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NZXT Lift im Test

NZXT erneuert momentan einige Produktsparten, heute soll es uns um die neu erschienene NZXT Lift gehen. Diese wurde zeitgleich mit der NZXT Function vorgestellt, einer auf Wunsch selbst konfigurierbare Tastatur. Die Lift soll laut Hersteller federleicht sein und schnelle sowie präzise Bewegungen ermöglichen. Noch dazu wird sie mit verschiedenen farblichen Akzenten angeboten. Wie gut uns das Gesamtpaket der NZXT Lift gefällt und wie sie sich im Vergleich zur Konkurrenz schlägt, erfahrt ihr in diesem Test. Die Maus wurde uns von NZXT zur Verfügung gestellt, eine Beeinflussung fand und findet nicht statt.

 

Verpackung, Inhalt & Daten

Verpackung


 

NZXT-typisch ist der Karton weiß mit lila Akzenten. Auf der Vorderseite wurde die Lift in der gewählten Farbversion abgedruckt, auf der Rückseite befinden sich die wichtigsten technischen Angaben.

 

Inhalt



Der Lieferumfang fällt gering aus, neben der Maus befindet sich lediglich ein Hinweiszettel im Karton. Dieser verweist auf die digital verfügbare Anleitung zur Maus, sollte man von dieser Gebrauch machen wollen. Diese Herangehensweise erachten wir als überaus sinnvoll, da gerade bei Kleingeräten, ohne aufwendige Features, so Papier gespart werden kann, was ohnehin bei den meisten Haushalten in der Mülltonne landen würde.

 

Daten

NZXT Lift​
 
Sensor PixArt PMW-3389, optischer Sensor
Abtastrate Bis zu 16.000 DPI
USB Abfragerate 1000 Hz
Farbe Weißes oder schwarzes Gehäuse
Gleitflächen Drei Flächen
Switches Omron, 20 Millionen Klicks
Zusätzliche Tasten zwei Daumentasten, eine DPI-Taste
Abmessungen 126,8 x 67,23 x 38,35 mm
Gewicht 67 g ohne Kabel
Design Symmetrisch
Garantie 3 Jahre
UVP 59,90 €
Besonderheiten Farbliche Akzente möglich

 

Details

Gehäuse und Kabel


 

Wenn die Maus eines nicht ist, dann besonders aufregend. Symmetrisches Design und auf der linken Seite angebrachte Seitentasten. Natürlich fehlt der DPI-Switch hinter dem Mausrad nicht. Allerdings fasst sie sich hervorragend an, die glatte und in unserem Fall weiße Oberfläche gefällt uns gut. Sowohl die weiße, als auch die schwarze Variante sind matt, was Handabdrücke verhindert. Auf der Unterseite gibt es ebenfalls nichts Spannendes zu finden, neben dem bekannt guten PixArt-3389, sind nur die drei Gleitflächen von Bedeutung.


 

 

Aufgrund der nur linksseitig angebrachten Tasten, ist die NZXT Lift trotz ihrer Symmetrie nicht für Linkshänder geeignet. Das Kabel ist mit Paracord ummantelt und deutlich flexibler als bei diversen Konkurrenzmodellen. Man sollte sich davor in acht nehmen, mit dem am Kabel befestigten Klettverschluss gegen die Ummantelung zu kommen, da diese sonst anfängt zu franzen. Dieser Ausfransung kann zwar mit einem Bunsenbrenner entgegengewirkt werden, empfehlenswert ist das aber nur für erfahrene Anwender (Paracord wird im PC-Modding eingesetzt, speziell für Kabel).

 

Schalter

Die vorderen Tasten setzen auf Omron-Schalter, welche sich durch ihre Langlebigkeit und gute Druckpunkte bewiesen haben. Das wird bei der NZXT Lift nicht anders sein, auch klingen beide Tasten exakt gleich. Ebenfalls positiv zu vermerken sind die Seitentasten, welche einen klaren Druckpunkt und angenehmen Klang aufweisen. Das genoppte Mausrad weiß grundsätzlich auch zu gefallen, sticht aber nicht besonders hervor.

 

Ergonomie


 

Mit ihren Maßen von 126,8 x 67,23 x 38,35 mm bietet sich bei der Maus vor allem der Palm- und Claw-Grip an, je nach Handgröße. Die Oberfläche gewährleistet auch ohne Griffmulden oder Gummierungen einen angenehmen Halt, die NZXT Lift verrutscht also auch nach längeren und hitzigen Gaming-Sessions nicht.


 

Am unteren Rand, sowohl links als auch rechts, lässt sich ein, im Bild noch nicht beleuchteter, A-RGB-Leuchtstreifen finden. Diese Streifen sind, wie auch der Rest der Maus, unscheinbar und passen daher wunderbar ins Konzept. Mit 67 g ohne Kabel ist die NZXT Lift sehr leicht, gehört aber nicht zur Superleicht-Klasse. In Anbetracht der Mausgröße wurde genau das Optimum an Gewicht erreicht, die Maus fühlt sich hochwertig an und ist doch leicht genug, um sich gut bewegen zu lassen.

 

Praxis

Gewicht und Sensor

 

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Durch ihr geringes Gewicht und die guten Gleitflächen, lässt sich die Maus angenehm nutzen. Das flexible Paracord-Kabel trägt hier ebenfalls positiv bei, macht die Maus also sehr agil und leicht bedienbar. Der zum Einsatz kommende optische Sensor PixArt-3389 verrichtet seinen Job ordnungsgemäß, er setzt also Mausbewegungen direkt und flüssig um. Es kommt kein Angle Snapping zum Einsatz. Lange Sessions am Computer hat die Maus überstanden, ohne negativ aufzufallen. Oder besser formuliert, ohne überhaupt aufzufallen – eine der Stärken der Maus.

 

Software

 

Für genauere Einstellmöglichkeiten wird zwingend die NZXT-eigene Software „CAM“ vorausgesetzt. In dieser sind alle Produkte des Herstellers gebündelt und können darüber entsprechend konfiguriert werden. Dem Nutzer werden verschiedene vordefinierte Beleuchtungen geboten, die er jeweils farblich anpassen kann. Die vier vordefinierten DPI-Profile können hier in 100er-Schritten verändert werden und eine eigene Farbe zugewiesen bekommen. Außerdem lässt sich die Abfragerate halbieren oder LOD um einen Millimeter erhöhen.


 

Interessant dürfte auch die Makro-Funktion sein, mit welcher sich selbst aufgenommene Befehlsketten den Tasten zuweisen lassen. So können nicht nur der dpi-Schalter, sondern auch die beiden seitlich eingelassenen Buttons sowie das Mausrad anders belegt werden. Die Haupttasten vorne links und rechts lassen sich aber nicht verändern. Mehr Einstellungen stehen nicht zur Verfügung, was aber auch ausreicht. Die Software ist wie die Maus selbst sehr schlicht, aufgeräumt und gut zu bedienen.

 

Fazit

Mit der Lift ist NZXT eine anständige Maus und damit der Einstieg in den Markt gelungen, nach jahrelanger Abwesenheit. Die Maus sieht unscheinbar aus und lässt sich unscheinbar nutzen, was hier sehr positiv gemeint ist. NZXT versucht offenbar nicht durch innovativ wirkende Neuerungen und optische Spielereien eine einzigartige Maus zu erschaffen, sondern möchte ein grundsolides Produkt abliefern. Das ist ihnen auch gelungen – Optik sowie Haptik wissen zu gefallen, die verwendete Technik ist sehr gut. Die Software kann hier auch punkten, weil sie einfach zu bedienen ist, stabil läuft und die wichtigsten Einstellungen bereitstellt. Die A-RGB-Streifen sind so geschickt angebracht, dass selbst ein Nicht-RGB-Fan in Versuchung kommen könnte, doch nebenbei die Beleuchtung aktiviert zu lassen – weil sie eben nicht auffällig ist und damit auch nicht aufdringlich wirkt.

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Aktuell wird die Maus zu einer UVP von 59,99 € angeboten, was für eine Maus mit PixArt-3389 nicht realitätsfern ist. Wir gehen aber davon aus, dass sich die Preise mit der Zeit ein Stück darunter einpendeln werden. Aufgrund der unscheinbar und doch guten Leistung, ist uns die NZXT Lift definitiv eine Empfehlung wert. Vermutlich wird der Hersteller dauerhaft auch seine Komplettsysteme mit eigener Peripherie ausstatten, was sicher auch Teil der Motivation hinter den neuen Produkten gewesen sein wird.

Pro:
+ Niedriges Gewicht
+ Sehr guter Sensor von PixArt
+ Sehr gute Schalter von Omron
+ Gute Software

Neutral:
– Symmetrisch, aber nur für Rechtshänder

Kontra:
– Momentaner Preis etwas hoch


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Software
Herstellerseite
Preisvergleich

Begeisterter Gamer und Audiophiler, sowie selbsternannter Nerd. Stets auf der Suche nach dem Maximum.
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