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Cooler Master MasterAir MA410P der Bunte Kühlermeister

Der Cooler Master MasterAir MA410P ist eine verbesserte Version des MasterAir Pro 4. Cooler Master setzt bei dem neusten Modell auf einen RGB-Lüfter mit 16.7 Millionen möglichen Farben. Natürlich ist dieser auch kompatibel mit Asus Aura Sync oder MSI Mystic Light. Wie sich der Kühler schlägt, erfahrt ihr im weiteren Verlauf des Reviews.
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Vielen Dank an Cooler Master für das in uns gesetzte Vertrauen und die Bereitstellung des Testsamples.

Verpackung und Lieferumfang:

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Geliefert wird der Cooler Master MasterAir MA410P in einer schwarz/lila farbenen Verpackung. Auf der Vorderseite erkennen wir den abgebildeten CPU-Kühler und die Produktbezeichnung. Unter der Produktbezeichnung sehen wir, dass ein MasterFan 120 Air Balance RGB, auf dem CPU-Kühler zum Einsatz kommt. Auf der Rückseite geht der Hersteller auf die Besonderheiten des Kühlers ein, wie zum Beispiel der Continiuous Direct Technology 2.0. Diese Technologie soll 45 Prozent mehr Oberfläche an der Kühlerbasis bieten. Im unteren Bereich finden wie die Maße des Kühlers.

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An der Seite der Verpackung befinden sich die technischen Daten des CPU-Kühlers. Laut den Daten können wir diesen auf allen gängigen Sockeln anbringen. Des Weiteren bietet der Kühler vier 6 mm dicke Heatpipes. Beachtlich ist der hohe statische Druck des Lüfters, dieser beträgt maximal 2,34mm H²O. Die maximale Lautstärke soll laut Hersteller bei 30 dB(A) liegen und das Gewicht des Kühlers beträgt 420 Gramm.

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Wenn wir die Verpackung öffnen, lächelt uns das Cooler Master Logo auf dem Zubehörkarton an. Diesen müssen wir entnehmen, bevor wir zum Kühler selbst kommen.

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Im Zubehörkarton befindet sich das Montagematerial. Dieses ist zahlreich, da wir den CPU-Kühler auf allen gängigen Sockeln montieren können.

Im Zubehör befinden sich:

  • Montagematerial für alle gängigen Sockel
  • Wärmeleitpaste Cooler Master Mastergel Pro
  • Klammern für die Montage eines weiteren Lüfters
  • Steuerung für den RGB-Lüfter
  • Montageanleitung
  • Handbuch

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Der Kühler wird gut geschützt in einer Umverpackung geliefert. Diese soll vor allem vor Beschädigungen der Aluminiumlamellen dienen. Entnehmen wir die durchsichtige Plastikhaube, bekommen wir einen ersten Eindruck vom Kühler selbst. Hier erkennen wir auch schon die kupfernen Heatpipes.

Details:

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Ein erster Blick auf den Kühler selbst, stimmt uns positiv. Die Verarbeitung wirkt sehr hochwertig. Der 120 mm RGB-Lüfter lässt uns sogar ins Innere des Lüftermotors blicken. Wenn wir uns den Kühler von hinten anschauen, erkennen wir die zahlreichen Aluminiumfinnen. Insgesamt verbaut Cooler Master 56 Lamellen, die mit vier Heatpipes verbunden sind.

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Auf dem oberen Teil des Kühlers ist eine schwarze Finne angebracht. Auf dieser erkennen wir das Cooler Master Logo. Der 120 mm Lüfter ist mit Hilfe von Montageklammern am Lüfter befestigt. Mit ein wenig Kraftaufwand lässt sich der Lüfter einfach entfernen, um ihn zum Beispiel reinigen zu können. Zwei zusätzliche Klammern liegen im Zubehör bei. Somit ist es möglich einen weiteren 120 mm Lüfter am Kühler anzubringen.

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Die Kontaktfläche zur CPU besteht vollständig aus Kupfer. Hier erkennen wir keine Lücken, somit kann die vom CPU produzierte Wärme direkt von den Heatpipes an die Alufinnen weitergeleitet werden. Der auf dem MasterAir 410P eingesetzte MasterFan 120 Air Balance RGB hat einen Drehzahlbereich von 800-1800 Umdrehungen. Der Lüfter hat eine maximale Stromaufnahme von 0.37 Ampere. Bei 12 Volt ergibt das einen theoretischen Stromverbrauch von 4,44 Watt die Stunde.

Montage und Praxis:

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Im Testsystem verbauen wir einen Intel Core i3-8350K in Kombination mit einem Asus ROG STRIX Z370-I Gaming. Um die maximale Leistungsfähigkeit des Prozessors zu testen, übertakten wir diesen auf 4,9 GHz bei 1,376 Volt. Gehäuselüfter kommen nicht zum Einsatz, da wir mit geöffnetem Gehäuse testen und somit kein Hitzestau entstehen kann. Die Umgebungstemperatur beträgt 23 °Celsius.

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Bevor wir den Kühler am Mainboard befestigen können, müssen wir dafür sorgen, dass die Backplate einsatzbereit ist. Dafür verwenden wir die Backplate und die Schraube, die wir mit einer Klammer befestigen. Durch das Runterschieben der Klammer wird die Schraube fixiert und kann sich nicht mehr lösen. Wenn wir alle Schrauben befestigt haben, führen wir die Schrauben durch die vorgesehenen Löcher am Mainboard. Die Backplate liegt jetzt am Mainboard an.

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Als nächstes schrauben wir die vier Muttern an den Gewinden fest und können nun auch die Backplate loslassen.

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In der Mitte der oberen Seite des Kühlerbodens befindet sich ein Loch. Es dient zur Arretierung für die Sockelhalterung. Bevor wir den Kühler nun montieren können, müssen wir die Schutzfolie entfernen und Wärmeleitpaste auf den Prozessor auftragen.

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Die vier Schrauben der Sockelhalterung drehen wir in die zuvor festgeschraubten Muttern. Der Cooler Master MA410P sitzt jetzt bombenfest.

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Im Betrieb können wir die LEDs des Lüfters über die mitgelieferte Fernbedienung steuern. Alternativ können wir den LED Header am Mainboard anschließen und das Ganze per Software steuern, die dem Mainboard beiliegt.

Um zu demonstrieren, wie die Fernbedienung funktioniert, haben wir ein Video erstellt, in dem wir euch die verschiedenen Funktionen vorstellen. Die Fernbedienung bietet drei Tasten. Mit der obersten Taste könnt ihr verschiedene Kombinationen der LEDs einstellen. Die mittlere Taste dient der Farbwahl, hier können sieben verschiedene Farben ausgewählt werden. An der untersten Taste stellen wir die Helligkeit der LEDs ein.

Temperatur und Lautstärke:

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Um zu sehen, wie gut der MA410P kühlt, haben wir die Temperaturen im Idle, unter Last und mit OC gemessen. Das Last-Szenario simulieren wir mit 30 Minuten Prime95. Mit dem Standard CPU-Takt messen wir 62 °Celsius. Damit ist der Unterschied zum großen Bruder, dem MA610P, nicht groß.

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Um zu sehen, wie sich der Kühler unter extremen Bedingungen schlägt, haben wir übertaktet. Mit einer Spannung von 1,376 Volt und einem CPU-Takt von 4,9 GHz liegen die CPU Temperaturen bei warmen 91 °Celsius. Hier sollten wir aber auch bedenken, dass die Wärmeübertragung zwischen Heatspreader und CPU DIE nicht die beste ist. Mit einer geköpften CPU und Flüssigmetall zwischen Heatspreader und DIE, dürften die Temperaturen deutlich besser ausfallen. Bei AMD Prozessoren dürften die Temperaturen auch tiefer sein, da noch Indium zur Wärmeübertragung eingesetzt wird.

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Bei der Lautstärke im Idle schlägt sich der MA410P sehr gut und liegt 2 dB(A) unter dem MA610P. Unter Last dreht sich allerdings das Blatt und der kleinere Cooler Master ist etwas lauter, das liegt an der höher anliegenden Drehzahl des Lüfters. Bei einer maximalen Drehzahl von 2100 Umdrehungen liegt der Geräuschpegel bei 34 dB(A) und ist damit gleich auf mit dem MA610P, der zwei montierte Lüfter bietet.

Fazit:

Der Cooler Master MasterAir MA410P hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 34,99€. Dafür bekommen wir einen CPU-Kühler, der eine gute Verarbeitungsqualität bietet und auf alle gängigen CPU-Sockel passt. Des Weiteren bekommen wir einen RGB-Lüfter, den wir per mitgelieferter Fernbedienung oder per RGB-LED Header steuern können. Die Optik des Kühlers wirkt schlicht und der schwarze Abschluss der Alufinnen weiß zu überzeugen. Überzeugend ist auch die Kühlleistung, die bei Standard CPU-Takt bei 62 °Celsius liegt. Selbst für OC werden ausreichend Reserven geboten. Die Lautstärke im Idle hat uns positiv gestimmt, die Lautstärke unter Last ist allerdings etwas schlechter als beim MA610P. Alternativ könnten wir die Drehzahl des Lüfters anpassen, was aber zu höheren CPU-Temperaturen führen würde.

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Wir vergeben 8,5 von 10 Punkten und damit erhält der Cooler Master MasterAir MA410P den Silber Award.

Pro:
+ gute Kühlleistung
+ gute Verarbeitung des Kühlers
+ einfach Montage
+ leiser Betrieb möglich
+ mitgelieferte Kabelfernbedienung zur RGB-LED Steuerung
+ Preis
Kontra:
– Lautstärke unter Last

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Herstellerlink

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