electric hinterlässt einen hochwertigen und durchdachten Eindruck. Er unterstützt Produktivität, Komfort und das Gaming-Erlebnis gleichermaßen und überzeugt sowohl ergonomisch als auch optisch.
Pro:
+ Elektrisch höhenverstellbar mit Speicherfunktion
+ Stabiles Gestell
+ Clevere Kabelführungen
+ Hochwertige Tischplatte
Kontra:
– Vergleichsweise aufwändige Montage
– Tischplatte aus drei Teilen, spürbare Übergänge

















