Vor zwei Jahren schaffte der Hersteller Ugreen sich mit einer überaus erfolgreichen Kickstarter-Kampagne schlagartig einen Platz im NAS-Segment. Die Geräte der Ugreen NASync-Serie zeichneten sich vor allem durch sehr leistungsfähige Hardware und hohe Nutzerfreundlichkeit aus. Es folgten weitere Varianten und Serien, wie die DH-Serie. Nach langer Wartezeit steht nun die neue Ugreen NASync iDX-Serie in den Startlöchern. Aus dieser Serie wollen wir euch heute das Flaggschiff, den Ugreen NASync iDX6011 Pro, vorstellen. Er möchte vor allem mit einer tief integrierten KI auftrumpfen.
Wir hatten bereits vorab die Gelegenheit, uns den AI NAS von Ugreen genauer anzusehen, und wollen ihn euch heute im Detail vorstellen.

Verpackung, Inhalt, Daten

Verpackung

Der Ugreen iDX6011 Pro wird in einem großen schwarzen Karton geliefert. Auf der Oberseite des Kartons befindet sich ein Tragegriff, mit dem sich der schwere Karton gut transportieren lässt. Auf dem Karton ist der NAS im Einsatz sowie seine Haupteigenschaften abgebildet. Im Inneren ist der NAS in Schaumstoffpolstern sicher fixiert, sodass er den Transport unbeschadet übersteht.

Inhalt

Der Lieferumfang ist vergleichsweise pragmatisch, hat uns aber positiv überrascht. Neben den notwendigen Accessoires wie einem Kaltgerätestecker, zwei CAT-7-Ethernetkabeln und diversen Schrauben zur Befestigung von Festplatten liefert Ugreen auch zwei einfache Schraubendreher mit, mit denen sich das Gerät demontieren lässt. Besonders positiv überrascht haben uns die beiden passiven Kühlkörper für M.2-SSDs. Sie lassen sich werkzeuglos installieren und sind mit Kühlpads ausgestattet, sodass die verwendeten M.2-SSDs passiv gekühlt werden.

Daten

Technische Daten – Ugreen iDX6011 Pro
Abmessungen370 x 336 x 316 mm
Gewicht6,3 kg
CPUIntel Core Ultra 7 255H
– 14 Kerne (2 P-Cores, 8 E-Cores, (2 Low-Power-E-Cores)) / 16 Threads
– P-Cores bis 5.10 GHz / E-Cores bis 4.40 GHz
– 24 + 28 MB Cache
– 28 – 115 W TDP
RAM64GB LPDDR5X (verlötet)
Einschübe6x 2.5 / 3.5-Zoll SATA 6 Gbit/s
M.2 Steckplätze2x M.2 M-Key (Typ: 2280)
Netzwerkschnittstellen2x RJ-45 LAN (je 10 Gbit/s)
AnschlüsseFront:
2x Thunderbolt4 / USB4 (40 Gbit/s)
1x SD Card
1x USB Typ-A (10 Gbit/s)

Rückseite:
1x PCIe 4.0 x8
1x HDMI
3x USB Typ-A (1x 10 Gbit/s, 2x 480Mbit/s)
2x Ethernet (2x 10 Gbit/s)
BetriebssystemUGOS Pro
SpeichermodusJBOD/Basic/RAID 0/RAID 1/RAID 5/RAID 6/RAID 10
Lüfter2x 140 mm
Garantie24 Monate
BesonderheitenTouch-Display
KI-Unterstützung

Details

Außenansicht

Mit dem Ugreen NASync iDX6011 Pro bringt Ugreen ein weiteres High-End-NAS-System auf den Markt. Wie das Modell Ugreen NASync DXP6800 Pro bietet auch der iDX6011 Platz für sechs Festplatten sowie zwei M.2-SSDs. Auf den ersten Blick fällt vor allem das Display auf der rechten Seite auf. Dabei handelt es sich um ein Touch-Display, das nicht nur Informationen liefert, sondern auch zur Bedienung genutzt werden kann. Das System besitzt ein hochwertig anmutendes Gehäuse aus mattem Aluminium. An der Front befinden sich die Laufwerkschächte, die sich mit einem Schlüssel oder Schraubendreher verriegeln lassen.

In puncto Ausstattung möchte Ugreen mit dem iDX6011 Pro ordentlich auftrumpfen. Der NAS ist mit einem Intel Core Ultra 7 255H (16 Kerne, bis zu 5,1 GHz) und 64 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher ausgestattet. Das Alleinstellungsmerkmal des Geräts soll die hohe Leistung für lokal betriebene KI-Anwendungen sein, die durch die NPU des Prozessors, die iGPU und bei Bedarf eine dedizierte Grafikkarte erreicht wird. Für den Betrieb einer dedizierten Grafikkarte stehen eine interne PCIe-4.0-x8-Schnittstelle sowie zwei Thunderbolt-4- und ein OcuLink-Anschluss zur Verfügung.

Anschlüsse

Unterhalb der Einschübe auf der linken Seite befindet sich frontseitig der Power-Button, mit dem das Gerät ein- und ausgeschaltet werden kann. Daneben befinden sich sieben Status-LEDs: eine für jeden Festplatteneinschub und eine für die allgemeine Statusanzeige. Auf der rechten Seite befinden sich die Anschlüsse. Neben einem SD-Kartenslot und einem USB-5Gbit/s-Port bietet das NAS hier auch zwei schnelle Thunderbolt-4- bzw. USB-Typ-C-Anschlüsse.

Ugreen iDX6011 Pro, Rückseite

Auf der Rückseite befindet sich ganz links der PCIe-Steckplatz mit einem x8-Interface der Version PCIe 4.0. Daneben befinden sich drei Typ-A-USB-Anschlüsse: zwei in USB 2.0 und einer in USB 3.0 mit 10 Gbit/s. Die beiden Netzwerkanschlüsse bieten jeweils eine Geschwindigkeit von bis zu 10 Gbit/s. Mit Link-Aggregation durch einen kompatiblen Router lässt sich der Ugreen NASync iDX6011 PRO mit bis zu 20 Gbit/s in das Heimnetzwerk integrieren. Außerdem sind ein HDMI-Ausgang und ein OCuLink-Anschluss vorhanden. Letzterer kann für die Verbindung einer externen Grafikkarte genutzt werden, beispielsweise als KI-Beschleuniger.

Ein Blick ins Innere

Die beiden Seitenteile sind dieses Mal verschraubt und lassen sich mit dem beiliegenden Schraubendreher öffnen. Für Nutzer des NAS dürfte allerdings vor allem die linke Seite interessant sein, da sich dort ein Zugang zum Mainboard befindet, wo sich der PCIe-Steckplatz und die SSD-Installationsmöglichkeit befinden. Um eine optimale Kühlung zu gewährleisten, hat der Hersteller sogar Kühlkörper samt Kühlleitpads in den Lieferumfang gepackt.

Auf der anderen Seite verbirgt sich das interne Netzteil und wir können die massive Kühllösung der leistungsstarken CPU betrachten. Im Ugreen IDX6011 Pro kommt mit dem Intel Core Ultra 7 255H ein Prozessor der Spitzenklasse zum Einsatz. Mit sechs Performance-Cores, acht Efficient-Cores und hohen Taktraten dürfte die Leistungsfähigkeit des Systems die üblichen Anforderungen an NAS-Systeme bei Weitem übertreffen. Der Prozessor bietet mit der Intel ARC 140T außerdem eine überaus leistungsfähige integrierte Grafikeinheit sowie eine NPU-Einheit (Neural-Processing-Unit), die primär die beworbenen KI-Features betreibt. Die Pro-Variante verfügt über 64 GB Arbeitsspeicher, der als LPDDR5X verlötet ist und somit nicht erweitert werden kann. Aufgrund der Leistungsfähigkeit des Systems und der Möglichkeit, externe Grafikkarten über PCIe, OCulink oder Thunderbolt zu nutzen, könnte das System sogar als passables Gaming-System herhalten. Die Leistung ist jedoch für allerlei KI-Funktionen vorgesehen, auf die wir später noch detailliert eingehen werden.

Praxis

Ugreen iDX6011 Pro in der Praxis

Installation und Einrichtung

Die Handhabung der Festplatteneinschübe gleicht dem des DXP6800 Pro. Zur Installation der Festplatten entnehmen wir die Festplatteneinschübe aus dem NAS. Die Einschübe besitzen im unteren Bereich der Blende einen Druckknopf, der eine Verriegelung freigibt und den oberen Teil der Blende als eine Art Griff hervorstehen lässt. Um die Festplatten im Gerät zu sichern, können die Druckknöpfe mit den mitgelieferten Schlüsseln (oder einem Schlitzschraubendreher) verriegelt werden. Auch der Einbau der Festplatten in die Einschübe ist ebenso einfach wie sicher: Über einen Hebel lässt sich ein Teil des Einschubs ausfahren, sodass die Festplatte leicht eingesetzt werden kann. Eine Feder zieht den Mechanismus zurück und verriegelt ihn wieder, sodass die Festplatte sicher im Einschub verankert ist. Für den Einbau von 2,5-Zoll-Festplatten müssen diese in den Einschub geschraubt werden. Für den Test verwenden wir eine Seagate Ironwolf Pro mit 30 TB.

Die Einrichtung des Nasync iDX6011 Pro ist dank des Touchdisplays einfach und in wenigen Schritten erledigt. So stellen wir hier die Sprache ein und bekommen kurz darauf einen QR-Code angezeigt, mit dem wir den NAS mit der Smartphone-App koppeln. Dort führt uns ein einfacher Assistent durch den Grundsetup

Hinweis

Nach Redaktionsschluss für diesen Test veröffentlichte UGREEN ein umfassendes Update für den NAS, in dem vor allem die KI-Funktionen grundlegend überarbeitet wurden. So kommt beispielsweise nun statt Ollama-IPEX das Backend llamacpp für die KI-Integration zum Einsatz. Auch das kleine und veraltete qwen3-Modell wurde durch qwen3.5 abgelöst und zudem die Unterstützung für eine größere Variante des Modells implementiert. In unserem Test betrachten wir noch den alten Stand, weshalb unsere Erfahrungen und Schlussfolgerungen nicht mehr aktuell sind.
Wir werden uns die aktualisierte Version in den kommenden Tagen anschauen und den Artikel entsprechend überarbeiten.

Betriebssystem

Das Betriebssystem der Ugreen-NAS-Systeme heißt „UGOS” und verfügt über zahlreiche nützliche Hilfsprogramme. Es kann sowohl per Webzugriff als auch über eine App bedient werden.

Auf dem Ugreen iDX6011 läuft unter der Haube ein Debian-Linux der „Bookworm”-Generation in Version 12.2.0-14 auf Basis von Linux-Kernel 6.12.30. Das Betriebssystem verwendet die offiziellen Debian-Paketquellen. Allerdings scheint es keine automatischen Updates der installierten Pakete durchzuführen. In unserer frühen Version standen jedenfalls zum Ende des Testzeitraums viele Paketupdates aus, die nicht automatisch installiert wurden.

Öffnen wir die Adresse des Routers im Browser unserer Wahl, erwartet uns eine moderne und aufgeräumte Desktopansicht. Bei der ersten Nutzung des Geräts führt ein kurzer Assistent durch die wesentlichen Funktionen des Betriebssystems. Auch viele Apps bieten beim ersten Start eine kurze Einführung. Im initialen Funktionsumfang sind zehn Anwendungen auf dem Desktop hinterlegt. Dazu gehören grundlegende Systemfunktionen wie Einstellungen, Dateien, Task-Manager oder die Speicher-Anwendung. Weiterhin sind Anwendungen für die Verwaltung von Medien und einem selbst gehosteten Cloud-Dienst vorhanden. Weitere Anwendungen können in wenigen Klicks über das App-Center bezogen werden. Neu mit der IDx-Serie sind die KI-Anwendung Uliya und die dazugehörige KI-Konsole. Das Betriebssystem bietet allerdings auch direkte Integrationen in Uliya. Beides zeigen wir in einem späteren Abschnitt im Detail.

Erstellung und Verwaltung von Speicherpools

In der mobilen App „UGREEN NAS“ lässt sich in wenigen Schritten ein Speicherpool erstellen. Für unseren Test nutzen wir eine einzelne Seagate Ironwolf Pro mit 30 TB in einem „Basic“-RAID-Typ. Weitere unterstützte Verbundarten sind JBOD, RAID 0, RAID 1, RAID 5, RAID 6 und RAID 10. Diese unterscheiden sich jeweils in verschiedenen Aspekten und bringen jeweils Vor- und Nachteile mit sich. Die Wahl eines passenden RAID-Typs ist eine wichtige Entscheidung, die stark von den Erwartungen und Bedürfnissen abhängt. An dieser Stelle verweisen wir gerne auf unseren Test des DXP4800, in dem wir die RAID-Arten etwas genauer vorstellen.
Zu guter Letzt erstellen wir noch ein Volume auf dem Pool. Hier stehen die Dateisysteme ext4 oder Btrfs zur Verfügung. Das erstelle Volume wird neben den Nutzerdaten auch für installierte Anwendungen und deren Daten verwendet.

KI Funktionen des AI NAS im Detail

Eine der wesentlichen Eigenschaften der Ugreen IDX-Reihe ist die starke Integration von KI-Funktionen, die das Gerät mithilfe eines intern bereitgestellten Large Language Models ausführt. Im Folgenden wollen wir euch diese Funktionen im Detail vorstellen. Um die KI-Funktionen nutzen zu können, müssen zunächst einige KI-Modelle in der Modellbibliothek der KI-Konsole installiert werden.
Neben der rein lokalen KI kann auch eine Verbindung zu Modellen der Firma OpenAI hergestellt werden. Das ist aber optional und im Werkzustand nicht eingerichtet. Alles, was mit der KI gemacht wird, geschieht auf dem lokalen NAS und verlässt es nicht.
Kurze Info vorab: Wir sehen uns hier eine Vorabversion der Software auf dem NAS an, was auch für die KI-Funktionen gilt. Bis zum Release können sich diese noch verändern.

KI-Integration im UGOS Betriebssystem

Ugreen idx llm bibliothek

Die Modellbibliothek bietet zum aktuellen Zeitpunkt für die Kategorien „Large Language Models”, „Multimodale Modelle” und „Spracherkennungsmodelle” jeweils nur eine Option. Wir können uns aber gut vorstellen, dass in einer späteren Version der Software weitere Modelle zur Auswahl stehen werden. Das allgemeine LLM für die Chatfunktionen ist ein qwen3 (genaue Version: qwen3:4b-instruct-2507-fp16). Es ist ein gutes Modell, das allerdings mittlerweile etwas veraltet ist. Von Qwen gibt es bereits neuere Versionen, die deutlich besser sind als die hier eingesetzte Variante. Allerdings betrachten wir hier eine frühe Vorabfassung der Software und der KI-Funktionen, und bis zum Release der Ugreen IDX-Reihe kann sich hier noch einiges ändern. Wir installieren das 12 GB große Qwen3-Modell sowie das multimodale Modell „Uliya-v2b”.

Ulija, ein digitaler Assistent

Die KI auf dem NAS heißt Uliya. Sie kann als Anwendung gestartet werden und bietet dann ein Chat-Interface mit mehreren Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten. In der Hauptansicht lässt sich neben dem regulären Chat mit einer LLM auch eine Wissensdatenbank erstellen und nutzen. Außerdem können Dokumente zusammengefasst und Funktionen im Zusammenhang mit einer bestimmten Datei ausgeführt werden. Unter „Intelligente Befehle” finden sich smarte Funktionen, die alle im Zusammenhang mit Dateien auf dem NAS agieren. Beispielsweise lassen sich Bilder in den eigenen Alben suchen oder smarte Alben anhand eines Prompts erstellen.

In unseren Tests funktioniert die KI selbst gut. Das kleine lokale qwen3-Modell liefert in der deutschen Sprache schon sehr gute Ergebnisse und liefert durchaus brauchbare Antworten. Die smarten Befehle funktionieren in unserer Version noch nicht immer fehlerfrei: Eine Suche nach bestimmten Bildern funktioniert nur in sehr generischen Fällen. Beispielsweise kann die KI anhand einer Beschreibung Fotos vom Strand und Blumen finden. Konkrete Personen, die die KI in der Fotoanwendung kennt, werden hingegen nicht gefunden. Ebenso wenig werden konkrete Fälle wie „Bilder einer Gruppe Kinder”, „Bilder, auf denen mehrere Personen zu sehen sind” oder „Bilder meiner Katze” gefunden. Insbesondere die KI-Funktionen für Bilder sind aktuell noch nicht sehr ausgereift: Uliya findet für viele Anfragen gar keine Ergebnisse und auch in der Foto-App mit intelligenter Suche funktioniert die Suche aktuell nur mit einigen recht oberflächlichen Keywords. Bis zum Release kann sich hier aber noch einiges tun.

Der KI-Assistent scheint selbst nicht zu wissen, wer er ist. Wenn wir Uliya nach Uliya oder dem Ugreen NAS fragen, erhalten wir als Antwort, dass die KI beides nicht kennt. Wir haben es also höchstwahrscheinlich mit dem unveränderten Qwen3-Modell von Alibaba zu tun, ohne eine besondere Systemanweisung, die dem KI-Agenten Hintergrundwissen zum NAS oder zu sich selbst gegeben hätte. Fragen zum NAS, seinen Einstellungen und Funktionen werden mit sehr generischen Aussagen beantwortet, die weit von der Realität abweichen. Es wäre wünschenswert, wenn der KI-Assistent sich selbst sowie seine Einstellungen und Funktionen kennen würde und diese am besten direkt ansteuern könnte, wenn der Nutzer im Chat dazu Fragen hat.
In der aktuellen Version kann das Modell nur Text erzeugen. Es kann also keine Bilder, Videos oder Dokumente erstellen.

Fazit

Hardwaretechnisch ist der UGREEN NASync iDX6011 Pro aktuell konkurrenzlos und es wird vermutlich noch einige Zeit dauern, bis sich das ändert. UGREEN bringt in einem 6-Bay-NAS mit dem Intel Core Ultra 7 255H eine Top-CPU mit 16 Kernen sowie 64 GB schnellem Arbeitsspeicher unter. In Kombination bietet das System eine KI-Leistung von 96 TOPS. Weiterhin verfügt der NAS über Anschlüsse der Extraklasse: zwei Thunderbolt 4, OCuLink, zwei 10-Gbit/s-Netzwerkanschlüsse und einen x8-PCIe-Anschluss. Damit bietet der NAS ein Gesamtpaket an Hardware, das kaum Wünsche offenlässt.

Die Software UGOS bietet alles, was man von einem NAS erwartet. Neben der Möglichkeit, Speicherpools verschiedenster Art zu erstellen, Ordner freizugeben und Nutzer zu verwalten, gehören auch Anwendungen zur Verwaltung verschiedener Mediatheken zum Repertoire des NAS. Darüber hinaus können durch Docker-Container sehr einfach zahlreiche andere Anwendungen auf dem NAS ausgeführt werden.
An dieser Stelle wollen wir vor allem die gut gemachte mobile App noch einmal lobend erwähnen. Sie bietet die meisten Funktionen des Webinterfaces in einer mobilfreundlichen Ansicht. Somit kann der NAS jederzeit vom Smartphone aus bedient werden.

Der Fokus der iDX-Reihe liegt auf ihren KI-Funktionen, die sich zum aktuellen Zeitpunkt noch in der Entwicklung befinden. Das lokal betriebene Sprachmodell funktioniert einwandfrei, auch wenn es nicht dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Intelligente Befehle wie die semantische Suche funktionieren aktuell noch nicht wie sie sollten: Viel zu häufig spuckt die Suche keine Ergebnisse aus. Bis zum Release kann sich hier noch einiges ändern, wir halten Sie auf dem Laufenden.

Pro:
+ Hardwarepaket aktuell nahezu konkurrenzlos im Consumer-NAS-Bereich
+ Sehr leistungsfähiger Prozessor
+ 64 GB schneller Arbeittspeicher
+ Hohe lokale KI-Leistung
+ Umfangreiche Anschlussvielfalt mit Thunderbolt 4, OCuLink, Dual-10-Gbit/s-LAN und PCIe-x8
+ Insgesamt gute Software inklusive Multimedia- und Mediatheken-Verwaltung
+ Sehr gelungenes mobiles App-Erlebnis mit nahezu vollem Funktionsumfang

Kontra:
– KI-Funktionen befinden sich noch sichtbar in der Entwicklungsphase
– Arbeitsspeicher ist verlötet und damit nicht erweiterbar


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