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Biostar B650MP-E Pro Mainboard im Test: Der Schlüssel zum günstigen AM5-Einstieg

SokratesVon Sokrates23. November 2023Updated:23. November 20234 Kommentare10 Mins Read
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Biostar bringt mit dem B650MP-E Pro ein neues Mainboard auf den Markt, das perfekt für den Einstieg in die Welt der neuen AMD Ryzen 7 CPUs geeignet ist. Mit DDR5 Unterstützung für über 6000 MHz mit aktiviertem OC sowie AMD EXPO, PCIe 4.0 für zwei M.2 SSDs samt Grafikkarte und vielen weiteren Kleinigkeiten will das Board überzeugen. Was es sonst noch zu entdecken gibt und wie sich das Mainboard mit einer Ryzen 7 X3D CPU schlägt, erfahrt ihr im Test.

 

  • Verpackung, Inhalt, Daten
    • Verpackung
    • Inhalt
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    • DDR5
    • PCIe, M.2 & Wi-Fi Slot
    • Anschlüsse I/O-Shield
    • Interne Anschlüsse
  • Praxis
    • Testsystem und Einbau
    • Benchmarks
      • Cinebench R23
      • AIDA64 Cache & Memory Benchmark
      • 3DMark – Fire Strike & Time Spy
    • Temperaturen
  • Fazit

Verpackung, Inhalt, Daten

Verpackung



Das Biostar B650MP-E Pro wird in einer schwarzen Verpackung mit grauer Grafik geliefert. Auf der Vorderseite ist außer der Marke und der Bezeichnung des Chipsatzes nicht viel zu erkennen. Auch die Rückseite hält sich mit Informationen zurück. Erwähnt werden vier Features wie PCIe 4.0 oder DDR5 Unterstützung. Alle Informationen auf der Verpackung sind in englischer Sprache.

 

Inhalt



Sicher verpackt in einer Mischung aus Schaumstoff, Karton und antistatischer Folie liegt das Mainboard. Direkt unter dem Mainboard befinden sich:

  • Schnellstartanleitung
  • Anleitung für den Einbau eines Wi-Fi Moduls
  • Halterung für ein Wi-Fi Modul inkl. Antennen Kabel
  • 2x SATA Kabel
  • I/O Blende
  • Treiber DVD

 

Daten

Technische Daten – Biostar B650MP-E Pro
Format Micro ATX
CPU-Sockel AM5
CPU-Support AMD Ryzen 7000 inklusive 7000X3D Serie
Chipsatz AMD B650
Arbeitsspeicher 4x DDR5 – non ECC, unbuffered
6000+(OC)/ 5600(OC)/5400(OC)/5200/4800 MHz
Memory Channel Dual
Max Memory (GB) 192
PCI-E Anschlüsse 1x PCIe 4.0 x16
3x PCIe 4.0 x1
1x M.2 (E Key) für Wi-Fi & Bluetooth Modul
SATA III Anschlüsse 4x 6G
M.2 Slots 1x PCIe 4.0 x4, unterstützt 2280/2260/2242
1x PCIe 4.0 x4, unterstützt 2280
Raid Support RAID 0, 1 und 10 SATA
LAN Realtek® RTL8125B 2.5Gbps LAN
WLAN Vorbereitet für Wi-Fi 6 & 6E
Nicht inkludiert
Bluetooth Vorbereitet
Nicht inkludiert
USB-Ports (I/O Shield) 1x USB 3.2 Gen 2 (1x USB-Typ-C)
1x USB 3.2 Gen 2 (1x USB-Typ-A)
4x USB 3.2 Gen 1 (4x USB-Typ-A)
2x USB 2.0 (2x USB-Typ-A)
USB-Ports (Pin-Header – intern) 2x USB 2.0 Header für jeweils 2 USB 2.0 Ports
1x USB 3.2 Gen 1 für jeweils 2 USB 3.2 Gen 1 Ports
1x USB 3.2 Gen 2 Typ-C
Audio-Chip
Audio-Anschlüsse
Realtek ALC897 – 7.1-Kanäle High Definition Audio, Hi-Fi
3x analog
DisplayPort 1x – Version 1.2
HDMI 1x – Version 1.4
Lüfter 1x CPU Fan
1x Pump Fan
1x System Fan
RGB 1x LED Connector 12v
2x LED Connector 5v
Stromversorgung 1x 24-pin Main Power
1x 8-pin +12V CPU Power
Weitere interne Anschlüsse 1x TPM-pin Header
1x Front Panel Header
1x Front Audio Header
1x Internal Stereo Speaker Header
1x Clear CMOS Header
1x COM Port Header
Weitere Features 4x Debug LED
1x Easy BIOS Update
UVP 135,99 €

 

Details



Betrachtet man das Gesamtbild des Biostar B650MP-E Pro, so fällt schnell auf, dass wir uns im Low-Budget Bereich mit Fokus auf Preis/Leistung befinden. Insgesamt zieren zwei Kühlkörper das Mainboard, wobei der des Chipsatzes den Biostar Schriftzug trägt. Als praktisch erweisen sich die, um 90° gedrehten, SATA-Anschlüsse, welche die einzigen gedrehten bzw. versteckten Anschlüsse am Biostar B650MP-E Pro sind. Etwas, was dem Nutzer an dem Board nicht auffallen wird, sind die verschiedenen Schutzmechanismen. ESD-Schutz gegen elektrostatische Entladungen, Überspannungsschutz für das gesamte System und diverse elektronische Komponenten zur Erhöhung der Lebensdauer, wie spezielle Induktoren.




Wie bereits erwähnt, besitzt das Mainboard insgesamt zwei Kühlkörper aus unlackiertem Aluminium. Ein Kühlkörper bestückt den Chipsatz, welcher mit einer Wärmeleitpaste für eine optimale Wärmeableitung sorgt. Ein weiterer Kühlkörper, der mit einem Wärmeleitpad arbeitet, befindet sich auf einem Teil der MOSFETs. Die Spulen der VRMs hingegen werden nicht weiter gekühlt und liegen frei.




Ein sehr nützliches Feature, das nicht auf jedem Mainboard zu finden ist, haben wir auf dem Biostar B650MP-E Pro gefunden. Neben dem 24-poligen ATX-Stecker befinden sich vier kleine LEDs. Bei einem normalen Bootvorgang leuchten alle einmal kurz auf, im Fehlerfall nicht. Je nachdem welche Komponente defekt ist, in diesem Fall DRAM, CPU, VGA oder BOOT, leuchtet die entsprechende LED dauerhaft, bis ein normaler Bootvorgang wieder möglich ist. Das Ganze ist sehr hilfreich, vor allem für Leute, die selbst Dinge an ihrem PC austauschen oder neu einbauen.

 

Chipsatz



Da wir keine passende Wärmeleitpaste zur Hand haben, haben wir die Reste auf dem Chipsatz belassen. Trotzdem kann man hier noch erkennen, dass es sich um den AMD B650 handelt. Insgesamt stehen dem Board also allein durch den Chip x16 PCIe 4.0 für die Grafikkarte und x4 PCIe 4.0 für NVMe zur Verfügung. Weitere 16 PCIe 4.0 Lanes stehen zur Verfügung, die hier unter anderem für einen weiteren x4 PCIe NVMe Slot sowie drei weitere PCIe x1 Slots für andere Module genutzt werden. Auch die Übertaktung der CPU und des Arbeitsspeichers ist mit dem B650 Chipsatz möglich.

 

DDR5



Das Mainboard unterstützt den neuen Speicherstandard DDR5 mit einer Geschwindigkeit von über 6000 MHz. Dennoch sollte vor dem Kauf eines Kits immer ein Blick auf das Datenblatt geworfen werden. Biostar führt eine eigene Liste, aus der man schnell erkennen kann, welcher Arbeitsspeicher unterstützt wird. Dabei ist zu beachten, dass dort nicht alle Arbeitsspeicher aufgeführt sind, sondern die Auflistung als Richtlinie dient. Grundsätzlich unterstützt das Board AMD EXPO und lässt Übertaktung zu. Insgesamt können bis zu 192 GB Arbeitsspeicher verbaut werden.

 

PCIe, M.2 & Wi-Fi Slot



Insgesamt stehen vier PCIe-Steckplätze zur Verfügung. Der oberste Steckplatz ist wie die beiden unteren ein x1 PCIe 4.0 Anschluss. Hier können kleinere Module wie z.B. ein SATA-Controller installiert werden. Der zweite und damit längste Slot auf dem Board ist ebenfalls PCIe 4.0 Standard und für die Grafikkarte vorgesehen. Ein kleiner PCIe-Steckplatz unterhalb der analogen Audio-Anschlüsse am I/O Shield ist für ein Wi-Fi-Modul vorgesehen. Ein solches ist ab Werk nicht eingebaut und wird auch nicht mitgeliefert. Lediglich ein Einbausatz für ein selbst gekauftes Modul liegt dem Mainboard bei.


Direkt unter der CPU befindet sich ein M.2 Anschluss. Da sich der Anschluss über dem x16 PCIe Anschluss befindet, sollte man auch nach dem Einbau einer Grafikkarte leicht an den M.2 Port herankommen. Ein passiver Kühler oder ähnliches ist nicht im Lieferumfang enthalten, so dass man aufpassen muss, seine NVMe nicht zu überhitzen. Ein weiterer Anschluss befindet sich rechts unten unter dem Chipsatz. Wie beim ersten M.2 Port gibt es auch hier keinen Kühler, aber man kann bei Problemen oder zum Austausch einfach an den Port heran kommen. Beide Anschlüsse sind PCIe 4.0 und damit schnell genug für die meisten Aufgaben.

 

Anschlüsse I/O-Shield



Das Biostar B650MP-E Pro verfügt über allerlei Anschlüsse auf dem I/O-Shield – sei es alte Technik, wie der PS/2-Port oder neuere Technik wie der USB 3.2 Gen 2 Typ-C Port. Eine Besonderheit, die ebenso wie die Debug-LEDs überrascht, ist der BIOS-Update-Schalter. Steckt man einen USB-Stick mit der Update-Datei in den markierten USB-Port, muss man den Schalter gedrückt halten und gleichzeitig den Power-Knopf drücken. Nach ca. 5 Sekunden können wir den Update-Schalter loslassen und das Mainboard beginnt mit dem Update. Im Bild sind von links nach rechts die folgenden Anschlüsse zu sehen:

  • 1x DisplayPort 1.2
  • 1x HDMI 1.4
  • 1x PS/2 für Tastatur oder Maus
  • 2x USB 2.0
  • 1x USB 3.2 Gen 2 (1x USB-Typ-A)
  • 1x USB 3.2 Gen 2 (1x USB-Typ-C)
  • 2x USB 3.2 Gen 1 (2x USB-Typ-A)
  • 1x Lan mit 2.5 GBit/s
  • 2x USB 3.2 Gen 1 (2x USB-Typ-A)
  • 3x Analoger Audioanschluss
  • 2x Aussparung Wi-Fi-Antenne

 

Interne Anschlüsse



Etwas enttäuschend sind die Anschlüsse für die Lüfter. Es gibt nur einen Anschluss für Gehäuselüfter, ein Fan-Hub ist also Pflicht, wenn man mehrere Lüfter anschließen möchte. Ein CPU-Lüfter sowie eine Pumpensteuerung für die CPU-Kühlung befinden sich separat am oberen Ende des Mainboards. Für den USB-Anschluss des Gehäuses stehen folgende Anschlüsse zur Verfügung: 2×2 USB 2.0, 1×2 USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s) und ein USB 3.2 Gen 2 Typ-C (10 Gbit/s). Des Weiteren verfügt das Mainboard über zwei Anschlüsse für 3-Pin 5V RGB und einen Anschluss für 4-Pin 12V RGB.

 

Praxis

Testsystem und Einbau

Testsystem  
CPU AMD Ryzen 7 7800X3D
GPU ZOTAC NVIDIA GeForce RTX 3070 Ti
Mainboard Biostar B650MP-E Pro
Arbeitsspeicher 2x16GB-5600 DDR5 Corsair Vengeance EXPO
Kühlung ASUS ROG Ryuo III 360 ARGB
Netzteil Thermaltake Toughpower GF3 Snow 1200W
Gehäuse be quiet! SILENT BASE 802 Window White



Der Einbau erfolgt fast wie bei jedem anderen Mainboard. Alle Stellen sind gut zu erreichen und durch die gewinkelten SATA-Anschlüsse muss man die Kabel nicht verbiegen. Der Arbeitsspeicher (2x 16 GB) kommt in den ersten und dritten Steckplatz.

Diesmal haben wir den praktischen Teil in ein Video ausgelagert. Wir schauen uns das BIOS an, wie wir es aktualisieren und betrachten einige Benchmarks. Neben dem praktischen Teil geht das Video auch noch einmal auf die Details ein, die wir bereits in diesem Test angesprochen haben. Wer trotzdem die Benchmark-Ergebnisse sehen möchte, ohne das Video zu öffnen, findet diese direkt hier unten.

 

Benchmarks

Cinebench R23



Für den Benchmark mit Cinebench R23 wurde das Profil EXPO aktiviert. Dadurch wird der DDR5-Speicher auf 5600 MHz getaktet. Ansonsten bleibt der Prozessor unverändert und es wurden keine weiteren Einstellungen vorgenommen. Sowohl beim Multicore- als auch beim Singlecore-Test befinden wir uns mit dem gleichen System in einem nahezu identischen Zahlenbereich. Lediglich ein anderes Mainboard, ein X670E Chipsatz Mainboard, wurde für das dunkelorange Ergebnis verwendet.

 

AIDA64 Cache & Memory Benchmark



Um unseren Cache und den Arbeitsspeicher zu testen, verwenden wir den AIDA64-Speichertest. Der erste Durchlauf wurde ohne Änderung des Arbeitsspeichers bei 4800 MHz durchgeführt. Der zweite Durchlauf wurde mit aktiviertem EXPO-Profil durchgeführt, welches den Speichertakt in unserem Fall auf 5600 MHz erhöht. Je nach verwendetem Speicher variieren die Werte natürlich. Der verbaute Arbeitsspeicher gehört zur Mittelklasse und ist für AMD EXPO zertifiziert.

 

3DMark – Fire Strike & Time Spy



Um das Gesamtsystem zu testen, verwenden wir den 3DMark Fire Strike sowie den Time Spy Test. Beide Tests bewerten die Gesamtleistung des Systems einschließlich der Grafikkarte. Während Fire Strike das System unter DirectX 11 testet, läuft Time Spy unter DirectX 12. Beide Tests bewerten unser System etwa 1.000 Punkte über dem Durchschnitt im Vergleich zu ähnlichen Systemen. Beide Tests wurden mit aktiviertem EXPO-Profil durchgeführt.

 

Temperaturen



Die Temperaturen wurden mit aktiviertem EXPO-Profil nach einem Cinebench R23 sowie einem 3DMark Time Spy Benchmark aufgezeichnet. Der hintere Gehäuselüfter dient als Ansaugung für die installierte AiO, welche die Luft über die Spannungsversorgung hinaus zum Deckel befördert. Man sieht, dass die gesamte Power Rail zwischen 76°C und 43°C im Maximum liegt. Genau können wir das an dieser Stelle nicht sagen, da HWINFO und auch andere Programme nicht in der Lage waren, die Temperaturaufzeichnungen einer Komponente zuzuordnen. Der Chipsatz erreicht maximal 61°C. Auch wenn die Komponenten für solche Spitzen ausgelegt sind und diese wohl auch nicht durch normales Spielen erreicht werden, sind die Zahlen doch eher beunruhigend. Größere Kühlkörper seitens des Herstellers könnten hier Abhilfe schaffen.

 

Fazit

Mit einem aktuellen Preis von ca. 150 € gehört dieses AM5 Mainboard zu den günstigeren Modellen. Die Ausstattung ist allerdings nicht schlecht, denn wir haben sowohl am Mainboard als auch am Gehäuse einen USB-C Anschluss, ausreichend USB-A Anschlüsse und 2.5 Gpbs LAN. Auch für LEDs ist gesorgt, zwar leuchten am Mainboard direkt nur die Debug LEDs, aber wir haben gleich drei RGB Header um unsere Hardware zum Leuchten zu bringen. Wer zudem keine extra Software für die Beleuchtung installieren möchte, kann die Beleuchtung direkt vom BIOS aus steuern. Selbst Ryzen 7000 X3D Modelle laufen hier problemlos. Lediglich eine fehlende WLAN Karte und nur ein PWM Header für die Gehäuselüfter stören das Gesamtbild, um dem Ganzen eine bessere Empfehlung auszusprechen.

Pro:
+ 2x PCIe 4.0 M.2 Steckplatz
+ Vorbereitung für Wi-Fi Modul
+ Genügend USB Anschlüsse
+ Preis

Neutral:
• Kein Wi-Fi Modul im Lieferumfang

Kontra:
– Nur ein PWM Gehäuselüfter Anschluss



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Mmichel
Mmichel
2 Jahre zuvor

Scheint ein einfaches und robustes Alltagstier zu sein.
Danke für den Test.

2
Antworten
Mmichel
Mmichel
2 Jahre zuvor

Was allerdings schön gewesen wäre 2-3 Bilder vom Bios, damit man sich da ein besseres Bild machen kann.
Das sollte jetzt aber keine Kritik sein… :blush:

1
Antworten
Sokrates
Autor
Sokrates
2 Jahre zuvor

[QUOTE=“Mmichel, post: 111315, member: 830″]
Was allerdings schön gewesen wäre 2-3 Bilder vom Bios, damit man sich da ein besseres Bild machen kann.
Das sollte jetzt aber keine Kritik sein… :blush:
[/QUOTE]
Dafür kannst du dir das Video mal anschauen ^^ Das wurde dorthin ausgelagert. Kann beim nächsten Mal natürlich auch das BIOS als Bildform in den normalen Test aufnehmen.
Kritik ist gern gesehen, nur so kann man sich verbessern, wenn es einem selber nicht auffällt

0
Antworten
clove31
clove31
2 Jahre zuvor

danke für das tolle video

0
Antworten
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