Hast du dich schon einmal gefragt welche Temperatur in deinem PC tatsächlich herrscht? – Wir uns auch! Mit einer Wärmebildkamera können wir das überprüfen und nehmen heute die HIKMICRO E01 Wärmebildkamera unter die Lupe. Eine Wärmebildkamera beschränkt sich hierbei nicht nur auf PC-Komponenten, die Einsatzzwecke sind mit einem Laserpointer, Bildaufnahme und Videoaufzeichnungen abwechslungsreich. Mal sehen wie vielseitig die Hand-Wärmebildkamera, wirklich ist. Begleite uns gerne im Test!

Verpackung, Inhalt, Daten

Verpackung

Die Verpackung ist hauptsächlich schwarz mit roten Akzenten gestaltet. Frontal ist die Wärmebildkamera mit Herstellerlogo und Modellbezeichnung in Aktion abgebildet. Seitlich sind drei Beispielbilder mit Wärmezonen platziert. Unterhalb sind Kontaktdaten zur Firma HIKMICRO und Social-Media-Kanäle aufgedruckt. Die Rückseite der Verpackung ist mit Entsorgungshinweisen und Aufklebern verziert. Linksseitig sind einige technische Daten aufgezählt.

Inhalt

Wir ziehen den Schuber ab und können die schwarze Verpackung darunter anschließend öffnen. Begrüßt werden wir von einem Dankeskärtchen mit QR-Code für Support und weitere Information zu den Einsatzzwecken. Unter dem Dankeskärtchen befindet sich ein Kalibriernachweis und eine Gebrauchsanweisung. Zwischen dem Schaumstoff befindet sich ein weiterer kleiner Karton mit einem Multifunktionskabel und der eigentlichen Hand-Wärmebildkamera. Zusammengefasst befinden sich folgende Komponenten im Lieferumfang:

  • Dankeskarte mit Zusatzinformation
  • Kalibriernachweis
  • Gebrauchsanweisung (21 Sprachen)
  • Multifunktionskabel (1 Meter)
  • HIKMICRO – Handheld Thermal Camera

Daten

Technische Daten – „HIKMICRO E01 Wärmebildkamera“
Abmessungen195 x 75 x 59 mm
Thermische Auflösung96 x 96 (9.216 Pixel)
SuperIR Skalierungbis zu 240 x 240 (57.600 Pixel)
Display-Abmessungen37 x 49 mm (Breite x Höhe)
Distanz-Verhältnis112:1
Messbare Temperaturbis zu 400 °C
Auflösungsfrequenz20 Hz
ZiervorrichtungLaser-Pointer
SpeicherIntegrierter 4 GB Speicher
Akku-Laufzeitbis zu 8 Stunden durchgängig
SchutzartIP54 (Schutz gegen Staub und Spritzwasser)
WiderstandsfähigkeitHält 2 Meter Sturzschaden stand

Details

Die HIKMICRO – Handheld Thermal Camera besitzt ein schwarz-rotes Design und besteht außen hauptsächlich aus einem angenehmen und weichen Kunststoff. Der Kunststoff fühlt sich haptisch silikonartig an, wobei die Ränder etwas härter und widerstandsfähiger sind. Vorne an den Linsen ist ein härterer Kunststoff mit einem roten Metallring verbaut. Die obere Linse schützt hierbei den Laser und die untere verdeckt das Wärmebildobjektiv. Zum Schutz der Linsen ist eine schwarze Metallabdeckung angebracht, auf der ein kleines Laser-Gefahren-Piktogramm aufgeklebt ist. Der Auslösehebel an der Rückseite ist ebenfalls aus Kunststoff und bietet einen gut dosierbaren Auslöse-Widerstand und einen kurzen Auslöseweg. Beim Auslösen des Hebels ist ein deutliches Klicken zu hören.

Frontal ist das glänzende Display mit vier roten Gummiknöpfen zu sehen. Das Display ist nach dem Auspacken mit einer zusätzlichen Folie vor Kratzern geschützt. Die gummierten Buttons sind mit weißer Schrift bedruckt. Das Display hat die Abmessungen von etwa 3,7 x 4,9 cm. Über dem Display befindet sich eine kleine Gummiklappe, die einen USB-C-Anschluss vor Staub und Feuchtigkeit schützt. Die Unterseite der Hand-Wärmebildkamera ist eine kleine Schlaufe in dem Korpus angebracht, die um das Handgelenk gelegt werden kann, sodass die Kamera vor Sturzschäden gesichert ist. Die Schlaufe ist auch praktisch, wenn gerade beide Hände frei sein müssen. Ebenfalls auf der Unterseite ist ein Gewinde eingearbeitet und erlaubt das Anbringen eines Stativs, was besonders für Video-Aufzeichnungen praktisch ist.

HIKMICRO hat sich auch bei dem Multifunktionskabel erfolgreich Mühe gegeben. Es ist einen Meter lang und hat einen Durchmesser von knapp vier Millimeter. An einem Ende ist ein Ferritfilter verbaut, der hochfrequente elektromagnetische Störungen filtert. Am anderen Ende ist ein USB-C- auf USB-A-Adapter angehängt. Alle Stecker (2x USB-C / 1x USB-A-Adapter) besitzen Symbole zur Aufladung und zur Datenübertragung. Das Kabel wirkt sehr hochwertig und für die Wärmebildkamera sollte auch ausschließlich dieses Multifunktionskabel benutzt werden.

Praxis

Vor dem Erstgebrauch soll die HIKMICRO Wärmebildkamera drei Stunden geladen werden. Zum Aufladen der Wärembildkamera kann ein Netzteil eines Drittanbieters mit einer Spezifikation von 5V/2A eingesetzt werden. Der USB-C-Anschluss soll jedoch nur mit dem beigefügten Multifunktionskabel verbunden werden. Beim Laden leuchtet eine kleine rote LED am Einschaltknopf an der Front. Ist der Ladevorgang vollständig, leuchtet die LED grün. Die Wärmebildkamera wird durch zwei-sekündiges Drücken der Power-Taste eingeschaltet. Der erste Ladevorgang hat bei uns jedoch deutlich weniger als drei Stunden benötigt.

Bedienung

Zum Einschalten der Kamera wird der linke Einschaltknopf gedrückt und kurz gehalten, bis das Herstellerlogo erscheint. Nach dem Einschalten finden wir uns direkt im Messbildschirm wieder. Hier sind sofort kalte und warme Bereiche zu sehen. Mit dem Pfeil nach unten werden die fünf Darstellungsarten Regenbogen, Weißglühend, Schwarzglühend, Blau-Gelb und Eisenglühbogen durchgeschaltet. Komischerweise ist der Pfeil nach oben im Messbildschirm funktionslos – hier hätten wir erwartet auf den vorherigen Modus zurückschalten zu können. Auch der rechte Zurück-Button hat im Messbildschirm keine Funktion. Der Trigger, der mit dem Zeigefinger benutzt wird, hat hierbei je nach Einstellung verschiedene Funktionen, auf die wir später im Menü eingehen. Im Messbildschirm ist links oben die Messeinheit zu sehen, in unserem Fall °C. Am rechten Bildschirmrand ist die Temperatur-Bandbreite abgebildet. Hier wird die maximale und die minimale Temperatur in Zahlen angezeigt. Für jeden Modus ist auch die Farbskala zwischen den Werten aufgetragen. Am unteren Bildschirmrand werden die aktivierten Modi, wie beispielsweise der SuperIR zur höheren Auflösung angezeigt. Weiterhin ist die aktuelle Entfernung und der Epsilon-Wert am rechten, unteren Bildschirmrand angegeben. Der Messbildschirm ändert sich, je nach getätigten Einstellungen im Menü.

Das Menü der HIKMICRO E01 kann über ein kurzes Drücken der Power-Taste erreicht werden. Hier können wir einige Einstellungen tätigen und gespeicherte Daten vorfinden. Der Thermometer-Modus funktioniert am besten in Verbindung mit dem Laser, der präzise die Temperatur eines anvisierten Punktes misst. Dieser Laser ist jedoch erst ab einem Abstand von etwa einem halben Meter wirklich nützlich, da dieser mit dem Fadenkreuz im Messbildschirm sonst nicht übereinstimmt. Wird der Thermometer-Modus deaktiviert, zeigt der Messbildschirm zusätzlich die maximale und minimale Temperatur sowie die Temperatur im Zentrum des Bildschirms an. Zusätzlich wird die heißeste und kälteste Punkt durch ein kleines Fadenkreuz markiert. Die Einschalttaste agiert in den Einstellungen als Bestätigungstaste und so können wir zu den Alben gelangen, die Fotos und Aufzeichnungen im MP4-Format beinhalten. Die Dateien können wir in den Alben abspielen und löschen. Als dritte Einstellung setzen wir die Entfernung fest, die standardmäßig auf 0,5 m gestellt ist. Eine weitere Funktion ist die SuperTemp(Beta), die in einfacher Umgebung zu einer schnellen und präzisen Temperaturmessung behilft. Bei Nahaufnahmen oder komplexen Umgebungen mit beispielsweise stark reflektierenden Oberflächen könnte diese Funktion aber nachteilig sein.

In der Rubrik Szene stehen neben der benutzerdefinierten Szene auch Wasserleckage, Isolation, Bodenheizung, elektrische Störungen oder Solarpanel als Voreinstellung zur Verfügung. Eine benutzerdefinierte Szene setzt zum einen die Individualisierung des Emissionsgrades für verschiedene Materialien voraus. Hier stehen weiterhin eine große Auswahl an Emissionsgraden für verschiedene Materialien zur Verfügung. Von Beton, über Keramik, Gummi, Holz und viele weitere kann der Emissionsgrad auch händisch angepasst werden. Innerhalb der Szene-Einstellung kann auch hier die Farbpalette gewählt werden, die im Messbildschirm durchgeschaltet werden können. Unter Level & Span kann die Bandbreite zwischen kühlen und warmen Bereichen angepasst werden, in den meisten Fällen ist jedoch die Automatik die bessere und schnellere Wahl. Ebenso kann der Temperaturbereich händisch angepasst werden, sollte meistens jedoch auch auf automatisch gestellt werden. In der Farbverteilung kann zwischen Linear und Histogramm gewählt werden, wir empfehlen in erster Linie die Linear-Farbverteilung, in der Unterschiede schnell erkannt werden können. Über eine Zeitspanne könnte Histogramm ebenso interessant sein.

Als Nächstes kommen die Displayeinstellungen, in denen die Parameter, Markenlogo, Temperaturskala, Einheit und Zeit und Datum angezeigt und angepasst werden können. Den SuperIR-Modus können wir wärmstens empfehlen, da eine höhere Auflösung, die dabei aktiviert wird, einfach ein besseres Bild liefert. Einer der interessantesten Einstellungen ist der Erfassungsmodus, der den Trigger am Zeigefinger beeinflusst. Hier wird der Trigger zwischen Bilder- und Video-Aufnahme gewechselt. Wird Aufzeichnen aktiviert, kann durch längeres Drücken des Triggers eine Aufnahme gestartet und der Laserpointer aktiviert werden. Ist die Aufzeichnung deaktiviert und der Trigger wird gedrückt gehalten, wird nur der Laserpointer eingeschaltet. Der Erfassungsmodus beeinflusst also das Einsatzszenario und die bevorzugte Bedienung. Als letztes können in den weiteren Einstellungen der Laser deaktiviert, eine automatische Ausschaltfunktion und Standby-Modus angepasst, Information über die Version erhoben, Protokolle gespeichert und der Speicher formatiert werden. Zusammengefasst gibt es viele Einstellungen, für verschiedene Szenarien und Bequemlichkeit für Bedienung und Komfort – mehr als eingangs vermutet werden würde.

Auch die haptische Bedienung ist durch die angenehmen Oberflächenmaterialien und die ergonomische Form sowie die Handschlaufe leicht zu handhaben. Den Trigger am Zeigefinger zu aktivieren ist ein leichtes, womit in vielen Fällen der Laser zur Zielführung genutzt wird. Kurzes Triggern nimmt ein Bild auf und wenn die entsprechenden Einstellungen vorgenommen werden, kann bei längerem Triggern ein Video aufgenommen werden.

Werkstatt

Wir testen die Wärmebildkamera in einer Werkstatt mit verschiedenen Kraftfahrzeugen. Der Tag war regnerisch und entsprechend kühl, sodass die Karosserieoberfläche ebenso niedrigere Temperaturen aufwies. In der HIKMICRO Handheld Thermal Camera sehen wir von außen sofort die kühlen Stellen der Karosserie. Als nächstes fällt auf, dass die Motorhaube die wärmste Stelle der Oberfläche darstellt, auch die warmen Stellen der Auspuffanlage verteilen sich im Messbildschirm. Unter der Motorhaube eines warmen Volkswagen Passats vergleichen wir die angezeigte Betriebstemperatur von etwa 90 °C im Bordcomputer mit der Messanzeige über die Laserzielhilfe. Die angegebenen Temperaturtoleranzen von ±2 °C können wir bestätigen. Mit der Aufzeichnungsfunktion zeichnen wir die Wärmeverteilung in kurzen Videos auf und können die Aufnahmen zu einem späteren Zeitpunkt am Computer nachvollziehen. Dabei fällt uns auf, dass die Wärmebildkamera eher stationär gehalten werden sollte, um die Wärmeverteilung aufzunehmen. Bei Bewegungen mit der Kamera muss diese hin und wieder das Bild kalibrieren, was zu kurzen Standbildern führt.

Zuhause

Auch Zuhause findet die HIKMICRO E01 ihren Nutzen. Wir schauen uns die Fußbodenheizung in einem Badezimmer an. Der Messbildschirm zeigt uns den deutlich abgrenzenden heißen Bereich an. Die Fußbodenheizung ist auf der Stufe 6 eingestellt, was einer Temperatur von etwa 32 °C entspricht. Wir visieren den Fußboden direkt an und erhalten einen Wert von über 31 °C. Dieser Wert schwankt leicht und befindet sich innerhalb der Messtoleranz. Die Messung ist also äußerst präzise. Der Messbildschirm zeigt uns ein interessantes Bild der Fußbodenheizung – wir können sehen, wie die Fußbodenheizung im Boden verlegt worden ist. Es ist als ob wir einen Röntgenblick nutzen würden, erstaunlich. Auf diese Weise ist es auch möglich Wärmebrücken an Mauern zu finden, ein häufiger Streitpunkt im Mietverhältnis. Glücklicherweise können wir solche Stellen nicht entdecken aber in der Regel zeigen sich solche Stellen oft an Ecken an den Außenmauern innerhalb der Wohnung. Solche Ecken weisen oft eine kältere Temperatur von mindestens 2 °C trotz homogener Wärmeverteilung an. Zu erkennen sind diese Stellen an den Temperaturen der Mauer unmittelbar neben den Ecken, etwa ein bis zwei Meter entfernt. Weiterhin könnten auch elektrotechnische Störfälle wie deutlich erwärmte Leitungen in Mauern gefunden werden. Auch solche Stellen sind bei uns zum Glück nicht zu finden.

Hardware

Testsystem
GehäuseNZXT H9 FLOW RGB+
MainboardNZXT N9 Z890
CPUIntel Core Ultra 7 265K
KühlerNZXT KRAKEN ELITE 420 RGB
ArbeitsspeicherG.SKILL Trident Z5 Royal
GrafikkarteNVIDIA GeForce RTX 3080 Founders Edition
SSDSamsung SSD 970 EVO 1 TB M.2 NVMe
PNY CS3250 M.2 NVMe
HDDSeagate ST4000, Crucial MX500
Lüfter2x NZXT F420 RGB Core, NZXT F120 RGB Core
NetzteilCORSAIR HX1000i SHIFT

Wir testen eines unserer Setups mit der HIKMICRO E01 indem wir das System hochfahren und anschließend einen Multi-Core-Stresstest mit Cinebench R23 durchführen. Dabei starten wir eine Aufzeichnung mit der Wärmebildkamera und loggen die Temperaturen des Systems mit HWInfo mit.

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Besonderes Augenmerk setzen wir auf die Log-Daten der VR VCC Temperatur, denn das ist die Temperatur der Spannungswandler (VRMs/MOSFETs) auf dem Mainboard, die die warmen Bereiche unseres Messbildschirms abbilden. Hierbei vergleichen wir die Zeiten zwischen Video und Zeitstempel der Logdateien und stellen fest, dass die Aufzeichnung die exakte Temperatur widergibt – die Messung ist also verlässlich. Die Wärmebildkamera lassen wir ohne Aufzeichnung laufen, um einen Akkutest durchzuführen. Der Akku hält bei unserem Test knapp 12 Stunden. Eine etwa 16-minütige Aufzeichnung im MP4-Format umfasst hierbei eine Größe von 12,6 MB. Das bedeutet, trotz des eher kleineren Speichers, können hierbei längere Aufnahmen gespeichert werden.

Software

Auf der Homepage des Herstellers lässt sich eine mächtige Software zur Analyse, Nachbearbeitung, Berichterstellung und Live-Aufnahmen downloaden – die HIKMICRO Analyzer Appplikation. Nach der Installation des HIKMICRO Analyzer finden wir uns in der Bibliothek wieder. Hier können wir in einer Ordnerstruktur die interessanten Fotos mit Temperaturinformationen auswählen, die wir näher betrachten und analysieren möchten. Bei der Auswahl von Fotos ohne Temperaturinformation, wird darauf hingewiesen entsprechende Bilder auszuwählen. In der Aufgabenliste am rechten Rand erscheinen die ausgewählten Bilder für die Analysenrubrik. In der Analyse stehen verschiedene Diagramme und Ansichten zur Verfügung. Zunächst ist links oben das zu analysierende Bild zu sehen. Hier sind die kälteren und wärmeren Stellen mit einer entsprechenden Farbpalette, genauso wie im Messbildschirm der Wärmebildkamera abgebildet. In der unteren Hälfte der Anzeige sind die Werte der Messungen, Histogramm der Temperaturen in gleicher Farbpalette und eine Leistungskurve auswählbar. Das praktische des HIKMICRO Analyzer ist, dass die Fotos nicht in einer besonderen Farbpalette abgebildet sein müssen, denn in der Software sind die Farbpaletten wählbar, es stehen sogar mehr Farbpaletten zur Verfügung, als in der Messung selbst. Die Fotos können im rechten oberen Teil als 3D-Ansicht dargestellt werden. Die dritte Dimension bildet hierbei also die Temperatur ab. Auch hier werden die Temperaturen an einer mehrfarbigen Skala sichtbar. Die Bilder mit Temperaturinformationen können mit normalen Fotos hinterlegt werden. Das bringt den Vorteil, dass die Umgebung besser wahrgenommen werden kann, sodass auch einzelne Bauteile besser zu sehen sind. So kann eine Bild in Bild funktion dazu genutzt werden, bestimmte Bereiche anzuzeigen. Weiterhin können Punkte mit maximaler und minimaler Temperatur sowie jeder beliebige interessante Punkt markiert werden. Außerdem können hier auch Linien gezogen werden, die den Verlauf der Temperatur in diesem Bereich wiedergibt.

In der Rubrik Bericht, kann ein PDF-Dokument automatisch erstellt und angepasst werden. Der Vorteil ist hierbei, dass alle relevanten Daten des Messgerätes in den Bericht aufgenommen werden und somit ein glaubwürdigen Nachweis darstellen. Etliche Anpassungen am Dokument und weitere Zeilen, Daten und Notizen können hinzugefügt werden, die den relevanten Sachverhalt als wissenschaftliche Messung möglich machen.

In der letzten Rubrik Live kann die Wärmebildkamera mit dem mitgelieferten Verbindungskabel an den PC angeschlossen werden. So kann das Bild in Echtzeit bearbeitet und sämtliche Einstellungen am PC direkt vorgenommen werden. Das ist praktisch für den mobilen Einsatz mit einem Laptop, um beispielsweise die Wärmeübertragung einer Anlage zu dokumentieren. Die Analyzer Software ist ein starkes Tool, ist aber unserer Meinung nach eher an geschäftliche Kunden gerichtet, da der Normalverbraucher in der Regel keine nachweislich belegbaren Wärmeübertragungs-Dokumentationen benötigt. Jedenfalls eine interessante Software, die viele zusätzliche Features zur Wärmebildkamera hinzufügt.

Fazit

Die HIKMICRO – Handheld Thermal Camera ist ein äußerst praktischer Begleiter in der Temperaturmessung. Dieses kleine Gerät liefert hilfreiche Information für zahlreiche Einsatzzwecke. Die Messung ist zudem präzise und bleibt stets innerhalb der Messtoleranz. Als Wärmebildkamera bietet die HIKMICRO das Speichern von Momentaufnahmen und Videoaufzeichnungen. Die Videoaufnahme ist auch in der Bewegung möglich, sollte aufgrund der stetigen Kalibrierung des Bildes aber statisch gehalten werden, was mit einem Gewinde für ein Stativ erleichtert wird. Zusätzlich bietet HIKMICRO ihre Analyzer Software an, eine ausführliche Bearbeitung, Analyse und Berichterstattung, sowie Live-Aufnahmen über den PC oder Laptop erlauben. Auf diese Weise kann der interne Speicher von 4 GB, der nicht erweiterbar ist, direkt auf den Speicher des Endgerätes übertragen werden. Die HIKMICRO – Handheld Thermal Camera ist ein Produkt, das weit über den Einsatzzweck einer Privatperson hinausreicht und in jedem Fall ein hilfreicher Begleiter ist. Mit einem aktuellen Preis von 179,99 laut Idealo zählt diese Wärmebildkamera zu den günstigeren Varianten, bietet jedoch viele Features und ist leistungsfähig – wir sprechen eine eindeutige Empfehlung aus.

Pro:
+ Top Verarbeitung
+ Simple Steuerung
+ Bequeme Haptik
+ Ausführliches und individuelles Menü
+ Stativgewinde
+ Stabile bauweise mit Trageschlaufe
+ Starke Software
+ Lange Akkulaufzeit
+ Bilder- und Videoaufzeichnungen
+ Flüssige Firmware
+ Multifunktionskabel

Kontra:
– Videoaufzeichnung sollten statisch durchgeführt werden

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