Aktuelle Tests & Specials auf Hardware-InsideSpiele PC

Death Stranding – Jetzt auch für den PC


Heute möchten wir euch die PC Version des neusten Spieles von Hideo Kojima vorstellen. Mit Death Stranding beschreitet der Entwickler der legendären Metal Gear Reihe Hideo Kojima komplett neue Wege. Der Tod ist gestrandet. Nach diesem zerstörerischen apokalyptischen Ereignis ist die Welt komplett auf den Kopf gestellt. Dabei ist fast die gesamte Menschheit umgekommen und jegliche Infrastruktur wurde zerstört. Die Menschen, die diese Katastrophe überlebt haben, leben nun in abgekapselten unterirdischen Städten. Dadurch ist die Gesellschaft zersplittert. Die komplette Außenwelt ist zu einem gefährlichen Ort geworden, der ein Leben außerhalb der Städte unmöglich macht. Wir bedanken uns bei Nvidia für die freundliche Bereitstellung des Death Stranding Keys.

Systemanforderungen & Testsystem

Systemanforderungen

Minimum Systemanforderungen (720p)
– Windows 10
– Intel Core i5-3470 / AMD Ryzen 3 1200
– Geforce GTX 1050 Ti 4 GB / Radeon RX 570 4 GB
– RAM 8 GB
– HDD ca. 80 GB
– DirectX 12

Empfohlene Systemanforderungen (1080p)
– Windows 10
– Intel Core i7-3770 / AMD Ryzen 5 1600
– Geforce GTX 1060 6 GB / AMD Radeon RX 590 (Um DLSS 2.0 nutzen zu können ist eine Geforce RTX notwendig)
– RAM 8 GB
– HDD ca. 80 GB
– DirectX 12


Testsystem
Testsystem  
Gehäuse Lian Li PC-O11
CPU Ryzen 7 2700X
CPU Kühler Corsair H110i 240 mm AiO
Mainboard Gigabyte AORUS GA-AX370-Gaming K7
Arbeitsspeicher 16 GB TridentZ DDR4 3200
Grafikkarte Gigabyte RTX 2070 Super Gaming OC 3X (rev.2)
SSD Kinston A2000 500GB / Samsung 840 Evo 500GB / Samsung Evo 840 1TB
HDD WD Red 2 TB
Netzteil Corsair CX750

 

Das Spiel

 

Das Hauptmenü ist sehr einfach gegliedert. Über die Optionen lassen sich die allgemeinen Spieleinstellungen vornehmen, das Gamepad oder die Tastatur und Maus konfigurieren. Ebenfalls lässt sich das HUD den eigenen Bedürfnissen anpassen. Unter den Grafikeinstellungen werden die Auflösung, das Bildseitenformat, VSync, die maximale Bildrate und die Grafikqualität eingestellt. Besitzer einer Geforce RTX Grafikkarte können hier auch das DLSS 2.0 aktivieren. Bei den Audio-Einstellungen lassen sich die Gesamtlautstärke, die BB Stimmausgabe wie auch die Sound-Ausgabe für Kopfhörer oder Lautsprecher optimieren.


 

Die Steuerung in Death Stranding erfolgt über Tastatur und Maus oder einem Gamepad. Die weiteren Steuerungsmöglichkeiten werden während des Spiels mittels Einblendungen im HUD und Erklärungen oder auch durch verschiedene Ereignisse gezeigt.


Die Story

 
 

Der Spieler schlüpft in die Rolle von Sam Porter Bridges (Norman Reedus), einem Boten, der besonders wichtige Güter, wie zum Beispiel Lebensmittel oder Medikamente durch die gefährliche Außenwelt transportiert, weil durch das apokalyptische Ereignis des gestrandeten Todes das normale Transportwesen fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Nur durch diese Transporte ist das Überleben der Menschheit möglich. Durch den gestrandeten Tod wurden Phänomene wie der Zeitregen ausgelöst der Dinge, auf die er trifft, schnell altern lässt. Dadurch wurde fast die komplette Infrastruktur weltweit zerstört. Ein weiteres Phänomen sind die Gestrandeten aus der Totenwelt (GDs). Diese Wesen lösen gewaltige Explosionen (Leerstürze) aus und sind dadurch eine Gefahr für die restlichen Überlebenden.
Sam ist ein Wiederkehrer und kann von den Toten wieder auferstehen. Außerdem ist er in der Lage die unsichtbaren GDs zu spüren und kann ihnen dadurch besser aus dem Weg gehen. Durch diese Gaben (DOOMs) ist er einer der besten Boten. Sam ist aber nicht nur ein Bote. Er ist der Sohn der Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie ist schwer krank und gibt ihm kurz vor ihrem Tod den Auftrag Amerika wiederaufzubauen und zu vereinen. Sam muss für diese Aufgabe von der Ost- bis zur Westküste reisen und auf diesem Weg alle noch vorhandenen Orte mit dem Netzwerk der UCA (United Cities of America) verbinden. Dadurch soll den Auswirkungen der Katastrophe entgegengewirkt werden.


Das Gameplay

 
 

Der Transport der Güter ist herausfordernd und sehr komplex. Es müssen viele Dinge beim Transport beachtet werden. Die Güter können am Anzug, auf dem Rücken oder auch in der Hand getragen werden. Dabei muss immer das maximale Gewicht, das getragen werden kann, beachtet werden. Durch das unwegsame Gelände schwankt die Lieferung und kann dafür sorgen, das Sam stürzt und die Güter dadurch beschädigt werden. Dazu ist es notwendig, das Gewicht in die richtige Richtung zu verlagern, um sicher durch Bäche oder auch Abhänge zu erklimmen.


 
 

Während des Transports lassen sich auch immer wieder verlorene Güter von anderen Transporten finden und diese dann ausliefern. Sind die Güter beschädigt oder erfolgt die Lieferung zu spät erhält Sam weniger Erfolgspunkte (Likes). Durch die Erfolgspunkte erhöhen sich das maximal tragbare Gewicht und die Ausdauer. Im Weiteren Spielverlauf kann Sam auf bessere Ausrüstung und auf verschiedene Fahrzeuge zurückgreifen, um mehr Fracht schneller transportieren zu können.


 

Nach der erfolgten Lieferung kann Sam sich in privaten Räumen ausruhen. Diese Räume befinden sich in den Lieferterminals der Städte.


 
 

Aber nicht nur der Transport in der Außenwelt stellt uns vor Herausforderungen. Es gibt auch Gegner, die bekämpft werden müssen. Zu den Gegnern gehören GDs, MULEs und Homo Demens. Die GDs (Gestrandete Dinge) sind jenseitige Menschen, die in der Welt gestrandet sind. Die GDs treten meist bei einem Zeitregen in Gruppen auf, um ihre Beute zu jagen. Sam kann die GDs mithilfe von BB (Bridge Baby) sehen und aufspüren. Dadurch kann Sam die GDs einfacher umgehen, um ihnen so auszuweichen und zu verhindern, dass er verschlungen wird oder einem Kampf auszuweichen. MULEs sind Personen die Boten überfallen, um deren Güter zu stehlen und zu horten. Die MULEs töten ihre Gegner nicht, um keine GDs anzulocken. Die letzte Gruppe von Gegnern sind die Homo Demens. Bei den Homo Demens handelt es sich um eine Gruppe von militanten Separatisten, die gegen die neuen Regeln und Gesetzte arbeiten. Die Homo Demens töten ihre Gegner, um dadurch Leerestürze zu erzeugen. Im späteren Spielverlauf kann Sam verschiedene Arten von Waffen finden oder auch selbst herstellen und diese nutzen.


 
 

Death Stranding besitzt auch einen integrierten Multiplayer Part. Allerdings ist es kein direkter Multiplayer, denn man kann die anderen Spieler nicht sehen. Es ist eher eine Unterstützung während des Spielens. Die benutze Ausrüstung wie zum Beispiel das Kletterseil, die Leitern oder Stromgeneratoren verbleiben nach der Nutzung an Ort und Stelle und andere Spieler können diese ebenfalls nutzen. Jeder Spieler kann mit der Zeit Postboxen bauen und so ebenfalls Ausrüstung für sich oder andere Spieler hinterlegen. Zusätzlich lassen sich Schilder mit Hinweisen oder einfach zum Gruß hinterlassen. Als Dank kann man dem Spieler Likes hinterlassen.


Die Technische Umsetzung

Durch die Zusammenarbeit von Guerilla Games und Kojima Productions wurde die Decima Engine verbessert, um auch für Death Stranding den perfekten Unterbau zu bieten. Die Decima Engine ist in der Lage ein riesiges Außenareal in einem hohen Detailgrad darzustellen. Auch die einzelnen Charaktere wirken sehr detailliert und lebensecht. Ein weiteres Feature von Death Stranding ist das von Nvidia entwickelte DLSS 2.0 (Deep Learning Super Sampling). DLSS 2.0 bietet nun eine Bildqualität, die mit der nativen Auflösung vergleichbar ist, während nur ein Viertel bis die Hälfte der Pixel gerendert wird. Es werden neue Rückkopplungstechniken für schärfere Bilddetails und verbesserte Stabilität von Bild zu Bild verwendet.
Das bedeutet eine hervorragende Skalierung für alle GeForce RTX-GPUs und -Auflösungen. Das neue KI-Netzwerk verwendet die Tensorkerne effizienter, um 2-mal schneller als das beim Original möglich war. Das hat eine Verbesserung der Bildraten zur Folge und beseitigt frühere Einschränkungen wie zum Beispiel, welche GPUs, Einstellungen und Auflösungen aktiviert werden konnten. Für das ursprüngliche DLSS musste das KI-Netzwerk für jedes neue Spiel trainiert werden. DLSS 2.0 trainiert nun mit nicht spielspezifischen Inhalten und liefert ein verallgemeinertes Netzwerk, das spielübergreifend funktioniert. Dies bedeutet schnellere Spielintegrationen und letztendlich mehr DLSS-Spiele. DLSS 2.0 bietet Benutzern nun 3 Bildqualitätsmodi. Das sind Qualität, Ausgewogen und Leistung um die interne Renderauflösung des Spiels steuern. Der Leistungsmodus ermöglicht eine bis zu 4-fache Auflösung (1080p bis 4K). Dadurch werden jetzt auch größere Leistungssteigerungen möglich.



Um die Vorteile von DLSS 2.0 auch in der Praxis zu zeigen, haben wir für euch ein kurzes WQHD Video erstellt. In dem Video haben wir abwechselnd Szenen, ohne und mit aktiviertem DLSS 2.0 zum Vergleich zusammen geschnitten. Wie in dem Video zu sehen ist, sind bei aktiviertem DLSS 2.0 keine Qualitätseinbußen bei der Grafik vorhanden. Zum Teil wirkt die Grafik sogar deutlich besser als bei der nativen Auflösung. Außerdem werden die teilweise vorhandenen Clippingfehler nochmals minimiert. Nvidia hat beim DLSS 2.0 deutlich nachgebessert, sodass die RTX-Karten mit aktiviertem DLSS 2.0 bei den verschiedenen Qualitätseinstellungen jetzt deutlich höhere Frameraten liefern.


 



Wie in dem Diagramm zu sehen ist, liefert Death Stranding mit einer Geforce RTX 2070 Super (@2560 x 1440 max. Details) auch mit DLSS 2.0 wirklich gute Bildraten. Zum Vergleich haben wir auch die Werte einer Geforce GTX 1070 (@1920 x1080 max. Details) in dem Diagramm eingetragen.


Fazit

Death Stranding bietet eine filmreife Umsetzung und durch die Bekannten Schauspieler wirkt das Ganze noch um einiges Lebensechter. Die Spielwelt mit ihren weiten Arealen ist grafisch wirklich sehr gut gelungen. Auch die Geschichte mit ihren unerwarteten Wendungen kann überzeugen. Etwas Neues bietet auch die Steuerung des Charakters bei dem Transportieren der Gegenstände, da hier zusätzlich auf das Gleichgewicht geachtet werden muss, um die Ware nicht zu beschädigen und dadurch weniger Erfolgspunkte (Likes) zu erhalten. Die Zwischensequenzen sind allerdings zum Teil etwas lang gezogen. Death Stranding bietet dem Spieler mit seinen 14 Kapiteln, unzähligen Lieferaufträgen, der frei erkundbaren Welt und der großen Menge an Ausrüstung eine Fülle an Möglichkeiten und fesselt über viele Stunden lang. Wir finden, Death Stranding ist wirklich ein gelungenes Spiel und geben unsere Empfehlung. Derzeit ist das Spiel für ca. 65€ erhältlich.

Pro:
+ Filmreife Umsetzung
+ Abgedrehte Story
+ Sehr gute Grafik
+ DLSS 2.0
+ Große Spielwelt
+ Unerwartete Wendungen
+ Freies Speichern
+ Lange Spielzeit


Kontra:
– Sehr viele Zwischensequenzen


Herstellerseite

das spiel sieht echt gut aus
Danke für den Test
D