Freundlicherweise wurde mir der ThunderX3 SOLO 360 für einen Test zur Verfügung gestellt. Konkret handelt es sich um das Modell Racer in Schwarz. In den folgenden Zeilen wird der Gaming-Stuhl genauer unter die Lupe genommen.

Neben der Racer-Variante gibt es den Stuhl in drei weiteren Ausführungen (Mesh, Loft Air und Modern) sowie verschiedenen Farben und Designs.

Der ThunderX3 SOLO 360 wird als ergonomischer Gaming-Stuhl beworben, der sowohl für lange Gaming-Sessions als auch für produktives Arbeiten geeignet sein soll.

Eigenschaften

Die wichtigsten Eigenschaften im Überblick:

      • Innovative SYNC4-Mechanik mit verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten

      • 3D x 360 Armlehnen für ein hohes Maß an Individualisierung

      • Hochwertiger Formschaum

      • Ergonomische Lendenwirbelstütze

      • Synchrones Wippen zur ergonomischen Unterstützung

      • Robustes Kunstleder

      • Kopfstütze im Autositz-Stil

      • Maximalbelastung bis 125 kg

    Verpackung

    Geliefert wird der ThunderX3 SOLO 360 in einem 90 x 58 x 28 cm großen Karton mit einem Gewicht von rund 25 kg. Aufgrund der Größe und des Gewichts wird empfohlen, den Karton zu zweit zu tragen. Leider verfügt der Karton über keine Griffe, die den Transport erleichtern würden.

    Inhalt

    Nach dem Öffnen des Kartons kommen die gut verpackten Einzelteile zum Vorschein. Auffällig ist die Kopfstütze, die an eine aus dem Auto erinnert. Das Fußkreuz ist nicht vormontiert. In einem kleineren Karton befinden sich Schrauben, ein 5-mm-Innensechskant mit Kugelkopf, die Bedienungsanleitung (in mehreren Sprachen), Gasdämpfer und Fußkreuz. Die Armlehnen als auch die Mechanik sind bereits vormontiert.

    Aufbau

    Sind alle Teile ausgepackt, kann der Aufbau beginnen. Aufgrund der Anzahl der Schrauben empfiehlt sich ein Akkuschrauber, um die Arbeit zu erleichtern. Positiv: Zu jedem Schraubentyp liegt eine Reserveschraube bei.

    Im ersten Schritt werden die beiden Armlehnen mit insgesamt zwölf Schrauben an der Sitzfläche befestigt. Beide Armlehnen sind mit R und L gekennzeichnet, um ein Vertauschen zu verhindern. Leider befinden sich diese Aufkleber im Sichtbereich. Das Entfernen gestaltete sich schwierig, da diese Rückstände hinterließen. Hier wären leichter ablösbare Aufkleber wünschenswert gewesen.

    Nachdem die Armlehnen montiert sind, wird die SYNC4-Mechanik mit vier Schrauben befestigt, ebenso die Halterung der Rückenlehne.

    Im nächsten Schritt wird das Fußkreuz zusammengebaut. Fünf Schrauben halten die Streben mit dem Kreuz. Die Streben sind in schwarz pulverbeschichtet. Leider war ein Gewinde nicht sauber geschnitten, wodurch eine Schraube schief saß. Da sich diese im nicht sichtbaren Bereich befindet, fällt es jedoch kaum auf.

    Anschließend werden die Rollen sowie die Gasfeder in das Fußkreuz gesteckt. Die Rollen besitzen einen Stiftdurchmesser von 11 mm.

    Nachdem die Basis auf den Dämpfer gesteckt wurde, kann die Rückenlehne mit zwei Schrauben montiert werden. Abschließend wird die Kopfstütze aufgesteckt. Der gesamte Aufbau dauerte rund 30 Minuten. Geübte sollten dies deutlich schneller schaffen.

    Design & Komfort

    Sitzfläche und Rückenlehne verfügen über gesteppte Bereiche und bestehen aus schwarzem Kunstleder mit Elementen in Carbon-Optik. Alle Nähte sind sauber verarbeitet. Das Design wirkt stimmig und hochwertig. Die Sitzfläche ist angenehm gepolstert und die Rückenlehne bietet einen guten Härtegrad. Insgesamt sitzt es sich komfortabel. Unterstützt wird dies durch die Synchro-Mechanik und der variablen Kopfstütze, die sich schnell und einfach in verschiedene Positionen bringen lässt. Eine verstellbare Lordosenstütze hätte den Komfort weiter erhöht, ist jedoch nicht vorhanden.

    Die Armlehnen sind äußerst flexibel. Dank der 3D x 360 -Funktion lassen sie sich in der Höhe, Tiefe, Breite und zusätzlich um 360° drehen. Sie sind mit einer Kunststoffpolsterung überzogen. In zwei Punkten konnten sie jedoch nicht überzeugen:  Zum einen könnten sie tiefer einstellbar sein, zum anderen knarzt die rechte Armlehne beim Ablegen oder Bewegen des Arms – Letzteres ist auf Dauer störend.

    Der ThunderX3 steht auf fünf Kunststoff-Doppelrollen, die seitlich ebenfalls eine angedeutet Carbon-Struktur besitzen. Auf Holz- oder Laminatböden empfiehlt sich ein Fußbodenschutz. In der getesteten Racer-Variante wäre eine Bremsfunktion der Rollen wünschenswert gewesen, um den Stuhl auch für Racing-Games besser nutzen zu können. Vielleicht werden in Zukunft passende Rollensets zum Nachrüsten angeboten.

    Fazit

    Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der ThunderX3 SOLO 360 ein solider Einstiegs-Gamingstuhl ist. Die Ergonomie ist gut und die SYNC4-Mechanik bietet einen echten Mehrwert. Auch das Design ist ansprechend. Die Armlehnen bieten zwar viele Einstellungsmöglichkeiten, zeigen jedoch Schwächen – insbesondere das Knarzen ist störend und vermeidbar. Zusätzliche Rollensets für verschiedene Einsatzszenarien wären ein weiterer Pluspunkt. Insgesamt erhält der ThunderX3 SOLO 360 Racer 3 von 5 Sternen.

    Einen Kommentar schreiben

    Exit mobile version