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ASUS ROG ZENITH EXTREME im Test

Praxistest


Testsystem
MainboardASUS ROG ZENITH EXTREME
ProzessorAMD RYZEN THREADRIPPER 1920X
Arbeitsspeicher2x GEIL Superluce RGB – DDR4 – 3000 MHz – 8 GB
ProzessorkühlerENERMAX LIQTECH TR4 240
GrafikkarteMSI GeForce RTX 2080 Ti GAMING X TRIO
M.2-SSD / SSD / Externe SSDSAMSUNG 960 EVO / CRUCIAL MX500 / SAMSUNG Portable SSD T5 / USB-Stick SanDisk Ultra USB 3.0
NetzteilASUS ROG THOR 1200P
BetriebssystemWindows 10 1809
Infrarot-TemperaturmessgerätETEKCITY Lasergrip 774
Strommessgerätbrennenstuhl pm231e

In unserem Testsystem verbauen wir neben dem Mainboard, das wir testen, ein AMD RYZEN THREADRIPPER 1920X und ein 16GB Arbeitsspeicher-Kit von GEIL. Um die Anschlüsse und Slots zu testen, kommt in unserem Testsystem eine SAMSUNG 960 EVO, eine CRUCIAL MX500 und eine SAMSUNG Portable SSD T5 zum Einsatz. Das Ganze wird von einem ASUS ROG THOR 1200P mit Strom versorgt.

OLED-Display

Wie schon bei der ASUS ROG RYUJIN AiO ist auch beim ROG ZENITH EXTREME ein OLED-Display verbaut. Wir können uns über das Display die Temperaturen anzeigen lassen oder ein eigenes Logo verwenden. Unserer Meinung nach ist das Display vor allem dann sinnvoll, wenn übertaktet werden soll, da wir hier den Fehlercode auslesen können. Natürlich sind auch die Temperaturen interessant welche wir angezeigt bekommen. Ein OLED-Display ist zwar kein muss, aber unserer Meinung nach ein nettes Feature.

Beleuchtung an Klinkenbuchsen

Ein weiteres Feature was uns gefällt ist, dass die 3.5-mm-Klinkenbuchsen beleuchtet sind. Vor allem wenn es dunkel ist und wir ein Headset oder eine andere Peripherie einstecken möchten ist es toll, dass diese beleuchtet sind.


ROG DIMM.2

Schauen wir uns die Geschwindigkeit der M.2-Slots auf dem ROG DIMM.2 an. Die Ergebnisse liegen in einem guten Bereich. Damit wir uns auch ein Urteil über die Leistungsstabilität machen können, die bei einer M.2-SSD auch oft mit der Temperatur zusammenhängt, haben wir uns angeschaut wie warm die verbaute M.2-SSD maximal wird. Wie wir anhand des Bildes sehen können, erreichen wir bis zu 93 °Celsius. Bei dieser Temperatur reduziert unsere M.2-SSD die Geschwindigkeit. Optional können wir am ROG DIMM.2 einen Lüfter anbringen, den wir allerdings separat erwerben müssen. Alternativ können wir auch den beiliegenden Lüfter für die MOSFET-Kühlung nutzen.


M.2-Slot am Chipsatz

Anders als die M.2-Slots auf dem ROG DIMM.2 wird die M.2-SSD, die im dritten M.2-Slot verbaut ist, von einem großen Kühler gekühlt und die Temperaturen liegen daher in einem sehr guten Bereich. Wir messen maximal 64 °Celsius und erreichen beim Datendurchsatz die erwarteten Werte. Die kleinen Unterschiede vom M.2-Slot am Chipsatz und den M.2-Slots auf den ROG DIMM.2 liegen in der Messtoleranz und müssen nicht weiter beachtet werden.


SATA-Geschwindigkeit

Auch die Geschwindigkeit der SATA-Anschlüsse ist wie zu erwarten.

USB-3.1-Gen2-Geschwindigkeit

Beim Test der USB-3.1-Gen2-Anschlüsse limitiert leider unsere externe SSD. Der Anschluss selber kann rein theoretisch bis zu 1250 Megabyte die Sekunde erreichen. In der Praxis sind es eher 1000 MB/s.


USB-3.1-Gen1-Geschwindigkeit



Das der USB-3.1-Gen1-Anschluss an sein Limit kommt, erkennen wir an den maximal erreichten 410 MB/s Datendurchsatz. Im Vergleich zum USB-3.1-Gen2-Anschluss liegt dieser 140 MB/s niedriger.


Overclocking

Das Übertakten mit dem ASUS ROG ZENITH EXTREME macht wie bei fast jedem ASUS Mainboard richtig Spaß. So werden uns alle Optionen geboten, die wir benötigen. Mithilfe dieser Optionen können wir unseren RYZEN THREADRIPPER 1920X auf 4 GHz übertakten. Dazu benötigen wir allerdings eine CPU-Spannung von 1,325 Volt und dementsprechend hoch sind die Temperaturen mit der AiO die wir zur Kühlung verwenden. Mit dem zuvor getesteten GIGABYTE X399 AORUS EXTREME benötigten wir etwas weniger Spannung und das, obwohl die gleiche Kühlung zum Einsatz kam.

Temperaturen



Die gemessenen MOSFET-Temperaturen auf dem MOSFET-Kühler und den MOSFET-Temperatursensor liegen in einem guten Bereich und mit aktiven 40mm-Lüfter über dem MOSFET-Kühler sinken diese um circa 5 °Celsius. Allerdings liegen die Temperaturen am Sensor deutlich höher als auf dem Kühler, was ein gutes Indiz für eine schlechte Wärmeübertragung ist. Das hängt vor allem mit der Bauart des Kühlers zusammen. So handelt es sich um einen Kühler aus einem Guss ohne Alu-Finnen, die eine größere Angriffsfläche für einen Luftstrom bieten würden. Das zuvor getestete GIGABYTE X399 AORUS XTREME geht hier einen anderen weg und dementsprechend niedrig sind die Temperaturen. Des Weiteren müssen wir bedenken das wir nur einen THREADRIPPER mit zwölf Kernen verbaut haben und dieser eine geringere Abwärme als ein 32-Kerner hat, der auch auf dem Mainboard verbaut werden kann. Nichtsdestotrotz schafft es der 40mm-Lüfter die Temperaturen zu reduzieren, auch wenn er wohl eher eine Notlösung ist.


Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des ASUS ROG ZENITH EXTREME ist im Idle sehr gut, so messen wir nur 80 Watt. Hier hat das zuvor getestete GIGABYTE Mainboard mehr verbraucht. Allerdings wendet sich das Blatt im Last-Zustand und das ASUS Mainboard verbraucht 6 Watt mehr. Da wir mit einem CPU-Takt von 4 GHz eine höhere CPU-Spannung benötigen als mit dem GIGABYTE X399 AORUS XTREME, liegt der Stromverbrauch dementsprechend etwas höher.