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Alphacool Eisbaer 280 im Test

All in One Wasserkühlungen (kurz AiO) erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, denn sie sind kompakt, passen in die meisten Gehäuse und kühlen genauso gut oder gar besser als ein potenter Turmkühler. Mit der Alphacool Eisbaer ist nun eine neue All in One Wasserkühlung erschienen, die sich durch einige Features, wie zum Beispiel der Erweiterbarkeit, von der Konkurrenz abhebt.

Danksagung:
Wir bedanken uns bei Aquatuning für die Bereitstellung des Sample und für das in uns gesetzte Vertrauen.

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Autor: Sebastian Psotta

Verpackung und Inhalt:

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Ganz typisch für Alphacool kommt die Eisbaer 280 All in One Wasserkühlung in einem schwarzen, schlichten Karton. Dabei ist die Front mit einem Bild des Kühlers, dem Alphacool Logo und der Produktbezeichnung bedruckt. Unterhalb der Produktbezeichnung ist kurz aufgeführt auf welchen Sockeln diese Kühllösung eingesetzt werden kann.

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Alle Teile der Alphacool Eisbaer befinden sich gut angeordnet in einer Verschalung aus Pappe. Die Wasserkühlung ist schon fast fertig vormontiert, vorgefüllt und in einer Tüte verpackt. Auch die Montage Sets und die Lüfter sind jeweils in Tütchen verpackt. In der Tüte mit den Montage Sets für AMD und Intel Sockel befinden sich auch noch ein Y-Kabel und Schrauben für die Lüfter und ein Briefchen mit Wärmeleitpaste. Weiter findet sich noch eine ausführliche Bedienungsanleitung.

Details:

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Das Herzstück der Eisbaer Wasserkühlung bildet ein kleiner Würfel mit einer Kantenlänge von knapp 6,5 cm. Dieser Würfel beinhaltet den CPU Kühler, die Pumpe und den Ausgleichsbehälter. Auf der Oberseite befinden sich sind bereits zwei Schläuche montiert, die zum Radiator führen. Zwischen den Schläuchen befindet sich eine verschraubte Abdeckung über die man die Eisbaer befüllen kann. Gegenüber befindet sich das Stromkabel, welches in einem 3 Pin Stecker endet. Außerdem befindet sich auf der Oberseite ein Alphacool Logo, welches im Betrieb blau leuchtet.

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Seitlich ist ein Sichtfenster eingebracht durch das man in den beleuchteten Ausgleichsbehälter schauen kann. So kann überprüft werden ob sich noch genügend Flüssigkeit im System befindet.

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Auf der Unterseite befindet sich die Kühlfläche aus poliertem Kupfer, welche über vier Schrauben mit dem Gehäuse verbunden ist.

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Die schwarzen, biegsamen PVC Schläuche erleichtern den Einbau der Eisbaer. So lassen sich die Schläuche leichter verlegen und in die richtige Position bringen. Damit diese nicht abknicken und so der Fluss des Wassers gestoppt wird, finden sich an beiden Schläuche Knickschutzfedern. Die Größe 11/8mm stammt aus dem normalen Wasserkühlungsbereich und ist hier neben 13/10 und 16/10 eine übliche Größe.

Alle Anschlüsse basieren auf dem klassischen G1/4 Zoll Gewinde. Dem Standard Gewinde im Bereich Wasserkühlung. Daher können hier alle Anschlüsse jederzeit gegen andere getauscht werden. Bei Verwendung anderer Anschlüsse können auch andere Schläuche oder gar Hardtubes genutzt werden.

Die Eisbaer ist direkt auf Erweiterbarkeit konzipiert worden. Daher findet man einen Schnellverschluss an einem der Schläuche. Dieser Schnellverschluss ist kompatibel zu den Alphacool HF Schnellverschlüssen, womit man recht einfach den Kreislauf um einen Radiator mit einem Grafikkartenkühler erweitern kann. Alphacool bringt dafür demnächst vorbefüllte Grafikkartenkühler und Radiatoren heraus.

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Die zwei 140mm großen Eiswind Lüfter hat Alphacool speziell für Radiatoren entwickelt. Die Lüfterräder sind blau und leicht durchsichtig. Zudem sind die Lüfterblätter mit Rillen ausgestattet, was die Geräuschentwicklung eindämmen soll.

Einbau:

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Dank der gut geschriebenen und verständlichen Anleitung von Alphacool stellte der Einbau für uns kein großes Hindernis dar. Zudem ist die Anleitung auch gut mit Bildern ausgestattet. In unserem Coolermaster Mastercase Pro 5 haben wir den Radiator an die Front geschraubt. Dabei liegt der Radiator im Gehäuse Inneren und die Lüfter sind einblasend hinter der Frontabdeckung angebracht. Die Schläuche sind dafür ausreichend lang und die Knickschutzfedern machen einen guten Job.

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Um herauszufinden wie kompatibel und erweiterbar die Eisbaer ist, haben wir das Ganze einfach mit dem NexXxos Cool Answer 240 DDC/XT Set gepaart. Das ging sehr einfach, da sämtliche Gewinde der Eisbaer Kühlung über ein 1/4 Zoll Gewinde verfügen. So passten die Anschraubtüllen vom Cool Answer Set ohne Probleme. Dem Ganzen setzten wir die Krone auf, indem wir eine MSI GTX 1080 Sea Hawk EK X in den Kreislauf eingebunden haben.

Nun wird man sich wundern, warum sich zwei Pumpen im System befinden. Dazu gibt es eine einfache Erklärung: Redundanz! Die Pumpe der Eisbaer sowie die Pumpe des Cool Answer Sets werden von einem Aquaero angesteuert. In der Software haben wir eingestellt, dass die Eisbaer die primäre Pumpe ist und sich die Pumpe des Cool Answer Sets erst einschaltet, sobald an der Eisbaer kein Tachosignal mehr anliegt. So ist dafür gesorgt, dass der Kreislauf nicht ausfällt.

Die Eisbaer Pumpen Einheit haben wir im doppelten Boden des Gehäuses verlegt. Man kann natürlich auch die Einheit wieder auf dem Prozessor anbringen, aber speziell in unserem Fall konnten wir so die Schläuche schöner verlegen.

Praxistest:

Im ersten Testlauf betreiben wir lediglich die Eisbaer zur Kühlung der CPU. Als Lüfter kommen die mitgelieferten Eiswind 140 zum Einsatz, welche wir auf eine Drehzahl von 600 U/Min. eingestellt haben. Bei dieser Drehzahl sind die Lüfter so gut wie gar nicht zu hören. Die Eisbaer selbst haben wir im Verlauf des Tests auf 7 Volt runter geregelt. Die Eisbaer Pumpe ist zwar kein großartiger Krachmacher, aber jenseits von 9 Volt kommt es zu leichten Vibrationen, welche man leicht heraushören kann. Auf 7 Volt dagegen ist das System vollkommen still.

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Mit diesen Einstellungen erreichen wir ähnliche Werte wie mit dem Cool Answer 240 Set von Alphacool. Dabei ist die Pumpe der Eisbaer allerdings etwas leiser. Für den Punkt „Spiele“ haben wir jeweils eine Stunde lang Spiele wie: The Witcher 3, The Rise of Tomb Raider und Overwatch gespielt, die hier angegebene Temperatur ist ein Mittelwert daraus. Prime95 haben wir 30 Minuten laufen lassen und haben dann die Temperatur abgenommen. Die Temperaturwerte haben wir direkt am Sockel mit einem Infrarot Thermometer von Voltcraft abgenommen.

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Im zweiten Testdurchlauf wurden die Eisbaer 280 und das NexXxos Cool Answer 240 DDC/XT Set miteinander verbunden. Dabei floss das Wasser vom AGB zur CPU, von dort in den 240 mm Radiator, dann in die Grafikkarte und dann schließlich in den 280 mm Radiator.Dadurch wirkte sich die Wärmeentwicklung der CPU kaum auf die Grafikkarte aus. Dies wird besonders deutlich im Prime95 Testlauf.

Bei diesem Testlauf waren auf dem 240 mm Radiator Enermax D.F. Pressure Lüfter montiert und die Drehzahl auf 600 U/Min. eingestellt. Auch die Eiswind Lüfter auf dem 280 mm Radiator waren wieder auf 600 U/Min. eingestellt. Die Spannung der Eisbaer legten wir auf 8 Volt fest, dies reichte aus um einen ausreichenden Durchfluss zu gewährleisten. Die Laing DDC T01 war während des Tests ausgeschaltet und nur so eingestellt, dass sie im Falle eines Ausfalls der Eisbaer einspringt.

Fazit:

Die Alphacool Eisbaer 280 bekommt man schon für 122,22 € und das ist ein wahrer Kampfpreis für eine erweiterbare Wasserkühlung dieses Kalibers. Die Kühlung macht schon eine gute Figur, wenn nur die CPU gekühlt werden muss und kann sogar ein größeres System aus zwei Radiatoren, einer Grafikkarte und einer weiteren Pumpe nebst Ausgleichsbehälter stemmen. Dabei ist die Eisbaer, vorausgesetzt man legt die Spannung vorher im Bereich zwischen 7 -9 Volt, sehr leise. Demnächst folgen noch weitere Produkte von Alphacool die als Eisbaer Ready bezeichnet werden, darunter zum Beispiel vorbefüllte Radiatoren und Grafikkartenkühler. Wenn man nicht auf normale Tüllen und Schläuche aus dem Wasserkühlungsbereich setzen möchte kann man sich auch das Alphacool Eisbaer Quick-Connect Extention Kit kaufen. Dies beinhaltet alles um einen Radiator oder einen Grafikkartenkühler, die nicht Eisbaer Ready sind, mit der Eisbaer zu verbinden. Das Einzige was wir bemängeln würden ist die Verpackung und die Menge der Wärmeleitpaste. Wir würden die klassische Spritze bevorzugen, zudem reicht der Inhalt des Briefchens für maximal eine Anwendung. Insgesamt vergeben wir 9,5 von 10 möglichen Punkten. Somit erhält die Eisbaer 280 unseren Gold Award und den Preis/Leistungs Award.

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Pro:
+ Verständliche Bedienungsanleitung
+ Leichter Einbau
+ Leichte Erweiterbarkeit
+ Ausreichend lange Schläuche
+ Gute Kühlleistung
+ Leise bei 7 Volt Spannung
+ Kompatibel zu üblichen Wasserkühlungskomponenten

Contra:
– Menge und Verpackung der Wärmeleitpaste

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<p>Super test, hätte gerne noch einen Vergleich zum eisbaer 120 gehabt, ob sich von der temp. groß was ändert</p><p><br /></p><p>Gesendet von meinem HUAWEI NXT-L29 mit Tapatalk</p>
B
<p>Wenn das Testsystem das gleiche wäre wie bei den anderen AiO Reviews könnte man die Kühlleistung mit der H110i GTX und der A80 vergleichen.</p>
<p>Gefällt mir ja schon ganz gut. Ist die Backplate hier auch wieder nur aus Plastik?</p>
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Wenn das Testsystem das gleiche wäre wie bei den anderen AiO Reviews könnte man die Kühlleistung mit der H110i GTX und der A80 vergleichen.
</p><p><br /></p><p>Da hast du natürlich recht. Wir sind auch im Moment dabei einen entsprechenden Standard aufzubauen.</p><p><br /></p><p>
Gefällt mir ja schon ganz gut. Ist die Backplate hier auch wieder nur aus Plastik?
</p><p><br /></p><p>Nein, die ist aus Metal</p>
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Wir sind auch im Moment dabei einen entsprechenden Standard aufzubauen.
</p><p><br /></p><p>Ein Benchsystem für jede Art von Testobjekt (CPU Kühler, Grafikkarten, SSD/HDD, ...) wäre sicher eine gute Idee für die Zukunft...</p>
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</p><p>Nein, die ist aus Metal
</p><p><br /></p><p>Danke für die Rückmeldung. Das hatte mich bei bundy&#039;s Test der 240er wirklich sehr gestört! Aber so finde ich die 280er dann doch mehr als interessant.</p>
<p>Ich muss mich korrigieren, ich hatte die falsche Backplate vor AUgen. Die vom Eisbaer ist aus Plastik. Was ich aber nicht als Nachteil sehe.</p><p>Die scheint mir recht stabil.</p>
B