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Lian Li O11 Dynamic Mini im Test

Mit dem Lian Li O11 Dynamic Mini führt der Hersteller nun eine weitere Version des bekannten O11D Gehäuses im Sortiment. Wie auch seine größeren Brüder ist das O11 Dynamic Mini in Zusammenarbeit mit dem bekannten Overclocking-Spezialisten Roman „der8auer“ Hartung entstanden. So verwundert es nicht, dass das dieses schöne Gehäuse ebenfalls über einen umfangreichen Support für Wasserkühlungskomponenten verfügt. Das Gehäuse ist in Schwarz als auch in Weiß erhältlich. Im Folgenden wollen wir uns die Unterschiede zu den größeren Brüdern genauer ansehen. Für diesen Test hat uns Lian Li ein Testmuster zur Verfügung gestellt.


Verpackung, Inhalt, Daten


Verpackung


 

Das Lian Li O11 Dynamic Mini kommt in einem Karton aus brauner Wellpappe. Auf den beiden großen Seiten ist neben Herstellerlogo und Modellbezeichnung eine zerlegte Darstellung des Gehäuses sowie auch das Logo von „der8auer“ zu finden. An der schmalen Seite ist neben den technischen Daten die Auskunft über die Farbausführung aufgedruckt. Das Gehäuse wird im Inneren durch zwei Schaumstoffblöcke und viel Luftpolsterfolie gut geschützt.



Inhalt


 

Neben dem Gehäuse selbst befinden sich noch ein weiterer Karton im Lieferumfang.




Dieser beinhaltet neben der Installationsanleitung, diverse Slotblenden, Aufnahmen für eine Pumpe sowie einige Schrauben.


Daten

Technische Daten – Lian Li O11 Dynamic Mini  
Abmessungen
Gewicht
Material
420 x 269,5 x 380 mm (T x B x H)
6 kg
Aluminium, Glas
Motherboard Unterstützung ATX/ Micro-ATX/ Mini-ITX
Laufwerksschächte 2x 3,5 oder 2,5 Zoll (intern)
2x 2,5 Zoll (intern)
Lüfter Unterstützung Ober: 3x 120mm oder 2x 140mm
Seite: 2x 120mm oder 2x 140mm
Boden: 3x 120mm oder 2x 140mm
Hinten: 1x 120mm
Radiator Unterstützung Oben: 360 mm oder 280 mm oder 240 mm
Seite: 240 mm oder 280 mm
Boden: 360 mm oder 280 mm oder 240 mm
Max. GPU Länge 395 mm
Max. CPU Kühler Höhe 170 mm
Laufwerk Schächte Rechte Seite 2 x 2.5″ SSD
Rückseite 2 x 3.5″ HDD (oer SSD)
Erweiterungsslots Wahlweise 3, 5 oder 7
Front IO 2 x USB 3.0
1 x USB 3.1 TYP-C
1 x HD Audio
Power Button



Details


 

Lian Li hat uns die schwarze Variante des Lian Li O11 Dynamic Mini zugesendet. Das Gehäuse besteht nahezu komplett aus Aluminium und verfügt am rechten Rand über einen Streifen mit einem schwarzen gebürsteten Finish an der Front und der Oberseite. Ein großer Teil der Front sowie die komplette linke Seite werden von dunkel getöntem Glas abgedeckt. Um die Seiten abzunehmen, muss zuvor der Deckel entfernt werden. Dieser ist über zwei Rändelschrauben an der Rückseite des Gehäuses fixiert. Der Deckel verfügt über eine große Fläche, welche mit Belüftungsöffnungen versehen ist.




An der Oberseite befinden sich im Streifen auf der rechten Seite der Ein-/Aus-Taster sowie zwei USB 3.0, ein USB 3.1-Typ-C und ein 3,5 mm Audio Anschluss.


 

Um die Abdeckung der Oberseite zu entfernen, müssen wie bereits erwähnt zwei Schrauben entfernen. Anschließend lässt sich die Abdeckung nach hinten schieben und abnehmen. Darunter finden wir einen magnetisch haftenden Staubfilter vor, der sich zur Reinigung einfach entfernen lässt.


 

Nun lässt sich die Glasscheiben nach oben herausheben und gibt so den Zugriff auf das Innere frei. Und hier können wir uns trotz der geringeren Abmessungen zum normalen O11 Dynamic austoben. Was nachher in das Gehäuse passt, hängt stark vom verbauten Mainboard ab. Verbauen wir etwa ein ITX-Mainboard, so können wir an Oberseite und Boden jeweils einen 360 mm Radiator und an der Seite einen 24 mm Radiator verbauen – oder die entsprechende Lüfter-Konfiguration. Solltet ihr hier jedoch ein ATX Mainboard verbauen wollen, muss zunächst ein weiteres Blech montiert werden, damit das Mainboard, weil die Fläche so zu schmal wäre. Der Mainboardtray verfügt über zahlreiche Durchführungen für Kabel, wobei allerdings nur die beiden an der Seite mit Gummis versehen sind. Am Boden verfügt das Lian Li O11 Dynamic über großen Filter, der sich einfach zu Seite herausziehen lässt.


 

Ab Werk ist die Rückseite mit sieben Slots für Erweiterungskarten ausgestattet. Je nach verbautem Mainboard lassen sich die Slots auf drei Slots reduzieren. Oberhalb finden wir den Einbauplatz für einen 120 mm Lüfter und die Öffnung für das IO Shield des Mainboards. Rechts ist oben der Platz für ein SFX-Netzteil. Darunter ist eine Klappe, die sich durch das Lösen einer Rändelschraube entfernen lässt. Dahinter können zwei 3,5“ oder 2,5“ Laufwerke verbaut werden.


 

Die Abdeckung der rechten Seite besteht aus Aluminium, welche ebenfalls über ein schwarzes gebürstetes Finish verfügt. Zudem sind hier zwei Streifen an Belüftungsöffnungen eingebracht. Durch die hintere bekommen Netzteil und die Laufwerke frische Luft und durch die vorderen kann ein dort verbauter Radiator atmen. Die Abdeckung lässt sich nach Lösen der beiden Rändelschrauben auf der Rückseite nach oben herausnehmen. Hier bekommen wir nun Einblick in die zweite Kammer des Gehäuses. Im unteren Bereich sehen wir den Käfig, der zwei 2,5“ oder zwei 3,5“ Laufwerke aufnimmt und direkt darüber die Aufnahme für das Netzteil. Zu lang sollte das Netzteil nicht sein, ansonsten könnte es mit dem Steg in der Mitte Probleme geben. Auf diesen lassen sich nämlich zwei 2,5“ Laufwerke unterbringen. Im vorderen Bereich kann ein Radiator montiert werden.


Praxis

Testsystem

Testsystem  
Mainboard MSI MPG B550I GAMING EDGE WIFI
Prozessor AMD RYZEN 5 3600
Arbeitsspeicher Patriot Viper 4 Blackout DDR4 3.200 MHz
Grafikkarte MSI GeForce RTX 3080 GAMING X TRIO
Netzteil Chieftec CSN-550C
CPU Kühlung SilverStone PF240


Montage


 

Beim Zusammenbau entscheiden wir uns für die Variante mit drei Erweiterungsslots. Das sollte vor allem beim Einsatz von Mini ITX Mainboards optimal sein. Am Ende erkennen wir aber, dass wir mit der „5-Slot“ Variante besser dran gewesen wären. Denn in unserem Fall sehen wir einen Großteil unseres Netzteils, das Verlegen der Kabel ist nicht ganz einfach und es ist schließlich nicht mehr viel Platz am Boden. In unserer gewählten Konfiguration könnte ein 360 mm Radiator an der Oberseite und ein 240 mm an der Seite montiert werden. Unten dagegen passen gerade nur Lüfter – trotz 2 Slot Grafikkarte. In unserer Konfiguration setzen wir auf verschieden große Lüfter, um zu zeigen, was in die Richtung möglich ist – uns fehlte leider noch ein passender für die Rückseite, denn hier würde sich auch noch eine Möglichkeit anbieten.


Temperaturen


Werkseitig wird das Lian Li O11 Dynamic Mini wie auch seine großen Brüder ohne Lüfter geliefert. Das hat den Hintergrund, dass die meisten Nutzer ohnehin ihre eigenen Lüfter einsetzen. Außerdem wird damit der Preis für den Kunden etwas erträglicher. Im Minimum benötigen wir einen Kühler für den Prozessor sowie einen Kühler mit einem Lüfter auf der Grafikkarte. Diese beiden reichen zwar in der Praxis aus, um das System lauffähig zu halten, jedoch wird es alleine mit den Lüftern auf den Kühlern nicht nur warm, sondern auch laut. Nutzen wir einen Freezer 33 eSports ONE auf dem Prozessor, so erreichen wir bei einer Raumtemperatur von 20 Grad oben genannte Werte.



Bestücken wir das Gehäuse dagegen mit zwei 140 mm Lüftern unten, zwei 120 mm Lüfter oben einen 120 mm Lüfter hinten erzielen wir schon deutlich bessere Werte.


Fazit

Das Lian Li O11 Dynamic Mini ist für 89,90 € im Handel erhältlich. Dafür erhält der Nutzer eine wandelbare kleiner Version des großen O11 Dynamic Bruders. Das bezieht sich besonders auf die Möglichkeit, das Mainboard in drei Positionen anzupassen, je nach Mainboard Größe auch nur eine oder zwei Positionen. Das Gehäuse ist sehr gut verarbeitet und besteht aus Stahl, Aluminium und Glas – Kunststoff sucht man hier vergebens. Von uns gibt es eine Empfehlung für ein Gehäuse mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis.

Pro:
+ Verarbeitung
+ Materialien
+ Modularer Aufbau
+ Viel Platz

Kontra:
– Nur SFX Netzteile



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