Aktuelle Tests & Specials auf Hardware-InsideSaugroboterSmarthome

Dreame Z10 Pro Saugroboter im Test

Heute schauen wir uns für euch den Dreame Z10 Pro Saugroboter genauer an. Der Hersteller namens Dreame dürfte hierzulande dem ein oder anderen nichts sagen, doch gehört das, in 2015 gegründete und auf Reinigungsgeräte spezialisierte, Unternehmen seit Ende 2017 zur Xiaomi Ecological Chain. Dreame baut nicht nur für seine eigene Marke Staubsauger, sondern auch für Xiaomi. Bei dem heutigen Test handelt es sich um einen Saugroboter der nicht nur saugen, sondern auch nass wischen und sich von selbst entleeren kann. Für diesen Test hat Dreame uns ein Testmuster zukommen lassen.

 

Verpackung, Inhalt & Daten

Verpackung

 

Der Dreame Z10 Pro Saugroboter kommt in einem großen dunklen Karton auf dem, neben Herstellerlogo und Modellbezeichnung, auch einige Abbildungen aufgedruckt sind. Auch die Key-Features des Saugroboters hat man nicht vergessen. Zum besseren Handling verfügt der Karton über einen Tragegriff an der Oberseite.


 

 

Der Inhalt ist im Inneren sauber in Fächern unterteilt verpackt. Dabei hat der Hersteller zum größten Teil auf den Einsatz von Folien und Schaumstoff verzichtet, was der Umwelt zugute kommt.

 

Inhalt



Neben dem Dreame Z10 Pro Saugroboter und dessen Basis befindet sich noch folgendes im Lieferumfang:

  • Bedienungsanleitung
  • Schnellstart Anleitung
  • Staubbeutel
  • Seitenbürste
  • Tank mit Wischer
  • Netzanschlusskabel


Es befindet sich ein weiterer Staubbeutel im Lieferumfang, der aber bereits werkseitig in der Basis eingesetzt wurde. Zum Verbrauchsmaterial gibt es bezüglich Preise derzeit noch keine Informationen.

 

Daten

Technische Daten – Dreame Z10 Pro Saugroboter  
Abmessungen Saugroboter
Abmessungen Auto-Entleerbasis
353 × 350 × 96,8 mm (B x H x T)
302 × 403 × 483 mm (B x H x T)
Saugroboter Verbindung IEEE 802.11b/g/n 2,4 GHz Wi-Fi
Nennleistung Saugroboter 46 W
Batteriekapazität 5.200 mAh
Kapazität Staubbehälter 400 ml
Kapazität Wassertank 150 ml
Eingangsspannung Auto-Entleerbasis 220-240 V ~50-60 Hz
Nennleistung Auto-Entleerbasis 19.8 V===1 A / 800 Watt

 

Details

Gehäuse & Sensoren



 

Das Herzstück bildet der Dreame Z10 Pro Saugroboter selbst. Das Gehäuse ist aus Kunststoff, welches nicht nur in Schwarz, sondern auch in Grautönen gefärbt ist. Der Kunststoff an den Seiten ist matt und etwas rau, während er auf der Oberseite glänzend ist. Zur Navigation durch den Raum verfügt der Roboter über eine Vielzahl von Sensoren, zwei befinden sich an der Unterseite der Front. Diese messen den Abstand zum Boden und sollen Treppenstufen erkennen und somit verhindern, dass der Roboter herunterfällt. Ein optischer sowie zwei Ultraschallsensoren in der Front und der Lidar Sensor auf der Oberseite dienen der Navigation durch den Raum.

 

Oberseite




Auf der Oberseite befinden sich nicht nur der LIDAR, sondern auch die Bedienelemente des Saugroboters. Mittig ist die Ein-/Aus- und Reinigungstaste angeordnet. Je nachdem wie oft oder wie lange diese betätigt wird, werden verschiedene Modi wiedergegeben. Zudem ist dies auch gleich die Statusanzeige – weißes Licht bedeutet, dass gerade eine Reinigung in Arbeit ist, orange bedeutet, dass ein Fehler vorliegt. Neben dieser Taste liegt eine weitere, welche mit einem kleinen Häuschen gekennzeichnet ist. Wird diese betätigt, fährt der Roboter seine Station an und führt gegebenenfalls einen Entleerungsprozess durch. Die dritte Taste startet den Zielreinigungsmodus.

 

 

Ein Teil der Oberseite des Dreame Z10 Pro Saugroboters lässt sich aufklappen. Hier finden wir den Tank in dem das aufgesaugte Gut zunächst landet. Der Tank lässt sich zum Entleeren herausnehmen, was aber im späteren Betrieb vermutlich nicht nötig sein wird. Unter dem Tank sehen wir die Absaugöffnung und dadurch die Bürste, welche im Betrieb rotiert und somit hilft, den Schmutz in den Behälter zu transportieren. Zudem sehen wir hier auch die beiden Öffnungen, durch welche der Behälter später über die Basis entleert wird.

Im vorderen Bereich sehen wir auch das Tool zum Reinigen des Roboters. Mit der Bürste lassen sich die Sensoren reinigen, während am anderen Ende ein scharfes Messer eingelassen ist. Mit diesem lassen sich Fäden und Haare, die sich eventuell in der Bürste verheddern lösen.

Oberhalb der Öffnung für den Auffangbehälter sind zwei kleine Öffnungen um das WiFi oder den kompletten Roboter neu zu starten bzw. um einen Reset durchzuführen.




Rückseitig sind eine Vielzahl an Öffnungen eingelassen, durch welche der Saugroboter die angesaugte Luft wieder herausbläst. Da die Luft bereits im Roboter mehrfach durch Filter geleitet wird, kommt hier saubere Luft heraus.

 

Seitlich




An der rechten Seite verfügt der Dreame Z10 Pro Saugroboter über einen weiteren Sensor. Leider finden wir dazu in der Dokumentation keine weiteren Informationen, denn es ist merkwürdig, dass der Sensor nur auf dieser Seite vorhanden ist. Auf der anderen Seite gibt es kein Gegenstück dazu.

 

Was ist Lidar?

Lidar ist die englische Abkürzung für Light detection and ranging oder Light imaging, detection and ranging. Es ist eine mit dem Radar verwandte Methode zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung. Es ist eine Form des dreidimensionalen Laserscanning, denn statt Radiowellen wie beim Radar kommen hier Laserstrahlen zum Einsatz. Lidar wird zur Erstellung hochauflösender Landkarten der Räumlichkeiten genutzt. Auch eine Vielzahl an voll- oder teilautonom fahrenden Fahrzeugen im automobilen Sektor setzen auf diese Technologie. (Quelle: Wikipedia)

 

Unterseite



Spannend geht es auf der Unterseite weiter. Im vorderen Bereich sind die bereits erwähnten Sensoren untergebracht. Weitere Sensoren befinden sich an beiden Seiten, direkt neben den Antriebsrädern. Hinter den vorderen Sensoren sind die beiden Kontaktflächen, über welche der Saugroboter in der Basis aufgeladen wird. Dazwischen befindet sich ein bewegliches Rad. Links ist der Steckplatz für die seitliche Bürste. Darauf folgt das Herzstück, zwischen den beiden gummierten und federnd gelagerten Antriebsrädern befindet sich die Ansaugung. Hier rotiert eine Walze mit Borsten und einer Gummilippe. Somit wird hartnäckiger als auch grober Schmutz gelöst und eingesaugt. Hinter dieser Öffnung liegen die beiden Öffnungen, durch die der Saugroboter in der Basis entleert wird.

 

Basis

 

 

Nun befassen wir uns mit der Basis des Dreame Z10 Pro Saugroboters. Aufgrund der Absaugvorrichtung baut die Basis etwas höher als wir das von Saugrobotern ohne diese Funktion kennen. Die Technik und der Auffangbehälter benötigen eben auch Platz. Der untere Teil stellt eine Rampe mit teilweise geripptem Profil für einen besseren Grip der Räder dar. Durch die beiden Öffnungen im vorderen Bereich wird der Saugroboter durch die Basis entleert. Im hinteren Bereich befinden sich die beiden Ladekontakte. Darüber befindet sich der Signalbereich. Das obere Teil beherbergt die Technik und den Staubsammelbeutel. Letztere ist über die Klappe an der Oberseite zu erreichen. Neben dem Staubsammelbeutel befindet sich hier am Boden auch ein Filter der verhindert, dass feiner Staub beim Absaugen in die Umgebung geblasen wird.

 

Praxis

Vorbereitung

 

Bevor wir mit dem Dreame Z10 Pro Saugroboter arbeiten können, müssen wir noch ein paar Kleinigkeiten erledigen. In der beiliegenden Bedienungsanleitung ist dies Schritt für Schritt erklärt. Zuerst müssen wir die Seitbürste auf dem Zapfen an der Unterseite anbringen. Abschließend entfernen wir die beiden Transportsicherungen in den seitlichen Schlitzen des Saugroboters. Nun suchen wir uns einen Platz für die Basis, diese sollte zu den Seiten mehr als 50 cm und nach vorne mehr als 150 cm Abstand zu anderen Objekten haben. Jetzt schließen wir die Basis über das Stromkabel an eine freie Steckdose an. Ist das Kabel insgesamt zu lang, kann es an der Basis aufgewickelt werden. Abschließend setzen wir den Saugroboter in die Basis ein. Der schaltet sich automatisch ein und beginnt zu laden. Der Hersteller empfiehlt den Roboter vor der ersten Nutzung vollständig aufzuladen.

 

App

full
 
full

Zum Betrieb des Dreame Z10 Pro Saugroboters benötigen wir ein Smartphone und die App „Xiaomi Home“. Diese führt uns Schritt für Schritt durch die Einrichtung des Saugroboters. Die App ist gut übersetzt und leicht zu bedienen.


full

Nach der Einrichtung über die App setzt sich der Saugroboter in Bewegung und beginnt mit seiner Arbeit. Dabei scannt er die Räumlichkeiten und erstellt eine Landkarte. Die besten Voraussetzungen dafür schaffen wir, indem wir die Mülleimer so nahe wie möglich an die Wand und die Taschen auf die Tische stellen. Umso weniger sich im Umfeld befindet, umso besser sollte das Ergebnis ausfallen. In der App lassen sich auch noch einige Einstellungen tätigen, so können wir etwa festlegen, welche Räume oder welcher Teil eines Raums gereinigt werden soll. Dabei können wir die Saugkraft und im Wischmodus auch die Wasserzufuhr einstellen. Ein Serviceplan informiert über die Zustände der Verschleißteile und wann es nötig sein wird den Roboter und die Basis zu reinigen. In der App kann auch die Sprache der Sprachausgabe des Sauroboters eingestellt werden.

 

Praxis

Im Betrieb

Im Betrieb gibt sich der Dreame Z10 Pro Saugroboter sehr sicher. Er erkennt nahezu jedes Hindernis auf seinem Weg und sucht sich alternative Routen bei neuen Hindernissen. Allerdings benötigt er dafür manchmal etwas mehr Zeit und dreht sich eine Zeit im Kreis. Wir programmieren den Saugroboter so, dass dieser täglich zu selben Zeit eine Reinigung durchführt, dies kann über die App eingestellt werden. Pro Reinigungsgang in Teilbereichen benötigt der Roboter um die 20 Minuten. Je nachdem wie viele Möbel stehen, werden auch einige Ecken ausgespart. Dies ist dann für den Nutzer später an der App ersichtlich, sodass man hier nachbessern kann, indem die Hindernisse beseitigt werden. Das Saugergebnis ist sowohl auf Laminat- als auch Teppichböden sehr gut. Türschwellen stellen kein Hindernis dar.

 

Entleerung und Laden

Wenn der Reinigungsgang beendet ist, fährt der Saugroboter selbstständig zurück zur Basis. Hier wird dieser nicht nur geladen, sondern auch direkt entleert. Hierzu befindet sich in der Basis eine Absaugvorrichtung, welche durch Öffnungen an der Unterseite des Roboters den Tank entleert. Der Nutzer sollte aber den Tank regelmäßig kontrollieren, da es passieren kann, dass sich mal etwas Aufgesaugtes verhakt oder festsitzt. Nach der Entleerung startet der Aufladevorgang.

 

Lautstärke

Der Dreame Z10 Pro Saugroboter verfügt über eine Saugkraft von 4.000 PA und gehört damit zu den stärksten Vertretern seiner Art. Die Lautstärke im Standard-Modus ist angenehm und man kann sich ohne Probleme mit seinen Mitmenschen unterhalten. In den stärkeren Modi ist er entsprechend lauter, aber nicht lauter als ein normaler Staubsauger. Richtig laut wird es erst, wenn die automatische Entleerung in der Basis stattfindet. Allerdings dauert dies nur wenige Sekunden.

 

Akkulaufzeit

Der verbaute Akku verfügt über eine Kapazität 5.200 mAh, so braucht der Dreame Z10 Pro Saugroboter rund 3 Stunden von 10 auf 100 % Akkuladung. Eine Akkuladung reicht auf höchster Saugstufe für rund 80 Minuten. Auf der Standard-Einstellung erreichen wir eine Betriebsdauer von 160 Minuten bis der Saugroboter wieder an die Basis zum Laden möchte.

 

Fazit

Der Dreame Z10 Pro Saugroboter ist derzeit bei deutschen Händlern für 549 € gelistet. Wer sparen möchte sollte sich bei AliExpress umsehen, dort gibt es den Saugroboter mit Rabatten. Dafür erhält der Nutzer einen Saugroboter um den man sich nach der ersten Einrichtung erst einmal eine lange Zeit nicht kümmern muss. Dreame geht bei einer täglichen Teileinigung von 65 Tagen aus, bis der Sammelbeutel voll ist, dies entspräche einer Entleerung alle zwei Monate. Preise zu Beuteln sind derzeit noch nicht verfügbar. Allerdings gibt es schon Preise für die Verschleißteile, so kostet ein Paket mit einer Hauptbürste, zwei Feinstaubfiltern, zwei Mikrofaserpads und zwei Seitenbürsten knapp 30 Euro in einem deutschen Onlineshop. Alle zwei Wochen sollten die Sensoren und die Hauptbrüsten einmal gereinigt werden, insbesondere wenn im Haushalt Haustiere leben. Von uns gibt es an dieser Stelle eine Empfehlung für ein Spitzenklassegerät.


Pro:
+ Design
+ Verarbeitung
+ Einfache Einrichtung & Bedienung
+ Verständliche Bedienungsanleitung
+ Gute App
+ Minimaler Aufwand

Kontra:
– Etwas laut


full



Produktseite