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DrayTek Vigor167 im Test

Heute nehmen wir den Vigor167 von DrayTek unter die Lupe, ein zu den meisten DSL Varianten kompatibles Modem. Somit beherrscht er DSL Light, die gängigsten VDSL- und ADSL-Varianten, mit und ohne Vectoring, aber auch Supervectoring mit bis zu 300 MB/s. Ein Modem ist dann Voraussetzung, wenn auf einen Router wie den ASUS ROG Rapture GT-AXE11000 gesetzt wird, der kein integriertes Modem hat. Was der DrayTek Vigor167 leistet, wie einfach die Einrichtung ist und auf was es zu achten gilt, erfahrt ihr im folgenden Test.

Verpackung, Inhalt, Daten

Verpackung

Die Verpackung ist, wie auch das Gerät selbst, sehr schlicht, nur wenige rote Akzente stechen optisch hervor. Auf der Rückseite befinden sich die wichtigsten technischen Angaben, die den DrayTek Vigor167 ausmachen. Das ist deshalb besonders wichtig, weil es eine überaus große Variation an Modems und Routern bei DrayTek gibt.

Inhalt

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Neben dem DrayTek Vigor167 liegen ein LAN-Kabel, ein DSL-Anschlusskabel und ein externes Netzteil bei. Die Schnellstart-Anleitung erleichtert die bevorstehende Ersteinrichtung und die zum Lieferumfang gehörende Schablone ermöglicht die optimal ausgerichtete Wandmontage. Für diesen Zweck kann der Käufer auf zwei beiliegende Schrauben und Dübel setzen. Davon ab liegen keine weiteren Zubehörteile bei, was bei dem Zweck des Gerätes auch wenig verwundert.

Daten

DrayTek Vigor167 – Technische Daten​
 
Hardware-Schnittstellen 2x LAN
1x DSL
Factory Reset
VDSL VDSL Standards: ITU-T G.993.1 (VDSL), G.997.1, G.993.2 (VDSL2)
VDSL2 Profile: 8a, 8b, 8c, 8d, 12a, 12b, 17a, 30a, 35b (kein G.fast)
VDSL Band: 997, 998
ADSL ADSL Standards: ANSI T1.413, ITU-T G.992.1(G.dmt), G.992.2 (G.lite)
ADSL2 Standards: ITU-T G.992.3, G.992.3 Annex M/J
ADSL2+ Standards: ITU-T G.992.5, G.992.5 Annex M/J
Schnittstellen LAN: 2x 10Base-T/100Base-TX/1000Base-T, RJ-45
WAN: 1x VDSL2 / ADSL2+, RJ-11
Max. Datenübertragung 300 Mbps
Betriebs-Modi Modem
(Router mit neuester Firmware)
Gewicht 270 g
Größe 181 x 125 x 40 mm
Garantie 3 Jahre

 

Details

Der DrayTek Vigor167 fasst sich trotz des Kunststoffgehäuses hochwertig an. Auf der hinteren Oberseite befinden sich Lüftungsschlitze, die der verbesserten Kühlung dienen sollen. Das Modem benötigt im Betrieb kaum Leistung, wird daher auch nahezu nicht warm. Mittig platziert sind Logo und Produktkategorie. In der Vigor160 Series-Familie gibt es mehrere Modelle mit unterschiedlichen Funktionen. Etwas Eleganz hat DrayTek dem Modem durch die in der Mitte zuspitzend geschwungenen Form eingehaucht. Insgesamt wird sich das Gerät optisch gut dem Rest der Einrichtung unterordnen und daher kaum auffallen. An der Front befinden sich vier LEDs, die den aktuellen Status des Modems anzeigen. Die Leuchte ganz links blinkt auf, wenn das Gerät in Verwendung ist. Daneben die zwei Leuchten blinken auf, wenn auf den jeweiligen DSL-Port zugegriffen wird. Ganz rechts die LED leuchtet durchgehend, wenn erfolgreich eine DSL-Verbindung aufgebaut wurde.

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Auf der Unterseite befinden sich vier vormontierte Gummifüße, die für einen sicheren Halt sorgen sollen. Aufgrund des niedrigen Gewichtes von nur 270 g funktioniert das nur mäßig gut, aber das Gerät wird durchaus effektiv vor Kratzern geschützt. Der Vigor167 kann nach oben und nach unten zeigend an der Wand befestigt werden. Zuletzt lässt sich hier auch der Aufkleber finden, auf dem sich neben der Seriennummer und Produktname auch Informationen zum deutschen Unternehmen finden lassen.

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Auf der Rückseite befinden sich alle notwendigen Anschlüsse, die für einen ordnungsgemäßen Modem-Betrieb notwendig sind. Das wären unter anderem die Buchse für das externe Netzteil, der DSL-Anschluss für den Empfang des Internetsignals und zwei DSL-Ports. An einem wird ein möglicherweise zusätzlich zum Einsatz kommender Router eingesteckt, der dann wiederum WLAN und diverse Features mitbringt. Der zweite DSL-Anschluss kann ebenfalls in den Router gesteckt werden, dient aber im Gegensatz zum ersten Anschluss nicht der Weiterreichung des Signals, sondern der Möglichkeit per Browser auf das Modem zugreifen zu können. Dem ersten Port kann eine selbst gewählte IP zugewiesen werden. Zusätzlich zur leichteren Bedienung sind ein Off/On-Schalter und ein Factory-Reset Button integriert, der ein einfaches Zurücksetzen ermöglicht.

 

Praxis

Benutzeroberfläche und Ersteinrichtung

Die Benutzeroberfläche wird über die vorgegebene IP 192.168.1.1 mit einem beliebigen Webbrowser aufgerufen. Welcher der zwei LAN-Ports dabei verwendet wird, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass eine direkte Verbindung zum Computer besteht. Allerdings kann nur einer der zwei LAN-Ports konfiguriert werden, bei diesem Modell handelt es sich um den LAN 1-Port. Vorher sollte man die IP des eingesetzten Routers in Erfahrung bringen (oder später anpassen), damit sich die IPs bis auf den letzten Zahlenblock gleichen. Wurde die IP entsprechend abgeändert, kann später per Webinterface und Verbindung zum Router die Benutzeroberfläche aufgerufen werden.

Über LAN 2 gelangt das Internet über das Modem zum Router, per LAN 1 wird der spätere Zugriff (nach Konfiguration der IP) ermöglicht. Standardmäßig ist bereits der Modem-Modus aktiv, es kann aber auch auf „Router“ umgeschaltet werden. Wichtig sind die Angaben unter „Dashboard“, allen voran das SNR (Signal-Rausch-Verhältnis). Bei Werten unter 6 dB arbeitet der DrayTek Vigor167 nicht anständig, aber auch eine Fritz!Box kapituliert im Normalfall bei diesen Werten. In unserem Fall liegen etwa 6,6 – 7,2 dB im Downstream an, was gerade noch in Ordnung geht. Neben diversen Einstellungen, die nach Belieben angepasst werden können, wird in dieser Übersicht auch ein Firmware-Update ermöglicht. Dazu muss erst die passende Datei bei DrayTek heruntergeladen und dann in der Benutzeroberfläche hochgeladen werden.

Allerdings waren für einen ordnungsgemäßen Betrieb keinerlei Einstellungen nötig, zumindest nicht am Modem selbst. Wer also auf den Zugriff auf den Vigor167 per Router verzichten kann und dadurch auch nicht den LAN 1-Port konfiguriert, muss das Gerät nur einstecken und nutzen. Allerdings mussten wir unseren ASUS ROG Rapture GT-AXE11000 in der Übersicht „WAN“ auf PPPoE (Point-to-Point Protocol) umstellen. Mit dieser Einstellung nimmt sich der Router das Signal des Modems und verarbeitet es entsprechend.

Praxiseinsatz

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Der Vigor167 ersetzt unsere Fritz!Box 7590. Als Router kommt in unserem Testlabor der ASUS ROG Rapture GT-AXE11000 zum Einsatz, den wir hier getestet haben. Da der Router von AVM keinen dedizierten Modem-Modus hat, kann es im schlimmsten Fall zu einem Doppel-NAT führen. Das bedeutet, dass zwei „Gateways“ versuchen einen Rechner (bspw. PC oder Konsole) mit dem Internet zu verbinden, aber keine Verbindung mehr zu eben diesem möglich ist. Auch können Leistungsprobleme auftreten, die Bandbreite wird verringert oder Latenz erhöht. Daher sollte man auf den Einsatz von zwei Routern verzichten und stattdessen ein reines Modem einsetzen, in Verbindung mit einem zusätzlichen Router. Der DrayTek Vigor167 kann mit der neusten Firmware auch als Router eingesetzt werden, der Computer kann also direkt über den Vigor167 mit dem Internet verbunden werden. WLAN steht nicht zur Verfügung, da die dafür notwendige Technik nicht verbaut wurde.

Insgesamt gibt es nicht Negatives im Praxistest anzumerken, da das Modem seinen Job bestens erfüllt. Sinkt das Signal-Rausch-Verhältnis auf unter 6 dB, was bei Umbauarbeiten der Telekom passieren kann, bricht das Internet weg. Das ist allerdings kein neuer Umstand, sondern war auch bei der vorher verwendeten Fritz!Box 7590 der Fall.

 

Fazit

Für knapp 100 € bekommt der Käufer ein Supervectoring-fähiges Modem, das alle gängigen VDSL- und ADSL-Varianten beherrscht und Datenraten von bis zu 300 Mbit/s ermöglicht. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich gestaltet und die Einrichtung durch die Anleitung relativ einfach. Allerdings ist der gesamte Vorgang doch komplexer als es bei den typischen AVM-Geräten der Fall ist, daher bietet sich an dieser Stelle Vorwissen an.

Die Verbindung des Modems ist absolut stabil, solange das SNR nicht unter den Schwellenwert von 6 dB sinkt. Es gibt einige Einstellmöglichkeiten, um das Modem den eigenen Vorstellungen nach anzupassen. Zusätzlich ist seit dem neusten Firmware-Update auch ein Router-Modus möglich. Alles in allem ist uns die gebotene Leistung definitiv eine Empfehlung wert. Wer auf einen Router ohne Modem setzt, wie wir es mit unserem ASUS-Modell tun, wird hier ein zuverlässiges Partnergerät finden.

Pro:
+ Stabile und gute Leistung
+ Geringer Stromverbrauch
+ Zielgerichtete Einrichtung
+ Router-Funktionalität möglich

Kontra:
– Vorkenntnisse sinnvoll, komplizierter als eine Fritz!Box

 

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Begeisterter Gamer und Audiophiler, sowie selbsternannter Nerd. Stets auf der Suche nach dem Maximum.
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