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Plextor M.2 M8Se 512 GB im Test

Heute im Test: Die Plextor M8Se M.2 mit 512GB Speicherkapazität. Sie stellt eine weitere Mini-SSD im M.2 Formfaktor dar und ist besonders für Ultrabooks und schlanke Notebooks mit wenig Platzangebot und natürlich auch für aktuelle Mainboards mit vorhandem M.2-Slot geeignet.

Die M8Se erreicht laut Hersteller eine sequentielle Lesegeschwindigkeit von bis zu 2450MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 1000 MB/s bei allen Datentypen.

In unserem Test wollen wir die handliche M.2 SSD genauer unter die Lupe nehmen und gegen zwei weitere 2,5“ SSD-Festplatten mit unterschiedlichen Chipsätzen antreten lassen. Wir verwenden in unserem Test einen aktuellen Gaming-PC auf Skylake-X Basis.

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An dieser Stelle gilt unser besonderer Dank Plextor für die Bereitstellung des Testsamples und dem uns damit entgegengebrachten Vertrauen. Wir freuen uns auf eine weiterhin enge Zusammenarbeit.

Verpackung / Lieferumfang / technische Daten

Der Lieferumfang der Plextor M8Se M.2 SSD ist knapp aber dennoch vollständig. Das Modul steckte lediglich in einer durchsichtigen Kunstoffschachtel. Eine Weitere Beigabe ist die Befestigungsschraube für das Modul und befindet sich im inneren des Plastikhalters.

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Laut Herstellerseite verspricht Plextor eine durchschnittliche Lebenserwartung von 400 TB; 1,5 Mio. h (MTBF) und eine Herstellergarantie von 3 Jahren.

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Technische Daten

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Features

Die M8Se wird durch die neueste Generation einer NVMe PCIe Gen 3×4 Super-Hochgeschwindigkeitsübertragungsschnittstelle angetrieben, die nicht nur eine hohe Bandbreite und niedrige Latenz liefert, sondern sequentielle Lese-/Schreibzugangsgeschwindigkeiten* von 2.450/1.000 MB/s und zufällige Lese-/Schreib-Geschwindigkeiten von 210.000/175.000 IOPS erlaubt.

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Die Plextor M.2 SSD ist unter anderem mit dem TLC NAND-Flash-Controller-Chip, die LDPC-Fehlerkorrekturtechnologie und der exklusiven PlexNitro Schreibbeschleunigungstechnologie ausgestattet.

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Verfügbare Speicherkapazitäten sind z.B. 128GB, 256GB, 512GB und 1TB. Eine integrierte 256-Bit AES Verschlüsselung, wie bei der MX300 beispielsweise und anderen SSDs in dieser Preisklasse, gibt es bei der Plextor M8Se nicht.

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Testkonfiguration

Wir haben die SSDs mit einem frischen Windows 10 Betriebssystem bespielt und die neueste Firmware sowie entsprechende SSD-Software installiert, anschließend jeweils drei Testdurchläufe mit jedem Benchmark absolviert und einen Durchschnittswert errechnet.

Unser Intel- System für die nachfolgenden Tests sah wie folgt aus:

Prozessor: Intel Core i7- 7900X
Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 1070, 8GB GDDR5
Arbeitsspeicher: 64GB DDR4
SSDs: Plextor M8Se 512GB
SSDs: Crucial BX300 480GB
Betriebssystem: Windows 10 PRO 64Bit

Folgende Werte konnten wir mit den verschiedenen Benchmarks erreichen. Unser erster Test ist der bewährte CrystalDiskMark 5 in der 64bit-Version. Wir testen die SSD moderat befüllt (25%), um ein möglichst alltagstaugliches Ergebnis zu erzielen.

Benchmarks

CrystalDiskMark
Die Software testet die Lese- und Schreibgeschwindigkeit der Festplatten mit drei Testverfahren. Um auf ein aussagekräftiges Ergebnis zu kommen, schreibt und liest CrystalDisk in der Größe variierbare Datenblöcke von vier und 512 Kilobyte Einheiten.

*Die Leistung kann je nach SSD-Kapazität, Host-Hardware und Software, Betriebssystem und anderen Systemvariablen variieren.

Crucial BX300

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Plextor M8Se

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Hier erreicht die Plextor M8Se 512GB M.2 SSD sequentielle Lesewerte von 2405 MB/s und Schreibwerte von 973 MB/s.

ATTO
Im zweiten Test verwenden wir ATTO v3.05, ein Benchmark-Tool, um die Schreib/Lese-Geschwindigkeiten zu messen. Es lassen sich mit diesem Freeware Tool genaue Einstellungen zu verschiedenen Parametern vornehmen. Die gemessenen Ergebnisse werden anschließend überschaubar in einem Balkendiagramm dargestellt.

Crucial BX300

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Auf dem Intel System arbeitet die SSD Festplatte rasant schnell.

Plextor M8Se

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Die ATTO Benchmarkwerte werden bei einem kleinen Transfer von 32KB und einem großen Transfer von 8192KB verglichen. Das Programm selbst beinhaltet bereits einen Vergleich der Balkendiagramme zu einigen SSDs und Festplatten, wobei sich unsere im Test befindliche Plextor M.2 im unteren Bereich einordnet.

AS SSD

Als nächstes testen wir die portable SSD mit dem beliebten und bewährten „AS SSD-“ Benchmark, um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Crucial BX300

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Plextor M8Se

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Der Unterschied zwischen den beiden SSDs ist enorm da die Plextor M8Se sich wiederholt an der Spitze ansiedelt. Auch unter CrystalDiskMark-Benchmark bewegt sich die M8Se an der Pole-Position.

Was die Software angeht, ist die von Plextor sehr übersichtlich und auch einfach zu bedienen. Das frisch installierte Windows 10 bootet innerhalb von wenigen Sekunden und läuft außerdem sehr flüssig.

Fazit

Nach unserem Test erhält die SSD Plextor M8Se 512GB eine insgesamt gute Bewertung. Die SSD mit fast 2GBytes/s kann sehr wohl im Testlabor überzeugen. Eine unterdurchschnittliche Wertung zeigt die M8Se in Sachen Schreib-Performance. Hier fallen die Leistungswerte entsprechend schwach aus. Bereits während relativ kurzen Schreibvorgängen sinkt die Schreibrate auf SATA-SSD-Niveau.

Wie so oft, spielt natürlich auch der derzeitige Preis eine große Rolle und entscheidet oftmals über Erfolg und Misserfolg. Da wir bei dem Testmuster zudem noch bei anderen Features wie beispielsweise (fehlende AES Verschlüsselung) Abstriche machen müssen, können wir die Plextor M8Se zumindest bei dem derzeitig angesetzten Preis nicht empfehlen und würden andere NVMe SSDs klar bevorzugen.

PRO
+ Schnelle Lesetransferraten von fast 2GBytes/s
+ Leicht zu bedienende Software

KONTRA
– Enttäuschendes Schreibverhalten
– Trotz TLC-Speicher viel zu teuer

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Punkte: 8,0/10

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