Mit der MPG CoreLiquid P13 360 bringt MSI eine 360 mm All-in-One-Wasserkühlung auf den Markt, die nicht nur mit klassischer Kühlleistung, sondern vor allem mit einem modernen Erscheinungsbild und einem integrierten 2,1-Zoll-IPS-Display punkten möchte. Die Kombination aus ARGB-GEN2-Beleuchtung, schraubenloser Kupfer-Kaltplatte und vorinstallierten Lüftern zeigt schon auf den ersten Blick, dass MSI hier ein Premium-Modell für anspruchsvolle Gaming- und Show-PCs positioniert. Wie sich die MPG CoreLiquid P13 360 in der Praxis schlägt, erfahrt ihr bei uns im Test.

Verpackung, Inhalt, Daten

Verpackung

Die Verpackung der MPG CoreLiquid P13 360 setzt auf einen auffälligen, gamingtypischen Karton in Schwarz und Pink. Auf der Vorderseite ist das Produkt zu sehen und das in einem beleuchteten Zustand. Das MSI Logo und die Produktbezeichnung sind in Weiß gehalten. Auf der Rückseite werden die wichtigsten Features sowie das Designkonzept der AiO präsentiert, inklusive Display, Lüfter und den zentralen technischen Merkmalen. Auf der Seite der Verpackung sind die technischen Daten abgebildet.

Inhalt

Enthalten sind die MPG CoreLiquid P13 360, eine Zubehörbox mit Montagematerial sowie der passende Montagebügel für aktuelle Sockel.

Daten

Technische Daten – MSI MPG CoreLiquid P13
WasserblockMaterial: Kupfer
PumpePumpengeschwindigkeit: bis zu 3.400 U/min
Stromverbrauch: 2.52 W ± 0.504 W
Stecker: PWM – 4 Pin
DisplayAnzeigetyp: 2,1″ IPS
Anzeigeauflösung : 480 x 480 (RGB) px
Helligkeit: 600 Nits
Schnittstelle: USB
Systemkompatibilität : Windows 10 / 11
LüfterMaße: 120 x 120 x 25 mm
Lüftergeschwindigkeit: PWM 500 ~ 2050 U/min
Stromverbrauch: 1.68 W ± 0.336 W
Luftstrom: 64,898 CFM (pro Lüfter)
Statischer Druck: 2,59 mmH2O (pro Lüfter)
Stecker: JAF_1
RadiatorMaße: 394 x 119,6 x 27,2 mm
Material: Aluminium
SchläucheLänge: 400 mm
Material: Gummi
KompatibilitätCPU-Sockel:
Intel LGA 1700 / 1851
AMD AM5 / AM4
TDP365 W

Details

Der 360 mm Radiator besitzt die Maße 394 x 119,6 x 27,2 mm (L x B x H) und setzt damit auf eine flache Bauweise. Die Anschlusskabel befinden sich dabei unterhalb der Schlauchummantelung, was für einen cleanen Look sorgt. Die drei vorinstallierten CycloBlade 9-Lüfter sollen sowohl starken Luftstrom als auch hohen statischen Druck bieten und haben einen Drehzahlbereich von 500 bis 2.050 U/min. Um auch hier auf unnötigen Kabelsalat zu verzichten, sind die Lüfter mit versteckten Daisy-Chain-Anschlüssen ausgestattet.

Das Display und die Pumpe der MSI MPG CoreLiquid P13 bilden das Herzstück dieser AiO. Die im Inneren arbeitende Pumpe besitzt laut MSI eine Drehzahl von 3.400 ± 340 U/min. Die am Boden verbaute Kupferplatte verzichtet auf die herkömmliche Verschraubung und soll dank des präzisen 0,1-mm-Mikrokanaldesigns die Wärme der CPU besser abführen. Das integrierte 2,1-Zoll-IPS-Display setzt auf eine Auflösung von 480 x 480 Pixel und einer Helligkeit von 600 Nits. Steuerbar ist das Ganze über die App MSI Center, darüber können wir auf dem Display Echtzeit-Monitoring (Temps, Lüfterdrehzahlen), Videos, Systemuhr oder sogar als Extended Display-Inhalt anzeigen lassen.

Mit Hilfe der neuen UNI BRACKET-Montagehalterung geht die Installation schneller und stressfrei von der Hand, diese ist nämlich kompatibel mit AM4/AM5 als auch mit Intel 1700/1851 Systemen. Ebenso angenehm ist das sogenannte EZ Conn-Design. Denn die vorinstallierten Lüfter können über den JAF_1-Anschluss mit nur einem Kabel an das Mainboard angeschlossen werden, dieser kann jedoch nur auf aktuellen MSI-Boards genutzt werden. Ansonsten kann auf den mitgelieferten Adapter zurückgegriffen werden, welcher von JAF_1 auf PWM- und A-RGB-Anschlüsse splittet.

Praxis

Testsystem

Testsystem
MainboardMSI MEG X870E ACE MAX
CPUAMD Ryzen 7 9700X
CPU-KühlerMSI MPG CoreLiquid P13
ArbeitsspeicherTEAMGROUP T-CREATE EXPERT 32 GB 6000 MHz
GrafikkarteSapphire Nitro+ Radeon RX 9070 XT
LaufwerkeM.2-SSD: Kingston Fury Renegade 2 TB
M.2-SSD: Corsair MP600 500 GB
NetzteilbeQuiet! DarkPower 12 750 W
GehäuseMSI MPG GUNGNIR 300R AIRFLOW

Einbau

Um die MSI MPG CoreLiquid P13 in unserem Testsystem in Betrieb nehmen zu können, sind nur ein paar Schritte notwendig. Zuerst müssen die vorinstallierten AM5-Halter abgeschraubt und die passenden Schrauben aus dem Montageset für unser AM5-System befestigt werden. Im nächsten Schritt tragen wir die Wärmeleitpaste auf unsere CPU auf. Der Wasserblock kann nun aufgesetzt werden. Befestigt wird dieser mittels vier Schrauben, danach wird die EZ CAP (Abdeckung) angebracht. Zum Schluss wird der Radiator samt dem angebrachten Lüfter oben am Deckel verschraubt. Jetzt kann das System gestartet werden.

Software

Die MPG CoreLiquid P13 kann nicht nur über das Bios geregelt werden, sondern auch über das MSI Center. Dieses bietet eine Vielzahl an Funktion-Sets, jedoch sind in unserem Fall nur „Benutzerszenario“ und „Mystic Light“ von Interesse. In dem Funktionsset „Benutzerszenario“ kann die Geschwindigkeit aller verbauten Lüfter sowie die Pumpe der AIO-Wasserkühlung eingestellt werden. Dabei stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Einmal die „Schlaue Lüftersteuerung“, bei der über vier gesetzte Punkte, wie es auch im Bios vorhanden ist, um eine Lüfterkurve selbst zu erstellen. Oder mit der „Manuellen Lüftersteuerung“ ist es möglich einen festen Wert zwischen 25 und 100 % einzustellen.

In dem Funktionsset „Mystic Light“ geht es um die Einstellungen bezüglich der Beleuchtung. Verbaute Hardware oder Eingabegeräte, die von MSI erkannt werden, sind oben als einzelne Icons zu sehen. Drei Profile können dabei frei vom Nutzer verwendet werden. Wir nutzen es für die Farbgestaltung des kompletten Systems. Hinzu kommt, dass wir hier auch die Einstellungen für das Display vornehmen können. Dabei kann das Display verschiedene Systeminformationen darstellen, darunter Temperaturwerte und Lüftergeschwindigkeiten. Ebenso stehen mehrere Designoptionen zur Auswahl. Alternativ lässt sich das Display auch als Uhr nutzen oder zur Wiedergabe von Videos. Im Abschnitt „Erweiterte Anzeige“ besteht zudem die Möglichkeit, es als zusätzlichen Monitor unter Windows zu aktivieren.

Beleuchtung

Wie oben erwähnt, kann die Beleuchtung über das „MSI-Center“ mithilfe der Mystic-Light-App nach Belieben eingestellt werden. Die Beleuchtung der Lüfter ist dank des hybriden Flügeldesigns auch am Rand sehr kräftig. Das LCD-Display bietet ebenfalls eine gute Helligkeit und sticht durch sein Design aus dem System heraus. Insgesamt wirkt die Beleuchtung sehr stimmig.

Temperatur

Kommen wir zu den Temperaturen: Diese messen wir in drei verschiedenen Szenarien Idle, Gaming und Prime 95. Jedes Szenario lassen wir 30 Minuten laufen und zeichnen dabei die durchschnittliche Temperatur auf. Zum Testzeitpunkt haben wir eine Raumtemperatur von 21 Grad Celsius. Wir lassen für den Test die vorhandenen Lüfter in drei unterschiedlichen Drehzahlen laufen. Bei den Lüftern sind es 800, 1.200 und 2.050 U/min und bei der Pumpe setzen wir die Drehzahl auf 3.400 U/min. Wie man an den Temperaturen erkennen kann, sind die Temperaturunterschiede in allen Drehzahlbereichen nicht weit auseinander. Selbst bei der geringsten Geschwindigkeit der Lüfter befinden sich die Temperaturen noch in einem guten Bereich. Bei 800 U/min sind die Lüfter kaum wahrzunehmen, erst ab einer Drehzahl von ca. 900 U/min sind die Lüfter klar zu hören. Was die Lautstärke der Pumpe angeht: Diese ist in allen Drehzahlbereichen nur leicht wahrzunehmen.

Fazit

Die MPG CoreLiquid P13 360 AIO-Wasserkühlung von MSI ist aktuell für ca. 155 Euro im Handel erhältlich. Die gute Verarbeitung als auch die solide Kühlleistung sprechen für die Wasserkühlung. Auch die einfache Montage dank der UNI BRACKET-Montagehalterung sowie deren Kompatibilität der unterschiedlichen Sockel überzeugen. Das Display ist das Highlight, da dieser nicht nur Systeminformationen, sondern auch als zweiter Bildschirm genutzt werden kann. Jedoch ist dies nur mit der „MSI-Center“-Software möglich, ohne diese können eine Vielzahl von Einstellungen nicht getätigt werden. Damit verdient sich die MSI MPG CoreLiquid P13 360 eine Empfehlung.

Pro:
+ Display
+ solide Kühlleistung
+ Optik
+ einfache Montage
+ gute Verarbeitung

Kontra:
– Lüfter bei hoher Drehzahl laut
– Software notwendig

Software
Herstellerseite
Preisvergleich

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