PNY Technologies, der als Grafikkarten-Hersteller bekannt ist, hat sich das Ziel gesetzt, die schnellste SSD zu entwickeln und bringt eine neue NVMe-SSD auf den Markt – die PNY CS3250 M.2. Die PCIe Gen 5 x4 SSD soll sequentielle Lesegeschwindigkeiten von bis zu 14.900 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 14.000 MB/s erreichen. Mit einem überschaubaren Lieferumfang der SSD kommt PNY direkt auf den Punkt, sodass wir neugierig auf die Ergebnisse der praktischen Leistungsdaten sind. Lasst uns mit dem Test beginnen!
Verpackung und Inhalt
Die PNY CS3250 M.2 SSD hat eine kleine und unscheinbare Verpackung von 12 auf 8,5 cm. Frontal hat das dünne Päckchen ein helles Design mit einem grünlichen Farbton. Auf den ersten Blick sehen wir hier den Hersteller-Schriftzug, die Speicherkapazität, den Formfaktor, Schreib- und Leseraten, ein paar Symbole zur Leistung, Support und Garantie, die Modellbezeichnung und einen Hinweis zur Kompatibilität von Desktop-PCs sowie Notebooks. Die M.2 NVMe SSD selbst befindet sich geschützt unter einer durchsichtigen Kunststoffhülle. Die Rückseite ist dunkel und voll von technischen Daten, Tabellen und Warnhinweisen.
Daten
| Technische Daten – PNY CS3250 M.2 NVMe SSD | |
|---|---|
| Hersteller | PNY |
| Formfaktor | M.2 2280 PCIe Gen5 x4 NVMe |
| Leistung | Sequenzielles Lesen: 14.900 MB/s Sequenzielles Schreiben: 13.500 MB/s |
| Temperaturbereich | 0 – 70 °C |
| Mittlere Betriebsdauer | 1.500.000 Stunden |
| Kapazität | 1 TB |
| Garantie | 5 Jahre limitierte Garantie |
| Preis | |
Details
Wir entfernen die M.2 NVMe SSD von ihrer hartnäckigen, aber sicheren Verpackung und sehen uns das Äußere des Datenträgers an. Auf der Oberseite ist ein Aufkleber von PNY mit Modellbeschreibung und Formfaktor auf schwarzer Platine zu sehen. Die Rückseite trägt einen weißen Aufkleber auf dem ebenfalls der Hersteller, sowie das Modell und viele weitere Hinweise zur Garantie und einigen Zertifikaten aufgeführt werden. Zudem ist die Speicherkapazität von einem Terrabyte zu sehen.
Für eine anständige Wärmeableitung befinden sich unterhalb des schwarzen Aufklebers Wärmeleitpads auf den Speicherchips. Diese sollen bei Hochleistung der PNY CS3250 M.2 für eine vergleichsweise kühle Oberfläche durch passive Wärmeableitung sorgen.
Praxis
Wir bauen die PNY CS3250 M.2 NVMe SSD in unser NZXT N9 Z890 Mainboard ein. Zunächst trennen wir das System vom Stromnetz und erden uns. Dann werden die HDMI- und DP-Anschlüsse von der Grafikkarte entfernt und die Glas-Seitenwand demontiert. Der Stromanschluss von der Grafikkarte wird abgesteckt und die Grafikkarte entfernt, um besser an den M_1-Steckplatz heranzukommen. Über zwei Schrauben entfernen wir den RGB-Heatsink unseres Mainboards und installieren die PNY CS3250 M.2 NVMe SSD mit einer kleinen Schraube. Den Heatsink setzen wir samt des zusätzlichen Wärmeleitpads auf die neue M.2 SSD auf.
Für die Inbetriebnahme des Systems haben wir zuvor einen USB-Stick mit neuem Betriebssystem vorbereitet. Somit installieren wir ein neues und sauberes Betriebssystem auf die CS3250, aktualisieren die Treiber und beginnen mit unseren Test-Benchmarks.
| Testsystem | |
|---|---|
| Gehäuse | NZXT H9 FLOW RGB+ |
| Mainboard | NZXT N9 Z890 |
| CPU | Intel Core Ultra 7 265K |
| Kühler | NZXT KRAKEN ELITE 420 RGB |
| Arbeitsspeicher | G.SKILL Trident Z5 Royal |
| Grafikkarte | NVIDIA GeForce RTX 3080 Founders Edition |
| SSD | Samsung SSD 970 EVO 1 TB M.2 NVMe PNY CS3250 M.2 NVMe |
| HDD | Seagate ST4000, Crucial MX500 |
| Lüfter | 2x NZXT F420 RGB Core, NZXT F120 RGB Core |
| Netzteil | CORSAIR HX1000i SHIFT |
CrystalDiskInfo
Bevor wir die Leistung der PNY CS3250 M.2 abrufen und überprüfen, riskieren wir einen Blick in die Daten der SSD, die unser System auslesen kann. Hierzu öffnen wir CrystalDiskInfo und sehen, dass der Datenträger unter der korrekten Bezeichnung erkannt wird. Der Übertragungsmodus mit PCIe 5.0 x4 bestätigt uns eine korrekte Kompatibilität, womit wir uns an die Benchmarks machen können.
CrystalDiskMark
Unsere erste Station ist der CrystalDiskMark-Benchmark. Wir durchlaufen einige Runden im Benchmark und erreichen bis zu beachtlichen 12.287,83 MB/s im Lesen und 13.282,54 MB/s im Schreiben. Wir liegen hierbei leicht unter den technischen Angaben, was darauf zurückzuführen ist, dass das Betriebssystem auf dem Datenträger läuft.
Atto Disk Benchmark
Um die vorher ermittelten Leistungsdaten zu untermauern, testen wir die CS3250 auch im Atto Disk Benchmark. Wie gewohnt erhalten wir im Atto Disk Benchmark etwas niedrigere Werte, die uns aber immer einen Richtwert aufzeigen. Annähernd erreichen wir die Datenraten im Schreiben in Rot und Lesen in Grau.
AIDA64 Disk Benchmark
Bei schnell abfallenden Datenraten für große Dateien jenseits von 10 GB sind meist schnelle, kleine oder nicht vorhandene Caches verantwortlich. Abhilfe schafft hier der SLC-Modus, der die Leistung über einen Pseudo-Cache stabilisiert. Der AIDA64 Disk Benchmark simuliert dieses Szenario, indem dieser einen sequenziellen Stream von 1-MB-Blöcken in einem einzigen Thread auf das Laufwerk schreibt, was in etwa dem Worst-Case-Szenario in der Praxis entspricht. Im linearen Schreiben erreichen wir über den PCIe 5-Anschluss Werte um etwa 10.000 MB/s. Die Schreibrate fällt etwa um 30 % der Gesamtkapazität, kehrt aber immer wieder zurück zum maximalen Wert.
Temperaturen
Für eine lange Lebensdauer und verlässliche Funktionalität sind niedrige Temperaturen von Vorteil. In der Software AIDA64 Engineer V8.00.8000 und HWInfo lesen wir die Temperaturen des Laufwerks aus. Bei einer Zimmertemperatur von 22 °C und einigen offenen Tabs im Browser, sowie eine Hand voll von Programmen im Idle, lesen wir hier eine Temperatur von ca. 39 °C aus. Bei den Belastungstests lesen wir eine kurzzeitige und maximale Temperatur von 66 °C aus, wobei im Durchschnitt eher 58 °C Arbeitstemperatur herrschen.
Fazit
Die PNY CS3250 ist eine solide PCIe 5.0 x4 NVMe SSD mit schnellen Schreib- und Leseraten. Auch als Datenträger mit installiertem Betriebssystem erbringt die CS3250 eine gute Leistung und spielt somit ganz vorne in der derzeitigen Liga der Speichermedien. Eine Verbesserung ist auch in den Ladezeiten von Single- sowie speicherintensiven Multiplayer-Maps zu beobachten. Auch wenn wir die angegebenen Leseraten des Herstellers nicht ganz erreichen, sind die Raten dennoch hoch. Die Leistung der PNY CS3250 empfinden wir für ihren Preis von aktuell 164,99 € auf dem derzeitigen Markt als angemessen und sprechen eine Empfehlung aus.
Pro:
+ Schnelle Schreib- und Leseraten
+ Niedrige Arbeitstemperaturen
+ Passive Kühlung
Kontra:
– Versprochene Geschwindigkeiten werden nicht erreicht





















