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Titanfall 2 im Test

[nextpage title=“Einleitung“ ]

Seit dem 28. Oktober 2016 ist nun Titanfall 2 für den PC und Konsolen verfügbar. Schon der Vorgänger war ein sehr spaßiger und vor allem sehr schneller Shooter – damals jedoch ohne Singleplayer Kampagne. Das hatte damals einige Spieler verärgert, zwar gab es eine Pseudo-Kampagne – diese fanden jedoch die meisten Spieler eher bescheiden. Wie sich Titanfall 2 nun spielt erfahrt ihr in unserem Test.

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An dieser Stelle möchten wir uns bei unserem Partner Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Spiels sowie für das in uns gesetzte Vertrauen bedanken.​

 

Autor: Sebastian P.

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[nextpage title=“Test-System und Systemanforderungen“ ]

Test-System und Systemanforderungen:

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Die Anforderungen an das System sind recht moderat gehalten, so dass auch Spieler mit einem älteren System in den Genuss von Titanfall 2 kommen. Unser Testsystem entspricht mit einem Intel Core i5 4670k, 16 GB Arbeitsspeicher und einer GTX 760 knapp den empfohlenen Anforderungen. So ist das Spielen in hohen Detaileinstellungen kein Problem. Erst das Setzen von Ultra Details führt spätestens durch unsere Grafikkarte bedingt zu einem Problem, da die GTX 760 über nur 2 GB Speicher verfügt.

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[nextpage title=“Die Single Player Kampagne“ ]

Die Single Player Kampagne:

Die Kritik über das Fehlen einer Single Player Kampagne im ersten Titanfall hat sich der Entwickler zu Herzen genommen und hat mit Titanfall 2 eine solche Kampagne eingeführt. Die Geschichte der Kampagne führt uns in eine ferne Zukunft in der wir in die Rolle des Schützen Jack Cooper schlüpfen. Nach dem Tod seines Mentors tritt Cooper in dessen Fußstapfen als Titanpilot der Rebelleneinheit Frontier Militia, welche gegen die Organisation IMC kämpft. Nach einem Intro gelangen wir direkt in ein ausführliches Tutorial. Wer den Vorgänger schon gespielt hat, wird sich direkt wohlfühlen.

Spielerisch macht die knapp sechs- bis achtstündige Kampagne viel richtig. Das aus den Mehrspieler-Gefechten bekannte Parcours-Gameplay des Vorgängers fügt sich sehr gut in das großteils lineare Leveldesign der Singleplayer-Missionen ein. Neben Abschnitten, in denen wir einfach Shooter-typisch Gänge entlang und über Schlachtfelder laufen, erwarten uns auch regelmäßig Geschicklichkeitsabschnitte, in denen wir Wandläufe, gewagte Sprünge und weitere akrobatische Meisterstücke ausführen müssen. Gut gefallen hat uns, dass die Pfade zwar in Wahrheit stets fest vorgeschrieben sind, aber oft das Gefühl erweckt wird, dass man bei der Wegfindung selbst ein Wort mitzureden hat. Viele der Wege, die man beschreitet, wirken nicht so, als seien sie dafür gedacht, begangen zu werden. Und manche Wege führen einfach an Stellen wo es dann wirklich nicht weitergeht, an solchen Stellen findet man dann meistens einen der 46 im Spiel versteckten Pilotenhelme die als Trophäe einen gewissen Reiz schaffen.

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[nextpage title=“Der Multiplayer“ ]

Der Multiplayer:

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Nun wenden wir uns dem Mehrspielermodus zu, und hier die verschiedenen Spielmodi: Derer gibt es zum Launch acht Stück (später werden mit großer Wahrscheinlichkeit noch weitere Spielvarianten per DLC nachgereicht. Bounty Hunt ist der wohl außergewöhnlichste – und völlig neue – Modus des Spiels. Darin gilt es, durch das Besiegen einerseits von menschlichen Mitspielern, andererseits von starken KI-Titans Geld zu verdienen. Ab einem gewissen Zeitpunkt öffnen an mehreren Stellen auf der Map sogenannte „Banken“, kleinen Stationen, an denen wir das Geld abgeben und das Team dadurch zum Sieg führen. Aber hier heißt es aufgepasst! Wenn wir besiegt werden verlieren wir auch die Hälfte unseres Geldes.

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Auf dem Spielfeld hat sich nicht viel geändert, die Abläufe sind dieselben wie beim Vorgänger, allerdings wurde an einigen Stellen etwas nachgearbeitet. So funktioniert die Abrufbarkeit von Titans nun etwas anders als im Vorgänger, sie erscheinen aber nicht mehr ausschließlich nach einer gewissen Zeit und lassen sich besteigen, sondern lassen sich nun auch dann rufen, wenn wir uns in den Matches besonders geschickt anstellen. Gute Spieler werden also belohnt, das ist aber nicht die einzige Neuerung bei den riesigen Titans. So gibt es verschiedene neue Varianten der Titans, und die Art und Weise, wie wir auf feindlichen Titans „Rodeoreiten“ und diese dann zerstören können, wurde deutlich überarbeitet und verbessert.

Überarbeitet wurden auch die Spezialfähigkeiten. Statt nur einmal pro Runde die nutzbaren Karten des ersten Teils wiederzuverwenden, haben sich die Entwickler diesmal für ein flexibleres System entschieden. Aus einer Vielzahl an Boosts, die wir durch Level-Ups freischalten, können wir wählen und müssen lediglich warten, bis sich die Boosts nach einer Weile wieder aufgefüllt haben. So stehen uns unter anderen ein Enterhaken, eine Unsichtbarkeits-Fähigkeit und die Möglichkeit, Feinde am Radar abzubilden, zur Verfügung. Die etwas zu mächtige Smart Pistol aus dem ersten Titanfall steht nun übrigens nicht mehr grundsätzlich, sondern ebenfalls nur noch als Boost zur Verfügung – eine sehr gute Entscheidung! Zusätzlich gibt es unzählige mächtige Wummen sowie auch kreative Varianten an Granaten, die wir nach und nach freischalten, und auch unsere Titans bekommen bei Level-Ups immer neue Waffen in die Hand gedrückt. Die Erfahrungslevel-Höchstgrenze scheint übrigens, wie im ersten Teil, bei 50 zu liegen.

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Sehr gut gefällt uns auch das sehr gute Handling der Waffen. Man hat immer das Gefühl, die volle Kontrolle über seine Waffen zu haben, ganz egal, ob man mit Maus und Tastatur oder einem Gamepad loslegt. Und eine gute Nachricht für alle Smartpistol Hasser gibt es auch, denn während die Waffe im ersten Titanfall als Waffenloadout verfügbar war, ist sie in Multiplayer von Titanfall 2 nur als Bonuswaffe vertreten. Wer es im ersten Teil etwas umständlich fand, Spieler für die bevorzugten Spielmodi zu finden, kann sich übrigens freuen: Das neue Network-Feature erlaubt es, uns mit anderen Spielern mit ähnlichen Interessen zusammenzuschließen.

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[nextpage title=“Fazit“ ]

Fazit:

Titanfall 2 macht vieles besser als sein Vorgänger, so beeindruckt vor allem der Einzelspieler Kampagne. Das aus dem Vorgänger bekannte Pacours-System wurde wunderbar in die die Kampagne eingebracht. Die Geschichte ist vielleicht etwas dünn und aber das Design der Level ist hervorragend. Obwohl der Faden bereits festgelegt ist scheint das Spiel wesentlich offener. Der Multiplayer punktet weiterhin mit dem tollen Spielfluss des Vorgängers, verfügen aber über deutlich mehr Umfang und Varianz. Kurz: Das Spiel hat sich vom Multiplayer Jugendlichen zum ausgewachsenen Shooter gemausert. Das Spiel gibt es derzeit ab 24,95 € für den PC zu kaufen. Das Spiel gibt es außerdem noch für XBOX One und Playstation 4. Wir vergeben 9 von 10 Punkten.

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Pro:
+ Endlich mit Einzelspieler Kampagne
+ Zahlreiche, sinnvolle Neuerungen
+ Verbessertes Balancing
+ Bewahrung alter Tugenden

Contra:
– Einzelspieler Story etwas flach

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  • Hast du sehr gut geschrieben!
    Das Game ist klasse
    D