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NZXT KRAKEN Z73 RGB im Test

Mit der KRAKEN Z-Reihe steigt NZXT erneut in den Markt der All-In-One Wasserkühlungen ein und wartet mit einem konfigurierbaren 2,36“ großem LCD-Display auf. Mit 24 Bit Farbtiefe können die CPU/GPU-Temperaturen angezeigt oder auch individuelle GIFs mit 320 x 320 px genutzt werden. Die Ausrichtung des Displays lässt sich in der Herstellersoftware von Standard bis zu -90° anpassen. Für Frischluft sorgen drei Aer RGB 2 – 120 mm Lüfter mit hydrodynamischen Gleitlagern, die ordentlich Wind aufwirbeln. Die KRAKEN Z73 -Reihe ist mit RGB-Lüftern ohne und in den Farben Schwarz und Weiß verfügbar. Umso erfreuter sind wir natürlich, dass wir euch heute die KRAKEN Z73 RGB 360 mm in Weiß vorstellen können und das in einer Kombination mit dem bereits getesteten NZXT H7 ELITE Gehäuse und dem NZXT N7 Z690 DDR4 Mainboard, ebenfalls in Weiß. Wie sich die KRAKEN Z73 RGB so in der Praxis schlägt und was sie sonst noch zu bieten hat, erfahrt ihr nun im nachfolgenden Test. Das Testmuster wurde uns durch den Hersteller zur Verfügung gestellt.

Verpackung, Inhalt, Daten

Verpackung

Die NZXT KRAKEN Z73 RGB AIO kommt in einer weißen Hochglanzkartonage im typischen NZXT Style. Die Vorderseite illustriert die AIO und die Rückseite informiert über das Große 2,36“ LCD-Display, die CAM-Software und die RGB-Lüfter. Ein Bild der NZXT KRAKEN Z73 RGB im Betrieb ist hier ebenfalls zu sehen.

Beide Stirnseiten sind in einem dunklen Lila, den typischen NZXT Farben gehalten. Auf einer Seite befinden sich die Features in 12 unterschiedlichen Sprachen. Die andere Stirnseite hingegen listet alle Features in tabellarischer Form auf.

Inhalt

Neben der KRAKEN NZXT Z73 RGB, die sicher im Kartoninlay in zwei Plastikbeuteln (Kühlergehäuse/ Radiator) verstaut ist, befinden sich auch drei Aer RGB 2 120mm Lüfter, die ebenfalls separat in kleinen Plastikbeuteln untergebracht sind.

Sämtliches Zubehör für die Montage aller Sockel von Intel und AMD sowie alle benötigen Anschlusskabel und eine Visitenkarte weist darauf hin, dass die Bedienungsanleitung via Download als PDF auf der Herstellerseite heruntergeladen werden kann, befindet sich im Lieferumfang.

Daten

Technische Daten
NZXT KRAKEN Z73 RGB
 
Komptabilität Intel: Sockel LGA 1200, 115X, 1366, 2011, 2011-3, 2066
AMD: AMD Sockel AM4, sTRX4*, TR4* (*Threadripper-Halterung nicht enthalten)
Kühlblock  
Abmessung Durchmesser: 79 mm
Höhe: 52 mm
Material- Kühlblock Kupfer
Material-Gehäuse Kunststoff
Pumpe  
Hersteller Asetek 7.Generation
Drehzahl 800 – 2,800 ± 300 RPM
Stromversorgung 12V DC, 0.3A
Schlauch  
Länge 400 mm
Material Robustes Gummi mit geflochtener Nylon-Ummantelung
Pumpengehäuse  
Material Aluminium und Plastik
Lüftersteuerung Ja
Drehrichtung Software Einstellbare Standardeinstellung, +90, +180, and -90 Grad
LCD-Display  
Aktiver Bereich 2.36” (60 mm) Durchmesser
Farbe 24-bit True Color LCD
Auflösung 320 x 320 px
Helligkeit 650 cd/m²
Lüfter Aer RGB 2 120 mm
Anzahl der Lüfter 3
Maße Lüfter (L x B x H) 120 x 120 x 26 mm
Stromverbrauch 12V DC, 0.18A
Leistungsaufnahme 2.2 W
Anschluss Lüfter 4-PIN PWM
Drehzahl 500 – 1500 RPM ± 300 RPM
Lager Hydrodynamisches Gleitlager
Durchsatz 52,44 CFM
Lautstärke 22-33 dBA
Lebensdauer 60.000 Stunden / 6 Jahre
Allgemein  
Garantie 6 Jahre

 

Details

NZXT verbaut bei der KRAKEN Z73 RGB ein 79 mm x 52 mm aus Aluminium gefertigtes Pumpengehäuse, das hochwertig verarbeitet ist. Im Deckel kommt ein 24-bit True Color LCD-Display mit 2.36” (60 mm) im Durchmesser zum Einsatz. Die Helligkeit kann mit maximal 650 cd/m² aufwarten, was wirklich sehr hell ist, diese lässt sich aber dank der CAM-Software regulieren. Mit dem individualisierbaren LCD-Display lassen sich nicht nur Logos oder selbst eingefügte Gifs auf dem Pumpengehäuse anzeigen, sondern auch die Temperaturen von CPU, der GPU und auch andere Informationen wie die Wassertemperatur darstellen. Der Nutzer entscheidet also selbst, was dargestellt wird und was nicht. Das Sahnehäubchen des Ganzen ist die Ausrichtung des Displays. Dieses kann in Schritten von 90° angepasst werden. Im Inneren des Pumpengehäuses kommt eine Asetek Pumpe der 7. Generation zum Einsatz. Die Pumpe hat einen hohen Drehzahlbereich und kann relativ leise betrieben werden. Die hohe Kühlleistung mit einer max. Drehzahl von 2,800 ± 300 RPM sollte genug Power haben, um auch „übertaktete Systeme“ gut mit Leistung zu befeuern.

Die Richtung der Pumpenschläuche kann verändert werden, wie es entsprechend dem Mainboard erforderlich ist, dank der Drehgelenke am Pumpengehäuse ist hier Flexibilität garantiert.

Das Pumpengehäuse selbst hat seitlich zwei Anschlüsse. Einen breiten, von dem drei Kabel abgehen. Ein 3-poliger Anschluss, das Bindeglied für den CPU_FAN oder der AIO_PUMP, ein SATA-Kabel (Stromaufnahme) und ein 3-PIN Y-Kabel, über das die Lüfter angeschlossen und geregelt werden. Das Micro-USB-Anschlusskabel wird zur Steuerung der Pumpeneinheit mittels der CAM-Software verwendet.

Der aus Kupfer gefertigte kreisrunde Kühlerboden ist bereits seitens NZXT mit Wärmeleitpaste für die einmalige Montage versehen. Eine „Rundrumplastikabdeckung“ schützt ihn vor etwaigen Berührungen oder verwischen beim Einbau des Kühlers.

Die Optik und die saubere Verarbeitung des weiß lackierten 394 x 121 x 27 mm aus Aluminium gefertigten Radiators ist eine wahre Augenweide. Unsauber Verarbeitetes oder scharfe Kanten sucht man hier vergeblich. Seitlich ist der NZXT-Schriftzug im Rahmen eingearbeitet und rundet das Erscheinungsbild in jeglicher Form stimmig ab.

Die 400 mm langen Weißen aus Gummi gefertigten Schläuche sind mit einem verstärkten Außen-Gewebe (Sleeve) versehen und ebenfalls sauber verarbeitet.

Um die entstandene Abwärme auch für die großen Intel und AMD Prozessoren zu stemmen, setzt NZXT auf die Aer RGB 2 120 mm Lüfter. Die verbauten hydraulischen Lager sollen Reibungsgeräusche reduzieren und die Lebensdauer der Lüfter verlängern. Ab Werk sind an vier Ecken schwarz gehaltene Anti-Vibrations-Dämpfer angebracht. Von der optischen Seite passt der Kontrast in Schwarz und Weiß und vom technischen Aspekt sollen entstehende Vibrationen minimiert werden.

Die Lüfterrahmen und die Lüfterblätter der Aer RGB 2 120 mm sind ebenfalls in Weiß gehalten. Der mittig angebrachte NZXT-Schriftzug auf der Narbe spiegelt sofort die Exklusivität wieder. Unter einem Acryl-Ring verbirgt sich die RGB-Beleuchtung, die die Nacht zum Tage erhellen soll, aber dazu später mehr. Die Aer RGB 2 120 mm Lüfter selber zeichnen sich durch ihren max. Luftstrom von 52,44 CFM aus. Über das 4-Pin-Anschlusskabel (PWM) liefert der Lüfter eine präzise Drehzahlregelung von 500 RPM bei einer angegebenen Geräuschkulisse von 22 dBA bis zu 1500 RPM ± 300 RPM mit 33 dBA für ein optimales Verhältnis von Leistung und Geräuschentwicklung. Die Lebensdauer wird laut Hersteller mit 60.000 Stunden angegeben.

Seitlich am Lüfterrahmen der Aer RGB 2 befinden sich die Anschlüsse für die RGB-Beleuchtung. Sie sind mit IN und OUT gekennzeichnet. Per Lüfter-zu-Lüfter-Anschlusskabel mit einer Länge von 50 mm, was im ersten Moment wenig erscheint, werden zwei Lüfter mit IN und OUT miteinander verbunden.

Der dritte Lüfter wird mit dem Lüfter-Anschlusskabel, das mit einer Länge von 500 mm mehr als ausreichend ist, per OUT an den zweiten Lüfter angeschlossen und mit dem abführenden Kabel des Wasserkühlungsgehäuses verbunden. Über die CAM-Software kann die komplette Lüfterdrehzahl und die Farbsteuerung individuell den eigenen Bedürfnissen angepasst, eingestellt und angesteuert werden. Das Micro-USB-Kabel der Pumpe wird an einem freien internen USB 2.0 Anschluss am Mainboard angeschlossen.

Praxis

Testsystem und Einbau

Testsystem  
CPU Intel Core i5 12600k
GPU ASUS DirectCut II GTX 760 White
Mainboard NZXT N7 Z690 DDR4
Arbeitsspeicher 16 GB G.Skill Trident Z DDR4 3600
Kühlung NZXT Z73 RGB White
Netzteil NZXT HALE90 Power
Gehäuse NZXT H7 ELITE

Vor dem Einbau wurde unser Intel Core i5 12600k in den Sockel gesetzt, die Backplate, sowie die Abstandshalter unserer KRAKEN Z73 RGB All-In-One Wasserkühlung verschraubt, damit diese später on top unseres NZXT H7 ELITE installiert werden kann. Das Auftragen der Wärmeleitpaste entfällt, da diese bereits ab Werk aufgetragen ist. Zwei 8 GB G.Skill Speichermodule werden in die Ram-Bänke A2 und B2 eingesetzt. Die M.2 SSD wird in den oberen Slot eingesetzt, unsere zusätzlich verbaute 2,5″ SSD wird angeschlossen. Da wir unsere AIO in dem NZXT H7 Elite on top verbauen, wird diese mit dem bereits ab Werk integrierten RGB- und Lüftersteuerung des H7 Elite angesteuert. Die RGB-Beleuchtung mit drei 4-PIN PWM Anschlüssen (ideal für unsere verbaute KRAKEN Z73 RGB) und bis zu sechs RGB-Anschlüssen kann so personalisiert werden. Alle benötigten Kabel werden zu einem Kabelmanagement zusammengefasst. Die Stromzufuhr der NZXT KRAKEN Z73 RGB erfolgt über das SATA-Kabel. Da zwei 140 mm RGB-Lüfter in der Front und ein 140 mm RGB-Lüfter auf der Rückseite unseres Gehäuses verbaut sind, werden diese ebenfalls über die RGB- und Lüftersteuerung angesteuert, um später ein einheitliches und ausgeglichenes Gesamtbild zu erzielen. Zum Schluss setzten wir eine GTX 1060 DUAL 6 GB White ein und schließen diese an.

Software

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Die NZXT CAM Software kann auf der Herstellerseite heruntergeladen werden und bietet dem Endverbraucher eine Vielzahl von Einstellmöglichkeiten. Alle wichtigen Informationen von Temperaturdaten bis hin zu angeschlossenem Zubehör werden aufgelistet. Individuell können einzelne Passagen wie „Kühlung“ und Beleuchtung“ (dazu kommen wir noch) den eigenen Wünschen und Bedürfnissen angepasst werden.

So lässt sich unter dem Reiter „Kühlung“ bequem die Pumpe und jeder einzelne verbaute Lüfter unter benutzerdefiniert ansteuern, einstellen und unter „Active Profil“ abspeichern. Die Profile lassen sich so schnell jederzeit wieder aufrufen. Zudem hat der Nutzer auch die Möglichkeit, unter drei vorgefertigten und hinterlegten Profilen zwischen Leise, Leistung und Fest zu wählen.

Über das Pull-Down-Menü „Beleuchtung“ lassen sich das LCD-Display und die verbauten AER 2 RGB-Lüfter individuell anpassen. Einzelne Effekte können so einfach abgespeichert werden. Diese können dann bequem und jederzeit über „Active Profile“ geladen und wieder abgerufen werden.

Display

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Wie oben bereits erwähnt, setzt NZXT bei der Z73 RGB auf ein drehbares Display, das via der Cam Software unter Beleuchtung – LCD-Display rechts dem Reiter „Display drehen“ einzustellen ist. Es bietet die Möglichkeit, von 0 bis – 90° angepasst zu werden, je nachdem wie das Pumpengehäuse verbaut ist. Das ist aber noch nicht alles. Die Farbgebung kann ebenfalls individuell angepasst werden.

Mit dem individualisierbaren LCD-Display hat NZXT den Nagel auf dem Kopf getroffen. Nicht nur Temperaturen von CPU und GPU, auch andere wichtige Informationen wie die Wassertemperatur lassen sich darstellen.

Selbst eingefügte Logos oder GIFs (kleines Video) mit 320 x 320 px lassen sich kinderleicht einfügen und können so auf der auf dem Pumpengehäuse angezeigt werden. Dem Nutzer sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Temperaturen

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Die Temperaturen sind natürlich für uns auch ein wichtiges Kriterium, daher testen wir unser System im Idle, mit Prime95 1344k ohne AVX für 30 Minuten und dem Spiel Forza Horizon 5 für 45 min. Zum Testzeitpunkt lag die Raumtemperatur bei 24 Grad. Die Geschwindigkeiten der Lüfter wurden für die drei Szenarien über die CAM-Software eingestellt. Die Pumpe wurde bei uns auf 2000 RPM +/- 200 RPM. Festgelegt, was aus unserer Sicht ein guter Kompromiss aus Leistung und Lautstärke bei den Szenarien ist. Für den Low Noise Bereich übernehmen wir den min. Wert von 566 RPM. Wie im Diagramm zu sehen ist, sind die ausgelesenen 25 °C doch schon recht beachtlich. Beim Gaming wurde darauf geachtet, dass eine ausreichende Kühlleistung vorhanden ist, aber zugleich kein Aufheulen der drei Lüfter der NZXT Z73 RGB stattfindet. Mit maximal 49 Grad kam das System nicht einmal ins Schwitzen und das im unteren Drehzahlbereich. Wir denken, damit kann jeder leben. Zu guter Letzt wurde die max. Drehzahl von 1666 RPM eingestellt und Prime95 kam wie oben bereits erwähnt, für 30 Minuten zum Einsatz. Bei unserem Testsystem lagen wir bei durchschnittlichen 80 Grad unter Last bei minimaler Drehzahl. Ein wirklich guter Kompromiss aus Kühlung und Leistung liegt bei etwa 1050 RPM. Während der ganzen Testphase war die Asetek-Pumpe nur leicht bis minimal zuhören. Abgesehen davon sind die erreichten Werte unsererseits Ist-Werte und können natürlich abweichen, je nach verbauter Hardware.

Bezüglich der Lautstärke ist es natürlich vom eigenen Empfinden und Gehör abhängig.

Effekte

Ein kurzes Video mit den atemberaubenden Effekten des 2,36“ LCD-Displays in Kombination mit den drei Aer RGB 2 120 mm Lüftern und den verbauten Lüftern unseres H7 ELITE möchten wir euch natürlich auch nicht vorenthalten.

Fazit

Die NZXT Z73 RGB überzeugte uns auf ganzer Linie. Das hervorragende Design in Verbindung mit dem individualisierbaren 2,36“ LCD-Display setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Selbst erstellte Gifs lassen sich implementieren, was dem Nutzer individuell die Gestaltung selbst überlässt. Die verbaute Asetk Pumpe der 7. Generation hinterließ einen sehr guten Eindruck. NZXT kann bei der KRAKEN Z73 durch die niedrige Drehzahl punkten und bietet auch noch einiges an Leistung nach oben. Die von uns erreichten Werte sprechen hier definitiv für sich. Das Gesamtpaket wird durch die Aer 2 RGB 120 mm Lüftern erst richtig abgerundet. Leistung, Performance und die Farbgebung stimmen auf der ganzen Linie.  Das Schmankerl des Ganzen, NZXT gewährt 6-Jahre Garantiezeit jedoch mit einem leicht bitteren Beigeschmack, da die UVP bei derzeit 284 € einschlägt. Wen der Preis nicht abschreckt, der Performance, Leistung und zugleich auch noch das Augenmerk auf ein LCD-Display wirft, dessen Gestaltung keine Wünsche offenlässt, der setzt bei der NZXT KRAKEN Z73 RGB auf das richtige Pferd. Kombiniert man das mit dem NZXT N7 Z690 und dem H7 Elite Gehäuse, erhält man eine White-Edition, die Ausgeglichener nicht sein kann. Daher vergeben wir unsere Spitzenklasse Empfehlung.

Pro:
+ Sehr Edles Design
+ Hochwertig verarbeitet
+ Konfigurierbare RGB-Beleuchtung
+ 2,36“ Display mit GIF-Unterstützung
+ Sehr gute Kühlleistung
+ Einfache Montage
+ Individuelle Gestaltung über die CAM-Software

Kontra:
– Preis

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2 Kommentare
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clove31
clove31
15 Tage zuvor

danke für den Test, finde die AIO echt klasse