MMORPGs erfreuen sich bereits seit Jahrzehnten einer sehr hohen Beliebtheit unter Spielern. Eine riesige Spielwelt, spannende Quests und unzählige Abenteuer bringen Millionen von Menschen aus der ganzen Welt zusammen. Dabei stellt sich oft eine spannende Frage: Dürfen oder sollten Spieler eigentlich eine VPN-App einsetzen? Schließlich gibt es zahlreiche Vorteile wie höhere Privatsphäre oder mehr Schutz im öffentlichen WLAN. Aber es ranken sich auch viele Mythen rund um das Thema.
So glauben beispielsweise immer noch sehr viele Spieler, dass man technisches Know-how benötigt oder dass ein VPN den eigenen Ping erhöht. Doch viele dieser Mythen sind vor allem auf veraltete Annahmen zurückzuführen, die heute eigentlich gar nicht mehr zutreffen. Dieser Artikel geht auf die gängigsten Mythen zum Thema VPN und MMORPG-Gaming ein.
Mythos #1: VPNs erfordern viel technisches Know-how
Insbesondere unter älteren Spielern ist dieser Mythos nach wie vor weit verbreitet, weil VPN-Apps zu Beginn durchaus kompliziert waren. Es mussten zahlreiche Einstellungen vorgenommen werden und viele Begriffe sowie Technologien wurden einfach nicht erklärt. Wer also keine IT-Expertise hatte, musste oft stundenlang an den Einstellungen schrauben oder im Internet recherchieren. Das wirkte auf viele Menschen abschreckend.
Fakt ist: Moderne VPN-Apps setzen heute auf ein intuitives User-Interface, das praktisch jeder Nutzer auf Anhieb versteht. Meistens ist nach der Installation nur ein einziger Klick erforderlich, um eine VPN-Verbindung aufzubauen. Alle wichtigen Optionen wie zum Beispiel die Wahl des Servers sind dabei sofort ersichtlich. IT-Experten müssen aber auf nichts verzichten und können bei Bedarf weiterhin alle Einstellungen anpassen.
Mythos #2: Ein VPN führt zu höheren Latenzen (Ping)
Wer gerne online spielt, sollte immer auf einen möglichst niedrigen Ping achten. Das ist die Latenz in Millisekunden (ms), wie lange eine Eingabe benötigt, um im Spiel umgesetzt zu werden. Viele Spieler haben in diesem Zusammenhang schlechte Erfahrungen mit (kostenlosen) VPNs gemacht, da sie die Latenz deutlich erhöhen. Im schlimmsten Fall kommen noch starke Schwankungen hinzu – das Spielerlebnis leidet dann doppelt.
Fakt ist: Kostenpflichtige VPN-Dienste verfügen hingegen oft über leistungsstarke Servernetzwerke, was niedrige Latenzen und hohe Übertragungsgeschwindigkeiten garantiert. Es gibt also meistens keine spürbaren Auswirkungen mehr beim Spielen eines MMORPGs. Steht der Spielerserver weit entfernt, beispielsweise in den USA, kann der Einsatz eines VPN den Ping sogar reduzieren. VPN-Anbieter haben nämlich oft das bessere Routing.
Mythos #3: Der Einsatz eines VPN gilt als Cheaten
Cheater sind in fast allen MMORPGs ein gängiges Problem. Sie nutzen spezielle Software oder Schwachstellen im Code, um sich einen Vorteil im Spiel zu verschaffen. Dabei erfolgt auch nicht selten der Einsatz einer VPN-App, da sich dadurch ein möglicher IP-Bann vermeiden lässt. Deswegen hat sich in einigen Spiele-Communitys die Meinung etabliert, dass die bloße Nutzung eines VPN bereits als Cheaten zählt. Das ist jedoch ein typischer Mythos.
Fakt ist: So gut wie kein MMORPG macht Beschränkungen beim Einsatz eines VPN. Einerseits wäre das ohnehin nur schwer umzusetzen, andererseits gibt es viele gute Gründe zur Nutzung einer VPN-App. So lässt sich beispielsweise bei einem schlechten Routing des Internetanbieters der Ping im Spiel reduzieren. Zudem möchten viele Spieler gerne ihre Privatsphäre im Internet erhöhen, was in Deutschland vollkommen legal ist.
Mythos #4: Ein VPN bietet keinen zusätzlichen Schutz
Viele Spieler sehen keinen Grund, sich beim Spielen ihres Lieblings-MMORPGs zusätzlich zu schützen. Grundsätzlich ist das auch gar nicht notwendig, weil alle Informationen über einen Server laufen. Doch es gibt auch Ausnahmen: Externe Seiten und Foren, in denen sich Spieler gerne austauschen und dabei ihre Privatsphäre nicht schützen. So hinterlässt man bei jedem Besuch einer solchen Seite die eigene IP-Adresse, die dann lange gespeichert wird.
Fakt ist: Es gibt heute mehr Gefahren im Internet als jemals zuvor. Guter Schutz ist deswegen auch außerhalb des MMORPGs wichtig. Mit einem VPN sorgt man einerseits für mehr Sicherheit, andererseits wird dabei auch die eigene IP-Adresse maskiert. Wer zudem gerne eine Runde von unterwegs aus spielt und auf öffentliches WLAN angewiesen ist, sollte ohnehin ein VPN einsetzen, um alle Übertragungen zu verschlüsseln.
Mythos #5: Nur „Gaming-VPNs“ eignen sich für MMORPGs
Es gibt mittlerweile eine breite Auswahl an verschiedenen VPN-Lösungen. Einige positionieren sich dabei als VPN zum Streamen, andere möchten hingegen gezielt die Gaming-Community ansprechen. Grundsätzlich gilt jedoch, dass die Unterschiede eher marginal sind, wenn es überhaupt welche gibt. Die Technologie funktioniert nämlich in jedem Fall identisch: Die eigene Internetverbindung wird über einen VPN-Server umgeleitet.
Fakt ist: Ein VPN-Anbieter mit schneller Infrastruktur und modernen Technologien eignet sich genauso gut für MMORPGs wie ein spezielles Gaming-VPN. Ebenfalls wichtig: Einige kostenlose Gaming-VPNs vernachlässigen vielleicht Privatsphäre und Verschlüsselung, weil diese Aspekte nicht im Fokus stehen. Für die meisten Nutzer ist es also besser, auf andere Faktoren wie Seriosität, Infrastruktur und Sicherheit zu achten.




