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Antec S10 – Ein Gehäuse der Superlative

Groß, größer, am größten, Signature S10 – So nennt sich die Superlative im Gehäusehimmel des US-Amerikanischen Herstellers Antec. Überlegt und mit hochwertigen Materialien konstruiert ist es nicht nur ein Schwergewicht im wörtlichen Sinne sondern auch ein wahres Schwergewicht in Punkto Ausstattung und Preis, denn eine Investition von etwa 350€ sollte sehr gut überlegt und abgewogen sein. Dazu möchten wir von Hardware Inside unseren Teil beitragen und euch die Vorzüge aber auch Nachteile des S10 im Detail näher bringen.

Doch zuvor möchten wir uns in aller Form bei Antec für das Testsample bedanken und die bestehende sowie zukünftige Kooperation hervorheben und wertschätzen.

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Autor: Phil

Verpackung
Die Verpackung ist monströs und so riesig und schwer, dass uns der arme Paketlieferant Leid getan hat, denn er musste ohne Fahrstuhl in den fünften Stock. Der erste Eindruck war also trotz des verschwitzten Boten mit einem aufrichtigen „WOW“ verbunden. Eingepackt ist das wunderschöne Gehäuse in einem schwarz-weißen Karton mit gelber „Antec“-Aufschrift, wir müssen schon sagen: sogar die Kartonage hat Stil. Glücklicherweise wurde um den Karton zweilagige Luftpolsterfolie gewickelt, damit jenes Schmuckstück sicher und wohlgehütet bei uns eintrifft. Nachdem wir das Paket von der Folie befreit hatten, war es das sinnvollste, das Tape an der Unterseite Paket zu trennen und vier Plastikklemmen an den Seiten zu entfernen, damit wir die Mantelfläche einfach nur noch nach oben streifen mussten. Da niemand von uns Himan, Hulk oder Chuck-Norris heißt, wäre es sehr kraftaufwändig geworden, ein 23kg schweres Gehäuse samt Styropormantel aus dem Karton zu hieven. Für den späteren Einsatz des S10 ist es wichtig zu erwähnen, dass es für den Transport auf KEINEN FALL am Standfuß gehalten werden sollte, sondern eher unmittelbar unter dem Festplattenlüfter und an der I/O-Einbuchtung auf der Rückseite. Vergewissert euch zudem, dass alle vier äußeren Türen fest verschlossen sind, da ein plötzliches Umklappen einer Tür beim Transport das Scharnier aus der Halterung reißen kann. Denkt am besten immer daran, dass jede Komponente der Mantelfläche aus 4mm dickem Aluminium ist und jede Tür für sich schon ein beachtliches Gewicht aufweist.

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Lieferumfang
Wie bereits angekündigt ist der Lieferumfang beachtlich. Neben dem puren Gehäuse erhaltet ihr ein Paket welches vier SATA-Kabel mit 90° Winkel beinhaltet, mehrere Lüfter-Montage-Kits, 10 Kabelbinder, ein 3Pin Lüfter-Splitter für bis zu 10 Lüfter und sagenhafte fünf 120’er und zwei 140’er Lüfter. Somit ist nur noch ein Lüfterplatz für einen 120’er Lüfter an der unteren SSD-Kammer frei. Weiterhin sind sechs Festplattenschienen enthalten, mehrere kleinere Versatzschrauben und vier abwaschbare Luftfilter. Sehr cool ist auch das beiliegende Mikrofasertuch, welches, wie sich später zeigen wird, absolut notwendig ist. Aber da Bilder bekannter Weise mehr als 1000 Worte sagen, möchten wir euch eine Collage verschiedenster Eindrücke nicht vorenthalten:

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Technische Daten
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Erster Eindruck
Die Optik des S10 ist fabelhaft minimalistisch. Kein abgespacetes Raumschiff, keine farbenfrohe Disco mit Lichtparade, kein Schnickschnack – zumindest auf den ersten Blick. Wir erhalten klare Linien, schimmernd-gebürstetes Aluminium, abgerundete Kanten, ein chromfarbenes Antec-Logo auf der Front, gelöchert angewinkeltes Top mit vier unscheinbaren USB-Ports, Audio In- und Output sowie einen unscheinbaren kleinen Powerbutton. Also ein absolut Understatement-Gehäuse, welches ihr riesiges Potential unter den Platten aus Metall entfaltet und die ein oder andere Überraschung und die Liebe zum Detail bei genauerem Hinsehen entfaltet. Auch jetzt möchten wir euch einige tolle Bilder mit kleineren Kurzbeschreibungen nicht vorenthalten:

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Antec-Logo Chrom auf Anthrazit

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Gebürstetes eloxiertes Aluminium

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Trapezförmiger Korpus für bessere Luftzirkulation im Buttom-Up-Prinzip

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Verstärkte und abgeflachte Kanten an den Scharnierseiten der Türen.

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Unauffällig beschrifteter Türfunktions- und Luftfiltertaster

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Gummierte Türstopper auf der Rückseite

Gelochtes Gehäuse-Top

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Minimalistische Front I/O und Power-Button

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Geheimfach für 5,25″ Lüfterüberwachung

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Schlauchdurchlässe für externe Wasserkühlung

Nun wird es Zeit die Gehäusetüren zu öffnen und am auffälligsten erscheint das 3-Kammern-System, welches das Innenleben in Mainboard-Fach, PSU-Fach und Festplatten-Fach aufteilt. Das Mainbord-Fach wird an den äußersten Stellen von insgesamt fünf gummierten Kabelführungen begleitet.

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Das Netzteil wird auf einen Sockel aus Schaumstoff gestellt, was zur Folge haben kann, dass dadurch die Lautstärke des Lüfters gedämpft werden könnte.

Soviel nun zum ersten Eindruck des Gehäuses aber lasst uns nun ins Detail gehen: Wir möchten uns die Kühlungsmöglichkeiten, die Festplatteneinschübe und das Kabelmanagement einmal genauer anschauen und bauen dazu die folgende Hardware in unser Gehäuse:

Mainboard: Asus X99 Deluxe II
Prozessor: Intel Core i7-6850K
Arbeitsspeicher: G.Skill TridentZ CL 14
Grafikkarte: Asus Strix Gtx 1070 OC
Netzteil: Sharkoon RushPower M 600W
SSD: Samsung M.2 950 PRO
Wasserkühlung: Alpha Cool Eisbaer 280
Verlängerungskabel: Phanteks Verlängerungskabel-Set 50cm gesleeved

Montage
Die Radiator- und Lüftermontage ist in allen Fällen absolut Problemlos, da alle Lüfter bis auf den Rear-Lüfter auf Einbauregale geschraubt werden. Dazu müssen lediglich 1 bis 2 Schrauben von Hand gelöst werden, das Einbauregal entfernt werden und die neuen Lüfter angeschraubt werden

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Eine Schwierigkeit bzw. Nachteil birgt das Top-Regal beim Einbau von Radiator samt Lüfter. Und zwar verdeckt dieser bei voller Höhe zwei gummierte Kabelführungen, was es erschwert CPU- und evtl. Lüfterkabel sauber zu verlegen. Jetzt denkt ihr euch sicherlich: „Dann lässt sich der Radiator doch an der Front aufstellen“. Das funktioniert aber auch nicht aus drei Gründen:

1. Auch hier werden wieder zwei gummierte Kabelführungen verdeckt
2. Die Länge der Grafikkarte könnte ein Hindernis darstellen
3. Die Luftzirkulation würde stark beeinträchtigt werden, da die Frontlüfter ansaugend konstruiert sind und die Toplüfter aussaugend, damit die Warme läuft sofort nach oben ziehen kann.

Mit etwas Kreativität und Handwerksgeschick lässt sich jedoch diese kleine Schwäche ausmerzen.

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Die Mainboardmontage verläuft ebenfalls extrem unkompliziert. Das Gehäuse weist bereits die Schraubungen für den ATX-Formfaktor auf und so bleibt nur noch das eigentliche Einsetzen des Mainboards nachdem die I/O-Blende eingeklippt wurde. Alles sehr einfach und auch für unerfahrene PC-Bastler kein Hexenwerk. Möglicherweise müsst ihr je nach Mainboard die Konfiguration der Schrauben abändern. In diesem Fall haben wir außerdem Arbeitsspeicher, M.2 und Wasserkühlung schon an das Mainboard geschraubt, bevor wir das Mainboard an sich im Gehäuse verbaut haben. Erst nachdem das Mainboard gesessen hat, den Radiator samt Regal eingesetzt und auf die Kabel durch die Führung gelegt. Nun entfernten wir zwei PCI-Rigel und schraubten die Grafikkarte ein. Je nach Mainboard und den individuellen Platzierungen der SATA-Stecker, solltet ihr vor dem Einbau der Grafikkarte das SATA-Kabel legen. Das andere ende des SATA-Kabels trifft natürlich auf eine Hard-Disk-Drive, welche an der Gehäusefront ihren rechtmäßigen Platz findet. Wir haben testweise lediglich eine Festplatte eingebaut und den ersten Schacht unten links gewählt, da dieser am näherten zum unten liegenden Lüfter ist.

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Wie bereits erwähnt stützt sich das Netzteil auf einem Schaumstoffsockel und zieht seine Abwärme nach unten. Der SSD-Schacht wurde von uns zweckentfremdet, da an der Gehäusefront ohnehin 3 SSD’s Platz finden können. Nun dient er dem Verstauen überflüssiger oder zu langer Kabel, da dies auf der Gehäuserückseite nicht immer möglich ist.

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Bleiben wir bei der Verkabelung: An und für sich bietet das Gehäuse ausreichend Platz für die Verkabelung an der Gehäuserückseite. Aber wie viele von euch und von uns es gewohnt sind, möchten wir Kabelsalat vermeiden und auch auf der Rückseite ein schönes Kabelbild hinterlassen. Dazu ist jedoch wiederum nicht ausreichend Platz vorhanden und so manche Kabel könnten ruhig 10cm länger sein. Betrachten wir uns einmal die Gehäuse-Rückseite:

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Insgesamt fallen uns sofort zwei Dinge auf:

  1. Die Kabel für USB und Front-Audio sind ziemlich straff angelegt und zerstören etwas die Ordnung.
  2. Der Kabelbaum schlägt ganz schön in die Breite aus und sprengt nahezu die grenzen der Kabeldurchführung.

Der Platz reicht für die Kabel des 24Pin-Stromanschlusses, des 8Pin-CPU Anschluss und des 6+2Pin GPU Anschlusses. Hinzu kommen die Kabel von vier Lüftern. Unserer Einschätzung nach ist damit das Limit für ein ordentliches Verlegen erreicht. Die Kabel einer zweiten Grafikkarte beispielsweise würde die Grenzen des Kabelmanagements auf der Rückseite sprechen und verhindern, dass sich die hintere Tür magnetisch schließen lässt. Wünschenswert für einen Anschaffungspreis von 350€ wäre eine Art Riegel, damit sich die Kabel in der Führung „verankern“ lassen. Ein solcher Riegel existiert am Übergang zwischen Hauptkammer und Festplattenkammer.

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Hier würden mit Leichtigkeit drei komplette SATA-Stränge hindurch passen. Darauf zu achten ist jedoch, dass alle Kabelenden an der Festplatte einen 90° Winkel aufweisen sollten. Anderenfalls kann es wie bei unserem System zu Schwierigkeiten beim Schließen der Tür kommen. Die Kabelführungen an der Front weisen zwar ähnlich wie die Kabelführung an der Hauptkammer keinen Verschlussriegel auf, beinhalten jedoch eine Lochung, an der die Kabel mit Kabelbinder fixiert werden können.

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Kommen wir nun zu letzten Details bevor wir euch einen Eindruck über die Leistungsdaten des Gehäuseinneren vermitteln.

Detailansicht
Je nach dem wie viele Schnittstellen für Lüfter ihr an eurem Mainboard besitzt lassen sich unterschiedlich viele Lüfter direkt ansteuern. Für den Fall, dass ihr nicht die Möglichkeit habt, alle acht Lüfter am Mainboard direkt anzuschließen, stellt euch Antec einen 3Pin-Switch auf der Gehäuserückseite zur Verfügung. An diesem könnt ihr bis zu zehn Lüfter anschließen. Er bezieht seinen Strom durch einen Molexanschluss und lässt die Lüfter auf voller Drehzahl laufen. Habt ihr jedoch ein Mainboard ergattert, dass es euch ermöglicht eine Fülle an Lüftern direkt anzuschließen und anzusteuern, kommt ihr mit dem Ante S10 auf eure Kosten. Das Asus X99 Deluxe II ist ein solches Mainboard und entfaltet mit einer Asus GTX 1070 OC und einer Wasserkühlung sein volles Potential. Die Lüfterkonfiguration in unserem Testsystem ist wie folgt geschaltet:

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2 CPU Lüfter werden einzeln am Mainboard angeschlossen und sind separat angesteuert

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Die Pumpe der Wasserkühlung ist ebenfalls direkt am Mainboard angeschlossen und ermöglicht uns die Leistung zu viariieren

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Der Rear-Lüfter bekommt auch einen eigenen Anschluss am Mainboard und verändert automatisch seine Leistung, falls es im Gehäuseinneren zu heiß hergeht

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Die drei übereinander gestapelten Frontlüfter sollen M.2 und Arbeitsspeicher sowie die HUBs kühl halten und die Grafikkarte mit kühler Frischluft versorgen. Da die Grafikkarte die meiste Abwärme produziert, können zwei unterschiedliche Konfigurationen gewählt werden:

  1. Alle drei Lüfter über einen 3zu1 Adapter an der Grafikkarte anschließen und diese nach der Temperatur der GPU anpassen.
  2. Die beiden unteren Lüfter jeweils an die Lüftersteuerung der Grafikkarte anbringen und den obersten Lüfter für M.2 und DDR reservieren.

Wir haben uns, obwohl immer noch genügend Steckplätze am Mainboard frei sind, für die erste Version entschieden, da der Radiator on Top genügend Leistung aufbringt, der M.2 und dem Arbeitsspeicher die Wärme zu entziehen. Die Luftzirkulation funktioniert also wie folgt:

Kühle Luft wird von den Seiten des Gehäuses in die Gehäusefront gesaugt, nimmt die warme Abluft der Grafikkarte mit und zieht diese Abluft in die Gehäuserückseite und gleichzeitig zieht die heiße Luft aus der M.2 und dem Arbeitsspeicher direkt nach oben und wird von den Lüftern des Radiators nach außen befördert oder vermischt sich mit der kühlen Luft der Frontlüfter und wird wie die Abwärme der GPU aus dem Rear-Lüfter nach hinten befördert. Ein Wärmesensor soll die Hitzeentwicklung in der Hauptkammer im nächsten Kapitel aufzeigen. Die SSD-Kammer bekommt ihren eigenen ansaugenden Lüfter, welcher den unteren Mainboardanschluss für Lüfter bekommt und der ansaugende Festplattenlüfter erhält natürlich zu letzt auch seinen eigenen Platz am Mainboard. So können nun alle Lüfter einzeln angeschlossen werden und der Hitzeentwicklung im Inneren des Gehäuses optimal entgegengewirkt werden – nicht zuletzt leistet das Drei-Kammern-System einen bedeutenden Beitrag zur optimalen Luftzirkulation.

Viele ansaugende Lüfter haben einen Nachteil: Die Gefahr, dass Staub in das Gehäuse-Innere gelangt. Glücklicherweise verlässt das Ante S10 mit einer Armader an Staubfiltern das Werk, welche das Gehäuseinnere bestmöglich von Staub fern halten.

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Kommen wir nun zu einem neuen Thema: Dem Standfuß. Wie wir bereits erwähnt haben ist dieser aus Plastik gefertigt, wie auch das gelochte Gehäuse-Top. Daher noch einmal die ausdrückliche Warnung, das Gehäuse während des Transports NICHT an dieser Komponente festzuhalten. Darüber hinaus erfüllt die Konstruktion des Standfußes einen wichtigen Zweck in Verbindung mit der Trapezform des Gehäuses. Und zwar wird aus diesen Hohlräumen kühle Luft durch das Gehäuse gejagt, gleichzeitig sind genau diese Flächen frei von Staub, während sie von oben vom Staubfall isoliert sind. Genau wie die seitlichen Luftdurchlässe kann sich hier kaum Staub eingesaugt werden.

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Im Gehäuseinneren ist keine passive Gehäusedämmung verbaut. Antec setzt hier auf die natürliche Geräuschabsorbtion des Metalls und der Konstruktion zu Grunde liegenden Form des Gehäuses, in der Parallelen und glatte, gegenüberliegende Flächen vermieden werden. Dieser Umstand allein verhindert Frequenzschwingungen und das Gewicht des Gehäuses unterbindet zudem die übertragende Schwingung der Lüfter, vorausgesetzt alle Lüfter sind ordentlich an die Regale verschraubt und die Regale selbst wackeln nicht in ihren Positionen.
Im nächsten Kapitel folgen die sogenannten Hard-Facts zur Geräuschentwicklung innerhalb und außerhalb des Gehäuses.

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Ein paar Zentimeter über dem Powerbutton befindet sich ein kleiner unscheinbarer Schacht in Laufwerksnorm. Hier können Lüftersteuerungen oder Temperaturüberwachung eingesetzt werden. Achtet aber bitte darauf, dass dieser Schacht eine maximale Tiefe von 7,5cm aufweist.

Praxistest (Dauertest)
Nachdem der Powerbutton betätigt wurde, springen alle Lüfter kurzzeitig hörbar an. Das Mainboard ist so eingestellt, dass die Lüfter erst bei einer Temperatur von 40°c im Gehäuseinneren anspringen. Die gleiche Einstellung wurde bei der Grafikkarte getätigt:

  • So wird das Gehäuseinnere kaum wärmer als 23°c.
  • Unter Volllast liegt der Prozessor bei 32°c
  • Der Controllerhub wird niemals heißer als 40°c.
  • Die Grafikkarte bekommt eine Höchsttemperatur von 45°c.

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Die eingesetzten Materialien bewegen sich im absolut hochwertigen Bereich. In den ein oder anderen Tests oder Kundenmeinungen werdet ihr sicherlich so etwas lesen wie: „Für 350 € hätte ich mehr Aluminium erwartet“, aber das ist unserer Ansicht nach keine Option, da noch mehr Metal, das Gehäuse noch schwerfälliger machen würden, es sei denn ihr mögt 30kg schwere Gehäuse. Unserer Ansicht nach ist die Mischung aus sauber verarbeitetem Kunststoff, Aluminium und Stahl im inneren eine ausgezeichnete Mischung der Materialien. Wissen solltet ihr jedoch eines: Wer von euch oft am Gehäuse arbeitet und die Türen oft benutzt, sollte sich ein Pflegespray kaufen. Fingerberührungen hinterlassen unschöne Flecken auf dem eloxierten, gebürsteten Aluminium und glatten Kunststoffen. Wir empfehlen ein paar Spritzer aus einem für TFT-Bildschirme geeigneten Reinigungsgel. Das entfernt die Fettflecken und beschädigt beim vorsichtigen Wischen mit dem beiliegenden Mikrofasertuch nicht die natürliche Bürstung des Aluminiums.

Fazit
Wir finden das Gehäuse ist der Wahnsinn. In Verbindung mit einem potenten Mainboard lässt sich der Schwerpunkt des Gehäuses (Belüftung) optimal nutzen. Einen minimalen Abzug in der B-Note gibt es jedoch für die verdeckten gummierten Kabelführungen. Der Preis geht in Anbetracht des Materials in Ordnung. Unsere Recherchen haben ergeben, dass die Materialkosten des Aluminiums sich allein bei knapp 120€ belaufen und die sieben vorinstallierten Lüfter leisten gute Arbeit, was wiederum seinen Preis hätte.

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PRO
+ Materialauswahl hervorragend
+ Massive Konstruktion
+ Sehr durchdachtes Gehäuse
+ Toll durchlüftet
+ Fach für Lüftersteuerung
+ 3-Kammern-System
+ Sehr gute Luftzirkulation
+ Laufwerksschächte bis zum Abwinken
+ Leichter Einbau aller Komponenten und Lüfter
+ Verpackung & Lieferumfang

CONTRA
– Etwas zu wenig Platz für Radiator
– Für Perfektionisten sind die USB 3.0 Kabel zu kurz
– Extrem hohes Gewicht

Auf Grund der tollen Performance vergeben wir 9,8 von 10 Punkten und somit erhält das Antec Signature S10 den High-End-Award und da dieses Gehäuse alles andere als Mainstream ist, hat das S10 zusätzlich den Design-Award verdient.

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