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Enermax ETS-T50A-DFP im Test

Mit dem ETS-T50A DFP liefert Enermax einen massiv wirkenden und optisch beeindruckenden Kühler. Mit einer angegebenen Kühlleistung von satten 250W TDP will dieses Modell auch unter stärkster Beanspruchung dafür sorgen, dass die CPU einen kühlen Kopf behält. Wir nehmen dieses schicke Teil für Euch mal unter die Lupe.

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Unser Dank gilt Enermax für die Bereitstellung des Testsamples und das entgegen gesetzte Vertrauen.

Verpackung / Lieferumfang / technische Daten

Verpackung

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Auf der hochglanz bedruckten Klappbox sind bereits alle wichtigen technischen Details, Features und die Maße des Kühlers angegeben. So bleibt man vor Überraschungen verschont, auch wenn die Box die einzige Informationsquelle ist. Daumen hoch für Umweltbewusstsein: Alle Einlagen sind aus Karton. Es wurde, soweit möglich, auf Kunststoff oder Schaumstoff verzichtet.

Lieferumfang

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Nach dem Kühler, mit vormontiertem DFP-Lüfter und dem Air Guide, kommen neben diversen Brackets, einer Installationsanleitung und der Wärmeleitpaste noch zahlreiche Kleinteile wie Schrauben, Unterlegscheiben, Distanzhalter und Muttern zum Vorschein, welche eine fummelige Installation befürchten lassen.
Löblich: Die Wärmeleitpaste ist in einer großen Spritze, welche zwar nicht ganz voll ist, aber dennoch für 3-4 Installationen ausreichen sollte. Dazu gibt es auch einen Spatel zum Verteilen.

Technische Daten

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Erster Eindruck

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Optisch macht der ETS-T50A-DFP schon echt was her. Nicht nur, dass sowohl die Lamellen als auch die Heatpipes mit schwarzem Finish daherkommen, selbst in die Klammern, mit denen der Lüfter, bzw. der drehbare Air Guide befestigt sind, wurde Designer-Kapazität gesteckt.

Von oben betrachtet, kann man gut erkennen das die Lamellen eine spezielle Form haben. Enermax nennt das Pressure Differential Flow Design, und es soll den Luftfluss beschleunigen und so die Kühlleistung um 15% steigern. Auch die typischen kleinen Spoiler, welche die Luft um die Heatpipes herum fließen lassen, sind erkennbar.

Durch den drehbaren Air Guide an der Auslass-Seite, kann man die Abluft gezielt im Gehäuse umlenken. Ein cooles Feature, welches den Airflow in einigen Setups noch verbessern kann.

Der asymmetrische Aufbau verspricht trotz der Größe des Kühlers noch einen problemlosen Einbau, auch bei hohen RAMs.

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Hier sehen wir 5 Heatpipes, die direkten Kontakt mit der CPU haben. Die Verarbeitung der Kontaktplatte, sowie des gesamten übrigen Kühlers ist hervorragend. Die Kontaktfläche ist von der Dimensionierung her auch für große CPUs gut geeignet. Auf der Oberseite des Kontaktblocks befinden sich Lamellen, welche für eine erste Reduzierung der Wärme sorgen.

Ohne Lüfter kann man hier sehr schön die spezielle Form der Lamellen erkennen.

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Der 120mm DFP-Lüfter hat mehrere Besonderheiten. Zum einen hat er ein gesleevtes Kabel, zum anderen lässt sich die maximale Drehzahl per integriertem Schalter einstellen.
1000, 1500 oder 2000 RPM sind hier wählbar. Der DFP-Lüfter hat eine weiteres Feature: Nach dem Einschalten läuft er für 10 Sekunden mit voller Drehzahl rückwärts. Das soll verhindern, das sich Staub anlagert. Die abnehmbaren Lüfterblätter sind so geformt, dass sie auch bei niedrigen Drehzahlen schon für einen hohen Druck des Luftstroms sorgen.

Die Klammern, welche für eine einfache Befestigung des Lüfters am Kühlkörper sorgen, sind mit selbstklebenden Gummipads versehen. Auch der Lüfter selbst hat an den Ecken Silikon-Einlagen. Vibrationen sollten so nicht auftreten.

Installation & Performance
Installation

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Für unseren Test bauen wir den Kühler in das oben angegebene System ein. 3 x 120mm-Lüfter in der Front des Gehäuses sorgen für eine optimale Zufuhr von Frischluft.

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Bei der Trockenübung bewahrheitet sich die Befürchtung, die wir während des Auspackens schon hatten. Die Schrauben werden an der richtigen Stelle durch die Backplate geschoben und dann mit Hilfe der kleinen Plastik-Unterlegscheiben fixiert. Das Ganze wird dann von hinten am Mainboard befestigt. Anschließend werden die Distanzhalter aufgesteckt, und zuletzt die Bracktes mit den kleinen Muttern festgeschraubt. So richtig stabil ist das Gebilde erst, wenn die erste Mutter festgezogen ist. Ein bisschen fummelig, aber durchaus machbar. Entscheidend ist hierbei, dass alle Teile an der richtigen Stelle verbaut werden, sonst sitzt der Kühler später nicht ordentlich auf der CPU.

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Zum Schluss wird der Kühler dann auf dem vorbereiteten Sockel mit Hilfe von zwei gefederten Schrauben festgeschraubt. Die Positionierung ist hierbei fix. Es ist also nicht möglich, hier noch etwas falsch zu machen. Für diesen Schritt ist ein langer Kreuz-Schraubendreher und die vorherige Demontage des Lüfters und des Air Guides erforderlich.

Performance

Für jedes Szenario stellen wir das System entsprechend ein und warten 10 Minuten bis sich die Temperatur eingependelt hat. Dann messen wir 2 Minuten lang die Temperaturen über 4 Kerne und errechnen daraus den Durchschnitt. Zur Steuerung des Lüfters nutzen wir die integrierte Lüftersteuerung des Mainboards. Für die Prozessorauslastung und zur Messung der Temperaturen muss AIDA64 Extreme herhalten. Im Gaming-Szenario spielen wir eine Runde The Division.

Die Messungen erfolgen bei 20°C Raumtemperatur und 34 dB Geräuschkulisse im Hintergrund.

Die automatische Einmessung mit der Lüftersteuerung des Mainboards gestaltete sich zunächst etwas schwierig. Aufgrund der Tatsache, dass der Lüfter nach dem Einschalten in den ersten 10 Sekunden mit voller Drehzahl rückwärts läuft, wurde die Einschalt-Drehzahl nicht richtig erkannt. Nach einigen Versuchen hat es aber dann doch noch geklappt. Nennenswert ist hier noch die Tatsache, dass der Lüfter in der Lage ist, bis 2200 RPM zu drehen.

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Bis 1000 Umdrehungen ist der Lüfter in unserem Setup nicht hörbar, liefert dabei aber schon ein beeindruckendes Kühlergebnis. Die maximale Drehzahl bringt dann unter Volllast noch um gute 4°C kühlere Temperaturen. Bei Vollauslastung der CPU und 1000 RPM liegt die Kerntemperatur im Schnitt bei 62,8°C. Bei 10% Übertaktung und voller Drehzahl kühlen wir immer noch auf entspannte 70,3°C Kerntemperatur, allerdings ist der Lüfter dann schon sehr laut und deutlich hörbar.

Wir wollen mal sehen, ob sich dieses Ergebnis durch die Verwendung eines zweiten Lüfters noch verbessern lässt. Dazu wird der Air Guide entfernt, und durch einen zweiten DFP-Lüfter ersetzt.

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Der einzeln erhältliche Lüfter entspricht dem bereits vormontierten. Der Lieferumfang ist vorbildlich. Wir finden nicht nur Schrauben für zwei verschiedene Arten der Befestigung, sondern auch zusätzliche Silikonpads in weiß und rot. Dazu gibt es noch einen Adapter für 4-Pin Molex-Stecker.

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Erstaunlicherweise bringt die Installation des 2. Lüfters kaum merkliche Unterschiede bei den Messwerten. Im Schnitt verbessert sich das Kühlergebnis lediglich um 1°C. Die gesamte Messreihe wird wiederholt, und liefert vergleichbare Ergebnisse im Rahmen der Messtoleranzen und rauchende Köpfe beim Tester-Team.

Nach verschiedenen Versuchen ohne Ergebnis kommen wir zu dem Schluss, dass der T50 möglicherweise vom guten Airflow, bzw. der guten Frischluft-Zufuhr profitiert. Tatsächlich: Wenn wir alle übrigen Lüfter im Gehäuse abschalten, steigen die Temperaturen um bis zu 15°C mit einem Lüfter, und nur um bis zu 10° mit zwei Lüftern. Unter Volllast und 1000 RPM kommen wir so auf 77,1° mit einem, und auf 72,1°C mit zwei Lüftern.

Das zeigt, wie wichtig ein guter Airflow im Gehäuse ist, und wie sehr ein (guter) CPU-Kühler davon profitieren kann.

Fazit

Mit dem ETS-T50A-DFP bekommt man einen Top-Luftkühler, der mit seiner Performance deutlich überzeugt und damit sogar für leichtes OC geeignet ist. Obendrein ist er auch optisch noch eine beeindruckende Erscheinung. Für diejenigen, die es gerne bunt leuchtend haben, gibt es mit dem ETS-T50A-BVT noch eine Variante mit beleuchteten Lüftern. Die Montage ist zwar etwas fummelig, aber das Kühl-Ergebnis macht die Mühe wett. Der Lüfter ist bei maximaler Drehzahl sehr laut, diese wird aber dank der guten Effizienz im Normalbetrieb so gut wie niemals notwendig sein.
Der ETS-T50A darf sich daher ab sofort mit dem Gold-Award, so wie dem OC-Award schmücken. Wegen der vielen kleinen intelligenten Design-Details, und dem optischen Gesamteindruck verleihen wir obendrein noch den Design-Award. Wer Besitzer dieses Kühlers werden möchte, muss dafür derzeit stolze 49,85€ auf die Theke legen. Für den zusätzlichen Lüfter werden noch einmal 12,53€ fällig.

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PRO
+ äußerst gute Kühlleistung
+ profitiert maximal von gutem Airflow im Gehäuse
+ Wärmeleitpaste reicht für 3-4 Montage-Vorgänge
+ cooles Design

CONTRA
– Montage etwas fummelig

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Links für den zusätzlichen DFP-Lüfter

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