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Aerocool – Aero 1000 im Test

Mit dem Aero 1000 und dem Aero 800 stellt der eigentlich für seinen aggressiven Style bekannte Hersteller Aerocool ein Gehäuse im „Industrial Design“ vor. Sprich die Design Abteilung von Aerocool stellt die Weichen in die richtige Richtung; Modern, schlicht und elegant.
Verfügbar ist das Gehäuse in schwarz und weiß.

Dass die Formen in die richtige Richtung gehen, hat man schon beim DS Cube gesehen, welcher sich sehr großer Beliebtheit erfreut.

Mit der Aero-Serie und dem, für das Case, angesetzten Preis von 60€ zielt das Gehäuse auf die untere Preisklasse im Gehäuse-Sektor ab.

Hiermit möchten wir uns bei Aerocool für die Bereitstellung des Samples und das in uns gesteckte Vertrauen bedanken. Ebenfalls hoffen wir weiterhin auf eine ergiebige Zusammenarbeit.

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Autor: Dominik Arnold

Verpackung / Lieferumfang / Technische Daten

Verpackung

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Das Gehäuse kommt in einem braunem und stabilen Pappkarton.
Aufgedruckt sind ein paar technische Daten und die wichtigsten Spezifikationen des Cases.
Ebenso ist die Anschrift von Aerocool und ein paar rechtliche Hinweise vorhanden.

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Beim Öffnen und Entfernen des Kartons erwartet uns der übliche Anblick; Ein Gehäuse welches in zwei Styroporhälften gebettet und durch eine klare Folie geschützt wird.

Viel mehr Worte gibt es zur Umverpackung auch nicht zu verlieren.
Soweit alles solide und wie erwartet.

Lieferumfang

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Der Lieferumfang fällt durchschnittlich aus;
Schrauben zur Montage von Lüftern, Mainboard oder Laufwerkszubehör, welche allerdings schön beschriftet und gezählt in unterschiedlichen Zip-Tüten daher kommen und eine Kurzanleitung.
Etwas außergewöhnlich für die Preisklasse des Gehäuses sind die beiliegenden Kabelbinder und die erwähnte Sortierung.

Aufbewahrt und ausgeliefert wird das ganze in einer kleinen, braunen Pappschachtel welche in dem untersten HDD Bay untergebracht ist und mit 4 Löchern fixiert wird.

Technische Daten

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Detailansicht außen

Vorderseite:

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Auf dem ersten Blick fallen die beiden Laufwerksblenden und das waabenartige Gitter hinter der Mesh-Front ins Auge.

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Widmen wir uns zuerst dem oberen Teil der Gehäusefront.
Die Topverkleidung des Case ist etwas über die Front hinaus gezogen und wirkt somit wie aus einem Guss mit dem Rest des Gehäuses.

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Darunter sitzen die beiden Laufwerksschächte und die damit verbunden Blenden.
Diese sind, wie oben schon erwähnt, das Highlight der Front, da sie die einzigen farblichen Akzente am Gehäuse sind.

Sie beherbergen einen simplen aber effektvollen Mechanismus um diese herauszunehmen.
Durch das Herausziehen der silberfarbenen Verschlüsse wird die jeweilige Laufwerksblende herausgedrückt und kann entnommen werden.

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Im unteren Bereich der Front finden wir die große Lüfterabdeckung und Staubfilter welche zwei bis zu 140 mm große Lüfter oder eben auch einen 280 mm Radiator beherbergen kann und kinderleicht entfernt werden können.

Durch drücken auf die obere Hälfte der Abdeckung springt diese ein Stück heraus und lässt sich so entnehmen.
Auch die Staubfilter erschweren das Entfernen nicht;
Einfach vier Clips zur Seite drücken und auch dieser geht ohne Probleme aus seiner Halterung.

Standardmäßig sind hier zwei 120 mm Lüfter „Low Noise“ von Aerocool, welche mit 800 RPM drehen, installiert.

Oberseite:

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Widmen wir uns nun der Oberseite des Gehäuses.
Wie bereits erwähnt, steht diese etwas über die Front des Gehäuses über und sieht damit sehr edel aus.
Mittig findet man eine rundliche Vertiefung welche als Lüfteröffnung dient und mit einem ebenfalls rundlichen und magnetischen Staubfilter verkleidet ist.

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Auch hier finden maximal 2×140 mm oder eben ein 280 mm Radiator platz.
Hier sind, wie in dieser Preisklasse üblich, keine Lüfter vorinstalliert.

Seitenteile:

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Auch das I/O Panel fällt mit zwei USB 3.0 und jeweils einem 3,5 mm IN/OUT durchschnittlich aus.
Schön ist der große ON/OFF Button welcher auch noch sehr sauber verarbeitet ist und einen guten Druckpunkt hat.
So, schauen wir uns nun mal die beiden Seiten an.

Mainboardseitig finden wir ein Sichtfenster welches nur über die linke Hälfte der Seite geht und somit nur Blick auf die wirklich wichtigen Komponenten ermöglicht.
Dies ermöglicht auch wirklich saubere Builds mit viel Speicherkapazität, da die HDD Käfige durch die rechte Seite vollständig verdeckt werden.

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Seitlich gesehen sieht man die beiden Standfüße, welche sehr futuristisch anmuten und gut in das Design des Gehäuses eingearbeitet sind.

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Als Augenmerk fallen sofort die Lüftungsschlitze auf, welche an diverse Sportwagen dieser Zeit angelehnt sind.
Ob diese einen wirkliche Sinn haben, bezweifeln wir allerdings.

Rückseite:

Die Rückseite zeigt alle üblichen Merkmale;

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I/O Shield- Ausschnitt und Platz für einen 120 mm Lüfter oder Radiator, welcher bereits durch einen 120 mm Aerocool-Lüfter belegt ist.
Ein nach unten verlegtes Netzteil, sieben Slotblenden welche der normalen Norm entsprechen und alle üblichen ATX Mainboards und GPUs abdecken.
Auffällig sind die beiden Wasserkühlungsdurchführungen, welche einen externen Radiator ermöglichen und mit einem Gummistöpsel verschlossen sind, für ein Gehäuse dieser Preisklasse ein hochwertiges Feature.

Leider finden wir hier auch den einzigen negativen äußerlichen Aspekt des Gehäuses;

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Hier wurde direkt unter dem Lüfter „MADE IN CHINA“ eingeprägt, was man sicherlich auch mit einem Aufkleber hätte lösen können.

Boden:

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Die Unterseite wird von den beiden Standfüßen dominiert.

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Das Netzteil wird durch einen Rahmen mit Staubfilter vor Dreck und Staub geschützt, welcher direkt von hinten entnommen werden kann.

Das äußerliche Auftreten und die Verarbeitung kann, bis auf den einen Makel, als tadellos bezeichnet werden.

Detailansicht Innen

Mainboardtray:

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Der Mainboardtray ist stabil gefertigt und mit einigen Versteifungen verstärkt um beim Verschrauben nicht zu verbiegen.
Um das Mainboard herum befinden sich mehrere Gummidurchführungen um die Kabel sauber auf die Rückseite verlegen zu können.
Direkt hinter dem Mainboard ist eine große Montageöffnung um CPU Kühler bis 170 mm auch im verbauten Zustand zu montieren.
Verbaut werden kann, wie oben bereits erwähnt, ein ATX, µATX oder mini ITX Mainboard ohne Platzprobleme zu bekommen.

Ebenso kann jedes ATX Netzteil bis 240 mm verbaut werden.
Was die Grafikkarte betrifft, so gibt es bei verbauten HDD Käfigen die üblichen Probleme.
290 mm Länge mit und 410 mm Länge ohne HDD Bay.

Laufwerk Montagemöglichkeiten:

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Die betroffenen Käfige können sehr simpel über zwei Daumenschrauben gelöst und entfernt werden.

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Allerdings sind die vielen HDD/SSD Plätze auch die Stärke des Gehäuses.
Es sind sieben an der Zahl, was doch relativ weit oben liegt im Gehäuseranking.

Praxistest (Dauertest)

Testystem:

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Einbau

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Der Einbau läuft soweit problemlos von statten;
Zuerst wird das I/O Shield eingesetzt und die nicht benötigten Slot-Blenden ausgebaut. Motherboard mit CPU und GPU, Festplatten und Netzteil gingen ebenfalls ohne Probleme in das Aero 1000.

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Durch das großzügige Platzangebot auf der Rückseite ist ein vernünftiges Kabelmanagement kein Problem und der großen Ausschnitt hinter dem Mainboard sorgt für eine simple Montage von CPU Kühlern und deren Rückplatten.

Im Alltag:

Der Alltagsgebrauch brachte keine Schwierigkeiten mit sich. Das I/O-Panel ist perfekt positioniert und der Power Button findet sich dank der Größe sogar im Dunklen. Da die drei vorinstallierten 120 mm Lüfter selbst bei maximaler Leistung nur 800 Mal in der Minute drehen, fallen diese im Betrieb nicht auf.
Durch das relativ geschlossene Design dringt relativ wenig Staub ein und erleichtert die Wartung über längere Nutzungsdauer.
Wir dachten wir könnten von einem Gehäuse in dieser Preisklasse keine hochwertige Verarbeitung und durchdachte Systematik erwarten, allerdings wurden wir hier eines Besseren belehrt.

Fazit

Das Aero 1000 ist ein sehr solides und wirklich ausgesprochen gut verarbeitetes Gehäuse, welches glücklicherweise von dem ehemaligen Design des Herstellers Aerocool abweicht und in die richtige Richtung marschiert. Der Innenraum ist für ein ATX Midi Tower sehr großzügig gestaltet und weißt alle benötigten Merkmale einer modernen Computerumhausung auf.
Die sieben Festplatten Plätze und die maximale Grafikkartenlänge von 410 mm überzeugen uns doch sehr. Das Aerocool spricht nicht nur Spielerfreunde, sondern eben auch Bild/Video-Bearbeiter an, welche viele Festplatten verbauen möchten.

Die Rückseite des Mainboardtrays hätte ruhig eine Nummer größer sein und etwas mehr Durchführungen haben können, auch wenn dies zu Lasten der maximalen CPU Kühlergröße und der aufgeräumten Optik gegangen wäre.
Übliche Konfigurationen sollten allerdings kein Problem sein.

Im Klartext heißt das; Wer ein solides, schlichtes und speichervoluminöses Gehäuse für kleines Geld sucht, kann bedenkenlos zugreifen.

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PRO

+ hochwertige Verarbeitung
+ viel Platz für Festplatten
+ Platz für Kabelmanagement
+ maximale Grafikkartenlänge von 410 mm
+ Großteils werkzeuglose Montage möglich
+ zwei mal 5,25 Zoll Schächte vorhanden für Laufwerke oder Lüftersteuerungen

CONTRA

– „MADE IN CHINA“ groß eingeprägt, was das Bild der Rückseite etwas trügt
– Kabelmanagement könnte etwas großräumiger sein

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Aufgrund der tadellosen Verarbeitung und dem durchdachten Konzept vergeben wir den Preis Leistung Award.

Herstellerlink
Preisvergleich

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