Die TRYX STAGE 360 AIO White wird auf dem Markt zu den leistungsstarken All-in-One-Wasserkühlungen eingereiht. Eine hochwertige Verarbeitung und starke Kühlleistung in Verbindung mit einem modernem Design ist hierbei der Anspruch. Schon auf den ersten Blick fällt die Kombination aus mattweißen Oberflächen, sauber geführten Sleeves und einer auffälligen Pumpeneinheit ins Auge, die nicht nur optisch Akzente setzt, sondern auch technisch einiges verspricht.
TRYX positioniert die Stage-Serie als Lösung für Nutzer, die Wert auf Effizienz, Laufruhe und ein stimmiges Gesamtpaket legen. Ob die 360-mm-Variante diesem Anspruch gerecht wird, wie sie sich im Alltag schlägt und ob sie im hart umkämpften AIO-Segment bestehen kann, klären wir im folgenden Test.
Verpackung, Inhalt, Daten
Verpackung
Die weiße Verpackung des TRYX STAGE 360 AIO White Wasserkühlers ist kompakt und quaderförmig aus stabilem Karton. Das Design des Kartons ist fast vollständig weiß mit dunkler Aufschrift und hellgrünen Elementen. Auf der Oberseite ist der Hersteller, der Modellname und die Art des Produktes aufgedruckt. Daneben ist eine Abbildung des Kühlsystems mit grünen Akzenten zu sehen. An dem Produktbild ist gleich zu erkennen, dass es sich um die weiße Version der Wasserkühlung handelt. Hinzu kommen am unteren Rand noch ein paar Symbole als Information zum Display des Kühlblocks. Die Rückseite der Verpackung trägt erneut den Modellnamen und die Produktart. Zusätzlich sind noch eine Tabelle mit den technischen Daten, sowie einige Zertifikate abgebildet. Am rechten oberen Eck ist zu erkennen, dass es sich hierbei um ein Testprodukt handelt. So besteht die Möglichkeit, dass die Verpackung noch nicht das vollendete Design trägt. Die restlichen Seiten der Verpackung beinhalten keine weiteren interessanten Informationen.
Inhalt
Im Inneren der Verpackung befindet sich eine Kartonform, die perfekt an das Kühlsystem angepasst ist. Der Radiator ist bereits mit drei Lüftern bestückt und ist sorgfältig mit dem Kühlblock inklusive Schutzkappe in der Kartonform verlegt. Das Display und das Zubehör belegen jeweils einen eigenen Platz. Bis auf den einzelnen Karton mit dem Zubehör ist das Produkt zusätzlich mit Kunststofftüten geschützt. Besonders ordentlich wirkt das Zubehör in der zusätzlichen kleinen und schwarzen Verpackung. Hier befinden sich eine hellgrüne Anleitung und eine Tüte mit einer Backplate, Schrauben, Kabel, Wärmeleitpaste und weiterem Zubehör.
Auf diese Weise ist der Lieferumfang säuberlich geordnet und sicher im Karton verstaut. Zusammengefasst beinhaltet der Lieferumfang folgende Items:
- 360er Radiator mit drei vorinstallieren Lüftern
- Display
- Anleitung
- Backplate
- Weißes RGB-Kabel
- AM4/5 Distanzschrauben
- Schrauben
- Intel 1700/1851 Distanzschrauben
- LGA115x/1200 Distanzschrauben
- Intel/AMD Daumenschrauben
- 2x wiederverwendbare Klett-Kabelbinder
- Wärmeleitpaste
Daten
| Technische Daten – TRYX STAGE 360 AIO White | |
|---|---|
| Modell-Name | STAGE ARGB 360 mm Liquid Cooler White |
| Sockel-Kompatibilität | Intel: LGA1851 / 1700 / 1200 / 115X AMD: AM4 / AM5 |
| Radiator-Abmessung | 394 x 120 x 27 mm |
| Lüfter | 3 |
| Radiator Material | Aluminium |
| Schlauchlänge | 420 mm |
| Pumpen-Geschwindigkeit | 800 – 2800 RPM ±10 % |
| Pumpen-Abmessung | 125 x 104 x 91 mm |
| Pumpen-Geräuschkulisse | 25,3 dB(A) |
| Pumpen-Verbindung | 4-Pin PWM |
| Pumpen-Energieverbrauch | 4 W |
| SATA-/USB-Header-Anschlusskabel des Displays | 940 mm |
| Technische Daten – ROTA SL Lüfter | |
| Modell | ROTA SL |
| Dimension | 120 x 120 x 25 mm |
| Geschwindigkeit | 500 – 1850 RPM ±10 % |
| Verbindung | 4-Pin PWM |
| Lagerung | Fluiddynamisches Lager |
| Spannung | 12 VDC |
| Energieverbrauch | 1,92 W |
| Luftstrom | 65,64 CFM |
| Druck | 2,49 mm-Wassersäule |
| Geräuschkulisse | 28,87 dB(A) |
| Garantie: Kühlung Display | 6 Jahre 3 Jahre |
| Netto-Gewicht | 1,8 kg |
| Preis | 229,90 € |
Details
Der Radiator der TRYX STAGE 360 AIO White setzt auf eine klassische 27-mm-Bauhöhe, kombiniert mit einer sauber lackierten weißen Oberfläche. Mit den bereits vormontierten Lüftern erreicht die Bauhöhe knapp 55 mm. Die Lamellenstruktur des Radiators wirkt gleichmäßig und präzise gefertigt, was auf eine kontrollierte Wärmeabfuhr schließen lässt. Auch die Seitenwangen zeigen sich stabil und verwindugssteif mit jeweils einem Logo und einem Herstellerschriftzug.


Bereits ab Werk sind drei 120-mm-Lüfter vormontiert, was den Installationsprozess deutlich erleichtert. Die Lüfterrahmen bestehen aus weißem Kunststoff mit matter Oberfläche, währen die Rotorblätter leicht transparent gehalten sind, um die integrierte Beleuchtung optimal zur Geltung zu bringen. Aufällig ist die saubere Kabelführung durch das Daisy-Chain-System, das den Kabelsalat minimiert und den Einbau erleichtert und einen cleanen Build fördert.
Die Lüfter sind auf statischen Druck ausgelegt, was den dichten Radiatorfinnen zugutekommt. Die Gummientkoppler an den Ecken reduzieren Vibrationen effektiv, sodass der Betrieb auch bei höheren Drehzahlen angenehmt ruhig bleibt. In Kombination mit dem Radiator ergibt sich ein stimmiges Gesamtpaket, das sowohl optisch als auch funktional überzeugt. Die weiße Farbgebung zieht sich konsequent durch alle Komponenten, was der AiO einen hochwertigen und durchdachten Look verleiht.
Die Pumpeneinheit der TRYX STAGE 360 AIO White präsentiert sich als klarer Blickfang im System. Das Gehäuse setzt auf eine kantige, moderne Formensprache, kombiniert mit einer hochwertigen weißen Beschichtung, worauf Fingerabdrücke nicht zu erkennen ist. Im Inneren arbeitet eine kompakte Hochleistungspumpe von Asetek mit dem Namen Adela. Laut Hersteller wurde diese Pumpe auf geringe Vibrationen und einen ruhigen Lauf optimiert. Die Bodenplatte besteht aus vernickeltem Kupfer und zeigt eine sauber polierte Kontaktfläche mit bereits aufgetragener Wärmeleitpeiste, was eine optimale Wärmeübertragung begünstigt.
Die Schläuche sind mit einem weißen, eng gewebten Sleeve versehen, der nicht nur optisch überzeugt, sondern auch zusätzliche Robustheit bietet. Die Flexibilität ist gut ausbalanciert, denn die Schläuche sind ausreichend steif, um Knicke zu vermeiden, aber flexibel genug, um auch in kompakten Gehäusen eine saubere Verlegung zu ermöglichen. Zusammen mit den Pumpenanschlüssen bieten die Schläuche hier eine Länge von etwa 43 cm. Die Anschlüsse an der Pumpeneinheit sind um 90 Grad drehbar, was beim Einbau Freiheitsgrade schafft und verschiedene Einbaurichtungen unterstützt.
Insgesamt hinterlässt das Zusammenspiel aus Pumpeneinheit und Leitungen einen durchdachten, hochwertigen Eindruck. TRYX setzt sichtbar auf eine Mischung aus Funktionalität, Laufruhe und einem stimmigen, konsequent weißes Design, das sich nahtlos in moderne Builds einfügt.
Ein echtes Alleinstellungsmerkmal der TRYX STAGE 360 AIO White ist das neu entwickelte Display auf der Pumpeneinheit. Hierbei handelt es sich besser gesagt um zwei Displays und einem Spiegel, der die Animationen, Videos oder Medien reflektiert und somit den Blick auf die Mitte des PC-Builds zieht. Alles, was eher nicht mit den Fingern angefasst werden sollte, besitzt eine Schutzfolie und der Korpus aus Aluminium ist wieder säuberlich in Weiß getaucht. Der Hersteller liefert hier also ein 4-zölliges-Dual-Display mit einem IPS-Panel mit einer HD-Auflösung von 254 Pixel pro Zoll. Das Anschlusskabel besteht aus einem SATA und einem USB-Header, das direkt am Mainboard angeschlossen wird, und umfasst eine Gesamtlänge von etwa 94 cm. Davon sind etwa 60 cm gemeinsam geführt und 30 cm getrennt. Der Anschluss des Kabels ist an der Hinterseite versteckt, sodass ein saubereres Kabelmanagement möglich wird.
Praxis
Montage
Wir beginnen mit der Auswahl der Intel Backplate, die wir an den vier Ecken auf 78×78 für unseren 1700er-Sockel einstellen. Wir räumen die Rückseite des Mainboards frei, da hier das Netzteil in unserem NZXT H9 Elite verbaut ist. Die Backplate wird platziert und mit den entsprechenden Abstandsschrauben, die in ihrer Verpackung beschriftet sind, am Mainboard fixiert. Je nach Mainboard ist das etwas knifflig, da möglicherweise wenig Platz für die Finger besteht. Für eine einfachere Handhabung verlegen wir das magnetische Anschlusskabel der Lüfter bevor die Wasserkühlung in das Gehäuse platziert wird, was uns durch eine bessere Übersicht und bequeme Montage zugutekommt.


Unser Gehäuse bietet eine Passform für den Radiator, den wir darin mit den mitgelieferten Radiator-Schrauben fixieren. Wir setzen die Wasserkühlung am Top des Gehäuses ein und haben nun die Freiheit den Kühlkörper mit Leichtigkeit auf die CPU zu platzieren. Der Kühlkörper wird nun von der Schutzkappe befreit und präzise auf die vier Schrauben und die CPU platziert und mit den Daumenschrauben verschraubt. Dabei passen wir auf, dass die Kühlmittelschläuche an der unteren Kante ausgerichtet werden, da der Bildschirm später nicht beliebig auf dem Kühlkörper aufgesetzt werden kann. Beim Verschrauben der Daumentasten ist wieder Fingerspitzengefühl aufgrund von Platzproblemen durch die Kühlkörper des Mainboards gefragt.


Der letzte Schritt ist das Aufsetzen des Stage-Displays. Das Display kann nur in eine Richtung eingebaut werden, passt aber perfekt auf den CPU-Kühlkörper. Die Leitungsverlegung des Anschlusses zur Pumpe und zum Display ist zwar etwas unvorteilhaft, da das Kabel vor dem Mainboard verlegt werden muss, aber auch kein Ausschlusskriterium. Nun wird das Display noch an einen freien USB-Header und einen SATA-Anschluss angebracht und die Montage ist vollzogen.
Testsystem
| Testsystem | |
|---|---|
| CPU | Intel Core i9 13900K |
| Mainboard | ASUS TUF GAMING Z790-PRO WIFI |
| Arbeitsspeicher | Crucial DIMM 32 GB DDR5-6000 (2x 16 GB) Dual-Kit |
| Netzteil | Corsair RM1000x |
| Gehäuse | NZXT H9 Elite |
| Gehäuselüfter | 6x NZXT F120 RGB DUO 1x NZXT F120 |
| GPU | NVIDIA GeForce RTX 3080 |
Temperaturen & Lautstärke
Im Praxistest setzen wir dieses Mal auf ein großzügiges System mit viel Platz und ein Gehäuse, das bekanntlich optisch zwar hübsch ist, aber einen eher schwächeren Airflow besitzt, aber durch insgesamt sieben NZXT F120 Gehäuselüfter unterstützt wird. Im System ist der Intel Core i9 13900K in Verbindung mit der NVIDIA GeForce RTX 3080 Founders Edition verbaut, was für eine nicht zu vernachlässigende Abwärme sorgt. Verbaut ist die Hardware auf dem ASUS TUF GAMING Z790-PRO WIFI und wird durch die Crucial DIMM 32 GB DDR5-6000 ergänzt. Es handelt sich also um ein praxisnahes Multifunktionssetup für den Privatgebrauch.
Im Idle messen wir mit etwa zehn offenen Tabs im Browser, einer geöffneten ASUS Armoury Crate, sowie der KANALI Software der Stage 360. Im Gaming nutzen wir Escape from Tarkov, das bekanntlich äußerst CPU hungrig ist, sowie Witcher 3. Als Benchmark-Test nutzen wir den Cinebench 23 und bringen die Kühlung an die Grenzen des Normalgebrauchs. Den Test führen wir mit vier verschiedenen Umdrehungen pro Minute der Lüfter der TRYX STAGE 360 AIO White durch. Die Steuerung der Lüfter erfolgt durch die Software des Mainboards ASUS Armoury Crate. Wir erfassen die Daten mit der Software HWiNFO64. Bei der Datenaufzeichnung registrieren wir eine Raumtemperatur von 22 °C.

Im Idle surfen wir hauptsächlich im Internet, installieren Software und richten diese mit einigen Plugins ein. Zudem nutzen wir Microsoft Excel, hören Musik über gängige Wiedergabeprogramme und erfahren keinen großen Unterschied in der Temperatur in Bezug auf die Variation der Geschwindigkeit der Lüfter. Die Lautstärke der Lüfter ist angenehm leise, bei einem scharfen Gehör ist jedoch leider ein Fiepen der Pumpe leicht hörbar.
Beim Gaming starten wir einige Raids in Escape from Tarkov hauptsächlich auf den Maps Interchange und Woods. Zudem streifen wir durch Dörfer in Witcher 3, erledigen ein paar Hexeraufträge besuchen die Stadt Novigrad und Skellige. Die Belastung auf die CPU hält sich in Grenzen, da die Wasserkühlung eine niedrige Temperatur von unter 60 °C bei ebenfalls angenehmer Lautstärke hält. Das Fiepen der Pumpe bleibt unverändert.
Im Benchmark sorgt Cinebench 23 dafür, dass die CPU an ihr Limit des Normalgebrauchs gebracht wird. Die Lüfter werden hierbei deutlich lauter, aber absolut nicht störend. Wir erreichen bei den niedrigsten Umdrehungen pro Minute 91,32 °C. Mit unserem Build befinden wir uns beim Benchmark punktetechnisch an vorderster Front und behalten dabei mit erhöter Lüftergeschwindigkeit eine sehr gute Temperatur von unter 80 °C. Sobald die Konzentration auf das Fiepen der Pumpe fällt, ist es auch immer zu hören. Nutzt man jedoch Kopfhörer oder ist weniger empfindlich, fällt es nicht auf.
Software und Beleuchtung
Die Software KANALI STAGE kann auf der Homepage momentan nur durch die Änderung der Sprache auf Chinesisch gefunden werden. Die KANALI-Software wird hierbei nur benötigt, um die beiden Displays bzw. die Stage einzurichten. Hierbei können die beiden Displays als ein großer Display, oder als zwei einzelne verwendet werden. Es gibt voreingestellte Animationen und es ist möglich eigene Gifs oder Bilder bis zu einer Größe von 500 MB hochzuladen. Die Animationen werden über die Displays wiedergegeben und am Boden der Stage gespiegelt. Zusätzlich ist es Möglich einige Statuswerte wie Temperatur, Uhrzeit und Last- und Performance-Daten auf den beiden Displays zu verteilen. Diese lassen sich in weiß oder schwarz an drei Verschiedenen Stellen pro Display platzieren. Die Beleuchtung der Lüfter liefert satte und schöne Farben und werden durch die Software des Mainboards gesteuert – in diesem Fall die ASUS Armoury Crate. Folglich zeigen wir euch einige Impressionen.
Fazit
TRYX bringt eine neue Version ihrer innovativen Wasserkühlungen raus – die STAGE 360 AIO. Die Wasserkühlung bietet eine Top Verarbeitung, tolle und satte RGB-Farben und ist in weiß und schwarz erhältlich. Die Lüfter sind besonders leise und ermöglichen eine äußerst starke Kühlleistung. Ein scharfes Gehör nimmt leider ein leises Fiepen durch die Pumpe wahr aber ermöglicht einen besonderen Blickfang mit den zwei individualisierbaren Displays, die am Boden des Kühlkörpers reflektiert werden und einen interessanten 3D-Blick schaffen. Die KANALI-Software ist in der Bedienung simpel gehalten und lässt das Hochladen von eigenen Gifs, Bildern und weiteren Mediendateien zu. Hinzu kommen individualisierbare Statusdaten, die beispielsweise die Temperatur und Leistung auf einen Blick beibehalten. Der Preis von 229,90 Euro könnte hier also als gerechtfertigt angesehen werden.
Pro:
+ Starke Kühlleistung
+ Schönes Design
+ Innovatives STAGE-Display
+ Individualisierung
+ Beleuchtung und Geschwindigkeit über Mainboard steuerbar
+ Simple Software
+ Top Verarbeitung
+ Leise Lüfter
+ Hübsche RGB-Beleuchtung
Kontra:
– Fiepen der Pumpe





























