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Netgear ORBI RBK20 im Test

Funktionsweise

Mesh-Netzwerke

Immer mehr Geräte verfügen heute über eine Möglichkeit, mit einem Netzwerk bzw. mit dem Internet zu kommunizieren. Und dabei sind Computer, Notebooks, Tablets und Smartphones nur der Anfang. Denn gerade Smarthome Geräte zur Steuerung von Heizung, Licht und vielem mehr, benötigen eine stabile Anbindung an das Netzwerk. Daher bieten mittlerweile viele Hersteller die Hardware für ein WLAN Mesh – das Prinzip dahinter ist kein Hexenwerk und auch keine gänzlich neue Erfindung. Es werden dabei mindestens zwei oder mehr Endgeräte miteinander vermascht (Mesh). Um es für den Nutzer so einfach wie möglich zu halten, sollte sich ein solches Netzwerk nahezu selbstständig aufbauen und konfigurieren. Mesh Netze lassen sich sowohl bei verkabelten, als auch bei kabellosen Netzwerken finden.

Ein großer Vorteil eines Mesh-Netzwerks ist, dass faktisch keine zentrale Infrastruktur vorhanden sein muss. Bei bei Mesh-Hardware gibt es ein Gerät welches wie ein Router arbeitet, denn es stellt die Verbindung zum Internet her und bildet den Eintrittspunkt des Netzwerks. In der Folge werden die Daten von Netzknoten zu Netzknoten weitergereicht, bis sie ihren finalen Netzknoten in Form eines Access-Points im Mesh-Netzwerk erreicht haben. Theoretisch kann dadurch auch die Datenlast besser verteilt werden.

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Nehmen wir uns das uns vorliegende Netgear Orbi RBK20 als Beispiel. Dabei handelt es sich um einen einfachen Aufbau aus Router und Satelliten. Der Router dient als Eingang in das Mesh-Netzwerk und der Satellit ist an den Router angeschlossen. Dies kann nun mit weiteren Satelliten immer weiter ausgebaut werden (insofern erforderlich).

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Während die Lösung aus einem Router und einem Satelliten für Wohnungen auf einer Etage meist ausreichen, können bei Haushälften, Häusern oder Maisonette Wohnungen weitere Satelliten erforderlich werden. In unserem Beispiel mit drei Satelliten, etwa den Router im Keller beim Anschluss, ein Satellit im Erdgeschoss, einer im ersten Geschoss und einer für den Garten. Somit wäre dann alles mit WLAN abgedeckt. Allerdings wäre das Routing so wie in der Abbildung nicht optimal. Wenn ein Nutzer an Satellit 3 Daten aus dem Internet abruft, so würden diese erst über Satellit 1 zu Satellit 2 und schließlich zum Satellit 3 geleitet. Fällt dabei nun Satellit 2 oder 1 aus, so ist die Verbindung getrennt und außerdem steigt dadurch die Latenz leicht an.

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In einem Mesh-Netzwerk werden die Satelliten so mit dem Router verbunden, dass sich ein Netz abbildet. Sprich wenn jetzt ein Nutzer über den Satellit 3 Daten aus dem Internet abruft, wird die kürzeste Router über Satellit 1 oder 2 direkt zum Router genommen. Daher wird der Gang über einen Satelliten eingespart. Das senkt die Latenz und erhöht die Ausfallsicherheit. Denn fällt Satellit 1 oder 2 aus, so besteht immer noch eine Route. Außerdem wird Energie gespart, da einer der beiden Satelliten keine Daten weiterleiten muss. Die Wahl der Route obliegt hierbei allerdings der Hardware, daher hat der Nutzer hier nicht die Möglichkeit einzugreifen. Hochpreisige Profi-Hardware (für Geschäftskunden) stellen die Ausnahme dar.

Überblick der Vor- und Nachteile eines Mesh-WLANs
ProKontra
+ Abdeckung– Preis
+ Starke Sende- und Empfangsleistungen– Router und Mesh haben unterschiedliche IP-Bereiche,
was in manchen Konfigurationen zu Problemen führen kann.
+ Hohe Durchsatzgeschwindigkeit
+ Das ganze System braucht nur eine SSID (Netzwerk-Name)
+ Pflege, Überwachung und Konfiguration per App
+ Leichtes Anlegen von Gast-Zugängen
+ Einzelne Geräte lassen sich im WLAN priorisieren