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be quiet! Dark Rock Pro 4 im Test

In diesem Jahr beglückt uns be quiet! mit der vierten Generation des Dark Rock Pro – dem Dark Rock Pro 4. Bei der aktuellen Generation wurde das Halterungssystem überarbeitet, das war auch überfällig, denn die Montage dieses Kühlers war bisher der größte Kritikpunkt. Laut Be quiet soll der Dark Rock Pro 4 bei gleicher Kühlleistung leiser operieren als sein Vorgänger. Ob das zutrifft und wie einfach die Montage nun gelöst ist erfahrt ihr nun in unserem Test.

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Bevor wir nun mit dem Test beginnen bedanken wir uns bei unserem Partner be quiet! für die freundliche Bereitstellung des Testmusters sowie für das in uns gesetzte Vertrauen.​

Verpackung, Inhalt, Daten

Verpackung

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Der mächtige Dark Rock Pro 4 kommt in einer ebenso mächtigen Verpackung, sie ist recht groß und für be quiet! typisch schwarz. Auf der Vorderseite finden wir neben Herstellerlogo und Modellbezeichnung noch eine Abbildung sowie den Hinweis auf die Kühlleistung von bis zu 250 Watt TDP. Auf der linken Seite stellt sich be quiet! dem Nutzer in mehreren Sprachen vor während es auf der Rückseite dann mit den Spezifikationen zum Kühler weitergeht. Auf der rechten Seite werde vier Besonderheiten des Kühlers anhand von Abbildungen erklärt.

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Im Inneren ist alles sicher verpackt, so ist der Dark Rock Pro 4 von viel weichem Schaumstoff umgeben, während sich das Zubehör in einer kleinen Pappschachtel befindet.

Inhalt

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Neben dem Dark Rock Pro 4 Kühler befindet sich noch folgender Inhalt in der Verpackung:

  • Schraubendreher
  • Vier Klammern für Lüfter
  • Wärmeleitpaste
  • Y-PWM-Kabel
  • Befestigungsschiene mit zwei Schrauben
  • Tüte mit Montagekit für Intel-Sockel
  • Tüte mit Montagekit für AMD-Sockel
  • Sechs Faltblätter „Bedienungsanleitung“*

*Insgesamt wird die Bedienungsanleitung in sechs verschiedenen Sprachen mitgeliefert. Doch statt alles in ein Schreiben zusammen zu fassen, hat be quiet! sich zur besseren Übersicht dazu entschlossen die Sprachen getrennt zu behandeln.

Daten

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Details

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Die neue Generation des Dark Rock Pro 4 hat nur geringfügige Änderungen im Design erfahren. Am offensichtlichsten macht sich vor allem am Deckel des Kühlers bemerkbar. Ansonsten finden wir auch hier schwarz lackierte Aluminium Lamellen die über Heatpipes mit der vernickelten Kupferplatte verbunden sind. Die Vernickelung der Kupferplatte stellt einen Korrosionsschutz dar und da hier mit Kupfer gearbeitet wurde ist auch der Einsatz von Flüssigmetall als wärmeleitendes Medium denkbar. Für die Kühlung des Kühlers zeichnen sich zwei Silent Wings Lüfter verantwortlich, die einen leisen Betrieb garantieren sollen. Weiter haben das Innere Design und die Beschichtung eine Überarbeitung erfahren, wodurch der Kühler etwas besser kühlen soll.

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Mit der neuen Generation hat be quiet! auch das Montagesystem überarbeitet. Beim neuen System werden die Schrauben von oben eingesetzt, so muss der Nutzer nicht mehr hinter das Mainboard greifen. In der Abdeckung auf der Oberseite befinden sich neben der sieben Schraubkappen zur Abdeckung zwei weitere, welche die Öffnungen der Durchführungen zum verschrauben des Kühlers abdecken. Der dafür benötigte, lange Schraubendreher befindet sich im Lieferumfang. Um die RAM-Kompatibilität zu erhöhen fallen die Lamellen etwas schmaler aus

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Von der Rückseite her gesehen erinnert uns der Dark Rock Pro 4 an seinen Vorgänger. Die Geometrie der einzelnen Lamellen und Abdeckungen sind so gearbeitet, dass sie möglichst keine Geräusche erzeugen und bestmöglich kühlen sollen. Der Innere Lüfter hat einen Durchmesser von 120 mm während es bei äußeren Lüfter 135 mm sind. Beide basieren auf den Silent Wings 3 und verfügen über 4-Pin PWM Anschlüsse.

Praxis

Testsystem

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Damit der Dark Rock Pro 4 auch etwas zu tun hat, testen wir ihn auf einem aktuellen System mit dem Intel Sockel 2066 und dem passenden Intel Core i9-7900X. Dieser Prozessor hat eine Verlustleistung von 140 Watt, was aber durch den gesteigerten Turbotakt auf 4,5 GHz etwas mehr sein dürfte. be quiet! gibt an, dass der Dark Rock Pro 4 bis zu 250 Watt TDP abführen kann, daher dürfte der Kühler mit diesem Prozessor keine Probleme haben. Für eine bessere Belüftung des Gehäuses dienen die beiden Serienlüfter des View 37. Deren Drehzahl haben wir auf 850 U/Min. begrenzt (die mögliche Minimum Drehzahl).

Montage

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Die Montage des Dark Rock Pro 3 ist besonders bei 115x Board etwas fummelig gewesen. Doch beim Kühler der vierten Generation hat sich dies geändert, denn die Verschraubung erfolgt von oben. Noch einfacher ist die Montage bei Mainboards mit 2011v3 und 2066, denn hier werden einfach vier Schrauben in die Gewinde des Retention Moduls und auf diese dann die Montageplatten geschraubt. Bevor wir den Kühler aufsetzen müssen wir den mittleren Lüfter entfernen und den Prozessor mit Wärmeleitpaste bestücken. Nun muss einfach nur der Kühler mit dem Befestigungssteg aufgesetzt und anschließend von oben durch den Kühler verschraubt werden. Zum Schluss werden die Abdeckkappen aufgesetzt und der mittlere Lüfter wieder befestigt. Mit dem Y-Kabel können wir beide Lüfter an einem einzigen Lüfter-Anschluss anschließen. Bei sorgfältiger Arbeitsweise dauert die Montage für erfahrene Nutzer rund 10 Minuten.

Temperaturtest

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Nun beginnen wir mit den Temperaturtests. Wir messen die Temperatur anhand der auf dem Mainboard verbauten Sensoren und über ein IR-Thermometer, mit dem wir die Temperatur direkt am Sockel messen. Wir ermitteln die Temperatur in drei Szenarien mit drei verschiedenen Drehzahlen der Lüfter und nehmen die Temperaturen nach jeweils 30 Minuten ab. Die Tests finden bei einer Raumtemperatur von 24 °C statt. Im Idle kommen zwischen 27 und 29 °C an unserer CPU zustande. Die höchste Temperatur erreichen wir mit 85,2 °C im Prime95 Belastungstest – dabei liegt die Drehzahl der Lüfter bei nur 500 U/Min. Die Lüfter machen ihren Namen alle Ehre und sind auch bei voller Leistung nur sehr schwer aus dem luftgekühlten System herauszuhören. Schalten wir alle Lüfter außer denen des CPU Kühlers ab, so messen wir eine Lautstärke von 35,2 dB(A).

Fazit

Der Dark Rock Pro 4 ist wie auch sein Vorgänger eine imposante Erscheinung mit einem schönen Design. Die Abdeckung am Kopf des Kühlers und die hochwertige Lackierung der Kühlrippen verstärken diesen Eindruck. Mühelos und vor allem leise kühlt dieser CPU-Kühler selbst potente Prozessoren wie unseren i9-7900X. Der Dark Rock Pro 4 ist zu aktuellen Sockeln kompatible, be quiet! hat die Montage nun so gestaltet, dass die Montage gerade auf Mainboards mit Sockel 115X wesentlich vereinfacht funktioniert. Bei der Speicherkompatibilität sehen wir einen Schwachpunkt bei höher bauenden Speicher, bei unseren G.Skill Ripjaws V haben wir zwischen Kühler und Ram etwa 5 mm Luft. Der Dark Rock Pro 4 ist derzeit ab knapp 69 Euro im Handel erhältlich. Aufgrund seiner Leistung und der geringen Lautstärke vergeben wir 9 von 10 Punkten.

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Pro:
+ Verarbeitung
+ Design
+ Viel Kühlfläche
+ Verbesserte Montage
+ Gute Kühlleistung
+ Sehr leise

Kontra:
– Speicherkompatibilität

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Wertung: 9/10
Produktseite
Preisvergleich

  • P
    • P
      PurerHass
    • 19. Juli 2018
    Irgendwie ist der Test nicht befriedigend. Erstens wird das Testsystem sehr wage umschrieben (mit welcher Drehzahl arbeiten die anderen Lüfter?) und zweitens gibt es überhaupt keine Vergleichswerte mit anderen Kühlern.
    <blockquote><div>PurerHass</div>Erstens wird das Testsystem sehr wage umschrieben (mit welcher Drehzahl arbeiten die anderen Lüfter?)</blockquote>Was genau fehlt denn in der Beschreibung des Testsystems? Die Drehzahl der anderen <br />
    Lüfter ist beschrieben:<br />
    <br />
    „Für eine bessere Belüftung des Gehäuses dienen die beiden Serienlüfter des View 37. Deren Drehzahl haben wir auf 850 U/Min. begrenzt (die mögliche Minimum Drehzahl).“
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      • P
        PurerHass
      • 19. Juli 2018
      Ok, den Kritikpunkt ziehe ich dann zurück. Habe ich wohl überlesen. Der andere bleibt aber. Habt ihr kein Testsystem für Kühler oder dergleichen? Habe grad mal willkürlich andere Artikel angeklickt und immer sind andere Systeme angegeben. Gibt es dafür einen bestimmten Grund?
    P