Windows 10 Process-Termination Bug macht 24-Core-System zur Schnecke

Google+ Pinterest LinkedIn tumblr. +

Stell dir vor du arbeitest bei Google, erstellst eine aufwendige Animation mit Maxons Cinema 4D oder führst andere rechenintensiven Arbeiten mit deinem 24-Core System und 64GB Arbeitsspeicher aus. Das klingt doch gar nicht so schlecht. Nun willst du deine Arbeit kompilieren und du merkst, dass die Mausbewegung ins stottern gerät, dein System beginnt zu ruckeln. Du kämpfst gegen einen drohenden Systemcrash an, öffnest den Task-Manager, findest aber keinen Fehler, da deine CPU Auslastung bei gerade einmal 50% liegt. Was ist also da los?

So erging es auch dem Google-Programmierer Bruce Dawson, der sich darauf hin auf den Weg machte, dieses Problem zu analysieren. Das Ergebnis war die Entdeckung einer ernsthaften Prozess-Destruction, einem Bug im Windows 10 System.

Was bedeutet das genau? Es bedeutet, wenn ein Prozess “stirbt” oder sich schließt, muss es einen einzigen Thread durchlaufen, um in Wirkung zu treten. In diesem kritischen Teil des Betriebssystems, muss schließlich jeder Prozess gipfeln und jede Windows Rechenmaschine wird nun zum Einkerner.

Nun sollen mit High-End-Multi-Core-CPUs, rechenintensive Arbeiten beschleunigt werden. Bruce stellt fest, dass in seinem Fall seine 24-Core-CPU nur noch langsamer arbeitete, da es tatsächlich den Build-Prozess dazu veranlasste, mehr Build-Prozesse zu erzeugen und damit noch mehr zu schließen. Und weil sie alle die gleiche Single-Thread-Warteschlange durchlaufen, schleift das OS während dieser Operation zum Stillstand und ein Performance-Peak wird niemals realisiert.

Für Entwickler ist das ein riesiger Bug, wenn du aber keiner bist musst du dir keine gravierenden Sorgen machen. Nun kann es aber im Extremfall Jahre dauern bis solche Bugs behoben sind. Wir nehmen aber Anteil an den Folgen für die Betroffenen und hoffen jedenfalls, dass dieser Bug schnell der Vergangenheit angehören wird.

Quelle: randomascii WordPress Blog

Teilen.

Einen Kommentar schreiben