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Monster Hunter Wilds im Test

BlackgenVon Blackgen28. Februar 2025Updated:13. Juni 2025Keine Kommentare6 Mins Read
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Monster Hunter Wilds im Test

Mit Monter Hunter Wilds erscheint am 28.02.2024 der sechste Hauptteil der beliebten Franchise aus dem Hause Capcom. Im neuen Spiel erkunden wir einen neuen Kontinent und jagen neue Monster. Dabei bleibt sich das Spiel im Kern treu und baut auf den etablierten Konzepten von Monster Hunter World und Monster Hunter Rise auf. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Jagd auf riesige Monster, wobei sich jede Begegnung als herausfordernder Bosskampf entpuppt und jedes Monster seine eigenen Kampftechniken beherrscht.
Wir konnten uns bereits vorab ein Bild vom Spiel machen und wollen euch unsere Eindrücke nicht vorenthalten.

  • Gameplay: Vertraut und doch anders
  • Eine offene und zusammenhängende Welt
  • Leistung
  • Fazit

Gameplay: Vertraut und doch anders

Monster Hunter Wilds schafft es, schnell ein vertrautes Spielgefühl zu vermitteln. So finden wir alle 14 Waffentypen aus Monster Hunter World auch in Wilds wieder, die Waffenfertigkeiten sind im Kern gleich geblieben, wurden aber hier und da etwas verbessert. Zum Beispiel können einige Angriffe während der Aktion unterbrochen werden, damit sie nicht ins Leere laufen. Es sind viele kleine Änderungen, die das Kampfgeschehen in Monster Hunter Wilds flüssiger machen, sei es, dass man sich nun bewegen kann, während man einen Heiltrank zu sich nimmt, oder die Hakenschleuder, mit der man Gegenstände in der Umgebung im Kampf zu Hilfe nehmen kann.
Frischen Wind bringen auch die Wunden und die damit verbundenen Fokusattacken, mit denen wir spontan Schwachstellen des Gegners vernichtend angreifen können. Sofern wir nicht in einer Gruppe mit anderen Jägern unterwegs sind, ist unser Palico unser ständiger Begleiter. Die Fellnase kann Monstern im Kampf zwar nicht viel Schaden zufügen, unterstützt uns aber mit Heilgegenständen und baut auch selbstständig Fallen oder sammelt Ressourcen für uns.
All diese Veränderungen haben bei uns in den ersten Stunden den Eindruck erweckt, dass der Schwierigkeitsgrad von Monster Hunter Wilds deutlich niedriger ist als bei den Vorgängern. Dieser Eindruck verflüchtigte sich jedoch bei späteren Begegnungen sehr schnell. Die Änderungen machen einige Kämpfe zwar leichter, aber das liegt eher daran, dass es weniger Momente gibt, in denen wir unser großes Schwert ins Leere schwingen. Wir sind gespannt, wie sich der Schwierigkeitsgrad noch entwickeln wird, auch ein angeteaserter High-Rank-Modus dürfte noch herausfordernder werden.

Besonders gut hat uns auch das neue Reittier Saikrii gefallen, das gleich zu Beginn der Kampagne zur Verfügung steht. Es kann jederzeit herbeigerufen werden, ermöglicht schnelle Reisen durch die weitläufigen Jagdgebiete und eröffnet neue Möglichkeiten der Erkundung und Strategie. Mit seiner Fähigkeit zu klettern und spezielle Wege zu nutzen, ist er ein äußerst nützlicher Begleiter. Wechselt ein Monster das Kampfgebiet, kann unser Saikrii ihm automatisch folgen, sodass wir Zeit haben, unsere Waffen zu schärfen, Tränke zu nehmen oder mit dem Greifhaken Gegenstände aus der Umgebung aufzusammeln. Auch im Kampf ist er von großem Nutzen, da er ein zweites Waffenset mit sich führt. So ist es erstmals möglich, außerhalb eines Lagers die Waffe zu wechseln.

Eine offene und zusammenhängende Welt

Eine weitere Neuerung ist die offene und zusammenhängende Welt. Während es in anderen Teilen noch einen zentralen Hub gab, gibt es in Monster Hunter Wilds in jedem Areal eigene Dörfer und Lager, in denen wir die Schmiede oder den Questschalter finden. Außerdem haben wir die Möglichkeit, an geeigneten Stellen eigene Lager zu errichten und zu gestalten, die aber in den offenen Arealen keineswegs sicher sind und gegen angreifende Monster verteidigt werden müssen. Der Wechsel zwischen den schicken und abwechslungsreichen Arealen erfolgt ohne Ladebildschirm oder Zwischensequenz. Wie in Monster Hunter World findet man in den Arealen umherstreifende Monster, die sich auch gegenseitig angreifen können.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Junge namens Nata, der vor einem unbekannten Monster aus dem verbotenen Land geflohen ist. Mit ihm und einer Truppe machen wir uns auf die Suche nach seinem Volk und dem Monster. Die Geschichte von Monster Hunter Wilds wird in vielen gut gemachten Zwischensequenzen erzählt, in denen wir immer wieder mit wechselnden Trupps unterwegs sind. Neue und alte Monster sind nahtlos in die Geschichte integriert und haben ihre eigenen Zwischensequenzen. Die Nebenquests sind diesmal komplett optional, wer möchte, kann sie auch ganz weglassen und sich der Kampagne in einem Rutsch widmen. Insgesamt hat uns die Story sehr gut gefallen, vor allem wegen der Inszenierung und der nahtlosen Integration von Story und Monsterkampf.

Leistung

Das Spiel sieht größtenteils wirklich fantastisch aus, von den Monsterdesigns über die interessanten und detailreichen Umgebungen bis hin zu den vielen Rüstungs- und Waffendesigns. Allerdings gibt es auch Leistungseinbußen, zumindest unsere frühe Version hatte noch viele Situationen, in denen Texturen erst nach einer Ewigkeit nachgeladen wurden. Das Spiel bietet viele Einstellungsmöglichkeiten für die Grafik und spezielle Einstellungen, die bei Farbsehschwäche oder Anfälligkeit für Motion Sickness helfen. Gerade letztere schätze ich persönlich sehr und kann bestätigen, dass sie mir wirklich sehr geholfen haben.
Diese hohe Performance stellt auch hohe Anforderungen an die Hardware. Wir haben das Spiel auf verschiedenen Testsystemen ausprobiert und möchten hier kurz unsere Einschätzung wiedergeben:

 Auf der ROG Ally X läuft das Spiel mit niedrigen Grafikeinstellungen und 900p leider nur mit 20 bis 30 FPS. Besonders die ersten Zwischensequenzen haben die Framerate noch einmal deutlich nach unten gedrückt. Außerhalb der Zwischensequenzen war das Spiel aber immer gut spielbar. Im Durchschnitt haben wir das Spiel auf der ROG Ally X mit 26 FPS erlebt. Mit Fluid-Motion-Frames oder einer sparsameren Einstellung des FSR3-Skalierungsfaktors lässt sich die Bildwiederholrate weiter steigern, was allerdings zu Lasten der Bildqualität geht.

Auch unter Linux lief Monster Hunter Wilds gut. Auf dem Tuxedo Sirius 16 Gen 1 erreichten wir bei hohen Grafikeinstellungen und 1080p durchgehend eine gut spielbare Framerate. Im Durchschnitt lag diese bei 55 FPS, 1% Lows drückten diese allerdings auf 21 FPS, was dank FreeSync nicht weiter auffiel. Auch unter Linux lief das Spiel fast ohne Einschränkungen, nur in einem Fall kam es bei einer fehlgeschlagenen Quest zu einem kompletten Spielabsturz, allerdings gab es bei der von uns getesteten frühen Version auch unter Windows den einen oder anderen Fehler.

Fazit

Monster Hunter Wilds ist ein Spiel, das sowohl für Neulinge als auch für Veteranen der Franchise geeignet ist. Es setzt auf Altbewährtes und poliert das bekannte Kampfsystem auf. Das Spiel hat grafisch und spielerisch einiges zu bieten und setzt die Geschichte und ihre Monster gekonnt in Szene. Fans der haben das Spiel sicher schon auf dem Schirm, aber auch Neulingen können wir diesen Teil als Einstieg in die Franchise wärmstens empfehlen.

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