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Aerocool P7-C1 Tempered Glass Edition

Spätestens seit der „DreamBox“ ist Aerocool für neuartige Gehäuse bei einigen Usern bekannt. Nun wagen sie mit dem Project7 einen neuen Versuch in eine komplett andere Richtung. Project7 soll eine Produktserie aus verschiedenen Komponenten, wie auch dem neuen Gehäuse, dem P7-C1, sein, die besonderen Wert auf Beleuchtung und gutes Aussehen legt.

Wir testen heute, den eben angesprochenen und bereits, auf dem Markt, verfügbaren Midi-Tower der P7 Reihe. Das Besondere an diesem Gehäuse ist neben dem markanten LED-Panel auf der Front auch das, aus echtem Glas bestehende, Seitenfenster.

Ob Aerocool mit diesem neuen Konzept punkten kann, oder ob es doch nur eines unter vielen ist, werden wir nun gemeinsam herausfinden.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Aerocool für das freundliche Bereitstellen des Testmusters und für das mitgebrachte Vertrauen. Wir freuen uns auf eine weitere und enge Zusammenarbeit.

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Autor: FlowTechTv

Verpackung / Lieferumfang / Technische Daten

Verpackung

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Die Kartonage, in dem das Gehäuse versendet wird, ist angenehm schlicht und enthält dennoch alle wichtigen Daten.
Auf der Vorderseite befindet sich neben einem Produktfoto noch die relativ kurze Bezeichnung und darunter ein Werbetext, der über die 7 verschiedenen Beleuchtungs-Farben wirbt. Außerdem befindet sich auf dieser Seite der Hinweis, dass es sich hier um die Tempered Glass Version handelt.
Die Rückseite zeigt lediglich das Project7 Logo sowie das es sich hier um die teurere Version handelt.
Auf den beiden kurzen Seiten befinden sich zahlreiche technische Details als auch Features, die dieses Gehäuse zu bieten hat.

Lieferumfang

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Im Lieferumfang befinden sich neben einem Installation-Guide einige Schrauben, die für die Installation benötigt werden. Zusätzlich werden 4 Klettverschlüsse mitgeliefert, diese haben im Gegensatz zu normalen Kabelbinder den Vorteil mehrmals genutzt werden zu können.
Das für manche wohl interessanteste Zubehör dürfte der magnetische LED-Streifen sein, dieser kann an die LED-Steuerung der Front angeschlossen werden und somit für Licht im Gehäuseinneren sorgen.

Technische Daten

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Detailansicht außen

Vorderseite:

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Auf der Vorderseite, des P7-C1, wird zeigt sich, dass es sich hier um ein hexagonalem Design handelt. Die Front bietet keinen 5,25″ Schacht, daher wirkt die Front trotz auffälligem Design relativ clean.
Die Vorderseite besteht aus Kunststoff und enthält ein großes Mesh-Gitter, das durch eine weiße „LED-Blende“ umrandet ist.

Top:

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Neben dem gut ausgestattetem I/O-Panel befindet sich auch noch ein Mesh-Gitter auf der Oberseite des MidiTowers, dieses wird durch einige Kunststoffelemente verschönert und sorgt insgesamt für ein stimmiges Design.
Das I/O-Panel beinhaltet übrigens 2x USB 3.0, 2x USB 2.0, PowerButton, ResetButton, LED-Steuerung, 2x AudioSlots und einen SD- als auch MicroSD-Karten Slot.

Seitenteile:

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Ein ganz besonderes Feature dieses Gehäuses ist wohl das Seitenteil aus echtem Glas. So etwas bekommt man eher selten in dieser Preisklasse zu Gesicht. Die Glasplatte wurde mit 4 Schrauben am Gehäuse-Gerüst befestigt. Durch dieses abgedunkelte Glas wird der Tower von Aerocool zu einem wahren Hingucker, insbesondere im Zusammenhang mit den LEDs im Gehäuse.
Die rechte Seitenwand ist recht schlicht gehalten und wird standardmäßig mit Rändelschrauben an der Rückseite verschraubt.

Rückseite:

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Neben einem vormontierten 120 mm Lüfter befinden sich auch 7 Erweiterungsslots auf der Rückseite des P7-C1. Auf Schlauchdurchführungen wurde verzichtet.
Wie mittlerweile üblich wird das Netzteil unten angebracht, dies geschieht bei diesem Case von der rechten Gehäuseseite.

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Für einen Preis von über 100€ würde man Denken, dass die Slot-Blenden von Innen montierbar wären, darauf hat Aerocool leider verzichtet und sich für eine vermutlich billigere Variante entschieden. Leider ist auch nur die erste Blende wiederverwendbar, die anderen müssen, wie bei vielen Billigprodukten, heraus-gebrochen werden.

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Boden:

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Das, aus der Project7 stammende, Gehäuse besitzt auf der Unterseite zwei edel wirkende Standbeine, diese sind an jeweils zwei Stellen gummiert und bieten eine gute Stabilität, befinden sich jedoch nicht am höchsten Level der Qualität.
Auf der Unterseite befindet sich übrigens ein Staubfilter, um diesen abnehmen zu können, müssen vorher einige Schrauben der Unterseite gelöst werden, dies haben andere Hersteller schon weitaus besser gelöst, z. B. durch von Hinten herausziehbare Filter.

Detailansicht Innen

Mainboardtray:

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Die großen Aussparungen am Mainboardtray ermöglichen nicht nur einen problemlosen CPU-Kühler Austausch, sondern auch ein optimales Kabelmanagement. Es befinden sich 3 Kabeldurchführung oberhalb des Mainboardmontageplatzes und eine große Öffnung seitlich vom Board, diese Aussparung wurde so gelöst, dass man möglichst wenig vom Kabel sieht, also optimal für ein cleanes System.

Laufwerk Montagemöglichkeiten:

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Im P7-C1 können maximal 6 Laufwerke verbaut werden. Dabei handelt es sich um 4x 2,5″ und um 2x 3,5″ Laufwerke, auf ein 5,25″ Laufwerk muss bei diesem Gehäuse verzichtet werden.
Die HDDs können Werkzeuglos in die beiden Laufwerksschächte gesteckt werden, die SSDs werden mit jeweils 4 Schrauben an den jeweiligen Halterungen befestigt, diese wiederum werden mit einem Schrauben im Gehäuse fixiert.
Wer etwas mehr Platz neben dem Netzteil benötigt und dennoch nicht auf eine HDD verzichten möchte, der kann mit etwas Aufwand den Käfig entfernen und die HDD darunter, vom Boden aus, anschrauben.

Innenraum:

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Der Innenraum enthält eine Menge Platz für Mainboard, große Kühler, lange Grafikkarten und auch genügend WaKü-Montagemöglichkeiten. Allgemein also ein ideales Produkt für große Komponenten die auch mal etwas Hitze abgeben dürfen, denn das Gehäuse hat auch genug Platz für einige Lüfter.

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Die Vorderseite umfasst 2x 140 mm beziehungsweise 3x 120 mm Lüfterplätze, die Rückseite 1x 120 mm und an der Oberseite können 2x 120 mm Lüfter installiert werden. Diese Abteile sind auch alle für sämtliche Radiatoren geeignet.

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Eine Besonderheit dieses Gehäuses ist auch die, bereits erwähnte, Netzteil Abdeckung, diese sorgt dafür, dass die Blicke wirklich nur auf die „schönen“ Komponenten gerichtet sind und dass das Gesamtbild nicht von herumliegenden Kabeln gedrückt wird. Außerdem schafft diese Abdeckung Platz für zwei 2,5 Zoll Festplatten-Montagemöglichkeiten.

Praxistest

Komponenten

Prozessor: AMD FX8350 (8 Kerne 4GHz, 125W)
CPU-Kühler: Deepcool Maestrom 240
Mainboard: Gigabyte GA-990FXA-UD3
Netzteil: Silverstone ST70F-TI
SSD: Kingston HyperX 120GB
HDD: WD 1TB Blue
Arbeitsspeicher: Avexir Core Series, DDR3-1600 16GB
Grafikkarte: Gigabyte Radeon R9 270x OC, 4GB
W-LAN Karte: TP-Link PCI Express Adapter, TL-WN881ND

Installation

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Nachdem wir die Mainboard-Blende eingesetzt und die Slot-Blenden heraus gebrochen haben, kamen Motherboard inklusive CPU, RAM und WaKü in das Gehäuse von Aerocool. Anschließend wurden die Festplatten (1x HDD, 1x SSD) sowie Grafikkarte und Wlan-Karte eingesetzt. Wir haben den Laufwerkskäfig übrigens ausgebaut, da wir somit mehr Platz für Kabel neben dem Netzteil schaffen konnten, die HDD wurde nun einfach auf der Gehäuseunterseite angeschraubt. Zum Schluss kam das Voll modulare Netzteil von der rechten Gehäuse-Seite in den MidiTower. Nun wurden die Komponenten miteinander verkabelt. Zusätzlich waren einige Kabel vom I/O-Panel anzuschließen. Und schon war der Einbau ohne Verletzungen abgeschlossen.

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Im Alltag

Das P7-C1 leistet in der Praxis hervorragende Dienste. Dank des üppigen I/O-Panels kann auf SD-Karten Adapter verzichtet werden und somit noch mehr USB-Slots für USB-Sticks bzw. externe Festplatten nutzen.

Dank der doch sehr auffälligen LED-Beleuchtung macht das Gehäuse gerade im dunklem Zocker-Kämmerchen ordentlich etwas her. Die verschiedenen Lichteffekte sorgen zusätzlich für Abwechslung und ermöglichen eine optimale Personalisierbarkeit. Das große Window zieht zusätzlich neidische Blicke auf den Computer und ermöglicht einen schönen Blick auf die verbauten Komponenten.

Für die Luftzufuhr sollte man sich in den warmen Sommermonaten eventuell noch einen, wenn nicht mehrere, zusätzliche Lüfter besorgen. Da die Innentemperatur ansonsten schon Mal etwas höher werden könnte, wobei dies natürlich auch bei anderen Gehäusen, die nur einen Lüfter verbaut haben, der Fall sein kann.

Fazit

Aerocool hat die Prioritäten beim P7-C1 eindeutig anders verteilt als so manch anderer Hersteller. Man wollte hier unbedingt ein tolles Gehäuse, mit guter Ausstattung, neuem Design und hervorragender LED-Beleuchtung für einen überaus fairen Preis auf dem Markt platzieren.
Dies ist ihnen auch teilweise sehr gut gelungen, jedoch mussten sie auch auf so manche Features, die viele andere Hersteller für sich entdeckt haben, verzichten. Ein Beispiel hierfür ist der Staubfilter an der Unterseite, diesen hätte man sicherlich auch besser zugänglich machen können, auch ein gutes Beispiel sind die Slot-Blenden, die hier heraus-gebrochen werden müssen oder auch die Tatsache, das nur ein Lüfter vormontiert ist, wobei dies das kleinste Problem bei diesem grundsätzlich sehr gutem Gehäuse.

Wer auf diese „normal gewordenen“ Funktionen verzichten kann und einfach ein Case mit spitzen Design, cooler LED-Beleuchtung und einem Window aus echtem Glas haben möchte, für dem wird dieses Produkt wohl ein Idealer „Komponentenaufbewahrer“ sein.

Das P7-C1 ist in insgesamt 4 Varianten verfügbar, einmal mit normalen Window und, wie unserem Test, mit Vollglasfenster. Diese beiden Versionen sind in Schwarz also auch in Weiß erhältlich. Der Preis liegt momentan bei rund 88 für das teurere und bei rund 81€ für die billigere Variante. Also ein wirklich guter Preis für die Fülle an positiven Eigenschaften.

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PRO

  • Echtglas Window
  • RGB-LED Beleuchtung
  • üppiges I/O-Panel
  • Preis/Leistung

CONTRA

  • Verarbeitung
  • scharfe Kanten mit Verletzungsgefahr
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Aufgrund dessen, was Aerocool mit dem P7-C1 bietet vergeben wir neben dem „Preis/Leistungs-Award“ auch noch den „Silber-Award“!
Ich bin ein begeisterter Hardware Fan. Mein KnowHow habe ich im Internet gesammelt, auch hier auf HardwareInside!