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MSI MEG B550 Unify im Test

Mit dem MSI MEG B550 UNIFY ist uns ein besonderes Stück Hardware in die Redaktion geflattert. Denn waren Mainboards mit B-Chipsatz eher günstiger Mainstream, so ist es bei diesem Mainboard ganz anders. Neben der 14+2-phasigen Spannungsversorgung mit 90-A-Spannungswandlern mit mächtigen Kühlkörpern befinden sich auch gleich vier M.2 Slots auf der Platine. Beim Design hat sich MSI eher zurückgehalten, denn Platine und Kühlkörper sind schlicht in Schwarz gehalten. Im Folgenden schauen wir uns das Mainboard genauer an, dafür hat uns der Hersteller ein Testmuster zur Verfügung gestellt.

 

Verpackung, Inhalt, Daten

Verpackung

 

Das MSI MEG B550 UNIFY kommt in einem dunklen Karton mit farbigen Abbildungen. Auf der Vorderseite bekommen wir neben einer Abbildung des Mainboards viele weitere Informationen gezeigt. So erfahren wir etwa das AMD RYZEN Prozessoren ab der dritten Generation unterstützt werden, ausgenommen sind die Modelle RYZEN 3 3200G und RYZEN 5 3400G. Dazu unterstützt das Mainboard PCIe in der vierten Generation und AMD Crossfire. Auf der Rückseite ist neben weiteren Informationen auch eine Abbildung des Mainboards und des I/O-Felds zu finden.

 

Inhalt



Neben dem MSI MEG B550 UNIFY befindet sich noch folgendes im Lieferumfang:

  • Mainboard-Handbuch
  • Treiber- und Software-DVD
  • Quick-Installation-Guide
  • 2x SATA-Kabel
  • 4x M.2-Schrauben
  • WLAN-Antenne
  • DIY-Mainboard-Ständer inkl. Anleitung
  • Rainbow-RGB-Verlängerungskabel
  • CORSAIR-RGB-Verlängerungskabel
  • RGB-Y-Adapterkabel
  • MSI-Gehäusesticker
  • SATA-Kabel-Sticker
  • Gehäuse-Schrauben-Anleitung
  • Infokarte zur Produktregistrierung
  • MSI-Produktheftchen
  • MSI-Promotion-Karte

 

Daten
Technische Daten – MSI MEG B550 UNIFY  
Format ATX
CPU Sockel PGA AM4 (für RYZEN 3000, 4000 und 5000)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
2x 8-Pin EPS12V
1x 6-Pin PCIe
Phasen/Spulen 17 Stück (16x CPU (14+2), 1x RAM)
CPU MOSFETS 90A (Infineon TDA21490)
Southbridge-/CPU-Features  
Chipsatz, Kühlung AMD B550 Chipsatz, passiv
Speicherbänke 4x DDR4 (Dual-Channel), max. 5.600 MHz mit Ryzen 4000,
max. 5.100 MHz mit Ryzen 3000/5000
Max. Speicher 128 GB (mit 32-GB-UDIMMs)
SLI/CrossFire 2-Way-CrossFireX
Onboard-Features  
PCI-Express 1x PCIe 4.0/3.0 x16 (x16) über CPU
1x PCIe 3.0 x16 (x4) über AMD B550 (shared)
2x PCIe 3.0 x1 über AMD B550
SATA(e)-, SAS- und M.2/U.2-Schnittstellen 6x SATA 6GBit/s über AMD B550
1x M.2 PCIe 4.0/3.0 x4 oder SATA 6 GBit/s über CPU
2x M.2 PCIe 4.0/3.0 x4 über CPU o. PCIe 3.0 x2 über AMD B550 (2x shared)
1x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über AMD B550
USB Über CPU: 4x USB 3.2 Gen2 (4x extern)
Über Chipsatz: 1x USB 3.2 Gen2 (1x intern),
2x USB 3.2 Gen1 (2x intern), 8x USB 2.0 (4x extern, 4x intern)
Grafikschnittstellen HDMI
WLAN / Bluetooth WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax über Intel Wi-Fi 6 AX200,
Dual-Band,bis 2,4 GBit/s, Bluetooth 5.1
LAN 1x Realtek RTL8125B 2,5-GBit/s-LAN
Audio-Codec und Anschlüsse 8-Channel Realtek ALC1220P Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung 1x 4-Pin-RGB-Header
2x 3-Pin Rainbow-RGB-Header
1x 3-Pin-CORSAIR-RGB-Header
FAN- und WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin WPump-Header
6x 4-Pin System-FAN-Header
Onboard-Komfort Status-LEDs, Debug-LED, LED-Switch, Flash-BIOS-Button,
CMOS-Clear-Button, Power-Button, Reset-Button
Garantie 3 Jahre

 

Details




Das MSI MEG B550 UNIFY kommt mit dem sogenannten DIY-Mainboard-Stand (Do It Yourself). Mit diesen kann der Nutzer das Mainboard besser außerhalb eines Gehäuses betreiben, etwa für kurze Tests und Benchmark Versuche. Zudem bietet der Stand auch die Möglichkeit, einen 120 oder 140 mm Lüfter unterhalb des Mainboards zu betreiben. Vom Einsatz schwerer Kühler oder Grafikkarten raten wir jedoch ab, denn das Konstrukt wirkt nicht sonderlich stabil. Alles in allem ist es eine nette Dreingabe.


 

Die Erscheinung des MSI MEG B550 UNIFY ist schwarz und schlicht. Die Abdeckung über den externen Ein- und Ausgängen (I/O) ist riesig und verfügt auf der Oberseite über einen eingeprägten silbernen MSI-Drachen. Die Kühlung wirkt auf den ersten Blick massiv, schön ist auch, dass direkt alle M.2 Steckplätze über passive Kühler verfügen. RGB LEDs sind an diesem Mainboard nicht vorhanden. Neben CPU-Lüfter und Pumpen-Anschluss verfügt das Mainboard über sechs weitere Anschlüsse für Lüfter.


 

Nun sehen wir uns die Kühlung und die darunter befindlichen Bauteile genauer an. Der VRM-Kühler besteht aus zwei Kühlkörpern, die mit einer Heatpipe miteinander verbunden sind. Einer der Kühlkörper erstreckt sich über die I/O Abdeckung. Dadurch vergrößert MSI die Kühlfläche, was den Temperaturen zugutekommen sollte. Gekühlt werden hier nicht nur die VRM, sondern auch die Leistungsstufen.


 

Bei der Spannungsversorgung geht MSI für einen B550 Mainboard einen besonderen Weg, denn sie statten die Platine mit einem nativen 14+2-VRM-Bereich aus. Die 14 Leistungsstufen dienen dem VCore, die anderen beiden für die CPU-So-Spannung. Bei den Spannungswandlern kommen sechszehn 16 TDA21490-Power-Stages von Infineon zum Einsatz, welche jeweils bis zu 90 A liefern können. Alle 16 CPU-Spulen sind nativ über einen XDPE132G5C angebunden, der ebenfalls von Infineon stammt und bis zu 16 Spulen bedienen kann. Um der CPU-Spannungsversorgung auch ausreichend Energie bereitzustellen, verfügt das Mainboard über zwei 8-Pin Stromanschlüsse.




Das MSI MEG B550 UNIFY ist mit vier Slots für DDR4 Arbeitsspeicher ausgestattet. Hier können bis zu 128 GB Speicher eingesetzt werden. Den maximalen RAM-Takt gibt der Hersteller mit bis zu 5.600 MHz an. Die Spannungsversorgung besteht aus jeweils zwei NTMFS4C029N und NTMFS4C024N als High- und Low-Side-MOSFET. In direkter Nachbarschaft befinden sich ein moderner USB-Typ-C-Header mit der USB-3.2-Gen2-Spezifikation (10 GBit/s) sowie vier Status-LEDs und der Debug-LED Anzeige. Damit auch RGB Freunde auf ihre Kosten kommen, sind hier ein 3-Pin-ARGB- und CORSAIR-RGB-LED-Header zu finden.


 

Slots und deren Kühlung. Dabei sind die beiden mittleren Slots mit CPU und Chipsatz verbunden. Im Bios kann der Nutzer entscheiden, ob diese über den B550-PCH mit maximal PCIe 3.0 x2 oder über den AM4-Prozessor mit maximal PCIe 4.0 x4 ans Werk gehen sollen. In der werkseitigen Einstellung arbeiten die Slots über den Chipsatz. Entscheidet sich der Nutzer dafür, dass es über den Prozessor laufen soll, so wird der PCIe 4.0 16x Slot die Hälfte an PCIe abgezogen, so würde zum Beispiel eine Grafikkarte dann nur noch mit PCIe 4.0 8x betrieben werden. Nur der erste M.2 Slot kann ohne Einschnitte mit PCIe 4.0 4x betrieben werden. Wenn im dritten M.2 Slot ein SATA-Modul eingesetzt ist, fällt der fünfte SATA Anschluss weg, handelt es sich um eine PCIe SSD fällt auch der sechste SATA Anschluss weg. Installierte SSDs werden beidseitig von Aluminiumkühlkörpern passiv gekühlt.

Ein weiteres Highlight des MSI MEG B550 UNIFY sind die vier M. Neben einem PCIe 4.0 16x Slot, der über die CPU angebunden ist, verfügt das Mainboard über zwei PCIe 3.0 x1 und einen PCIe 3.0 x16 (elektrisch max. x4), diese sind über den Chipsatz angebunden. Der unterste PCIe 3.0 x16 wird unbrauchbar, wenn der Nutzer den untersten M.2 Slot belegt.




Unten rechts in der Ecke des Mainboards sind ein Power- und Reset-Button sowie ein LED-Switch verbaut. Für den Onboard-Sound ist der Realtek-ALC1220P-Codec, neben einigen Audio-Kondensatoren und einem Kopfhörerverstärker zuständig. Hier ist auch ein 6-Pin PCIe-Stromanschluss, der laut MSI mit dem Netzteil verbunden sein sollte. Hier sind die sechs nativen SATA-6 GBit/s Anschlüsse zu sehen, die alle um 90 Grad angewinkelt sind. Wie bereits erwähnt, sind Port 5 und 6 shared angebunden, fallen also unter bestimmten Bedienungen weg.




Das MSI MEG B550 UNIFY bietet sehr viele Anschlüsse. Über den AM4-Prozessor sind vier USB-3.2-Gen2-Ports mit jeweils 10 GBit/s realisiert, davon einer als Typ-C. Weiter finden wir hier zwei USB 2.0, einen PS/2 sowie die üblichen Audioanschlüsse und den 2,5 GBit/s-LAN-Port. Zudem sind CMOS-Clear- und Flash-BIOS-Tasten und ein HDMI Anschluss vorhanden. Letzterer ist nur aktiv, wenn es sich beim Prozessor um eine AMD-APU handelt.

 

Praxis

Testsystem
Testsystem  
Mainboard MSI MEG B550 UNIFY
Prozessor AMD RYZEN 5 3600
Arbeitsspeicher Patriot Viper 4 Blackout DDR4 3.200 MHz
Speicher T-Force CARDEA IOPS Gaming SSD 1 TB
Grafikkarte KFA² GTX 1060 – 3 GB
CPU Kühler Noctua NF-P12 redux (Dual Fan)
Gehäuse / Netzteil Seasonic SYNCRO Q704 / SYNCRO Connect DGC-750

 

Einbau



Die Installation unserer Komponenten auf dem MSI MEG B550 UNIFY verläuft problemlos. Die M.2 SSD verbauen wir im ersten Steckplatz oberhalb des ersten PCIe 16x Slots. Zur Montage unseres CPU-Kühlers muss die werkseitig verbaute Halterung entfernt werden. Erwähnenswert ist noch der PCIe 6-Pin Stromanschluss unten links auf dem Mainboard. Dieser dient der Stabilisierung der Spannung der PCIe-Slots. Wer nur eine einzige Grafikkarte verwendet, kann das Mainboard verwenden, ohne diesen Anschluss zu bedienen. Soll jedoch ein System mit 2-Wege AMD CrossFire zum Einsatz kommen und ist Übertaktung der Grafikkarten ein Thema, dann sollte dieser Anschluss genutzt werden. Bei manchen Gehäusen mit invertiertem Aufbau (so wie bei uns) kann es problematisch sein, diesen Anschluss zu bedienen, denn meist reicht dann die Kabellänge nicht aus.

 

UEFI



Das MSI CLICK BIOS 5 begrüßt uns mit einer optisch ansprechenden Übersicht. Hier werden uns Informationen zu den von uns verbauten Bauteilen sowie Uhrzeit und Datum angezeigt. Wir können von hier aus direkt Einstellungen vornehmen. So schalten wir hier das XMP 2.0 Profil für den Arbeitsspeicher ein. Durch einen Druck der Taste F7 gelangen wir in das erweiterte Menü.


 

Im erweiterten Menü werden uns im oberen Bereich weiter Informationen wie Taktfrequenzen von CPU und Speicher sowie Spannungswerten, Datum und Uhrzeit angezeigt. Im unteren Bereich ist das Menü in sechs Kategorien aufgeteilt. Die meisten wichtigen Einstellungen befinden sich in den Kategorien Settings und OC. Trotzdem es sich hier um ein Mainboard mit B550 Chipsatz handelt, wird uns einiges an Einstellungen geboten, so sollten keine Wünsche offenbleiben.

 

Benchmarks
Cinebench R20
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Im Cinebench R20 erreichen wir im Multi-Core-Durchlauf 3.627 Punkte und im Single-Core-Durchlauf 485 Punkte. Dabei wird der Prozessor mit dem Noctua NF-P12 redux maximal 64 Grad warm, wenn wir die Lüftersteuerung in der Software auf „Balanced“ belassen.

 

Superposition

 

Unser erster synthetischer Benchmark ist Superposition, hier testen wir in den Einstellungen 1080P Medium und in 1080p High. Höher können wir in den Einstellungen zwar gehen, doch werden wir von den 3 GB Speicher der Grafikkarte eingeschränkt.

 

3DMark
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Natürlich lassen wir auch einmal ein paar Benchmarks aus der aktuellen 3DMark Suite über das System herfallen. Da Bilder mehr sagen als tausend Worte, verlinken wir euch die Ergebnisse direkt auf die Namen der Benchmarks: Time Spy, Firestrike, Night Raid und Sky Diver.

 

CrystalDiskMark
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Natürlich lassen wir auch einmal ein paar Benchmarks aus der aktuellen 3DMark Suite über das System herfallen. Da Bilder mehr sagen als tausend Worte, verlinken wir euch die Ergebnisse direkt auf die Namen der Benchmarks: Time Spy, Firestrike, Night Raid und Sky Diver.

 

Spiele Benchmarks
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Im Spiele-Benchmark von Shadow of theTomb Raider erreichen wir in Full-HD bei high Settings im Schnitt 52 Bilder pro Sekunde. Im Spiel schwankt die Bildwiederholungsrate je nach Szene, es ergibt sich ein Bereich von 32 bis 70 Bilder pro Sekunde. Mit ein bisschen Feintuning bei den Einstellungen lässt sich gewiss auch noch eine höhere Rate bewerkstelligen.

Auch in Spielen wie „The Witcher 3“ macht das Gesamtsystem eine gute Figur, denn mit den Einstellungen, die uns die Nvidia GeForce Experience vorschlägt, erreichen wir mindestens 32 und maximal 68 FPS. Bei Star Wars Battlefront II (2017) kommen wir ebenfalls mit den empfohlenen Einstellungen auf mindestens 29 bis maximal 85 FPS.

 

Temperaturen
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Um die Temperaturen des Mainboards bzw. die Effektivität der Kühler zu ermitteln, setzen wir Prime95 ein. Das Tool zur Auslastung der CPU lassen 15 Min. durchlaufen. Dabei beobachten wir die Werte der einzelnen Sensoren via HWinfo64 und nehmen die Temperatur mit einem Infrarot Thermometer direkt am Sockel ab. Als Kühler kommen neben dem original AMD-Kühler noch zwei unterschiedliche aus dem Hause Noctua und einen von Arctic zum Einsatz. Die Umgebungstemperatur beträgt während des Tests 23 °C. Die Lüfter Steuerung überlassen wir dem Mainboard in der Einstellung „Balanced“. Die MOSFETs sowie der Chipsatz werden mit unter 57 °C nicht zu warm.

 

Fazit

Das MSI MEG B550 Unify ist derzeit ab 259,50 € im Preisvergleich gelistet. Das klingt auf den ersten Blick nach einem hohen Preis, doch bekommen wir hier fast so viel geboten, wie wir es normalerweise von Mainboards mit X570 Chipsatz gewohnt sind. Gleich vier M.2 Slots sorgen dafür, dass sich der Nutzer ein mechanisches Laufwerk fast sparen kann. Noch würde hier jede einzelne M.2 SSD durch einen eigenen passiven Kühler gekühlt. Die beiden mittleren Anschlüsse lassen sich wahlweise über den Prozessor mit je PCIe 4.0 x4 ansteuern, wobei die Grafikkarte dann nur im x8-Modus arbeitet oder aber alternativ mit je PCIe 3.0 x2 über den PCH. Werkseitig ist der PCH-Mode aktiv. Die Kühlung ist so ausgelegt, dass hier nicht mal der sonst übliche Minilüfter verbaut ist. Weiter bietet das Mainboard eine großzügig ausgelegte Spannungsversorgung, die aus einer 14+2-Konfiguration aus hochwertigen 90 A Wandlern besteht und eine Gesamt-Ausgangsleistung von 1.440 A bereitstellen kann. Weiter stehen uns noch einige Komfortmerkmale wie ein Power-, Reset-, CMOS-Clear- und Flash-BIOS-Button sowie ein LED-Switch, vier Status-LEDs und auch eine Debug-LED. Von uns gibt eine klare Empfehlung für ein Mainboard der Spitzenklasse.


Pro:
+ Verarbeitung
+ Design
+ Vier M.2 Slots
+ Starke Spannungsversorgung
+ OC Features
+ Viele Komfortmerkmale
+ RGB, ARGB und Corsair RGB Header
+ Fünf USB 3.2 Gen2-Anschlüsse

Kontra:
– NA


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