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FlexiSpot Office Chair BS13 im Test

Mit dem BS13 bietet der Hersteller FlexiSpot einen optisch einzigartigen Stuhl, der mehrere Design-Awards für sich gewinnen konnte. Das verwendete 3D-Gewebe verspricht eine hohe Atmungsaktivität und dadurch einen, gerade im Sommer, angenehm kühlen Sitz. Außerdem bietet der BackSupport Office Chair BS13 eine geschickt integrierte Lordosenstütze, welche gerade bei langen Sitzsessions gute Dienste leisten sollte. Der Stuhl ist im preislich gehobenen Segment platziert. Im folgenden Test wollen wir herausfinden, ob genau das gerechtfertigt ist. Wir waren mutig und haben uns für die vom Hersteller vorrangig beworbene Variante entscheiden – den BS13 in roter Farbe.

Verpackung, Inhalt, Daten

Verpackung

Der Stuhl wird zerlegt in einem knapp 24 kg schweren und angenehm kleinen Karton geliefert, die Kartonage des Adept Holo war dann doch um einiges größer. Durch die handlichen Maße kann das Paket auch ohne Unterstützung bis in die Wohnung getragen werden. Jedes Einzelteil wird im Karton zusätzlich durch Kartonagen und Styropor geschützt.

Inhalt

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Neben der Sitzfläche, in welcher bereits alle mechanischen Verstellmöglichkeiten integriert sind, beinhaltet der Lieferumfang das Rückenteil samt integrierter Lordosenstütze und das Fußkreuz aus Aluminium mitsamt der fünf dazugehörigen Rollen. Weiterhin befinden sich im Paket das, für den Zusammenbau, nötige Werkzeug, ein paar gut sortierte Schrauben sowie ein Anbauteil des Gestelles. Da alle Schrauben auf den gleichen Kopf setzen und nur der beigelegte Inbus vonnöten ist, verspricht der Aufbau entsprechend schnell abgeschlossen zu sein. Die obligatorische Anleitung liegt ebenfalls bei, auch wenn diese sehr kurz geraten ist – was aber als Hilfestellung vollkommen ausreicht.

Daten

Technische Daten – FlexiSpot BS13  
Gewicht 20,7 kg
Traglast 150 kg
Materialien Stahl, Aluminium, 3D-Gewebe und PU
Neigungswinkel 105° – 125°
Garantie 10 Jahre
Besonderheiten Atmungsaktives 3D-Gewebe
Probezeit von 60 Tagen
Integrierte Lordosenstütze

 

Details

Ersteindruck

Nach Öffnen des Kartons wird man von einer Ansammlung von gut verpackten Einzelteilen begrüßt. Jedes Bauteil fasst sich nicht nur gut an, sondern hinterlässt auch einen überaus langlebigen Eindruck. Das liegt nicht zuletzt an dem Gewicht der Teile, da offenbar ein hoher Materialeinsatz nicht gescheut wurde. Zusätzlich wird man feststellen, dass ein Großteil der Komponenten Einzelanfertigungen speziell für diesen Stuhl sind. Der FlexiSpot BS13 wird folglich nicht in einer der Hallen produziert, aus der ein überwiegender Großteil der sogenannten „Gaming-Chairs“ stammt. Mal abgesehen davon, dass der BS13 gar nicht als solcher beworben wird. Dieser Ersteindruck sorgt dafür, dass die Erwartungen in Hinblick auf den Praxistest weiter ansteigen.

Wirklich individualisieren lässt sich dieser Stuhl bei Kauf nicht, es kann aber zwischen verschiedenen Farbvarianten gewählt werden. Die rote Variante wird hier im Review behandelt, weiterhin stehen ein graues und ein schwarzes Modell zur Auswahl. FlexiSpot wirbt mit mehreren Design-Awards. Warum dem so ist, wird bereits vor dem Zusammenbau klar.

 

Zusammenbau keine 10 Minuten

Der Zusammenbau geht flüssig von der Hand und ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. Die im Lieferumfang befindliche Anleitung ist einfach gehalten, reicht aber als Erklärung vollkommen aus. Neben dem Inbus gibt es genau zwei Arten von Schrauben, die sich vor allem in der Länge und durch die verwendeten Unterlegscheiben unterscheiden.

Die Rollen werden von unten in das schwere Fußkreuz aus Aluminium gesteckt, mit etwas Druck rasten diese ein. Die Gasfeder wird mittig in das Fußkreuz gesteckt. Die Sitzfläche, in welcher bereits sämtliche Mechanik integriert wurde, dient als Ankerpunkt der restlichen Bauteile. Das ebenfalls schwere und mit atmungsaktivem 3-Gewebe versehene Rückenteil wird mittig hinten auf dem Sitz mit einem schweren Stahlteil verschraubt. Das kann problemlos alleine durchgeführt werden, sofern man die Sitzfläche bei Zusammenbau auf den Schoß legt.

Die Armlehnen aus Stahl und überzogen mit weichem PU werden auf die dafür vorgesehene Schiene gelegt und ebenfalls verschraubt. Übrig bleiben zwei Schrauben, die FlexiSpot selbst als „Ersatzschrauben“ bezeichnet. Sind alle Teile miteinander verbunden, wird der Sitz auf das Fußkreuz mit Gasfeder gesteckt.

 

Funktionen

Besonders angetan hat es uns die optisch schick integrierte Lordosenstütze (berücksichtigt die Krümmung der Wirbelsäule im Lendenbereich nach vorne, gut für eine natürliche Sitzhaltung). Beim Adept Holo konnten wir herausfinden, wie eine technisch raffinierte Lösung aussehen kann. Optisch setzt FlexiSpot aber noch mal einen oben drauf. Die Stütze lässt sich verstellen, ohne dass sich vom Stuhl entfernt werden muss – ein Mindestmaß an Flexibilität vorausgesetzt. Unter der Sitzfläche befinden sich mehrere Schalter, mit der weitere Einstellungen getätigt werden können.

Eine variable Sitzhöhe gehört zum guten Ton und wird selbst vom letzten Stuhl angeboten. Wirklich interessant ist die Verstellmöglichkeit der Sitzfläche in der Tiefe. Je nachdem wie lang die Beine sind, kann der Sitz weiter nach vorne bewegt und der Abstand zum Rückenteil erhöht werden. Das ermöglicht unter Umständen ein deutlich angenehmeres Sitzgefühl und damit auch längere Gaming- oder Arbeitseskapaden. Eine Synchronmechanik weist der Stuhl leider nicht auf, wirklich nötig ist das aber auch nicht. Die Armlehnen werden ohne Schalter in der Höhe verstellt, indem sie immer wieder von selbst auf der neuen Stufe einrasten. Wird die jeweilige Lehne nach ganz oben bewegt, kann sie wieder in die tiefste Position gesenkt werden. Praktisch und funktioniert gut, leider wackeln die Design-Armlehnen etwas. Der Bezug aus PU-Leder fühlt sich gut an, das verwendete Material ist weich genug für ein angenehmes Armeablegen.

 

Praxis

Der Stuhl wird als Design-Element beworben. Dass uns die Optik sehr zusagt, sollte im Laufe des Testes bereits klar geworden sein. Wie sitzt es sich aber auf dem subjektiv hübschen Stuhl? Sehr gut lautet hier die zusammenfassende Antwort. Durch das atmungsaktive 3D-Gewebe wird auch ein längeres Sitzen nicht durch auftretende Hitze bestraft. Auch ist der Sitz weich genug, sodass keine Druckstellen auftreten. Gleichzeitig ist er aber auch nicht zu weich, sodass auch nach längerer Zeit keine körperlichen Anstrengungen erkennbar werden. Die Verstellmöglichkeiten können im Praxisbetrieb überzeugen. Die dazu nötigen Schalter lassen sich gut erreichen und problemlos bedienen. Auch die leichte Instabilität der Armlehnen zur Seite fällt kaum ins Gewicht. Die Rollen eignen sich wunderbar für unseren Holzboden, das Rollverhalten ist entsprechend gut.

 

Fazit

Mit 699,99 € UVP ist der Stuhl für für den Normalverbraucher definitiv als hochpreisig zu bezeichnen, auch wenn ein anständiger Bürostuhl um einiges mehr an Geld verschlingen kann. Durch die ganzen sehr gut funktionierenden Einstellmöglichkeiten, die überaus hochwertige Verarbeitung und die gute Wahl der Materialien, kann der FlexiSpot BS13 grundsätzlich uneingeschränkt empfohlen werden. Das ist natürlich auch davon abhängig, ob einem das Design zusagt und man einen Stuhl für mehrere Jahre sucht – 10 Jahre Garantie sprechen für sich. Nur die zur Seite hin etwas instabilen Armlehnen wollen hier ein drittes Mal Erwähnung finden.

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Obwohl der FlexiSpot BS13 technisch so überaus überzeugend ist, haben wir uns für den Design-Award entschieden. Es wurde einfach zu viel Mühe in die Optik gesteckt, als dass wir das ignorieren könnten. Wer zwar angetan vom Stuhl aber noch unsicher ist – FlexiSpot bietet über den eigenen Shop eine Probezeit von 60 Tagen. Es kann also in keinem Fall schaden, sich bei Gefallen selbst einen Eindruck zu verschaffen.

Pro:
+ Schick integrierte Lordosenstütze
+ Sehr gute Verarbeitung
+ Optisch einzigartig
+ Viele Einstellmöglichkeiten

Kontra:
– Leicht instabile Armlehnen zur Seite hin

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Herstellerseite

Begeisterter Gamer und Audiophiler, sowie selbsternannter Nerd. Stets auf der Suche nach dem Maximum.
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1 Kommentar
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Der Horst
Der Horst
15 Tage zuvor

sehr cooler stuhl