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ASUS ROG-STRIX-RTX2070-O8G-GAMING im Test

Heute haben wir im Test die ASUS GeForce RTX 2070 ROG STRIX O8G, welche zu den Gaming-Grafikkarten der 2000er-Serie von NVIDIA gehört und das Bindeglied zwischen High-End und Mittelklasse bildet. Als Grafikchip kommt hier ein TU106 mit 2.304 CUDA-Cores zum Einsatz. Der Chip ist im 12-nm-FinFET-Verfahren hergestellt worden und basiert auf der GPU-Architektur „Turing“. Als Speicher wird wie bei den größeren Geschwistern ein GDDR6-VRAM mit einer Kapazität von 8 GB verwendet.

Bevor wir nun mit dem Test beginnen, danken wir ASUS für die freundliche Bereitstellung des Testsamples und wünschen uns für die Zukunft eine weiterhin enge Zusammenarbeit.

Verpackung/Inhalt/Daten

Verpackung

Auf der Verpackung der RTX 2070 ROG STRIX dominieren die Farben weiß, schwarz und grün. Auf der Front ist die Grafikkarte, das Herstellerlogo, die Modellbezeichnung sowie einige Features in aller Kürze aufgedruckt. Auf der Rückseite werden die Features noch etwas ausführlicher erklärt.

 

Im Inneren finden wir einen zusätzlichen dunklen Karton, der mit einem ASUS STRIX Logo bedruckt ist. Darin befindet sich ein von Schaumstoff ausstaffiertes Innenleben, welches die Grafikkarte in Position hält.

 

Lieferumfang

Neben der Grafikkarte befindet sich noch eine Bedienungsanleitung im Lieferumfang. Die Grafikkarte ist in einem antistatischen Beutel verpackt, der weitere Lieferumfang befindet sich unter der schützenden Schaumstoffeinlage.

 

Daten

Technische Daten – ASUS ROG-STRIX-RTX2070-O8G-GAMING  
Bus Standard PCI Express 3.0
OpenGL OpenGL®4.5
Videospeicher GDDR6 8GB
Takt 1410MHz, Boost: 1845MHz (OC Mode)
CUDA Cores 2304
Speicher Takt 3500 MHz
Speicher Interface 256-bit
Auflösung Digital Max Resolution:7680×4320
Schnittstellen 2x HDMI 2.0b
2x Display Port 1.4
USB Typ-C
Stromanschluss/
Empfohlenes Netzteil
1x 6-Pin, 1x 8-Pin/
550 Watt
Abmessungen 11.83 “ x 5.14 “ x 1.93 “ Zentimeter

Details

Die ASUS GeForce RTX 2070 verfügt über drei 80 mm große Wing Blade Lüfter, die mehr Luftdruck als herkömmlich geschwungene Lüfter erzeugen sollen. Die Lüfter sind, für eine verbesserte Zuverlässigkeit und eine längere Lebensdauer, nach IP5X gegen Staub geschützt. Dank der 0 dB Technologie von ASUS drehen sich die Lüfter erst, sobald eine Temperatur von 55 Grad überschritten wird. Dadurch ist das Surfen im Netz oder das Spielen von weniger anspruchsvolleren Titeln nahezu lautlos machbar.

 

Auf dem Grafikprozessor ist ein Aluminiumkühler aufgesetzt, der die Wärme über zwei Heatpipes an die beiden Kühlkörper weiterleitet, wo die Wärme über zwei Lüfter abgeführt wird. Die Spannungswandler werden mit dem Luftzug der Lüfter gekühlt.

 

Um die Grafikkarte mit ausreichend Strom zu versorgen, verfügt die Karte an der oberen Seite über einen 8 Pin + 6 Pin PCIe-Anschluss für den entsprechenden Stecker vom Netzteil. Die Karte hat eine Leistungsaufnahme von 175 Watt.

 

Der im Test befindliche Grafikchip taktet ab Werk mit einem Basistakt von 1.410 MHz und einem voreingestellten Boost-Takt von 1.815 MHz. Letzterer wird via GPU-Boost automatisch aktiviert, wenn der Grafikchip mehr Leistung benötigt. Die Grafikkarte kann zudem per ASUS GPU Tweak II Utility Software in den OC-Modus wechseln, welcher den Basistakt auf 1.410 MHz und den Boost-Takt auf 1.845 MHz erhöht. Der  8GB große GDDR6-Videospeicher taktet mit sehr schnellen 7.000 MHz (effektiv 14.000 MHz).

 

Die ASUS GeForce RTX 2070 ROG STRIX verfügt über viele Anschlüsse, neben zwei vollwertigen HDMI 2.0b- und DisplayPort 1.4 Anschlüssen ist auch ein USB-C mit DisplayPort 1.4 (VirtualLink) Anschluss verbaut. Zwischen den Anschlüssen sind Belüftungsöffnungen eingebracht, über den ein Teil der Wärme aus dem Gehäuse heraus befördert wird.

 

Der Performance-Modus auf dem zweiten Bild beschleunigt die Lüfter, damit die Karte jederzeit perfekt gekühlt wird. Der Quiet-Modus besitzt das gleiche Power Target und die gleichen Top-End-Einstellungen, bietet aber eine weniger aggressive Lüfterkurve für einen leiseren Betrieb bei mittleren Temperaturen.

 

Nachdem wir den Grafikkarten-Kühler demontiert haben, können wir weitere Details begutachten. So sehen wir zum Beispiel das auf dem Grafikkartenspeicher eine Grundplatte aufliegt, die das Ganze kühlt und die Platine zusätzlich stabilisiert. Des Weiteren sehen wir natürlich auch die verbaute TU106 GPU.

 

ASUS setzt bei der ROG Strix RTX 2070 auf ein 10 Phasendesign. Acht der Phasen dienen der GPU-Stromversorgung und zwei Phasen versorgen den Grafikkartenspeicher. Auf der Rückseite finden wir weitere Bauteile zur Stromversorgung. Unter anderem befinden sich hier einige Kondensatoren. Die Spannungsversorgung dürfte mehr als ausreichend dimensioniert sein und auch ordentlich Potenzial für OC bereitstellen.

OC-Ergebnisse

Übertakten können wir die ASUS GeForce RTX 2070 ROG STRIX auf einen GPU-Takt von Core Clock: 1525 MHz, Boost Clock: ~2000 MHz und Memory Clock: 15800 MHz. Allerdings schwankt der Takt abhängig vom benutzten Benchmark.

Den Grafikkartenspeicher können wir von 14000 MHz auf etwa 15800 MHz anheben. Anmerken möchten wir, dass das OC-Potenzial sehr von der Güte des Grafikprozessors und des Grafikkartenspeichers abhängt.

Benchmarks, Lautstärke, Temperaturen

Praxis

Testsystem  
Prozessor Intel Core i7-9700K
Mainboard ASUS ROG STRIX Z390-I Gaming
Arbeitsspeicher 2x KLEVV CRAS X RGB, DDR4, 3.200 MHz, 8 GB
CPU Kühler ASUS ROG RYUO 240
Grafikkarte ASUS ROG STRIX RTX 2070 O8G Gaming
SSD Corsair MP300 480 GB
Crucial BX300 480 GB
Gehäuse MOD1-Mini GREEN
Netzteil Seasonic Prime Titanium Fanless 600 Watt

Verbaut wird die ASUS GeForce RTX 2070 ROG STRIX in unserem Testsystem, wo bereits ein INTEL CORE i7-9700K und ein ASUS ROG STRIX Z390-I ihre Arbeit verrichten. Der Prozessor kann auf insgesamt 16 GB Arbeitsspeicher zurückgreifen und wir von einer Asus Rog Ryuo 240 AIO gekühlt.

Benchmark-Settings

In unseren Benchmarks vergleichen wir die ASUS GeForce RTX 2070 ROG STRIX, mit der von uns zuvor getesteten, ASUS GeForce GTX 1060 ROG STRIX. In den Spielen stellen wir die Grafik auf die höchsten Details, die Auflösung beträgt 1920×1080 Pixel.

In Battlefield 1 liegt das erreichte Ergebnis um einiges höher, als bei der zuvor getesteten ASUS Grafikkarte. Mit OC steigt die Leistung um 5-10 Bilder pro Sekunde.

Im neuen Battlefield 5 sind die FPS mehr als doppelt so hoch im Vergleich zur ASUS GTX 1060 Grafikkarte. Mit Übertaktung steigt die Leistung diesmal deutlicher als bei Battlefield 1.

Auch in Shadow of the Tomb Raider unterscheiden sich beide Grafikkarten enorm. Die Asus GTX 1060 schaffte hier nur knapp 53 FPS.

In 3D Mark Firestrike erreichten wir über 20000 Punkte. Mit OC der RTX 2070 erreichten wir knapp 1200 Punkte mehr als mit dem Standard-Takt.

Stromverbrauch

Was den Stromverbrauch angeht, verbraucht die RTX 2070 nur knapp 50 Watt mehr als die schwächere GTX 1060. Unter Raytracing konnten wir teilweise weniger Stromverbrauch feststellen.

Fazit

Die ASUS GeForce RTX 2070 ROG STRIX OC GAMING ist für knapp 620€ erhältlich und damit fast so teuer wie die RTX2080. Allerdings hat die Karte auch Einiges zu bieten. Da wäre der leise Kühler, der im Regelbetrieb nicht laut wird und das vorhandene Übertaktungspotenzial. Die Temperaturen befinden sich im Normalbetrieb und OC noch im grünen Bereich. Besteht Bedarf nach mehr Abkühlung, so bietet der Kühler genügend Reserven. Allerdings wird Dieser dann auch etwas lauter. Leider bietet die Backplate keinen kühlenden Effekt und dient daher nur zum Schutz. Sehr überrascht waren wir darüber, dass wir den USB-Type-C Anschluss auch für eine externe Festplatte nutzen können und keine Nachteile gegenüber einem USB-3.1-Gen1-Anschlusses am Mainboard haben.

Ein NV-Link Anschluss fehlt hier, um beispielsweise die Grafikkarte im SLI-Verbund nutzen zu können. Die Karte ist RGB beleuchtet und lässt sich über die ASUS-Software steuern.

Wir vergeben der ASUS GeForce RTX 2070 ROG STRIX OC GAMING 9,5 von 10 Punkten und damit unsere HWI-Empfehlung aus.

PRO

+ Spannungsversorgung

+ VRM-Kühlung

+ Lautstärke

+ Optik

+ Backplate

+ USB-3.1-Gen1-Anschluss

+ RGB-Beleuchtung

NEUTRAL

– NV-Link nicht möglich

KONTRA

– Preis

Wertung: 9.5/10

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