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Raspberry Pi 4 Desktop Kit im Test

DoggielinoVon Doggielino5. September 2019Updated:14. Dezember 20238 Kommentare7 Mins Read
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  • Einleitung
  • Verpackung, Inhalt, Daten
  • Details
  • Praxis
  • Fazit

Kürzlich veröffentlichte die Raspberry Pi Foundation eine neue Version ihres Ein-Platinen-PCs mit zahlreichen Verbesserungen gegenüber den Vorgängern. Dank schnellerem Prozessor, leistungsfähigeren Schnittstellen und RAM bis wahlweise 4GB werden nun auch ambitioniertere Projekte möglich. Wir nehmen für Euch heute mal das Raspberry Pi 4 Desktop Kit unter die Lupe, welches bereits alles nötige für den Einstieg enthält.


 


Wir bedanken uns bei der Raspberry Pi Foundation für die freundliche Bereitstellung des Testsamples und die gute Zusammenarbeit.



Verpackung, Inhalt, Daten

Verpackung

 

Die auffällig rote Verpackung hat auf der Oberseite eine schematische Darstellung des Mini-Computers, sowie des Zubehörs. Wer genau wissen will, was sich in der Box befindet, bekommt diese Information auf der Vorderseite.




Beim Öffnen des Deckels fällt der Blick gleich auf den mittig liegenden Pi 4. Das mitgeliferte Zubehör, wie z.B. die Maus, oder das Netzteil, wird in der jeweils originalen Verkaufsverpackung geliefert. Unter dem Einsatz befindet sich der restliche Lieferumfang.


Lieferumfang



Wie bereits erwähnt, befindet sich in dem Desktop Kit alles nötige für den Einstieg:

  • Raspberry Pi 4 (4 GB-Version)
  • Tastatur, weiß
  • Maus, weiß
  • Netzteil, weiß
  • 2 x Micro-HDMI zu HDMI Kabel
  • Micro-SD Speicherkarte mit vorinstalliertem NOOBS inkl. Adapter (hier nicht auf dem Bild)
  • Gummifüße zum Aufkleben
  • Buch: Raspberry Pi 4 Beginners Guide (in Englisch)

Gegenüber dem Einzelkauf der Komponenten ergibt sich hier eine Ersparnis von 5-10€, je nachdem in welchem Shop eingekauft wird. Wer das englische Buch nicht benötigt, kommt beim Einzelkauf preislich günstiger weg.


Technische Daten

Technische Daten – Raspberry Pi 4  
Größe mit Gehäuse (B x H x T) 95,7 x 28,6 x 70,0 mm
Gewicht mit Gehäuse 94 g
CPU Broadcom BCM2711
Quadcore Cortex-A72 (ARM v8) – 1,5 GHz
RAM 1 / 2 / 4 GB
Anschlüsse Gigabit Ethernet
2 x USB 2.0, 2 x USB 3.0
2 x Micro-HDMI
WLAN 2,4 GHz / 5 GHz – IEEE 802.11ac
Bluetooth 5.0
Raspberry Pi Standard 40 Pin GPIO header (rückwärtskompatibel)
2-lane MIPI DSI Display-Port
2-lane MIPI CSI Kamera-Port
4-poliger Klinkenstecker für Audio / Composite Video
USB-C (Stromversorgung)
Micro-SD Slot



Details

Platine & Gehäuse

 

 

Das kleine, passgenaue Gehäuse ist aus stabilem Kunststoff und wird durch Zusammendrücken und Ziehen an den mit den Pfeilen markierten Stellen geöffnet. Auf der Oberseite ist das Raspberry-Logo eingraviert. Die Rückseite ist mit den 4 USB-Anschlüssen und dem Gigabit-Ethernet Port dicht bepackt. An der Seite finden wir einen USB-C-Anschluss für die Stromversorgung, 2 Micro-HDMI-Ports, mit denen auch 4K-Monitore befeuert werden können und den Klinkenstecker für Audio & Composite-Video. Vorne finden wir den Micro-SD Slot, sowie eine Status-LED.


 

Der Micro-SD Slot hat im Gehäuse eine großzügige Aussparung. Die eingelegte Karte ragt vorne ein Stück heraus, sodass sie jederzeit leicht entnommen werden kann. Auf der Unterseite werden die vier Gummifüße aufgeklebt, wodurch das Gerät auf dem Tisch nicht mehr so leicht verrutschen kann.


 

Nach dem Öffnen des Gehäuses können wir erkennen, das die internen Anschlüsse für Display und Kamera unverändert sind. Auch die 40-polige Pin-Leiste ist identisch. Das bedeutet, dass bereits für ältere Modelle angeschafftes Zubehör weiterhin genutzt werden kann. Zu beachten ist dabei jedoch, dass es im mitgelieferten Gehäuse keine Kabeldurchführungen gibt. Es ist möglich, das Raspberry Pi 4 über den Ethernet-Port mit Strom zu versorgen, hierzu ist jedoch eine Erweiterungsplatine nötig, welche auf den PoE-Header gesteckt wird.


Eingabe-Peripherie

 

 

Die offizielle Raspberry Tastatur in weiß ist optisch auf das Gehäuse abgestimmt und besteht vollständig aus Kunststoff, ist aber insgesamt gut verarbeitet. Zwei kleine Gummifüße an der Unterseite verhindern ein Verrutschen aufgrund des geringen Gewichts der Tastatur nicht vollständig.
Durch die reduzierte Anzahl der Tasten, kommen wir hier auf sehr geringe Abmessungen. Zusammen mit dem abnehmbaren USB-Kabel wird dieses Keyboard dadurch sehr transportabel bzw. einfach verstaubar. Die Rubberdome-Tasten im Chiclet-Design eignen sich gut zum Tippen im kleineren Umfang. Wer größere Projekte programmieren will, sollte ggf. zu einer vollwertigen Tastatur greifen. Pfiffig ist der integrierte USB-Hub, der noch einmal drei USB-Anschlüsse zur Verfügung stellt.


 

Auch die offizielle Raspberry Maus ist farblich auf das Gehäuse abgestimmt. Zwei großzügige Gleitpads sorgen für leichtes Verschieben. Sowohl das Scrollrad, als auch die beiden Haupttasten lassen sich leicht und sicher bedienen. Zum Zocken würden wir diese Maus nicht empfehlen, für die Bedienung des Raspberry Pi 4 ist sie aber durchaus gut geeignet.


Weiteres Zubehör



Das offizielle Netzteil liefert bis zu 15 Watt (5 Volt, 3 Ampere) und ist somit die optimale Stromversorgung für den Raspberry Pi 4. Zwar können auch andere Netzteile mit USB-C genutzt werden, hier könnte es aber evtl. Kompatibilitäts-Probleme geben.



Die mitgelieferte micro-SD Karte der Klasse 1 hat eine Kapazität von 16 GB und kommt mit einem passenden Adapter mit Raspberry-Logo. Auf dieser Karte ist NOOBS (New Out Of the Box Software) bereits vorinstalliert, sodass der Raspberry Pi 4 sofort in Betrieb genommen werden kann.


Beginners Guide



Der Beginners Guide ist eine umfassende, gut bebilderte Anleitung für die Einrichtung und Nutzung des Raspberry Pi 4. Dieses Buch ist in englischer Sprache verfasst. Wer des Englischen mächtig ist, schafft mit diesem Buch den Einstieg in die Raspberry-Welt mit Leichtigkeit und kann sich ggf. auch noch Anregungen zu Verwendungsmöglichkeiten holen. Neben der Einrichtung und der Nutzung des Standard-Betriebssystems (Raspbian) werden hier auch die Programmierung mit Scratch und Phyton, sowie die Nutzung von zusätzlicher Hardware, wie Sensoren, LEDs oder der Kamera erklärt.


Praxis

Raspbian



Die Inbetriebnahme gelingt uns auf Anhieb und mit Leichtigkeit. Nach dem Anschluss aller Kabel, startet die vorinstallierte Software (NOOBS) von der micro-SD Karte. Nachdem wir einen kurzen Einrichtungs-Assistenten abgearbeitet haben, können wir den Raspberry Pi 4 auch schon nutzen. Der Desktop ist schlicht und aufgeräumt, sodass man sich sofort zurechtfindet.

Wer gleich kreativ werden will, findet einige IDEs, beispielsweise die BlueJ Java IDE, Scratch, Scratch 2 und die Thonny Pyton IDE vorinstalliert. Dank der 40 Pins, die programmatisch angesteuert werden können, lassen sich mit dem Raspberry Pi 4, entsprechendes Zubehör vorausgesetzt, allerlei intelligente Gerätschaften realisieren. Von Mars-Rover Nachbauten, über Roboter-Katzen, Wetter-Stationen und sogar minimalistischen Smartphones ist alles Erdenkliche möglich.

Auch das LibreOffice-Paket ist bereits eingerichtet. Zum Browsen ist Chromium, für E-Mails ist Claws Mails vorhanden. Videos können mit VLC wiedergegeben, und neben einem Bildbetrachter ist mit Minecraft Pi sogar ein Spiel verfügbar. Tools, wie z.B. ein Taschenrechner oder PDF-Viewer runden das ganze ab. Die Leistung ist für die geringe Größe und den kleinen Preis schon beachtlich. Einfache Office-Aufgaben, sowie das Surfen im Web sind problemlos möglich, wir empfehlen für den Betrieb als PC-Ersatz aber auf jeden Fall die 4 GB-Version.

Einziger Kritikpunkt ist die relativ hohe Wärme-Entwicklung. Die Platine, bzw. CPU wird nach einer Weile schon recht heiß, sodass je nach Anwendung ggf. das Nachrüsten einer Kühlung sinnvoll sein kann.


Andere Anwendungen

Während mit Raspbian und den vielen Anschlüssen schon endlose Möglichkeiten für Bastelprojekte offenstehen, öffnen sich mit alternativen Betriebssystemen weitere Anwendungsbereiche. So macht LibreELEC den Raspberry Pi 4 zu einem auf KODI basierenden Streaming-Server, der dank integriertem Hardware Decoder für H.265 auch 4K-Material ruckelfrei abspielen kann. KANO OS ist ein für Kinder entwickeltes Betriebssystem, welches 6-14-jährigen den Zugang in die Welt der Computer erleichtern will. Mit OctoPi wird der Mini-Computer zum komfortablen, webbasierten Server für 3D-Drucker. Dank USB 3.0 und des vollwertigen Gigabit Netzwerk-Anschlusses ist sogar der Einsatz als kleines NAS denkbar. Nahezu jede Linux-Distribution ist auch für den Raspberry Pi verfügbar.

Ebenfalls wird eine riesige Menge an Zubehör angeboten. Die riesige Community hilft bei Problemen, und liefert Impulse für stetige Weiterentwicklungen.


Fazit

Klein, günstig und voller Möglichkeiten. Der Raspberry Pi 4 ist dank gesteigerter Leistung, insbesondere auch an den Schnittstellen und der größeren RAM-Optionen noch vielseitiger geworden. Dank Abwärtskompatibilität kann bereits vorhandenes Zubehör weiter genutzt werden. Während die kleinste Version des Mini-Computers bereits ab 36,99€ erhältlich ist, beinhaltet das Desktop-Kit für 126,49€ alles, was für den Einstieg erforderlich ist.

Pro:
+ Alles für den Einstieg notwendige in einem Set
+ Gute Performance und zahlreiche Schnittstellen, daher:
+ Unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten

Kontra:
– Hohe Wärmeentwicklung
– Guter Beginners Guide, jedoch nur in Englisch



Wertung: 8.9/10

Herstellerseite
Software
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clove31
clove31
6 Jahre zuvor

toller test

0
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Asus Freak
Asus Freak
6 Jahre zuvor

was verbraucht denn das System?

0
Antworten
Asus Freak
Asus Freak
6 Jahre zuvor

geht auch windows 10 da drauf?

0
Antworten
Scarecrow1976
Scarecrow1976
6 Jahre zuvor

Klasse Test. Eine echt gute Alternative.

0
Antworten
clove31
clove31
6 Jahre zuvor

gibt es jetzt auch schon mit einem atom

[URL]https://hothardware.com/news/rock-pi-x-raspberry-pi-intel-atom-x5-39[/URL]

0
Antworten
Doggielino
Autor
Doggielino
6 Jahre zuvor

Ich war ne Weile im Ausland, daher erst jetzt Anworten!

Zum Verbrauch: Haben wir nicht explizit gemessen, aber das Netzteil liefert maximal 15 Watt. Dabei ist es natürlich für den Vollast-Betrieb, inkl. USB-Peripehrie ausgelegt. Ich möchte jedoch an dieser Stelle anmerken, das eine USB-Festplatte, die über keine zusätzliche Stromversorgung verfügt, dann möglicherweise nicht genug Saft bekommt.

Zu Windows 10: Es gibt Berichte darüber, das Windows 10 für ARM erfolgreich auf dem Raspi installiert wurde. Die Frage ist, ob man das wirklich will, denn die Performance dürfte nicht wirklich gut sein, was z.b. auch von der verwendeten Speicherkarte abhängt. Will man mit dem Microsoft-Universum kommunizieren (z.B. Azure), dürfte Windows 10 IoT eine bessere Alternative sein, jedoch erfordert das auch etwas gebastel, um so mehr, wenn man auch die Raspberry Schnittstellen nutzen will. Für alles andere gibt es zum Teil hochspezialisierte Betriebssysteme, die ihre Aufgabe wesentlich performanter erledigen, als Windows 10 auf dem Pi das jemals könnte.

0
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clove31
clove31
6 Jahre zuvor

danke für die info

0
Antworten
Asus Freak
Asus Freak
6 Jahre zuvor

okay danke

0
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